Sonntag, 17. August 2014

Zwischen Witingen und Hamburg

Erinnern Sie sich noch an die hier veröffentlichte Leserzuschrift vom 11. Juli? Jens und Angela aus Glüsingen bedankten sich bei uns für die Geschichten über unsere Radtouren entlang der Ilmenau und dem Elbe-Seitenkanal im aktuellen Calluna-Sommerheft und schrieben, dass sie demnächst selbst zu einer Radtour nach Lüneburg und weiter bis nach Hamburg starten würden.
Inzwischen sind sie von Ihrer Radtour zurück, und heute Abend schickten Sie uns diesen kleinen Reisebericht mit einigen Fotos. Vielen Dank dafür!

Hallo liebes Calluna-Team,

wir sind wieder zurück, haben die Urlaubsbilder in der Hand und können von zwei Tagen Radtour nur schwärmen.

Die Fahrt am Elbe-Seiten-Kanal ist landschaftlich sicherlich nicht die reizvollste, aber  es gibt "Natur pur", man klönt – oder genießt die Ruhe für sich und ist verwundert von wie vielen Menschen "der Kanal" als Freizeitrefugium auf unterschiedlichste Weise genutzt wird. Uns zeigte die Natur an allen Tagen ihre Vielfältigkeit, sodass unser Fotoapparat stetig im Einsatz war. 
Mit Sonnenschein gestartet, in dichten Frühnebel gehüllt, schaffte es die Sonne doch den Nebel zu verdrängen und begleitete unseren Weg, still und unaufdringlich – wie der Kanal. Wir genossen das Radfahren – das war Entspannung pur!


Start der Tour am Elbe-Seitenkanal.
Hier mündet der Elbe-Seitenkanal in die Elbe.

Eine gute Kombination zum "endlosen" Weg am Kanal bot unser Schwenk auf den Ilmenauradweg bei Edendorf (Höhe Bienenbüttel) bis nach Lüneburg, zumal wir dann auch den Schatten etwas nutzen konnten! Kleine Dörfer, ein Waldweg, der gut befahrbar war und selbst die nahe ICE-Strecke war interessant, kannten wir diesen Blickwinkel doch noch nicht. Die Fahrt durch das Naturschutzgebiet mit "gleitenden" Übergang ins Stadtgebiet Lüneburg war eine schöner Abschluss unserer Tagesetappe. Ein Abend mit gutem Essen und feiner Jazz-Musik bildete den Ausklang.

Am 2. Tag war das 1. Ziel das Schiffshebewerk in Scharnebeck – wirklich beeindruckend. Dann ging es mit leichten, aber merklichen Rückenwind gen Norden. Auch hier ging unser Blick über die Felder, und wir waren von der sich ändernden Landschaft, schon "nordisch" geprägt, beeindruckt. Der Kanal begleitete uns still und leise. Ach war das schön! Schnell erreichten wir Artlenburg. Hier fließt der Kanal in die Elbe, oder hier entspringt der Kanal? Wie heißt es? Diese Frage konnten wir nicht klären*. Auf der Südseite der Elbe fuhren wir weiter. Jetzt wurden wir von aufkommenden Regenwolken begleitet und der eben noch so gute Wind blies uns heftig ins Gesicht.  Nur eine Regenwolke zwang uns zum Boxenstopp und der wurde für eine Touränderung genutzt. Durch das Vier- und Marschland an die Dove-Elbe. Hier lernten wir das Landleben in Hamburg kennen. Unser Hotel erreichten wir am späten Nachmittag.


Deichschafe am Elbufer zwischen Artlenburg und Hamburg. Im Hintergrund am anderen Flussufer ist das 2011 stillgelegte
Kernkraftwerk Krümmel zu erkennen.
Diese Radtour haben wir beende:, Beine und Po haben die Tage gut überstanden, selbst die E-Bike-Unterstützung kam kaum zum Einsatz und wir haben viel gesehen! Wir haben Sonne, Wind und den Kanal genossen. Haben nette Menschen getroffen und sind entspannt aus unserem "Urlaub" zurückgekommen. Was wollen wir mehr?

Anbei noch ein paar Fotos

Viele liebe "Urlaubsgrüße"
von Jens und Angela


* Der insgesamt 115 Kilometer lange Elbe-Seitenkanal, der bei Edesbüttel im Landkreis Gifhorn vom Mittellandkanal abzweigt, mündet bei Artlenburg in die Elbe.

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