Montag, 12. September 2016

Rastplatz für Fledermäuse

Die Stelle, an der der Stahlbach in die Hardau mündet,  ist ein alter Mühlenstandort. Foto: Thomas Drschner
Die historische Wassermühle in Holxen. Foto: Thomas Dorschner
An der historischen Wassermühle in Holxen fließen die Heidebäche Hardau und Stahlbach zusammen und münden nach einigen Kilometern in die Ilmenau. Im Rahmen des Projektes Abendsegler im Bachtal hat der Naturschutzbund Uelzen Quartierstandorte für Fledermäuse entlang den Fließgewässern errichtet. Das artenreiche Waldareal der Jugendfreizeitstätte Maria Rast in Holxen fügt sich ein in das laufende Projekt. Um den Mangel an Baumhöhlen in den Wäldern auszugleichen, wurden spezielle Holzbetonkästen an alten Bäumen befestigt. Thomas Dorschner vom NABU hat das Projekt gemeinsam mit Ralf Ritter vom Caritasverband initiert. Mit Hilfe der Bingo-Umweltstiftung wurde die Maßnahme finanziert.

Quartierstandorte für Fledermäuse helfen den geschützten Tieren bei der jährlichen Wanderung und bieten sichere Verstecke in ihren Lebensräumen. Die Konkurrenz um die wenigen Baumhöhlen in den Wäldern ist groß. Viele Vogelarten, Insekten und kleine Säugetiere sind auf verlassene Spechthöhlen angewiesen. Die Bereitstellung von künstlichen Tagesquartieren verbessert die Situation der nächtlichen Jäger und gibt Erkenntnisse zur Bestandsentwicklung von Fledermausarten in der Heideregion. Das Waldareal der Caritas in Holxen ist Teil eines Netzwerkes und formt eine fledermausfreundliche Region im Suderburger Land.

Am rechten Baum hängt einer der Holzbetonkästen, die Fledermäusen als Tagesquartier dienen sollen. Das grüne Schild am
Baum links weit auf das Fledermaus-Biotop hin.  Foto: Thomas Dorschner

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