Donnerstag, 29. Januar 2015

Lotte Cohn – Baumeisterin im Land Israel

Für einen Dr. Zlocisti in Haifa entwarf Lotte 
Cohn diese Villa im Jahr 1937.
Deutsch-jüdische Architekten und Stadtplaner waren maßgeblich an den ersten Siedlungskonzeptionen bei der Errichtung einer neuen "jüdischen Heimstätte" in Palästina am Beginn des 20. Jahrhunderts beteiligt. Als erste graduierte Architektin im Lande Israel nimmt Lotte Cohn (geboren 1893 in Charlottenburg, gestorben 1983 in Tel Aviv) hierbei eine besondere Rolle ein, die mit einer Ausstellung in der Synagoge in Celle, Im Kreise 24, gewürdigt wird. Die Ausstellung ist von diesem Freitag, 30. Januar, bis zum 15. März zu sehen.
Mit ihrem zu damaliger Zeit untypischen weiblichen Bildungsweg als Architekturabsolventinnen der TH Charlottenburg gehörte Lotte Cohn zu den Avantgardistinnen ihres Berufsfaches. Ihre zionistischen Ideale führten sie 1921 als eine der ersten deutschsprachigen Einwanderer der Dritten Alijah (1919–1923) in das damalige Mandatsgebiet Palästina und entfalteten sich hier in ihrer architektonischen Formensprache – von der Suche nach einem "jüdischen National- bzw. Heimatstil" bis hin zur Architektur des Neuen Bauens und des Bauhauses, eine Architektur für den "Neuen Hebräer".
Veranstalter: Stadt Celle - Stadtarchiv mit Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e. V. und Jüdische Gemeinde Celle e. V.

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