Donnerstag, 27. April 2017

Alltag in Äthopien

Lebens(t)räume gestalten – Vortrag von Anne Schorling
FOLKERT FRELS
Anne Schorling
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen, … oder auch sie: Anne Schorling. Denn sie lebt seit langem jeweils einen Teil des Jahres in diesem an Geschichte reichen Land auf dem afrikanischen Kontinent. Sie kann viel aus und über Äthiopien erzählen, diesem Land der Kontraste und Überraschungen, und sie tut dies am Freitag, 28. April, in der Vinothek ,Gutenberg‘ in Uelzen, Rademacherstraße 11. Nachdem im März Karel Koningrijk über seine Jahre als Entwicklungshelfer in Afrika berichtete, ist dies der zweite Abend zum Thema „Afrika“.
Das ostafrikanische Grabensystem prägt das abwechslungsreiche Landschaftsbild, das sowohl Hochebenen von 3500 m als auch lebensfeindliche Wüstenregionen einschließt. In diesem rauen Land lebt eine Vielzahl von Volksgruppen. Sie sprechen achtzig verschiedene Sprachen, sind Anhänger unterschiedlicher Religionen und pflegen ein breites Spektrum kultureller Riten. Anders als andere afrikanische Länder stand Äthiopien nie wirklich unter Kolonialherrschaft, gilt vielmehr als Wiege der Menschheit. Hier entstand einst eine der frühesten Hochkulturen der Welt Das Land hat nicht nur eine eigene Zeitrechnung, sondern auch eine einzigartige Schriftsprache, Kultur und Küche. Die äthiopische Bevölkerung ist mit Recht stolz auf dieses Erbe.
Knoblauch kaufen am Autofenster – Alltag in Äthopien.
Fotos: privat
Auch wenn das Land heute noch zu den ärmsten der Welt zählt, so ist Äthiopien doch auf einem guten Weg, die Lebensverhältnisse im Land nachhaltig zu verbessern. So verfolgt die äthiopische Regierung eine ehrgeizige Entwicklungsstrategie, bei der die Modernisierung des Staates und die Reduzierung der Armut wesentliche Schwerpunkte sind. Anne Schorling wird in ihrem Bericht darauf eingehen, welche Wünsche Kinder in Äthiopien nach Kindergarten- und Schulbesuch haben, welchen Herausforderungen sich die multikulturelle Hauptstadt Addis Abeba stellen muss. Dazu gehören Stadtentwicklung und Ausbau der Infrastruktur, Engagement für Bildung und Gesundheit sowie die Förderung von Wirtschaft und Tourismus, die „das Land mit 13 Monaten Sonnenschein“ – wie Äthiopien auch genannt wird – so interessant machen.
Anne Schorling hat viele Jahre in Äthiopien gelebt und gearbeitet. Sie beriet das „Capacity Building Program“ und begleitete sechs Jahre lang die Verwaltungsmodernisierung im Rathaus von Addis Abeba. Nach dem Vortrag steht sie zur deutsch-äthiopischen Gesprächsrunde zur Verfügung. Die Teilnehmenden erwartet eine unterhaltsame Veranstaltung.
Beginn ist um 19 Uhr, anstelle eines Eintritts wird der Klingelbeutel herumgereicht …
Um Anmeldung wird gebeten unter frels-uelzen@web.de.


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