Plattdüütsch

Die plattdeutsche Sprache gehört zur regionalen Identität der Südheide. Sie ist ein wertvolles Kulturgut, das es zu bewahren gilt und auf das wir stolz sein können, und das hat überhaupt nichts mit Heimattümelei zu tun. Unser Autor Niels Tümmler engagiert sich mit Lesungen eigener Geschichten und Gedichte, mit Vorträgen und jetzt auch als Calluna-Kolumnist für die plattdeutsche Sprache. Sein Anliegen ist es, sie lebendig zu erhalten und auch junge Leute für das Plattsnacken zu begeistern.
Für alle, denen es (noch) schwer fällt, seine plattdeutschen Kolumnen zu verstehen, veröffentlichen wir hier auch die hochdeutsche Übersetzung.

Op de Weg na dat Golddörp
NIELS TÜMMLER
 undag will ik woll dorvun vertellen, wat ik eentli al in dat verleden Blatt vertellen wull – ik bün nocheens na Bernstä ünerwegens west. Losfaahrt bün ik jüstso as bi de annern Touren, vun Bargfeld. Erst de Holthuser Weg längs un denn in Holthusen II na rechts weg op de Teerstraat in de Richt na Bernstä. Man eenfach so liekut is ja to eenfach un maakt keen Spaaß. Na een lütte Tiet kümmt een Krüüzen – vun rechts kümmt een Weg ut Holt rut un na links geiht ok een Redder weg. Dor wüllt wi lang. Teeken geven (af un an faahrt dor doch een poor Vehikels) un denn na links in de Redder. Ut de Schotterweg ward na een paar hundert Meters een Spurplattenweg. Nu ward dat faahren een lütt beten kommodiger. De Weg maakt na een lütte Weil een Slenker na rechts un glieks weder na links – un de Slenker is jüst so vörbi, da verlaat wi de Betonpist un faahrt na rechts in dat Holt. De Weg is in een goote Tostand un wi faahrt nu dörch een Ellernbrook – heel scheun; de Sünn schient dörch de Bööm, de Vagels piepen un de Mücken sorgt dorför, dat wi nich to suutje faahren doot. De Brook is nich so groot, an sien End geiht noch een lütt Stück beten leeger Weg, denn kümmt wedder een Teerstraat.
Wi hoolt us rechthann und kaamt denn an en Biogasanlaag (blangenbi hett H. Niemann een paar  Eerdbeertunnels anleggt). Nu geiht  de Schoolstraat na Bernstä rin. Op de rechte Siet kümmt jichtens dat Füerwehrhus un an Enn vun de Straat böögt wi wedder na rechts un faahrt denn liekut in de Richt na Bahnsen, wo wi nu aver noch nich hin wüllt. Meernmank in dat Gölddörp 2016 kümmt nu op de linke Siet een ole Telefonhus, de de Lüüd vun dat Dörp dor hinsett hebbt. Een Telefon muttst di sülm mitbringen, aver een heele Bült an Bööker un Informatschoonspapeern sünd dor to finnen. Ut de Richt, ut de wi opto kaamt, finnt wi dorachter ok een Wieser över de Golddörpen Bernstä un Bohlsen un noch een lütt Stück darno noch een Landkaart, de ok de Hinwies op een Schlaapsteed för Pilgers hett. Een Mobilnummer is angeven, dor künnt de Wannerlüüd op de Jakobsweg, de ok hier längs geiht, denn een Bett för de Nacht finnen. Scheun Idee!
Na een kott Verpuust geiht nu wieter op de Dörpstraat, de achter de Afbeeger (na links rünner geiht de Mühlenstraat) nu Bahnser Weg heet. Düsse Straat maakt denn een Swenk na links un denn beegt wi af – na links in de Allerkamp rin. Liekut geiht de Weg un na een End hart na rechts weg. Wat de Weg vörgivt maakt wi aver nich mit. Denn wi faahrt eenfach liekut vun de Straat rünner op een lütte Redder wieter. De geiht nu twüschen een paar Fischdieken dörch un denn meernmank dörch een Wisch. Heel moij! Un al wedder een Inlaad to‘n Verwielen un Geneten!
Wenn wi nu wieter wüllt, mütt wi an End vun de Wisch een lütte, aver piel, Hööchte rop un denn hart Stüerbord op de Straat wieter! Bi‘t Swung hooln dorop achten, dat dor sachs Autos kaamt un düsse Anhööchte na links weg inrecht is! Also waahrt jüm bi‘t hochsuusen!
Op düsse Straat blievt wi blots een lütt Stück, denn in de scharpe Kurv (Wieser mit rote un witte Pielen na links) wüllt wi liekut op de Redder, de wi nu een lütt Stück folgen doot. Wedder blots een lütt Stück, denn geiht de Weg na rechts un liekut is blots een Fahrspuur in‘t hoohe Gras to sehen. Dat is use Weg! Lerken singt een Leed (od de Ackerfeller ümto heff ik düt Jaahr keen mehr höört) un de ersten Planten vun Beenwell staaht an de Kant. An een Ansitttorn geiht na links un an End vun een lütt Stück mit Bööm faahrt wi an een wunnerbar Wisch vörbi, de vull vun Beenwellplanten is! Wi hooln al wedder an un geneten de Blick. Ok een moorig Placken op de Wisch , de mit geele Liljen tiert is, lött us Oog sik höögen! Ok dat Suusen vun de Windröö nahbi is meist as een Melodie. Eenfach allerbest!
So, nu mütt wi us loosrieten, de Weg geiht to Enn an een groote Steenhuupen twüschen de Bööm vörbi  un wi böögt rechts af. De Teerstraat geiht liekut na Bahnsen rin un heet dor Möhlenweg. Wieter geiht dat, wedder na rechts op de Kreisstraat, de nu beten bargop dörch dat Dörp geiht. Kott för dat Enn vun dat Dörp (jüst an de Füerwehr op de linke Siet vörbi) geiht noch een Straat na rechts af – de heet Zum Rahn.
In de lütte Senke steiht een scheun antoseehn Holtschüün »na ole Oart«, de wi links liggen laten. Op de Weg na dat Dörp rut, sünd nu een heele Tiet meist Lindenbööm op een Siet vun de Straat un wenn wie en Stück faahrt sünd, künnt wi in de Feern al een moderne Deel vun us Kulturlandschapp bekieken – een Mastanlaag för Fedderveeh steiht schients meernmank de Koppels. De scheune Straat ward toerst blots een beten leeger, denn höört de Teerstraat op un wi mütt op een beten bucklige Redder wieterfaahrn. Direktemang achter de Stallanlaag faahrt wi na rechts un lütt Stück wieter forts wedder na links. Düsse Weg bringt us nu op de Niebecker Weg to. Wi hoolt us rechts un kaamt denn bald na Bargfeld. An de Krüüzen na rechts un wi sünd na een paar Pedden in de Pedaals an de groote Steen mit dat Neddersassenpeerd op! Mi hett dat wedder behaagt! Juu ok?

Auf dem Weg zum Golddorf
NIELS TÜMMLER
Heute erzähle ich von der Reise, die eigentlich in der letzten Ausgabe geplant war, aber wegen der Wetterlage verschoben wurde – ich bin noch einmal nach Böddenstedt unterwegs gewesen. Los ging es wieder in Bargfeld. Erst den Holthuser Weg hoch und dann in Holthusen II nach rechts auf der Asphaltstraße Richtung Böddenstedt. Aber einfach so gerade aus ist doch zu einfach und macht keinen Spaß! Also biegen wir nach kurzer Strecke nach links ab; an einer Kreuzung kommt von rechts ein Weg aus dem Wald und links geht ein Feldweg ab. Das ist unser Weg. Zeichen geben, weil doch ab und zu Fahrzeuge auf dieser Straße fahren, dann links auf dem Feldweg entlang. Aus dem Kiesschotterweg wird nach einigen hundert Metern ein Spurplattenweg. Jetzt ist das Fahren wieder etwas gemütlicher. Nach kurzer Zeit schon macht der Weg einen Schlenker nach rechts und gleich wieder nach links und dieser ist gerade getan, dann fahren wir auch schon nach rechts in den Wald ab. Der Weg ist in gutem Zustand und es geht durch einen herrlichen Erlenbruch. Die Sonne wirft ihr Licht durch die Zweige und Blätter, die Vögel singen und die Mücken tragen Sorge, dass wir nicht zu langsam durch den Wald fahren. Der Bruch ist nicht so groß und an seinem Ende geht der Weg, nun etwas schlechter, noch ein Stück weiter, bevor es nun nach rechts auf eine asphaltierte Straße geht.
Diesen Weg fahren wir und er führt uns an einer Biogasanlage (daneben betreibt H. Niemann eine Erdbeerplantage in „Tunneln“) vorbei auf der Schulstraße nach Böddenstedt hinein. Auf der rechten Seite sehen wir bald das Haus der Böddenstedter Feuerwehr und nicht weit danach biegen wir nach rechts ab und fahren dann geradeaus Richtung Bahnsen. Dort wollen wir jetzt aber auch noch nicht hin. Wir sind nun mittendrin im Golddorf 2016, wo wir auf der linken Seite der Straße auf eine alte Telefonzelle stoßen. Ein Telefon muss man sich selbst mitbringen, dafür ist das Häuschen gefüllt mit Büchern und Informationsmaterial. Direkt im Anschluss steht eine große Hinweistafel, die über die Golddörfer Böddenstedt und Bohlsen informiert und nur wenige Schritte, dann steht man vor einer Landkarte, die auch einen Hinweis auf eine Schlafsatt für Pilger auf dem Jakobsweg enthält. Es ist auch eine Mobilnummer angegeben, die können die Wandersleute anrufen und so ein Bett für die Nacht finden. Eine schöne Idee, finde ich!
Nach einer kurzen Pause geht es auch schon weiter auf der Dorfstraße, die nach einem Abbieger, der Mühlenstraße“, die nach links hinunterführt, weiter geradeaus führt. Nach einem Linksschwenk der Straße geht es auch schon links in den „Allerkamp“ hinein. Dieser hat nach einigen hundert Metern eine scharfe Rechtskurve. Aber dieser folgen wir nicht. Wir fahren einfach geradeaus auf einem kleinen Pfad, der uns durch Fischteiche hindurchführt und dann mitten über eine bunte Wiese. Zu schön! Und wieder eine Einladung zum Gucken und Genießen!
Wenn wir nun weiterfahren, müssen wir am Ende der Wiese aufpassen1 Der Weg ist am Ende ziemlich steil und führt nach links – wir wollen aber nach rechts abbiegen! Beim Schwung holen gut aufpassen, denn es können Autos kommen! Wir bleiben nur ein kleines Stück auf dieser Straße und fahren vor der scharfen Linkskurve (Verkehrsschild mit roten und weißen Pfeilen) auch schon wieder auf einem Feldweg weiter. Aber wiederum nur ein kleines Stück, dann geht der Weg nach rechts weg und geradeaus ist ein Weg im Gras zu erkennen, auf dem es nun weitergeht. Lerchen singen ein Lied (auf den bewirtschafteten Äckern habe ich dieses Jahr noch keine gehört!) und die ersten Beinwellpflanzen stehen am Wegesrand. Am Hochsitz geht es links weiter und am Waldende öffnet sich eine Wiese, die voller Beinwell ist! Hier halten wir noch einmal und genießen den Ausblick! Auch eine moorige Stelle mit gelben Iris erfreut unser Auge und das Sausen der nahen Windräder ist wie eine Melodie! Einfach schön!
Auch hier müssen wir uns nun losreißen, Wir folgen dem Weg bis zum Ende, wo große Steinhaufen aufgetürmt wurden und biegen dann nach rechts ab. Die asphaltierte Straße führt geradeaus nach Bahnsen und heißt nun „Mühlenweg“. Erneut rechts ab und die Fahrt geht durch den Ort ein wenig bergan. Kurz vor Ende des Dorfes (gerade an der Feuerwehr linkerhand vorbei) führt nun eine kleine Straße nach rechts ab, die „Zum Rahn“ genannt wurde. In einer kleinen Senke steht eine schön anzusehende Holzscheune, „nach alter Art“, die wir links von uns sehen. An der Straße aus dem Dorf hinaus stehen eine ganze Zeit lang überwiegend Lindenbäume auf der linken Seite. Wenn wir nun ein ganzes Stück gefahren sind, können wir in der Ferne schon einen modernen Teil der Kulturlandschaft entdecken - eine Hühnermastanlage steht scheinbar mitten zwischen den Äckern.
Aus der guten Straße wird nun bald eine etwas holprige, bevor auch diese aufhört und in einen buckligen Feldweg übergeht. Direkt hinter der Stallanlage biegen wir nach rechts ab und bald danach wieder nach links. Dieser Weg bringt uns zum Niebecker Weg. Wir halten uns rechts und kommen dann bald nach Bargfeld hinein. An der Kreuzung fahren wir wieder nach rechts, das ist der Wichtenbecker Weg, dann sind wir nach eine paar Tritten in die Pedale wieder am „großen Stein“ mit dem Niedersachsenpferd! Mir hat es wieder gefallen!! Euch auch!?

Leeve Lüüd,
jii besinnt sik doch liekers op de verleden Tour, leve Lüüd. Dor weern wi op us Weg ok na dat Rebeet üm Bernstä kamen. Ik harr mi vörnahmen dor wedder antosetten, doch dor is nix ut worrn.
Woans mag dat angahn, ward jüm sik sachs fragen. Nu, dat is nich so heel eenfach. Dat gries Wedder hett woll dormit todaan, denn mi weer bi een Versöök de Kledaasch so natt un schietig worrn, dat ik dacht heff, dor laat man de Finger noch vun un tööv op een beter Vörjahrsdag.
Een harrn wi denn ja ok. Doch dor harr ik anner Saaken to daan. Ik heff näämli blangenbi de Arbeit un de heel anner Kraam, wat ik so ümto to daan heff, een Laden ümbuut. Mien Sööt  hett vun ehr Baas de Verdrag opkünnigt kregen, wieldat he dat Geschäft dichtmaken wull.
Dor harr se denn de Infall de Saak sülm wieter to führn un dat ok noch an een anner Oort. Und so is dat kamen, dat ik (nich heel alleen, man goot!) in üm un bi twee Weken de niegen Ruums schick maakt heff un de Laden inricht. Is moij worrn, seggt de Lüüd. Denn de Ümtuch is al dörch un de Laden is apen. Bi de tokamen Törn na Uelzen künnt jii sik dat ja mal bekieken. Veerßer Straat dörtein.
Dat ,wat se maakt, hett mit Sundheit to daan un dorto fallt mi een Geschicht in, de ik belevt heff. De will ik juu dütmol vertellen.

Unheemlich Lieden
NIELS TÜMMLER
at givt jo in de nedderdüütsch Spraak een heel groot Klöör an Dialekten. So as in anner Spraaken ok. Ik snack dat Hosteener Platt, ik bün jo an Kiel-Konol in Sleswig-Hosteen opwussen. Mien Hus heff ik man avers siet Joohrn in Neddersassen. Dor snackt se Heidjer-Platt.
Se snacken een beten anners, verstahn kann keen sik avers liekers. So heff ik tominnst jümmer dacht un een heel gode Tied hatt, wenn mal een Plattsnacker mien Weg krüzen dee. Gifft jo leider so veel nich.
Wat ik nich wusst harr weer, dat man ok leeg doran warrn kann un vun een Dag to’n annern nich mehr verstahn deit, wat vertellt ward, wenn dat nich in de sülm spraken Dialekt is.
So heff ik dat beleevt un ik heff mi rein verfeert, as ik dat höört heff.
Avers so güng mi dat: Mi is vör een Tied, dat is so lang noch nich weg, mal een Minsch in de Mööt koomt, mit denn kunn ik mi op Platt ünnerhollen. Wi hebbt us dropen uns een utsnackt. Vun düt uns dat, över lütte uns groote Alldagssaaken un -sorgen, even vun  Gott uns de Welt. As keen even so snacken deit. He op sien Heidjer-Dialekt uns ik as Jung vun Konol – op Hosteener Platt even. Dat güng een heel Tied so. Doch denn hett de anner een Virus oder so wat bi de Büx kregen. He keem de een Dag an uns buut sik vör mi op. He maakt sik een beten stief in Krüüz un reckt denn sien Kopp na vörn as so’n Hahn op’n Hoff, de sien Schar wiesen will, dat he wat to Picken funnen hett. Dorbi hett he denn sien Kopp noch scheep leggt uns mi so vun ünnen ankeken. »Ich kann dein Plattdeutsch nicht verstehen, du sprichst so anders. Ich spreche nur noch Hochdeutsch mit dir!« Dreemal perplex, heff ik dacht, aver goot, sallst hebben wat Du willst. Un so weer dat denn. Wi hebbt de tokamen Tied kuum noch tosamen snackt, kannst di woll denken. He kunn mi jo nich verstahn un ik harr keen Viduutz nu blots noch Düütsch mit em to snacken. Nur wenn’t nich to bemöten weer,  hebbt wi noch een Wort wesselt. Kunn jo ok ween, dat düsse Lieden op mi över griepen wöör! Kunn ik dat weten!?
As sik denn rutstelln dee, weer düsse Süük man goot woll keen, dat greep nich üm sik.
So güng dat denn wedder een heele Tied lang. Denn, een poor Maande later, heff ik mitkreegen, dat he woll een Oart Wunner beleevt harr. Dat kunn gor ni anners ween, denn ik heff mit mien egen Ohrn höört, as he vun sien Kureern vertellt hett. Wi hebbt  in een Krink tosomenseeten un ik heff mitkreegen as de ehrmaals leeg Minsch denn op sien Heidjer-Platt vertellt hett (ik kunn em jo man goot noch verstahn), dat he jo de Daag mal baben in Sleswig-Hosteen an de Oostsee weer uns dor hett he ok mit de Lüüd snackt. He weer heel opwööhlt bi sien vertellen un denn hett he utföhrt, dat dor baben veel mehr Lüüd Platt snacken as bi us in de Hai un, dor kunn man nix seggen, he kunn elkeen verstahn un dat hett em veel Plaiseer maakt.
Ik heff mi för een Momang wunnert un denn avers doch för em höögt – de Oostseelucht hett em woll sund maakt!
Kann gor ni anners ween, oder!? Is dat nich dull?

Liebe Leute,
Ihr erinnert Euch doch bestimmt an die letzte Tour. Da sind wir während unserer Wanderung auch in das Gebiet bei Böddenstedt gekommen. Dort wollte ich eigentlich wieder ansetzen, aber das ist leider nichts geworden. Wie kann das sein, werden Sie sich vielleicht fragen. Das ist nicht so einfach zu beantworten. Das graue, nasse Wetter hatte damit zu tun, denn bei einem Versuch bin ich so nass und dreckig geworden, dass ich den Versuch abbrach und auf einen schöneren Frühlingstag warten wollte. Einen hatten wir dann ja auch, aber an diesem hatte ich andere Dinge zu erledigen. Ich habe nämlich neben der Arbeit und den vielen anderen Dingen, die ich so mache, auch noch ein Geschäft umgebaut. Meiner Liebsten wurde der Arbeitsvertrag wegen Geschäftsaufgabe gekündigt.
Daraus entstand die Idee den Laden selbst weiterzuführen und das auch noch an anderer Stelle. Und so kam es, dass ich (glücklicherweise nicht ganz allein) die neuen Räume renoviert und die Ladeneinrichtung eingebaut habe. Ist gut geworden, sagen die Leute. Denn der Umzug ist durch und das Geschäft geöffnet. Bei der nächsten Fahrt nach Uelzen können Sie sich das ja einmal anschauen. Veerßer Straße 13.
Es werden dort Dinge für Gesundheit und Wohlbefinden angeboten und dazu fällt mir eine Geschichte ein, die ich erlebt habe. Die erzähle ich diesmal.

Unheimliche Krankheit
NIELS TÜMMLER
Im Niederdeutschen gibt es eine große Vielfalt an Dialekten, wie in anderen Sprachen auch. Ich spreche das Holsteiner Platt, ich bin in Schleswig-Holstein am Nord-Ostsee-Kanal aufgewachsen. Mein Zuhause habe ich aber seit vielen Jahren in Niedersachsen. Dort, wo ich wohne, wird Heidjer-Platt gesprochen. Man spricht ein bisschen anders, aber verstehen kann man sich trotzdem. So habe ich zumindest gedacht und das war meine Erfahrung, wenn ich einmal einem Plattsprecher begegnete. Viele gibt es ja leider nicht.
Was ich nicht wusste, war die Tatsache, dass man auch erkranken kann und man von einem Tag auf den anderen nicht mehr versteht, was der andere sagt, sofern es sich um einen anderen Dialekt handelt. So ist es mir ergangen und ich habe mich richtiggehend erschrocken, als ich davon hörte.
Mir ist es wirklich so ergangen: Vor einer ganzen Zeit, aber so lange ist es auch nicht her, begegnete ich einmal einem Menschen, mit dem ich mich wunderbar auf Platt unterhalten konnte. Immer, wenn wir uns trafen, haben wir uns auf Platt unterhalten. Von diesem und jenem, von kleinen und großen Alltagsdingen und- sorgen, eben über Gott und die Welt. Wie man eben so redet.
Er in seinem Heidjer-Dialekt und ich als Junge vom Kanal in Holsteiner Platt. Das ging eine ganze Zeit so.
Doch dann hat ihn wohl ein Virus oder etwas Ähnliches erwischt. Eines Tages kam er auf mich zu und baute sich vor mir auf. Er machte sich ganz steif im Kreuz und machte seinen Hals lang wie ein Hahn, der seinen Hühnern eine Futterstelle zeigt. Dann neigte er den Kopf noch zur Seite und sah mich dann so von unten an (er war auch noch einen Kopf kleiner): „Ich kann dein Plattdeutsch nicht verstehen, du sprichst so anders. Ich spreche nur noch Hochdeutsch mit dir!“  Dreimal perplex, dachte ich, aber gut, sollst haben was du willst. Und so kam es denn, das wir kaum noch miteinander redeten, wie man sich denken kann. Er konnte mich ja nicht mehr verstehen und ich hatte keine Lust hochdeutsch mit ihm zu reden. Nur, wenn es nicht vermeidbar war, haben wir noch ein Wort gewechselt. Hätte ja auch sein können, dass dieses Leiden ansteckend war!  - Konnte ich das wissen!?
Wie sich dann bald herausstellte, war es wohl keine Seuche, denn außer ihm erkrankte niemand mehr.
So verging eine ganze Zeit.
Dann, einige Monate später, bekam ich mit, dass er wohl eine Art Wunder erlebt haben musste. Das konnte gar nicht anders sein, denn ich habe mit eigenen Ohren gehört, wie er von seiner Heilung erzählte.  Wir saßen bei einem Plattdeutschtreffen zusammen und ich bekam mit, wie der erkrankte Mensch in seinem Heidjer-Platt erzählte (ich konnte ihn ja glücklicherweise noch verstehen), dass er vor kurzem oben in Schleswig-Holstein an der Ostsee gewesen sei und da habe er auch mit den Einheimischen Platt geredet. Er war richtiggehend aufgeregt bei seiner Erzählung, denn, so sagte er, dort würden viel mehr Leute Plattdeutsch reden als in der Heide. Und, da könne man nichts sagen, er habe jeden verstehen können, zudem hätte es ihm viel Spaß gemacht.
Für einen Moment habe ich mich gewundert, aber dann doch für ihn gefreut – die Ostseeluft hat ihn wohl gesundgemacht!
Kann doch gar nicht anders sein, oder!? Ist das nicht toll!?

Reis in de Wintertied
NIELS TÜMMLER

Dagwies hebbt wi Winterwedder. Bi kloor Küll un Sünnschien is dat richti scheun op Tour to gahn. Wenn de Snee vun Heben ruselt is‘t ok wat moij, man ok bi gries Wedder deit de Lucht goot! De Reis geiht dütmol dörch‘t Holt. Losloopen (sachs ok Foohrn) doot wi wedder vun Bargfeld (meent is jümmers dat Bargfeld bi Gerdau in Landkreis Uelzen!) ut. Vun de groote Steen ut geiht wedder över de K38 in de Holthuser Weg – liek so as bi de verleden Tour. Doch wüllt wi dor nu nich slicht liek ut – na sachs tweehunnert Schree geiht een Weg na rechts af – de Buchenweg. Dor wüllt wi rin un denn geiht aver liek ut an de Hüsen vörbi. Achter de Tuun vun‘t letzte Hus is een moij Flaag – een lütte Heid, de in verleden Tieden een Scheetplatz för de Bagenscheeters weer. Na een kort Verpuust geiht glieks na de Heid een Padd na links weg, dat is de ole Bernstäer Karkenweg. De Weg geiht middenmang dörch een Schoon dörch un is an de een of anner Stell al een beten dicht wussen.
Doch dörch kann eens liekers! An dat Enn vun de Schoon geiht de Weg noch een lütt Stück wieter dörch dat Holt un denn koomt wi an een Redder, de vör een Koppel löppt. Düsse Weg geiht een lütt Stück na links un denn wedder rünner vun de Redder un op een lütte Padd (as Wieser op een Isenpahl kieken – een Schild is man al siet Joohrn nich mehr an) geiht wedder in Holt rin. Düsse Padd folgt wi un krüüzt na een korte Tied een Weg, wo wi op anner Siet de Weg lütt beten versett wieter folgen doot (af un an is ok een geele Piel op de Bööm maalt). Leider is de Weg vun groote Faahrtüüch un woll ok Wildswien deelwies nich de best, mit Fohrrad mütt ji sachs schuven. Aver dat sall us nich afhooln. Ünner groote Föhren geiht dörch Holt – wunnerbor still un dat rückt so fien! Jümmers liekut op een week bruun Föhrennadelweg künnt wi de Seel so richti bammeln laaten. Wenn wi nich to verdröömt dörch‘t Holt loopen sünd bringt us de nu smaaler Weg na een heele Tied op een Padd, de över een breder Weg na wieter Schree to een groot Knüllgraff bringt.
Dat is op de linke Siet, beten af vun de Padd. Op Schild dorför kriegt wi to weten, wat dat dormit op sik hett. Een Verkloorn wo old dat Graff is un dat se dat wedder opbuut hebbt, wieldat dor in de Söventiger vun‘t verleden Johrhunnert de Gören een Höhl in buddelt harrn, steiht dor t.B. schreven. Ok een moij Flaag för een Verpuust is dat hier bi de Graffsteed (wenn ok keen Verpuustbank opstellt is).
So, nu geiht wieter – duert gor ni lang, denn geiht twüschen de Bööm rut. Wi staht vör de Bernstäer Kapell, de 1963 buut worrn is.
Hier is ok de Kösterkamp to finnen. Ok wenn dat Dörp to de Samtgemeen Seborg tohöört, so is dat liekso Deel vun dat Karkenspeel Gerdau.
Hier an weg steiht nocheens een Wieser för dat Knüllgraff, dat wi al besöökt hebbt. Keen mag, de kann nu noch to Dörp un sik Bernstä, dat Golddörp 2016 bekieken. De mutt denn na links weg.
Wi wendt us op us Runn bi dat Gottshus na rechts un folgt de Weg. Op de rechte Siet passt wi een Schüün ut Backsteen un an de Krüüz achterno böögt wi na rechts. Twüschen de Koppels dörch. An Enn vun Weg geiht na links un denn een heel Stück liekut. Nu mööt wi de Klüsen een beten opsparren, denn wi söcht de Padd, de na rechts in´t Holt ringeiht. De geiht ran bit na een anner Koppel un an de sliekert wi us nu lang. De Padd is kuum noch to sehn. An Enn vun düsse Koppel maakt wi blots een luerlütte Bagen na links un denn geiht de Weg al wedder dörch de Bööm hendörch. Ennen deit he an een Redder, de na links na de K38 op to geiht, aver wi wüllt noch blangen dat Holt in de Richt Bargfeld loopen. Rechts sünd de Bööm, links de Koppel un an Enn vun de Koppel geiht de Weg na links (kennt ji em wedder?). Achter de moderne Waterpump, de to sehn is, geiht rechts wedder op de Bernstäer Karkenweg dörch‘t Holt. Liekers künnt wi ok an düsse Padd vörbi liekut üm dat Holt rüm to Dörp kamen. Ok denn geiht na een Tied wedder an de Heid
vör Bargfeld vörbi. Keen mag, kann nu noch een lütte Padd dörch dat Holt op de linke Siet gahn. De föhrt bit to de Kreisstraat. Denn blots noch een poor Schree un wi sünd wedder bi usen grooten Steen mit dat Neddersassenpeerd op. Weer doch wedder scheun, weer‘t nich!?

Winterreise
NIELS TÜMMLER

Tageweise haben wir Winterwetter. Bei klarer Kälte und Sonnenschein macht so eine Tour richtig Spaß. Wenn es schneit, ist es auch schön und bei grauem Himmel tut die Luft gut. Diesmal geht die Reise durch den Wald. Start ist wieder Bargfeld (gemeint ist immer das Bargfeld bei Gerdau im Landkreis Uelzen). Vom großen Stein aus queren wir die K38 und gehen den Holthuser Weg hoch, so wie bei der letzten Tour. Doch diesmal geht es nicht einfach geradeaus weiter - nach ungefähr 200 Metern geht der Buchenweg rechts ab. In diesen biegen wir ein und dann geht es geradeaus an den Häusern vorbei. Nach dem Zaun des letzten Hauses stehen wir nun an einer schönen Heidefläche, die früher einmal von Sportbogen-Schützen genutzt wurde. Nach einem kurzen Innehalten führt uns der Weg gleich hinter der Heide nach links, das ist der alte Böddenstedter Kirchenweg. Der Weg führt mitten durch eine Schonung und ist an der einen oder anderen Stelle schon ein wenig zugewachsen. Doch man kommt trotzdem durch! Am Ende der Schonung führt der Weg noch ein Stück weiter durch den Wald, dann kommt man an einen Feldweg am Acker heraus. Diesem Weg folgen wir ein Stück nach links, dann wieder in den Wald hinein (ein Eisenpfahl, an dem schon seit Jahren kein Schild mehr hängt, weist uns den Weg). Diesem Pfad folgen wir und kreuzen dann einen Feldweg, dahinter führt dieser Pfad etwas versetzt weiter durch den Wald (ab und zu sind gelbe Pfeile auf Bäumen als Hinweise zu sehen). Leider ist der Weg von großen Fahrzeugen und auch Wildschweinen nicht der beste, Fahrradfahrer müssen vielleicht schieben. Aber das soll uns nicht aufhalten. Unter großen Kiefern führt uns der Weg - wunderbar still ist es und es riecht auch so gut! Immer geradeaus geht es weiter, auf dem weichen braunen Kiefernadelweg können wir die Seele so richtig baumeln lassen!
Wenn wir nicht zu verträumt durch den Wald gehen, bringt uns der nun schmaler werdende Weg zu einem Pfad, der uns wiederum nach einer Wegkreuzung bald zu einem Hügelgrab führt. Es befindet sich linkerhand, etwas abseits vom Weg. Auf dem angebrachten Schild erfahren wir etwas über die Geschichte des Grabes. Eine Erklärung zum Alter und auch, dass Kinder in ihm in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts eine Höhle gruben. Auch hier lässt es sich wieder gut verschnaufen, auch wenn keine Bank zum Sitzen einlädt.
Nach kurzer Zeit führt der Weg dann aus dem Wald heraus und wir stehen vor der Böddenstedter Friedhofskapelle, die im Jahre 1963 hier erbaut worden ist. Hier im Wald ist auch der Friedhof angelegt. Böddenstedt gehört zwar zur Gemeinde Suderburg, aber kirchlich zum Gerdau Kirchspiel.
Hier am Weg steht noch einmal ein Hinweisschild zum Hügelgrab, bei dem wir bereits waren.
Wer mag, kann nun nach links abbiegen und sich den Ort Böddenstedt, das "Golddorf 2016", ansehen. Wir wenden uns aber auf unserer Runde nach rechts und folgen dem Weg. Auf der rechten Seite kommen wir sehr bald an einer Scheune aus Backsteinziegeln vorbei. An der Kreuzung danach biegen wir nach rechts ab und folgen dem Weg zwischen den Feldern hindurch. Am Ende des Weges geht es nun nach links und dann ein Stück geradeaus.
Nun müssen wir die Augen offenhalten, denn wir wollen einem schmalen Pfad auf der rechten Seite in den Wald hinein folgen. Dieser führt uns dann zu einem Acker, an dessen Rand wir entlanggehen. Der Pfad ist hier teilweise kaum zu sehen. Am Ende des Feldes müssen wir nur einen klitzekleinen Schwenk nach links vollführen und gehen dann wieder durch ein Waldstück. Der Pfad endet an einem Feldweg, der nach links zur Kreisstraße K38 führt, aber wir wollen weiter geradeaus in Richtung Bargfeld. Rechterhand des Waldes folgen wir nun dem Weg und biegen am Ende des Feldes nach links ab (erkennen Sie es wieder?). Nach der Wasserpumpe führt der Weg uns nun wieder auf dem Böddenstedter Kirchenweg weiter. Man kann aber auch außen herum am Wald entlang weiter. Auch dieser Weg führt wieder zur kleinen "Bargfelder Heide". Wer mag, nimmt nun noch den schmalen Pfad durch das Waldstückchen links vor den Häusern des Dorfes. Dieser führt bis an die Kreisstraße heran. Nun nur noch ein paar Schritte und wir sind zurück am Ausgangspunkt, dem "großen Stein" mit dem Niedersachsenpferd darauf. Es war doch wieder schön, oder!?
De Kapellnbarg in‘t Holt
NIELS TÜMMLER

In us Rebeet gifft dat de een of anner Kapellnbarg. Un een dorvun is nahbi Bargfeld in de Richt na Wichtenbeck röver. Un dat is  een scheune Flaag to‘n  Fofftein mooken un Innehooln.
Vun Bargfeld ut gifft männig fiene Weeg, de för Wannerslüüd op Foot, op Rad un Lööpers as mi in de verscheeden Richten fööhrn doot. För düt Mol geiht dat in de Richt na Westen röver. Start is de Krüüzen an de Kriesstraat 38, de vun Seborg (K9) över Bahnsen un Bargfeld  na Gerdau löppt.
Erst geiht dat liekut dörch‘t Dörp op de »Wichtenbecker Weg«. Na üm un bi een Kilometer kümmt eens in een Daallunk, wodörch de Häsebach fleeten deit, een lütte Heieek. Düsse Waterloop fööhrt  dörch Wischen, Feller un de Holten. An de lütte Brüüch weer vörjoohrn mol een Baasteed för de Lüüd vun‘t Dörp, an de keen sik in de Summertied ok hüüt noch moij de Fööt kööhln mag.
Nu geiht wieter. Na hunnert Meters fööhrt de Straat denn dörch »Klein Amerika«, een lütt Ansammeln vun ole Hüüsen, de süümt vun Eekbööm een moij Anblick geevt.
Ok nu, in dat frööhe Vörjohr  hört wi sachs op us Weg al de Kraans. Ut de Lunk rut geiht nu bargop de Straat wieter, de bald to een Redder ward. Op linke Hann is nu dat Holt un duert nich lang, denn kümmt al een Krüüz, mit Schillers, de de Richt wiesen.
Na links geiht na Dreilingen, na rechts steiht Ebsdörp mit op Schild. Blots liekut wüssen se woll nich, wat se opschrieven sulln. De Weg geiht wieter, man dat gifft keen Wieser. Doch lett jüm nich in Tüdel bringen, jii sünd richti. Na een beten Weg kümmt nu op de linke Siet een Weg in‘t Holt rin. Dor sünd nu ole Steenwieser, de geel anmoolt sünd. Op een steit nu Wichtenbeck op. Und dat is de Richt, de wi wieter wüllt. Nu duert nich lang, denn kümmt al wedder een so een Wiessteen. Düsse is man sworer to lesen. Na rechts geiht nu na Eimk und liekut steiht wedder Wichtenbeck op. Na sachs hunnert Meters kümmt nu op de linke Siet de Steen, de us dat Teel wiest – de Kapellenbarg!
De Drahtesel mutt nu schuuvt warrn, dat geiht op een lütte Padd in‘t Holt rin. Nich wiet rin stiggt dat al an. Een sicker Teeken för de Barg! Vun‘n Steen sünd dat üm un bi hunnertunsüsstig Schree bit to´n Tipp. Nu hart na links und na nocheens veertig Schree sühst dat Teel! Een Steenbarg, mi dücht meist as een Altar. Tied för Innehooln un Fofftein mooken! Geneeten vun de Still un ok Vagelpiepen. Sachs ruuscht de Wind in de Bööm of röppt een Kraan!?
Een Kapell steiht hier nich,. Man is överleepert, dat op düsse Barg wolle en staahn hett. In de Tied na de Christianisierung geev dat an de duntomalen grandessig Weeg so‘n Kapellen. Un düsse hier leeg an de ole Verbinn twüschen Dreilingen un Groot Süß.* Sodenni ik noch wat doröver rutfinn‘do, war ik an düsse Steed dorvun schrieven.
Een wunnerbor Flaag, is‘t nich!? – Man Fofftein is jichtenswann vörbi. Nu geiht wedder op de Redder. Dat geiht na rechts un na een Stück Weg trüch böögt wi nu an de Krüüz mit de Wiesers in de Richt na Dreilingen af. Nich lang, denn geiht na links (wedder een Wegkrüüz). Dat geiht dörcht Holt un na een Tied, nu op een ol Plasterstraat, krüüzt een denn wedder een Beek. Wedder een moij Flaag för een lütt Hold. Blangen de Weg liggt en dicke Boom dwars over de Beek! Dor lett sik dat fien op Sitten un allens geneten.
Wenn‘t denn wietergeiht kümmt wedder een Wegkrüüz. Dor wüllt wi links (een lütt Hütt steiht an de Eck). Ut de Plasterweg ward den na een Tied wedder Teer – een sicker Teeken, dat nich mehr lang duert bit een Dörp kümmt… Dat Holt höört op un de Weg stiggt an. Linkssiet süht een nich wiet weg Dierten stahn. Lange Höörn un Tottelfell – een robuste Rind, dat hier in de »Mönchsbruch« steiht. De wüllt wi us neeger bekeeken und wi böögt links af. Wedder een Redder, de sachs een beeten deeper is (Wohrschau dien Schohwark!). De Weg stiggt wedder een beten an un löppt dörch een lütt Stück Holt. An‘n Enn vun düsse Redder kaamt wi nu wedder op de Straat. Wi böögt rechts af un över de Kupp röver sünd wi nu wedder trüch in Bargfeld. Weer dat nich een fiene Rünn!? – Dat sasst man mol probeern!
*aus: Rolf Hillmer (1993): Geschichte der Gemeinde Eimke, Becker Verlag Uelzen, Seite 19


Der Kapellenberg im Wald
NIELS TÜMMLER

In unserer Umgebung gibt es mancherorts „Kapellenberge“. Und einer davon befindet sich nahe Bargfeld in Richtung Wichtenbeck. Das ist ein schöner Platz zum Pausieren und Innehalten.
Von Bargfeld aus gibt es viel schöne Wege, die für Wanderer – zu Fuß oder per Rad – und Läufer in die verschiedensten Richtungen führen. Dieses Mal geht es nach Westen. Start ist die Kreisstraße K38, die von Suderburg(K9) über Bahnsen und Bargfeld nach Gerdau führt.
Erst geht es nun geradeaus durch das Dorf. Die Straße hat den Namen „Wichtenbecker Weg“. Nach ungefähr einem Kilometer kommt man in einer Talmulde, durch die der Häsebach, ein kleiner Heidebach, fließt. Dieser Wasserlauf führt durch Wiesen, Felder und Wälder. An der kleinen Brücke war früher einmal die Badestelle der Dorfbewohner. An dieser kann man sich an warmen Sommertagen auch heute noch gut die Füße kühlen.
Weiter geht es. Nach ungefähr hundert Metern führt die Straße durch „Klein Amerika“ eine kleine Ansammlung alter Häuser, die mit den alten Eichen einen schönen Anblick bietet.
Auch jetzt, im zeitigen Frühjahr, kann man mit ein bisschen Glück schon die Kraniche hören. Aus dem Tal heraus geht es bergauf die Straße weiter, die bald in einen Feldweg übergeht. Linkerhand ist nun Wald und es dauert gar nicht so lange, dann kommt eine Kreuzung mit Schildern, die die Richtung weisen.
Links führt der Weg nach Dreilingen, rechts steht auch Ebstorf auf dem Schild. Nur geradeaus gibt es keinen weiteren Hinweis. Aber wir lassen uns nicht verwirren und folgen dem Weg weiter geradeaus. Nach kurzer Zeit kommt dann ein Weg, der links in den Wald hineinführt. Hier finden sich nun gelb bemalte Steine als Wegweiser. Auf einem davon steht nun Wichtenbeck geschrieben. Das ist die Richtung, in der wir weiter wollen. Nicht lange danach kommt wieder ein Wegweiserstein. Dieser ist schwerer zu lesen, da die Aufschrift bereits sehr verwittert ist. Rechts ab geht es nach Eimke und geradeaus ist wiederum Wichtenbeck zu lesen. Nach ungefähr hundert Metern kommt man nun zu dem Stein, der uns das Ziel weist – der Kapellenberg!
Radfahrer müssen nun wahrscheinlich schieben (oder das Fahrrad am Wegrand abstellen), denn es geht nun auf einem Pfad in den Wald hinein. Schon bald steigt der Weg an, ein sicheres Zeichen für einen „Berg“! Vom Stein aus sind es ungefähr 160 Schritte bis zum Gipfel. Dort dann scharf links noch einmal ca. 40 Schritte und man ist am Ziel! Ein Steinberg, der etwas von einem Altar hat. Zeit zum Innehalten und pausieren! Genießen der Stille und auch Vogelsingen. Vielleicht rauscht auch der Wind in den Bäumen oder es ruft ein Kranich!?
Eine Kapelle steht hier nicht, aber es ist überliefert, dass auf dieser Anhöhe wohl einmal ein solche gestanden hat. In der Zeit nach der Christianisierung gab es an den ehemaligen wichtigen Verbindungsstraßen derartige Kapellen. Diese hier lag am Weg zwischen Dreilingen und  Groß Süstedt. * Sobald ich darüber noch etwas herausfinden sollte, werde ich an dieser Stelle davon berichten.
Ein wunderbarer Platz, nicht wahr!? – Aber die schönste Pause geht einmal vorüber. Es geht nun zurück zum Feldweg. Rechts geht es ein Stück Wegs zurück, dann, an der Kreuzung mit den Hinweisschildern, biegen wir rechts Richtung Dreilingen ab.
Schon bald geht es an der nächsten Kreuzung wieder nach links. Der Weg führt durch den Wald und, jetzt auf einer alten Pflasterstraße, kreuzen wir bald wieder einen Bach. Neben der Überführung liegt ein dicker Baum quer über diesem. Da lässt es sich bestens drauf sitzen und alles genießen.
Wenn es denn weitergeht, kommt wieder eine Kreuzung. An der Ecke steht eine kleine Holzhütte, an der wir links abbiegen. Aus der Pflasterstraße wird dann nach einiger Zeit eine Asphaltstraße – ein sicheres Zeichen, dass bald ein Dorf kommen wird… Der Wald endet und der Weg steigt bald an. Linkerhand sieht man nun Tiere stehen. Lange Hörner und Zottelfell – eine robuste Rinderrasse, die hier im „Möchsbruch“ steht. Die wollen wir uns einmal näher ansehen und biegen darum links in den Feldweg ein. Dieser ist oft „ein wenig tiefer“, deshalb achte man auf sein Schuhwerk! Auch hier stiegt der Weg dann an und führt wieder durch ein Waldstück. Am Ende dieses Weges biegen wir nun wieder rechts ab und hinter der Kuppe ist man bald zurück in Bargfeld. War das nicht eine schöne Runde!? - Komm und  probiere es aus!
*aus: Rolf Hillmer (1993): Geschichte der Gemeinde Eimke, Becker Verlag Uelzen, Seite 19

De Wildswieneek
NIELS TÜMMLER

Dat Vörjohr is in vulle Blööt und dat geiht fix op de Sommertied to. Nu mookt dat liekers mehr Spaß, dörch de Kulturlandschapp to reisen. Allens is  vun deepe Klöör und dat rückt so fien, wo de Krüüder und Blomen sik opdoohn hebbt.
De Utgangspunkt sall ok dütmol wedder Bargfeld ween. Jii besinnt sik noch op de verleden Tour!? Liekso wüllt wi nu erstmol ut Dörp rut op de Wichtenbecker Weg. Doch glieks an de tokamen Krüüz geiht nu na links op de Niebecker Weg to.
Dat geiht erst een heele Tied op een Teerstraat dörch de Feller, denn geiht bilütten Barg daal. Op de rechte Siet kann een de Oosterfüersteed vun Dörp bekieken- de is een heele End rut ut Bargfeld un denn duert ok nich mehr lang bit dat Holt anfangt un sodenni de Teer ophöörn deit. Nu ward schaddig un de Sünn schient nich mehr so dull op de Weg. Jümmers liek ut – de Krüüz de kümmt foohrt wi röver un denn geiht op een scheune ole Plasterstraat liekut. Na een Tied sünd wi nu in Niebeck ankomen. Dor is een Hütt güntsiet vun dat Forsthus ’n beten af vun de Weg. Hier lett sik dat erstmol fien Fofftein mooken.
De Weg geiht noch een Stück wieter und hett sien End denn an de Kriesstraat, de na Dreilingen rechtsiets un na Bahnsen linkssiets fööhren deit. Aver so wiet wüllt wi nich. Denn een kott Stück na dat Forsthus geiht rechts noch een Redder af (dor steiht ok een Schuur) – dat is use Weg. De mäandert so een beten dörch de Huken. Wi hooln us linkssiets un nu ward de Redder wedder een Teerstraat. Düsse bringt us direktemang na Dreilingen to. Wenn op de linke Siet een Hoff is, duert nich mehr lang un de Weg mookt een Baagen to de Kriesstraat to. Nützt al nix, dor mütt wi nu rop. Rechts geiht lang, blangenbi dat Füerwehrhus is een lütte Speelplatz un nich wiet darno kümmt de Krüüz, wo dat links na Ünnerlüß un rechts na Eimk geiht. Us Weg geiht nu rechts af un noch in Dörp föhrt wi wedder af vun de Weg (»Alte Poststraße«). As Wieser is dor een ole Silotorn un ok de lütte muerte »Busbuud« steiht dor.
Duert ni lang, denn hört de Hüüsen ok wedder op un de Weg geiht wedder in‘t Holt rin. Na een good Stück ward dat denn wedder een richtige Redder un an een Spreet holn wi us an dat lütt Schild mit een Fahrrad op. De weg stiggt denn en beten an un  is denn ok wedder een Stück teert. Un kott för dat End vun de Teerstraat is op de linke Siet nu een lütte Brink – un dor steiht een Steen vör een Eekboom. Düsse Klint wiest us nu, dat de Boom de Wildswieneek is und dat se dat woll 1986 inricht un plannt hebbt. Ik finn, dat is nocheens een scheune Flaag to‘n Verwielen. Ik heff Lüüd fraagt, de wat mi in de Mööt keemen, wat dat dor woll mit op sik hett. Anter heff ik kreegen, man wüsst hebbt se ok nix. Sachs dreepen jii ja de richtigen Lüüd. Fragen kust ja nix!
Na düt lütte Versnuben un Innehooln geiht nu wieter. Jümmer liekut geiht düsse Weg nu dörcht Holt. Op de een Siet is noch de Padd to sehen (un deelwies noch to bruken), de se vör lange Tieden mol anleggt harrn – as een Oart Wannerweg blangenbi de Straat. Gröttstendeels is de aver towussen un an de een orer anner Steed hebbt de Swattkittel de een beten ümschüfelt. Op beide Sieten gaaht hier un dor noch Wegens af, de man ok geern mol probeern mag, aver wi wüllt nu de Rünn toenn kriegen. Wi koomt nu an de Krüüz, wo dat liekut na Groot Süss geiht. Dat is ok een moije Weg, man wi wenn‘ us nu na rechts. Op Schild steiht Uelzen un Seborg, man hier is de richtige Weg trüch na Bargfeld. Wi koomt dörch »Lütt Amerika« un künnt us noch gau de Fööt in de Häsebeek kööhln. Denn nu geiht bargop un wenn wi denn üm de Baagen fohrn, liggt Bargfeld för us un üm un bi twölf Kilometer hebbt wi achter us. Ik hoff, jii sünd heel blied över de viggelinsche Tour. Mi hett dat behagt!

Die Wildschweineiche
NIELS TÜMMLER

Das Frühjahr steht in voller Blüte und der Sommer steht vor der Tür. Jetzt macht es noch mehr Spaß die Kulturlandschaft zu erkunden. Es ist alles in schöne Farben getaucht und die blühenden Blumen und Kräuter duften so herrlich.
Der Startpunkt unseres Ausflugs ist auch diesmal wieder Bargfeld. Erinnern Sie sich an die letzte Tour? Genauso geht es erst einmal auf den Wichtenbecker Weg, doch schon an der ersten Kreuzung biegen wir links ab auf den Niebecker Weg.
Eine ganze Zeit lang fahren wir auf dieser Asphaltstraße durch die Felder. Dann geht es nach einer Kurve bergab und man fährt an der Feuerstelle der Bargfelder vorbei. Dort wird jedes Jahr das Osterfeuer entzündet. Nun dauert es nicht mehr lang, die asphaltierte Straße hört auf und man kommt in den Wald. Wenn die Sonne sonst brennt, hat man es hier zeitweise schattiger. Immer geradeaus führt die alte Pflasterstraße, die an der kommenden Kreuzung weiter geradeaus führt, bis dann Niebeck erreicht wird. Dem Forsthaus Niebeck gegenüber liegt eine Jägerhütte ein wenig ab von der Straße. Hier lässt es sich wunderbar eine Pause machen.
Nach dieser Pause geht es dann weiter auf der Straße, jedoch nicht bis ans Ende, wo sie auf die Kreisstraße nach Bahnsen und Dreilingen führt, sondern an einem Schauer geht es rechts ab auf einen Feldweg. Dieser führt kurvig durch die Landschaft und dort, wo aus dem Feldweg wieder eine Asphaltstraße wird, halten wir uns links. Dieser Weg führt direkt nach Dreilingen. Wenn auf der linken Seite eine Hofstelle zu sehen ist, kommt bald eine Linkskurve. Nun kommt man doch an die Kreisstraße und es lässt sich nicht vermeiden -  es geht auf dieser ein Stück nach rechts ab. Beim Feuerwehrgebäude der Dreilinger ist auch ein kleiner Spielplatz, vielleicht  für eine weitere kleine Pause!?
Kurz danach kommt die Kreuzung, an der es links nach Unterlüß (Kreis Celle) und rechts nach Eimke geht. Der Weg führt uns nach rechts und noch im Dorf biegen wir am Siloturm und dem gemauerten „Buswartehäuschen“ in die Alte Poststraße ein.
Gar nicht lang, dann ist man an den letzten Häusern vorbei und der Weg führt wieder in den lichten Wald. Nach einiger Zeit wird diese Straße wieder ein „richtiger Feldweg“ und an einer Gabelung halten wir uns an den kleiner „Fahrradwegweiser“. Der Weg steigt ein bisschen an und ist dann wieder asphaltiert. Kurz vor dem Ende dieses Straßenabschnitts liegt auf der linken Seite ein kleiner Rasenplatz – und vor einer Eiche steht ein großer Stein. Auf diesem Fels ist graviert und weist die Eiche als „Wildswieneek“ – als Wildschweineiche- aus, die 1986 gesetzt wurde. Ich finde, dies ist noch einmal ein schöner Platz zum Verweilen. Ich habe auf meiner Tour Leute, die ich traf, gefragt, ob sie etwas zu der Geschichte zu dieser Eiche wüssten. Ich bekam Antwort, aber gewusst hat es niemand. Vielleicht treffen Sie ja die richtigen… Fragen kostet nichts!
Nach diesem Innehalten fahren wir nun weiter. Immer geradeaus führt der Weg durch den Wald. Auf einer Seite ist noch ein teilweise benutzbarer Pfad zu sehen, der vor langer Zeit wohl als eine Art Wanderweg neben der Straße angelegt wurde. Größtenteils ist dieser aber zugewachsen. An der einen oder anderen Stelle haben die Wildschweine diesen auch aufgewühlt.
Sowohl rechts, als auch links gehen von diesem Hauptweg interessante weitere Wege ab, die es bestimmt lohnt zu erkunden, aber wir wollen heute die Runde beenden und fahren an der großen Kreuzung am Ende des Waldes, dort wo es geradeaus nach Groß Süstedt geht, nach rechts. Auf dem Wegweiser steht, dass es nach Uelzen und Suderburg geht, aber das ist auch der Weg, der uns nach Bargfeld zurückführt. Wir kommen wieder durch „Klein Amerika“ und man kann sich noch einmal im Häsebach die Füße kühlen.
Nun geht es bergauf und nach der Kurve liegt Bargfeld vor uns und ungefähr zwölf Kilometer Weg hinter uns.
Ich hoffe, Ihnen hat die schöne Tour Spaß gemacht. Mir hat es gefallen!

De Gerdau tweemol krüüzen
NIELS TÜMMLER

Vundag geiht de Reis in de anner Richt, leeve Lüüd. Hüüt is de Utgangspunkt de „Groote Steen“ op de de Ortsnaam Bargfeld opstoon deit. De steiht op een lütte Flaag vör de Straat, de jüm vun de vörigen Touren kennen doot. Vun dor geiht över de Kriesstraat K38 (de in Bargfeld Poststraat heet) in de Holthuser Weg. An de Hüüsen vörbi geiht dann liek in´t Holt rin. Al no kotte Tied geiht een Redder vun de Plastersteenweg na rechts af. Dor givt dat de een of anner Knüllgrav, de noch ut de Böön kieken deit. Deelwies towussen, deelwies schleepen of mit de Harvesters tweifohrt, aver een Oort mit Geschicht. Exponate, de hier in düsse Gravstään  funn´ worrn sünd, kann eens in dat Landesmuseum in Hannover bekieken. Will een sik op düsse Padd mooken, hett he een Bagen to foohrn, ümdat he de (Rad-) Wannerstreck wedderkriegen deit; sall heeten: Wokeen de Knülls ni seehn mag, de fööhrt liekut op de Plasterstraat. Wokeen düsse Streck fohren will, de hölt sik erstmol rechtssiets liek de Redder, erst dörch Holt, denn kümmt een Koppel (linkssiets jümmers noch Bööm), an End vun düsse Padd geiht dat denn na links op een niege Weg, de jüm folgen mütt bit een wiedlööpig Wegkrüüz kümmt. De Padd na links is na een poor Schree wedder een ole Knüllgrav to seen, wieter liekut geiht dat denn wedder op de eentli Plasterstraat trüch. Aver ok liekut över de Krüüz geiht dat wedder na düsse Redder, de Weg schrivt een Bagen und dreept denn opto.
Düsse Plasterstraat (jümmers noch de Holthuser Weg) fööhrt  na dat Dörp Holthusen Twee op to. Op de letzten Schree ward een Teerstraat ut de Redder un denn steiht jüm ok al an een Krüüz. Wi wüllt op de anner Siet liekut wieter. Kassbeer-, Twitschen, Beern- un Appelbööm stoht an de Weg. Nu in de Harvst givt dat Beern un Appeln, sachs noch poor Twitschen to plöcken. Dat mook man ok un laat di dat smecken! Un nimm noch een, twee dorto, sachs sünd´s glieks to bruken…
Denn op de rechte Siet kümmt foorts een Kaat. Dor deiht de ole Fru Porsch in wohnen. Bi blied Wedder sit se faken vör de Döör op eer Bank un freit sik över een Deputat un een lütte Snack. Sett jüm man dorto!
Na düsse Verpuust geiht wedder wieter, de Straat mookt een Bagen na links (mook suutje un kiek de vigelienschen Buernhüüs an) un denn kaamt wi wedder op een „Hauptstraat“ to, dat is de B71. Ok de wüllt wi krüüzen und dat geiht foorts ut Dörp rut dörch de Wischen un Feller. De Weg geiht na rechts wieter un ut de Teerstraat ward wedder een Kiesredder. Na een poor hunnert Meters fangt een Holt an un nienich lang, denn böögt wi links af (liekut geiht direktemang na Bohlsen, dat is dat Dörp, dat jüm sachs vun de Möhl kennen doot). Düsse Weg bringt us op de Gerdau to, de lütte Heidfluss, na de ok dat Dörp nöömt is un de in de Ilmenau fleeten deit. Nich direktemang, ok dor mööt wi na een Tied na links weg, denn sünd dat aver nur een paar Schree. Een holten Bank un Disch laad ok wedder to een Verpuust in. Een blied Utblick op de Gerdau un de Stegenbrügg hett man, wenn eens dor so sitten deit! Moij!
Nuch Fofftein hat!? – Denn geiht wieter över de Holtbrügg (bi de een wunnerbor de Fööt kööhlen of baden kann, denn güntsiet is een lütte „Sandbank“) op een lütte Padd över de Wisch. Een poor Bööm dörch un denn geiht wedder wieter op een Redder. Düsse geiht liekut op Gerdau, dat Dörp, to. Rechtssiets givt dat beten wieteraf de Stromwindmöhlen to bekieken un ok een Trass för de Transport.
Nu sünd wi to Dörp koomen. Wedder doot wi de Straat krüüzen (düsse wöör us rechts na Barnsen, de lütte Oort mit de Flugplatz, bring´). De Straat mookt een Rechts- un Oogenblick later een Linkskurv un man kümmt denn op de groote Kark, de Michaeliskark, to. Vun Aprilmaand bit Oktobermaand is dat elke Dag vun negen to fiev een open Hus. Blots an Medderweeken blivt de Döörn dicht. Lohnt sik, dorin to kieken, för´t Inneholen un een lütt Gebet jümmers.
Na dat Besööken vun dat Gottshus geiht op de Straat wieter, wi krüüzt wedder de Gerdau, un an dat boberste Enn mööt wi nu na links un glieks de tokamen Straat na rechts – dat is de Oheweg. Düsse Weg folgt wi nu över de Krüüz (dat is wedder de K38) un dat geiht liekut ut Dörp rut. De Redder, de dat nu wedder wart, folgt wi un an End vun een lütt Holt, dat is een lütt Krüüz, mag na rechts afbeegen, wokeen Lust op een moij Bekieken vun een Diek mit Mummeln op hett. Anners geiht wieter op de Weg und dat duert nich lang, denn stött wi wedder op de Plasterstraat, de us rechtssiets trüch na Bargfeld bringen deit.
Bi de „Groote Steen“ givt dat ok Sittbänke, dor wüllt wi us nocheens verpuussen un de scheune Dag geneten!
De Tour is – op de köttste Weg, de ik hier angeven heff, so üm un bi acht bit negen Kilometers lang.

Zweimal kreuzen wir die Gerdau
NIELS TÜMMLER

Heute geht die Reise in eine andere Richtung, liebe Leser. Der Ausgangspunkt ist heute der „Große Stein“, auf dem der Ortsname Bargfeld steht. Dieser befindet sich auf einem kleinen Platz an der Straße, die Sie bestimmt noch von den vorigen Touren kennen. Von dort geht es diesmal über die Kreisstraße K38 (die in Bargfeld den Namen Poststraße trägt) in den Holthuser Weg. An den Häusern vorbei geht es bald auf einer Pflasterstraße direkt in den Wald hinein. Schon nach kurzer Zeit geht rechts ein Feldweg ab. Dort gibt es das eine oder andere Hügelgrab zu sehen. Teilweise zugewachsen, geschliffen oder von Harvestern überrollt, aber ein Ort mit Geschichte. Exponate aus diesen Gräbern kann man im Landesmuseum Hannover betrachten. Wer sich auf diesen Pfad begibt, muss einen Bogen fahren, um wieder auf die Rad-/Wanderstrecke zu gelangen; soll heißen: Wer die Hügelgräber nicht suchen und sehen möchte, fährt weiter geradeaus auf der Pflasterstraße. Wer diese Strecke aber nutzen möchte, der hält sich nach dem Rechtsabbiegen auf diesem Feldweg, erst noch ein ganzen Stück durch den Wald, dann kommt ein Acker (linkerhand immer noch Bäume) und am Ende stößt man auf einen weiteren Feldweg, auf dem es nach links weitergeht. Diesem folgen wir, bis Sie auf ein weitläufiges Wegekreuz treffen. Biegen wir nach links ab, kommt nach einigen Meter erneut ein Hügelgrab, daran vorbei geradeaus treffen wir wieder auf die Pflasterstraße. Aber auch geradeaus über die weitläufige Wegkreuzung treffen wir darauf, der Weg beschreibt einen Bogen und man kommt direkt zum gepflasterten Holthuser Weg. Dieser führt, der Name lässt es erahnen, direkt auf das Dorf Holthusen II zu. Auf dem letzten Stück wird aus der Pflaster- eine Asphaltstraße und dann steht man auch schon wieder an einer Kreuzung. Wir fahren geradeaus. Kirsch-, Birnen-, Apfel- und Zwetschenbäume säumen den Weg. Jetzt im Herbst gibt es Äpfel und Birnen, vielleicht noch ein paar Zwetschen zu pflücken. Lassen Sie es sich schmecken! Und pflücken Sie noch ein bisschen mehr, vielleicht ist das Obst gleich zu gebrauchen…
Denn auf der rechten Straßenseite kommt nun eine Kate, in der die alte Frau Porsch wohnt. Bei schönem Wetter sitzt sie oft auf der Bank vor ihrer Tür und sie freut sich über ein „Deputat“ und mehr noch über einen kleinen Plausch. Setzen Sie sich ruhig zu ihr!
Nach dieser Pause geht es nun weiter. Die Straße geht im Bogen nach links weiter (machen Sie langsam und freuen sich an den schönen Bauernhäusern) und man kommt nun wieder an eine „Hauptstraße“, das ist die B71. Auch die überqueren wir und es geht gleich hinaus aus dem Dorf durch Wiesen und Felder. Dieser Weg geht bald nach rechts weiter und aus der Asphaltstraße wird wieder ein Feldweg. Nach einigen hundert Metern kommen wir in einen Wald und nicht lang danach biegen wir nach links ab (geradeaus geht es direkt nach Bohlsen, das ist das Dorf, das Sie vielleicht von der „Bohlsener Mühle“ kennen). Dieser Weg bringt uns nun auf die Gerdau zu, den kleinen Heidefluss, nach dem das Dorf benannt ist und der in die Ilmenau fließt. Nicht direkt, auch hier müssen wir noch einmal links abbiegen, das sind dann aber nur ein paar Schritte. Eine Holzbank und ein Tisch laden wieder zu einer Pause ein. Was für einen schönen Blick auf die Gerdau und die Stegenbrücke man hat! Schön!
Genug Pause gehabt!? Dann geht es nun weiter über die Holzbrücke (bei der man wunderbar die Füße kühlen oder gar baden kann, denn am anderen Ufer ist eine „Sandbank“) auf einem schmalen Pfad über die Wiese. Man durchquert eine Baumgruppe und dann geht es auf einem Feldweg geradeaus auf das Dorf Gerdau zu. An der rechten Seite sind ein bisschen entfernt einige Stromwindmühlen zu sehen und auch eine Trasse für den Transport führt hier entlang.
Jetzt kommen wir ins Dorf, wieder kreuzen wir die Straße (diese führt rechts in Richtung Barnsen, den kleinen Ort mit dem Flugplatz). Die Straße geht nach rechts und kurz darauf nach links und führt auf die Michaeliskirche zu. Diese ist von April bis Oktober eine offene Kirche, die täglich, außer mittwochs, von 9-17 Uhr zum Verweilen einlädt. Es lohnt sich das Gotteshaus zu besichtigen, auf jeden Fall zum Innehalten und für ein kleines Gebet.
Nach diesem Abstecher geht es auf der Straße weiter, wir kreuzen die Gerdau nun das zweite Mal und am Ende der Straße biegen wir links und kurz darauf wieder rechts ab in den Oheweg. Auf diesem bleiben wir. Immer geradeaus, über die K38 hinüber führt dieser Weg aus dem Dorf heraus. Schon bald wird es wieder ein Feldweg, auf dem wir bleiben. Am Ende eines kleinen Waldstückes kommt man zu einer kleinen Kreuzung, an der nach rechts abbiegen mag, wer Lust auf einen schönen Teich mit Seerosen hat. Ansonsten geht es weiter geradeaus und wir kommen bald auf die uns bekannte Pflasterstraße, die uns nun nach rechts zurück nach Bargfeld bringt. Beim „Großen Stein“, unserem Ausgangspunkt, gibt es auch Sitzbänke, dort wollen wir noch einmal durchatmen und den schönen Tag auf uns wirken lassen!
Die Tour ist auf direktem Weg ca. acht bis neun Kilometer lang, die „Extratouren“ kommen evtl. hinzu!


Übrigens: Wer es auf dem einen Bild nicht erkannt hat: Tutenbloom – das ist die Ackerwinde…

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