Montag, 5. Mai 2014

Fukushima – 3 Jahre danach

Der Umweltjournalist Alexander Neureuter
begleitete mit der Kamera Menschen im 
Katastrophengebiet von Fukushima.
Fukushima? Da war doch irgendwann mal was? Ja, einige werden sich hoffentlich noch erinnern – an die schlimmen Bilder und Berichte aus Japan, unter deren Eindruck Bundeskanzlerin Angela Merkel den Ausstieg aus der Atomkraft erklärte.
Mittlerweile sind seit der Katastrophe drei Jahre vergangen und Fukushima gerät hierzulande langsam in Vergessenheit. Den Japanern dürfte Fukushima allerdings noch lange als wahr gewordener Albtraum in Erinnerung bleiben. 
Was gehen uns die Folgen des Atomunfalls an? Diese Frage beantwortet der Umweltjournalist Alexander Neureuter aus Gartow im Wendland am morgigen Dienstag, 6. Mai, von 19:00 Uhr an im Rahmen seines multimedialen Vortrags, den er auf Einladung der Grünen in der Musikschule Jan Kukereit in Suderburg, Burgstraße 21, hält. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zur Diskussion.
Alexander Neureuter hat sich nach seinen zwei Tschernobylreisen erneut auf Spurensuche begeben. Diesmal begleitete er Menschen in Fukushima – teilweise vom Aufstehen bis zum Schlafengehen – und erlebte unmittelbar, welche tief greifenden und unumkehrbaren Veränderungen der Atomunfall für den Einzelnen gebracht hat. Seine Erfahrungen und Erlebnisse hat er in dem Buch Fukushima 360°, welches kürzlich erschienen ist, zusammengefasst.
Neureuters Buch zeigt in 44 Foto-Reportagen die Herausforderungen und Schwierigkeiten der Menschen in ihrem neuen Leben nach Fukushima, berichtet über Verzweiflung und Hoffnung und beschreibt die Träume auf eine bessere Zukunft. Außerdem dokumentiert es das herausragende Engagement einzelner Menschen, die selbstlos über sich hinauswachsen, und erläutert die Skrupellosigkeit eines alteingesessenen Systems aus Politikern, Beamten, Ärzten, Medien, organisierter Kriminalität und Industriekonzernen, für die ein einzelnes Menschenleben nicht sehr viel zählt.  Zusätzlich erklären faktenorientierte Hintergrundberichte und Karten in leicht verständlicher Form die politischen, historischen, technischen und sozialen Ursachen der Atomkatastrophe. Kurz: Eine spannende, umfassende und bewegende Dokumentation zur aktuellen Frage, ab welchem Punkt die Risiken einer Technologie gesellschaftlich, wirtschaftlich und ethisch untragbar werden.

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