Donnerstag, 7. Dezember 2017

Die Burg an der Ise

Archäologie-Studenten im August 2014 bei den Grabungs-
arbeiten an der Ise in Wahrenholz. 
Foto: Inka Lykka Korth / Calluna
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung" berichtet der Historiker Dr. Christan Frey am Dienstag, 12. Dezember, von 20 Uhr an im Gasthof Schönecke in Wahrenholz über die Ausgrabungen an der Ise in Wahrenholz, bei der im August 2014 Reste einer mittelalterlichen Burg freigelegt wurden.
Die Burg in Wahrenholz war eine der wichtigsten mittelalterlichen Befestigungen im Landkreis Gifhorn. Sie wurde im Auftrag von Bernward von Hildesheim gebaut und ist schon seit langem aus der schriftlichen Überlieferung und der archäologischen Erforschung durch Carl Schuchhardt bekannt. Die funktionsreiche kleine Burganlage in der Iseniederung wurde seit einigen Jahren durch den Vortragenden erforscht und schlussendlich in einer Lehrgrabung durch die TU Braunschweig und die Universität Göttingen im Jahr 2014 archäologisch untersucht. Diese Ausgrabung trug wesentlich zum Verständnis der Anlage bei und ermöglicht im Abgleich mit der spannenden Quellenlage interessante Einblicke in den Burgenbau um das Jahr 1000. Der Wahrenholzer Dr. Christian Frey ist Historiker und Lehrer für Latein und Geschichte an der Neuen Schule Wolfsburg.
Die Veranstaltung wird von der Kreisarchäologie Gifhorn, den Museen des Landkreises und der Archäologie-AG des Museums- und Heimatvereins Gifhorn gemeinsam organisiert. Der Eintritt ist frei.
Am Mittwoch, 13. Dezember folgt ein weiterer Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe: Der Kreisarchäologe Dr. Ingo Eichfeld referiert von 19 Uhr an in der Kasematte des Historischen Museums im Gifhorner Schloss zum Thema „Archäologie und Geologie aus der Luft – der Landkreis Gifhorn unter dem Laser“. Der Eintritt ist frei.

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