Freitag, 22. April 2016

Beim Heckenschnitt an die Tiere denken!

Viele Schmetterlingsarten wie zum Beispiel der Baumweißling brauchen
Hecken oder Gebüsche als Rückzugsraum.
Hecken sind wichtige Lebensräume für Vögel und Insekten. Für Insekten sind sie darüber hinaus auch Nahrungsquelle. Deshalb sollte beim Beschneiden von Hecken zunächst die Blütezeit abgewartet werden, derzeit zum Beispiel bei Schlehenhecken und -büschen. Allein mehr als 40 Schmetterlingsarten nutzen Schlehen als Futterpflanze und Kinderstube für ihre Raupen. Im Frühjahr sind Schlehenblüten eine der ersten wichtigen Nahrungsquellen für Schmetterlinge, Bienen und Hummeln. Das Beschneiden ganzer Schlehen-Hecken auf einmal und vieler Hecken in einem Winter lässt seltenen Schmetterlingsarten wie Nierenfleck und Baumweißling keine Chance.
Der Nierenfleck-Zipfelfalter zum Beispiel lebt als überwinterndes Ei, als Raupe, Puppe und Falter in den Schlehenbüschen. Der Schmetterling-Falter schlüpft zwischen Ende Juli und September aus und verlässt in dieser Zeit die Hecke nur für sehr kurze Distanzen, um sich mit Nektar zu stärken. Ohne zusammenhängende Lebensräume sterben die Tiere. Hier bei uns sind sie schon sehr selten geworden. Die Schmetterlingsraupen bilden gleichzeitig eine Nahrungsquelle für Vögel, die in den Hecken nisten und ihre Jungen aufziehen.

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