Montag, 30. Mai 2016

Drei Tage im Rausch der Klänge

Von Freitag, 3. Juni, bis Sonntag, 5. Juni, findet das 11. Klangrauschtreffen im Museumsdorf Hösseringen statt. Musiker aus ganz Deutschland musizieren gemeinsam mit Fidel, Dudelsack, Harfe, Drehleier und vielen anderen Instrumenten überall im Museumsgelände und geben auf traditionelle Art und Weise Lieder und Tänze durch Vorspielen weiter. Am Sonnabend, 4. Juni, sind ab 19 Uhr in einem bunten Konzertprogramm alte und neue Volkslieder zu hören.

Im Museumsdorf Hösseringen wird drei Tage lang fröhlich musiziert.  Foto: Christine Kohnke-Löbert
KlangRausch ist ein Treffen für Musizieren, Tanzen und Amusement. Es bietet Musikern, Tänzern und Leuten, die einfach zuhören und zuschauen wollen, einen Ort, um sich zu wiederzutreffen oder kennenzulernen, gemeinsam Musik zu machen, zu tanzen, zu feiern und sich auszutauschen.
Das gesamte Gelände, der „laute“ Zeltplatz, das Chill-Out-Zelt sowie abends auch die nutzbaren Häuser stehen für Sessions, gegenseitigen musikalischen Austausch und spontane Kursangebote zur Verfügung. An den Abenden gibt es eine offene Tanzbühne mit Tanzfläche im Brümmerhof, dem größten Gebäude auf dem Gelände.
 Außerdem stehen als zusätzliches Angebot tagsüber Kurzworkshops für Musik und Tanz sowie Vorträge auf dem Programm, abends ist zum Mittanzen eingeladen.
Das dreitägige Treffen beginnt jeweils um 10:30 Uhr und endet um 17:30 Uhr, am Sonntag endet es bereits um 15 Uhr.

Donnerstag, 26. Mai 2016

Wohin am Wochenende?

Hier sind unsere aktuellen Veranstaltungstipps für das letzte Mai-Wochenende in der Südheide:

27 FREITAG
Naturnahe Gehölzpflege

13:00 - 15:00 UHR / CELLE / HEILPFLANZENGARTEN
Geringe Eingriffe in Gehölze, wie zum Beispiel Heckenschnitte oder Erziehungs- und Pflegeschnitte, sind auch im Frühling noch zulässig. In diesem Kursus wird anhand praktischer Beispiele die Förderung der Gehölzentwicklung durch behutsamen Schnitt in der Vegetationsperiode gezeigt und erläutert. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung: Telefon 0 51 41/20 81 73 oder
heilpflanzengarten@celle.de

Stängel, Ähre, Blatt und Blüte
15:00 - 17:00 UHR / HÖSSERINGEN / MUSEUMSDORF
Pflanzennutzung in der Heide, vorgestellt von Dr. Rüdiger L. Klein.
INFO museumsdorf-hoesseringen.de

Gitarrenkonzert
19:30 UHR / EBSTORF / DENTAL-PARK
Der Gitarrist Simon Gutfleisch gibt ein Solokonzert auf der klassischen Gitarre. Das Programm umfasst Instrumentalstücke aus allen Epochen. Von der Renaissance, Lautenmusik von John Dowland, über Tangomusik von Astor Piazzolla bis hin zur Modernen mit der Sonatina von dem englischen Komponisten Lennox Berkeley aus dem Jahr 1957. Es werden auch Stücke der bekanntesten Gitarristen und Komponisten der Klassik und Romantik, wie Fernando Sor
und Francisco Tarrega, zu hören sein. Simon Gutfleisch hat klassische Gitarre an der Musikhochschule in Hannover studiert und konzertiert auch in unterschiedlichen Duo- Besetzungen, wie zum Beispiel zusammen mit klassischem Schlagwerk oder der Glasharfe. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.

Chor- und Orgelkonzert
20:00 - 21:30 UHR / CELLE / STADTKIRCHE ST. MARIEN
Im Rahmen eines Benefizkonzertes zu Gunsten der Restaurierung der historischen Pfeifen der großen Barockorgel in der Stadtkirche singt der Chor der Frauenkirche Dresden unter der Leitung von Matthias Grünert Kompositionen der Romantik von Felix Mendelssohn Bartholdy, Joseph Gabriel Rheinberger, Max Reger, Albert Becker und anderen. Begleitet wird der Chor von Robin Hlinka auf der Orgel.

Mit dem Nachwächter durch Uelzen
20:00 UHR / UELZEN / INNENHOF DES RATHAUSES (TREFFPUNKT)
Zu später Stunde zieht der Nachtwächter mit seiner Laterne durch dunkle Straßen und finstere Winkel und trifft unterwegs auf Uelzener Personen und Persönlichkeiten vergangener Tage. Sie erzählen Anekdoten und Histörchen, Alltägliches und Kurioses aus ihrem beschwerlichen Leben. Eintritt: 10, Euro, Kinder 4 Euro. Anmeldung bei der Stadt- und Touristinfo unter Telefon 05 81/8 00 61 72.
INFO nachtwaechter-uelzen.de
 
28 SONNABEND
Mal‘ dir ein Bild!

10:00 - 18:00 UHR / BRÖCKEL / ATELIER KUNSTSTÜCKE
Ob Stillleben, Landschaft, Figuren oder abstrakte Bilder – alles ist erlernbar. Davon ist zumindest die Künstlerin Susanne K. Knöpfle überzeugt. Sie  vermittelt in diesem Malkursus die Grundlagen künstlerisch-kreativer Betätigung. Sie zeigt, dass ein Bild nicht immer nur mit Pinsel und Farben gemalt werden muss, sondern dass sich auch Dinge aus dem Haushalt als Materialien eignen. Kosten: 10 Euro je Stunde (inkl. Kaffee, Tee, Wasser und Kekse). Anmeldung: Telefon 0 51 44/ 4 95 80 59 oder per E-Mail: info@k-kunststuecke.de.

Reparaturcafé
14:00 UHR / WIEREN / SOMMERBAD
"Was kaputt ist, wird heile gemacht", ist das Motto des Reparaturcafés im Sommerbad Wieren, das durchaus auch als Widerstand gegen die Wegwerf-Mentalität verstanden werden darf.
INFO Telefon 05825/1309

Sophia Dorothea, die unglückliche Prinzessin von Ahlden
14:30 - 15:30 UHR / CELLE / RESIDENZMUSEUM IM SCHLOSS
Sophie Dorothea, Herzogin von Braunschweig und Lüneburg (1666 - 1726) war durch Heirat Kurprinzessin von Braunschweig-Lüneburg und ab 1714 de jure Königin von Großbritannien. Sie ging als Prinzessin von Ahlden in die Geschichte ein. Die Führung zeichnet ihr Leben nach. Kosten: 9 Euro, ermäßigt 4,50 Euro.
INFO Telefon 0 51 41/90 90 80 oder celle-tourismus.de

Was blüht denn da?
15:00 UHR / BAD BEVENSEN / KURPARK
Stadtgärtnermeister i.R. Günter Bastuck und Gärtnermeisterin Christiane Wittkowski führenin dieser Saison im Wechsel die Gäste durch den Kurpark und stellen dabei die Vielfalt an einheimischen und exotischen Pflanzen vor.

Unterwegs mit Irmingard
17:00 - 18:30 UHR / CELLE / BRÜCKE VOR DEM SCHLOSS
Vergnüglicher Altstadtrundgang mit der Frau des Nachtwächters. Kosten: 9 Euro. Anmeldung (empfohlen): Telefon 0 51 41/90 90 80 5
INFO celle-tourismus.de

Konzert im Kloster
18:00 UHR / EBSTORF / KLOSTER
Das Bläserensemble Concert Royal aus Köln möchte mit seinem vielfältigen Programm die höfische Musik des Barock und der Klassik zum Leben erwecken. Ein besonderes Anliegen der Musiker ist die Darbietung von Bläsermusik des 18. Jahrhunderts mit den originalen Instrumenten der jeweiligen Epochen und Länder. Das Ensemble setzt sich zusammen aus Oboen, Fagott und Cembalo. Ergänzt wird diese Stammbesetzung je nach Programm durch Naturhörner, Naturtrompete und Viola d'amore. Außerdem gehören zur klassischen Besetzung auch Klarinetten und das Englich Horn dazu.
Karten zum Preis von 10 Euro (Jugendliche 5 Euro) sind im Kloster Ebstorf zu den Bürozeiten (Montag bis Freitag jeweils von 8:30 bis 12:30 Uhr), bei der Tourist-Information Ebstorf und an der Abendkasse erhältlich.

29 SONNTAG
City-Flohmarkt
6:00 - 18:00 UHR / GIFHORN / FUSSGÄNGERZONE
Hunderte von Flohmarktständen laden zum Stöbern und Staunen ein.


Frühjahrs-Hof-Buffet
10:00 - 14:00 UHR / ISENBÜTTEL / DER HOF
Das Buffet im Hofcafé ist mit Lecke-reien aus Bio-Erzeugung bestückt. Imker Helmut Klatt informiert über Bienen und Honig. INFO0 53 74/9 55 70 oder der-hof-isenbuettel.de

Grünholzschnitzen
10:30 - 17:30 UHR / HÖSSERINGEN / MUSEUMSDORF
Kinder und Jugendliche lernen, aus Haselhölzern mehr als nur Speere und Pfeile zu schnitzen. Kosten: 9 Euro. Anmeldung: Telefon 05805/9819630 oder per E-Mail an eickmeier@gmx.net.
INFO museumsdorf-hoesseringen.de

Verkaufsoffener Sonntag
13:00 - 17:00 UHR / BAD BEVENSEN / INNENSTADT
Rund 50 Geschäfte haben bis Ende Oktober sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Und ist der Handel noch so klein ...
14:00 - 17:30 UHR / HÖSSERINGEN / MUSEUMSDORF
In der neuen Ausstellung mit dem Titel "Ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein", die von 14 Uhr an besichtigt werden kann, geht es um den ländlichen Einzelhandel.
INFO museumsdorf-hoesseringen.de

Cantonal
16:00 UHR / UELZEN / NEUES SCHAUSPIELHAUS
Der Catonal-Chor singt. Eintritt: 10 Euro.
INFO neues-schauspielhaus-uelzen.de

Mittwoch, 25. Mai 2016

Eitler Puter, Blaue Wiener und ein Lämmchen namens Hopp

„Tag der Tiere“ im Museumsdorf Hösseringen

Vincent und Marlow aus Schafwedel spielen mit Lämmchen Hopp.
CHRISTINE KOHNKE-LÖBERT / Text / Fotos

Einen ganzen Tag im Museumsdorf Hösseringen verbringen und mit seinen Zieheltern Vincent und Marlow Friedrichs spielen durfte das Lämmchen Hopp am Wochenende. Das kuschelige schwarz-weiße Lämmchen ist nämlich erst wenige Wochen alt und wurde als „Flaschenkind“ aufgezogen. „Seine Mutter hatte keine Milch“, erzählen die beiden Jungs aus Schafwedel, und deshalb durften sie es zum „Tag der Tiere“ mit ins Museumsdorf nehmen und dort betreuen. Neben ihrem Ziehkind haben sie auch noch Hühner mitgebracht, denn bei den Beiden zuhause werden neben den sechs Schafen auch alte Geflügelrassen gezüchtet. Für den Tag im Museumsdorf hat Vincent seine Orpington Hühner mitgebracht, eine besonders große, robuste Rasse. „Sie sind sehr ruhig und zutraulich“, erzählt er stolz.
Weniger ruhig ist dagegen der große Puter, den Hans-Jürgen Drögemüller, Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins Bad-Bevensen, an diesem Tag einige Male einfangen muss. Ihn zieht es immer wieder zu den großen blanken Fenstern des Eingangsgebäudes, die er ungeachtet der Besucherschar ringsum regelmäßig ansteuert. „Er ist ein bisschen eitel und spiegelt sich gerne in den Scheiben“, schmunzelt Drögemüller und lotst das große Tier geduldig zurück ins Gatter. Neben dem Putenpaar haben die Züchter aus den Landkreisen Uelzen, Celle und Lüchow-Dannenberg Tiere vieler verschiedener Rassen mitgebracht, so Landenten und Lockengänse, Perlhühner und Tauben. Die Stars bei den Kindern sind neben den Pommerngänsen mit ihren munteren Gösseln jedoch die flauschigen Kaninchen. Besonders der mächtige „Blaue Wiener“, der eigentlich grau ist, gefällt den kleinen Gästen, denn er lässt sich geduldig streicheln und sogar von neugierigen Hunden nicht aus der Ruhe bringen. Auch Meta und Alma aus Hamburg nutzen die Gelegenheit, um das fast hasengroße Tier näher kennenzulernen. „Er ist ganz weich und warm“, merken sie beim vorsichtigen Berühren. „Zuhause gehen wir öfter in den Zoo“, erzählen die Mädchen, aber wenn sie in ihrem Ferienhaus in der Heide sind, dann lernen sie die heimischen Tierarten kennen. „Viele Kinder kennen das  gar nicht mehr“, erzählt Otto Winarske, der mit seinen Kollegen vom Uelzener Kaninchenzuchtverein gekommen ist und internationale Gäste mitgebracht hat: Neben den Wienern gibt es Japaner zu sehen und die kleine Rasse Marburger Feh.
Über das Hähnekrähen, Blöken und ab und an ein aufgeregtes Bellen regt sich an diesem Tag jedenfalls niemand auf, denn die Besucher sind ja schließlich gekommen, um die Tiere hautnah erleben zu können. „Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden“, fasst es Hans-Jürgen Drögemüller zusammen. „Viele Besucher fragen sehr konkret nach, denn sie möchten selbst Tiere halten oder sich hier bei uns Tipps und Hinweise holen.“ Deshalb haben sich die Züchter dazu entschlossen, im Rahmen des Treffens für Oldtimerlieferwagen am Sonntag, 12. Juni, einen kleinen Markt für Geflügel, Kaninchen und Kleintiere abzuhalten. Der Markt wird im Rahmen des Aktionstages von 10:30 Uhr bis 17:30 Uhr stattfinden.
Und hier noch einige Impressionen vom "Tag der Tiere": 


Dienstag, 24. Mai 2016

Jürgen Clauß: 25 Jahre für den Tourismus im Einsatz

CHRISTINE KOHNKE-LÖBERT / Text / Foto
Harald Benecke (links), Vorsitzender der HeideRegion Uelzen,
dankt Jürgen Clauß für 25 Dienstjahre.
„Eigentlich wollte ich damals möglichst schnell wieder weg von hier.“ Jürgen Clauß lächelt bei der Erinnerung an seine ersten Wochen in Uelzen. Im Nachhinein ist er froh, dass es ganz anders gekommen ist, und der Drang, Uelzen den Rücken zu kehren, hatte seinerzeit auch nichts mit der Stadt selbst zu tun. Als Jürgen Clauß, Geschäftsführer der HeideRegion Uelzen, 1990 in die Ulenköperstadt kam, arbeitete seine Frau im Spessart – und das war der Grund für sein Fernweh. Inzwischen sind aus dem ersten Kennenlernen der kleinen Fachwerkstadt in der Lüneburger Heide 26 Jahre geworden, „eine sehr gute Zeit“, wie er zusammenfasst.
„25 Dienstjahre für den Tourismus im Landkreis Uelzen, das möchten wir würdigen, auch wenn es inzwischen schon 26 Jahre geworden sind“, sagte Harald Benecke, Vorsitzender der HeideRegion Uelzen, die am Montag zur Mitgliederversammlung geladen hatte und damit endlich Gelegenheit für die offizielle Ehrung fand.
Sein Fernweh hatte Jürgen Clauß, der seinen Dienst in Uelzen genau am 1. März 1990 angetreten hatte, zum Teil bereits in den Jahren zuvor gestillt. Bevor es ihn in die Heide verschlug, war er ein Jahr lang als wissenschaftlicher Reiseleiter in Australien unterwegs. In Uelzen stand er zunächst der Arbeitsgemeinschaft Fremdenverkehr vor, aus der später die HeideRegion hervorging. „Es waren nicht immer einfache Zeiten“, so Harald Benecke, der vor vier Jahren als Nachfolger von Claus-Dieter Reese den Vorsitz des Vereins HeideRegion Uelzen übernommen hat. Denn immer wieder war die fachliche Arbeit zur touristischen Inwertsetzung der Region von Strukturdebatten überlagert. „Auch der derzeitige Bündelungsprozess wird uns noch bewegen – und er wird eine neue Phase des Tourismus im Landkreis Uelzen einläuten“, kündigte er an.
Dennoch ist in den vergangenen Jahren viel erreicht worden. „Wir haben viele Radwege ausgewiesen und sind mit unserem Radwegenetz sogar zertifiziert worden. Und wir konnten inhaltlich fundierte Wanderwege wie etwa die ‚Zeitspuren’ installieren“, so Jürgen Clauß, der insbesondere die gute Zusammenarbeit mit den Partnern in der Region hervorhob. „Dafür bin ich bin froh und dankbar.“
Ein bisschen Fernweh steckt Jürgen Clauß aber immer noch im Blut – und dem geht er nach, wenn der Touristiker selbst zum Touristen wird. „Dann reisen wir um die Welt, mit einem neuen Ziel in jedem Urlaub.“

Ist der Handel noch so klein ...

... bringt er mehr als Arbeit ein. Das ist der Titel der neuen Sonderausstellung im Museumsdorf Hösseringen, die am Sonntag, 29. Mai, eröffnet wird.
Mit der Wahl dieses Spruches als Ausstellungstitel wird auf ein wesentliches Merkmal des ländlichen Nah- und Detailhandels nicht nur in der Lüneburger Heide hingewiesen. Nämlich, dass die Geschäfte oft nur eine schmale Existenzgrundlage boten, die durch Tätigkeiten in anderen Bereichen wie Landwirtschaft, Gastwirtschaft, Handwerk oder Futtermittelhandlung ergänzt werden musste. Die Geschichte des ländlichen Einzelhandles ist weniger von der so oft dargestellten „Tante-Emma-Romantik“ geprägt, sondern vor allem durch den ständigen Zwang zur Anpassung an sich wandelnde Konjunkturverhältnisse, Konsumentenwünsche und Konkurrenzsituationen. Am Beispiel der Lüneburger Heide zeigt die Ausstellung den Wandel des ländlichen Einzelhandels und des Konsumverhaltens der dörflichen Bevölkerung in der Zeit vom 16. Jahrhundert bis heute.

Ländlicher Einzelhandel in einer Zeit, als Selbstbedienung noch unbekannt war.

Der Schwerpunkt der Darstellung liegt dabei auf der Zeit nach der Einführung der Gewerbefreiheit in der preußischen Provinz Hannover 1867. „Dabei geht es in erster Linie um die Frage, wie der Handel auf Veränderungen im Konsumverhalten reagierte. Die Ausstellung zeigt nicht nur die Ursachen für die Entstehung der ländlichen Einzelhandelsgeschäfte und deren weitere Entwicklung auf, sondern geht auch der Frage nach, auf welche Weise künftig die ländliche Bevölkerung mit den benötigten Waren versorgt werden kann“, erläutert Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm das Konzept.

Dieses Schmuckstück stand einst in einem Friseursalon und ist
jetzt als eines von vielen Exponaten in der Sonderausstellung
zu sehen.
Fünf Ladeninszenierungen aus der Zeit um 1850, 1900, 1940, 1960 und 1970 zeigen die verschiedenen Entwicklungsstufen und bilden das chronologische Grundgerüst der Ausstellung. Die Exponate zu den einzelnen Inszenierungen wie Ladeneinrichtungen, Fahrzeuge und Waren stammen von verschiedenen Läden aus der Region, deren Geschichte mit dargestellt wird. Durch die Verbindung der Exponate mit dem Schicksal einzelner Firmen und ihrer Besitzer bleiben die Exponate in einem für die Besucher erkennbaren Entstehungs- und Nutzungszusammenhang und vermitteln so beispielhaft die Wandlungsprozesse im ländlichen Einzelhandel in der Lüneburger Heide.
Das Museumsdorf Hösseringen ist täglichg außer montags von 10:30 bis 17:30 Uhr geöffnet.

Mittwoch, 18. Mai 2016

Wohin am Wochenende?

Nach den beiden langen Wochenenden steht uns zur Abwechslung mal wieder ein kurzes bevor. Hier sind unsere aktuellen Veranstaltungstipps für die Südheide. Obwohl wir schon nur eine kleine Auswahl getroffen haben, ist es eine lange Liste geworden.

20 FREITAG
Von An- und Abbauern

15:00 - 17:00 UHR / HÖSSERINGEN / MUSEUMSDORF
Dr. Ulrich Brohm stellt unterbäuerliche Schichten vor: An- und Abbauern, Häuslinge und Gesinde. 
INFO museumsdorf-hoesseringen.de

Stadtfest in Uelzen
18:30 UHR / UELZEN / INNENSTADT
Drei Tage lang feiert Uelzen sein erstes Stadtfest als Hansestadt. Den Besuchern werden Musik und Show auf vier Bühnen und ein buntes Programm geboten. Ein Riesenrad erlaubt schöne Aussichten auf die Stadt, und der Sonnabend klingt mit einem Feuerwerk aus.INFO stadtfest-uelzen.de

Liebe contra Staatsräson
19:00 UHR / CELLE / RESIDENZMUSEUM IM SCHLOSS
Josephine Rasche und Maurizio Micksch vom Celler Schlosstheater lesen Passagen aus dem Briefwechsel von Sophia Dorothea von Hannover und Philipp Christoph von Königsmarck. Die Stader Malerin Anja Seelke setzt in ihren Porträts, anders als auf den überlieferten Historienbildern, die Prinzessin und den Grafen 'privat' ins Bild und berichtet über die politischen Hintergründe der Liebestragödie. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von dem Duo Katarzyna und Arne Westerhaus. Im Anschluss wird die Sonderausstellung "Ins Bild gesetzt" in den Paradegemächern eröffnet.
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
INFO 0 51 41/90 90 850 residenzmuseum.de

Guntram Vesper liest aus "Frohburg"
19:00 UHR / UELZEN / BÜCHEREI FÜR STADT UND KREIS
Der Schriftsteller Guntram Vesper liest aus seinem neuen, von den Kritikern in den Feuilletons hoch gelobten Roman "Frohburg", benannt nach der gleihnamigen Stadt in Sachsen, in der Vesper aufwuchs. Eine Veranstaltung in der Reihe "Wein-Geister". Gastgeber sind die Werner-Bergengruen-Gesellschaft und die Stadtbücherei Uelzen. Karten gibt es im Vorverkauf in der Stadtbücherei, in der Ratsweinhandlung und in der Buchhandlung Decius sowie an der Abendkasse .

Gifhorner Skate-Night
19:45 UHR / GIFHORN / PARKPLATZ SPORTZENTRUM FLUTMULDE
Abendliche Tour auf Rollen durch die Stadt Gifhorn. Vorneweg fährt ein Pritschenwagen mit DJ und Musikanlage. Am Ende des Zuges fährt ein "Besenwagen", der erschöpfte Skater aufnimmt, und zur Sicherheit auch ein Rettungswagen. Diese Veranstaltung ist für alle Teilnehmer kostenlos und bedarf keiner Anmeldung. Helm und Schützer werden empfohlen. Blinkis sind erwünscht.
Veranstalter: Stadt Gifhorn und Skateabteilung des MTV Gifhorn.

Stadtführung mit dem Nachtwächter
19:55 - 21:30 UHR / CELLE / BRÜCKE VOR DEM SCHLOSS (TREFFPUNKT)
Noch 1925 lief der Nachtwächter in Celle seine Runde, um für Ruhe, Sicherheit und Ordnung der Bürger und der Stadt zu sorgen. Durch Einführung der Stechuhren und der Polizei verschwand er dann gänzlich aus dem Stadtbild. Doch inzwischen ist er wieder da – uns sogar gleich zweifach: Die Nachtwächter Hannes und Paul laden Sie zu einem unterhaltsamen und informativen abendlichen Rundgang durch die Celler Altstadt mit seinen 500 liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern ein. Ausgerüstet mit Laterne, Horn und Hellebarde berichten die geprüften Gästeführer Kurioses und Interessantes über das Quartier der Altstadt. Kosten: 7 Euro.
Anmeldung unter Telefon 0 51 41/90 90 80.
INFO celle-tourismus.de

Mit dem Nachwächter durch Uelzen
20:00 UHR / UELZEN / INNENHOF DES RATHAUSES (TREFFPUNKT)
Zu später Stunde zieht der Nachtwächter mit seiner Laterne durch dunkle Straßen und finstere Winkel und trifft unterwegs auf Uelzener Personen und Persönlichkeiten vergangener Tage. Sie erzählen Anekdoten und Histörchen, Alltägliches und Kurioses aus ihrem beschwerlichen Leben. Eintritt: 10, Euro, Kinder 4 Euro. Anmeldung bei der Stadt- und Touristinfo unter Telefon 05 81/8 00 61 72.
INFO nachtwaechter-uelzen.de

Poetry-Jam und Alphabetenmus
20:00 UHR / UELZEN / VINOTHEK GUTENBERG
Von und mit Tanna Künemund, Stepha Mara Brock, Matze Hoppe, Karsten Daniel, Marcel Orlowski und anderen. Eintritt frei. Weitere Informationen gibt es hier.
 
Die Chinesischen Glückskekse
20:00 UHR / GIFHORN / KULTBAHNHOF
Zu ihrem 30-jährigen Bestehen kehren die Die Chinesischen Glückskekse endlich wieder für ein Konzert in ihre alte Heimatstadt zurück: Die Band wurde im Frühjahr 1986 in Gifhorn gegründet. Mit ihrer musikalischen Mischung aus Rockabilly und Punkrock, gepaart mit deutschen Texten und der seinerzeit nicht unüblichen, ordentlichen Portion Spaß und Dilletantismus sprengten die „Kekse“ schon in den achtziger Jahren die üblichen Genre-Schubladen der hiesigen Rockabilly- und Psychobillyszene.
Es folgten unzählige Auftritte in der ganzen Republik und Touren, die bis nach Österreich und Finnland führten. Die Chinesischen Glückskekse veröffentlichten zwischen 1990 und 1994 eine Mini-LP, diverse Singles und Samplerbeiträge, sowie ein Album. Um 1995 wurde es stiller um um das Trio. Erst im neuen Jahrtausend fanden sich die Gründungsmitglieder Thorsten (git/voc) und Richy Hecke (Kontrabaß/Leadvoc) mit neuem Drummer Oliver Hartmann zusammen, um der Welt zu zeigen, das punkiger Rock 'n' Roll in klassischer Trio-Besetzung immer noch seine Daseinsberechtigung in der schnelllebigen Zeit der musikalischen Eintagsfliegen hat! Karten für das Jubiläumskonzert sind im Vorverkauf für 15 Euro bei Arko und der Konzertkasse in Gifhorn sowie unter www.kultbahnhof-gifhorn.de erhältlich. An der Abendkasse kostet die Karte 18 Euro.

Trio NeuKlang: Goodbye Astor
20:00 UHR / HANKENSBÜTTEL / KLOSTER ISENHAGEN
Das Trio NeuKlang hat sich für sein neues Programm von Astor Piazzolla, dem Begründer des Tango Nuevo, inspirieren lassen. Es spielt berühmte Werke der klassischen Musik in einem eigenen, von Tango und Jazz beeinflussten Stil. Eintritt: 15 Euro Erwachsene, 10 Euro Schüler. Vorverkauf: Buchhandlung Ullrich in Hankensbüttel, Telefon 0 58 32/12 60 und Tabakwaren Heine in Wittingen, Telefon 0 58 31/71 24.

Sehnsucht – von Knef bis Alexandra
20:00 UHR / MEINERSEN / KULTURZENTRUM
Die entwaffnende Ehrlichkeit der Knef, die liebesverklärte Weltflucht Alexandras, Dalidas seidener Schmalz, der Pathos der Leander, das Mannstolle einer Margot Werner und Lales ewiges Warten unter der Laterne – Gabriele Banko vereint mit ihrem markanten und volltönenden Alt Lieder jener Frauen zu einem Chanson-Abend zwischen Melancholie und Heiterkeit. Eintritt: 13 Euro im Vorverkauf, 15 Euro an der Abendkasse. INFO kulturverein-meinersen.de

21 SONNABEND
Vitalmarkt

7:00 - 14:00 UHR / UELZEN / INNENSTADT
Zwei Mal wöchentlich verwandelt Uelzens Vitalmarkt die Innenstadt in eine große Frischemeile: Immer mittwochs und samstags bauen fleißige Frühaufsteher ihre Stände in den Marktstraßen auf und bieten Obst und Gemüse, Backwaren, Fleisch und Wurst, Fisch, Pflanzen, Blumen und viele andere Qualitätsprodukte aus unserer Region. Einen Kaffee aus frisch gemahlenen Bohnen trinken oder eine deftige Bratwurst verputzen – auf dem Uelzener Vitalmarkt lässt sich gut klönen und die Zeit genussvoll vertreiben.

Lama to go
10:00 UHR / BAD BEVENSEN / KURPARK
Wanderungen mit Lamas fördern die Achtung und den Respekt, im Kontakt mit den Tieren lösen sich Ängste und die Menschen werden angeregt, festgefahrene Strukturen zu verlassen. Der Diplom-Pädagoge nimmt mit seinen fünf Lamas bis zu zehn Teilnehmer mit auf einen Spaziergang rund um Bad Bevensen. Die Teilnehmer dürfen sich auf einen entspannten, aufregenden, beruhigenden und außergewöhnlichen Vormittag freuen. Treffpunkt: Neptunbrunnen am Markt- und Schützenfestplat.

Familienmesse
10:00 - 16:00 UHR / GIFHORN / GEORGSHOF
Das Gifhorner Bündnis für Familie lädt zu einer Familienmesse in das Mehrgenerationenhaus Omnibus im Georgshof ein. Außer zahlreichen Informationen wird den Besuchern ein buntes Programm für Kinder und Erwachsene geboten.

Radtour auf den Spuren des Erdöls
13:00 - 17:00  UHR / HANKENSBÜTTEL / RAIFFEISEN-PARKPLATZ
Der Raum Hankensbüttel zählte von  1954 an zu den wichtigsten Erdölförderstätten in Deutschland. Der Geograph Dr. Henning Tribian begibt sich auf die Spuren des Erdöls. Die Radtour ist insgesamt 26 Kilometer lang und dauert rund vier Stunden. Eine Kaffeepause (nicht im Preis enthalten) ist eingeplant. Kosten: 5 Euro. Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Start und Ziel: Parkplatz am Raiffeisenmarkt an der Celler Straße.
Mehr zu den Radtouren auf den Spuren des Erdöls finden Sie hier.
INFO 0 58 32/12 05

Hafenfest in Celle
14:30 - 23:00 UHR / CELLE / HAFEN AUF DER ALLERINSEL
In 18-monatiger Bauzeit ist der Hafen neu gestaltet worden. Entstanden ist ein wahres „Schmuckstück“ mit neuen Kaimauern, Stegen, einer Slipanlage, dem neuen Haus der vor Ort ansässigen Vereine „hafen 21“ sowie großzügigen Treppenanlagen, die zum Verweilen einladen.
Um 14 Uhr startet das Familienprogramm mit zahlreichen Aktionen zu Wasser und an Land. Kinder haben Spaß beim Mitmachzirkus, Schiffe versenken, Enten angeln und vielem mehr. Die Anlieger des Hafens (DLRG, Yachtclub, Wappen von Celle und das Kulturschiff MS Loretta) präsentieren sich vor Ort. Das Bühnenprogramm reicht von maritim (Shanty-Chöre) über klassisch-modern (CJD Jugendorchester) bis zum französischen Chanson (Duo „MademoiCelle“). Dazu gibt es Infos rund um die Zukunft des Geländes auf der Allerinsel, zum Hochwasserschutz und fachkundige Führungen über das Gelände.
Ab 18 Uhr startet das Abendprogramm mit brasilianischen Rhythmen, bevor ab 20 Uhr die Band Projekt Timeline eine Zeitreise durch die Musikgeschichte unternimmt. Zum Ausklang des Abends erwartet die Besucherinnen und Besucher eine speziell auf den Celler Hafen zugeschnittene Lichtkunst-Installation des renommierten Lichtkünstlers Philipp Geist (siehe unten).
Der Eintritt ist frei!

Pflanzenwelten zeichnen
14:30 - 18:00 UHR / CELLE / HEILPFLANZENGARTEN
Die Künstlerin Katharina Sickert führt in die Kunst des Pflanzenzeichnens ein. Kosten: 20 Euro (inkl. Material). Anmeldung: Telefon 0 51 41/20 81 73 oder heilpflanzengarten@celle.de

Was blüht denn da?
15:00 UHR / BAD BEVENSEN / KURPARK
Stadtgärtnermeister i.R. Günter Bastuck und Gärtnermeisterin Christiane Wittkowski führenin dieser Saison im Wechsel die Gäste durch den Kurpark und stellen dabei die Vielfalt an einheimischen und exotischen Pflanzen vor.

Polenta und Pomeranzen oder Brot und Bier
17:00 - 18:30 UHR / CELLE / BRÜCKE VOR DEM SCHLOSS (TREFFPUNKT)
Wie haben sich die Bewohner der Stadt Celle in der Vergangenheit ernährt? Bei diesem Rundgang lernen die Teilnehmer die Residenzstadt Celle kennen, hören von heimischen und fremdländischen Nahrungsmitteln und deren Verwendung, von Fischzucht und Gartenbau, von Schokolade und Kaffee, von Gesundheit und Grütze und können auf den Spuren des Hofagenten Stechinelli wandeln.
Kosten: 9 Euro. Anmeldung (empfohlen) unter Telefon 0 51 41/90 90 85 0.
INFO celle-tourismus.de

Konzert im Garten der Bäume
17:00 UHR / MELZINGEN / ARBORETUM
Die aus Russland stammende Musikerin Julia Schmidt gestaltet gemeinsam mit ihrer Tochter Irina Kereeva ein Konzert mit Musik auf rusischen Instrumenten. Sie haben neben russischer Folklore auch Werke anderer Komponisten in ihrem Repertoire, das sie im Garten der Bäume darbieten.
Eintritt: 8 Euro (inkl. Garteneintritt), Kinder /Jugendliche bis 14 Jahre frei.
INFO arboretum-melzingen.de

Paddy Korn
20:00 UHR / GIFHORN / KULTBAHNHOF
Paddy Korn, Gitarrist und Sänger aus Hamburg, spielt, unterstützt von Schlagzeuger Eddie Filipp, im Kultbahnhof. Von Blues, Soul und Latin-Sound bis hin zu Vocal-House läßt Paddy immer wieder unterschiedliche musikalische Elemente in seine Blues-Interpretationen einfließen und erfrischt so die alten Roots mit neuem Sound.
Karten für das Konzert sind im Vorverkauf für 12 Euro bei Arko und der Konzertkasse in Gifhorn sowie unter www.kultbahnhof-gifhorn.de erhältlich. An der Abendkasse kostet die Karte 15 Euro.

„lichter hafen 
22:00 UHR / CELLE / HAFEN / HAFENSTRASSE
Der renommierte Video-Performance-Künstler Philipp Geist inszeniert unter dem Titel "lichter hafen" eine bewegte Skulptur aus Licht, Text und Klang. Mehr über die Lichtkunst-Aktion gibt es hier.

„Soul Fever“ auf der MS Loretta
23:00 UHR / CELLE / HAFEN / HAFENSTRASSE
Zum Abschluss des Hafenfestes wird die MS Loretta ab 23 Uhr zum Tanzpalast. DJ Stereopaul, bekannt auch aus der Cumberlandschen Galerie in Hannover, legt Funky Soul vom Feinsten auf, und der Schiffsbauch wird zur Tanzfläche. Eintritt frei

22 SONNTAG
Radtour nach Brome

9:30 UHR / GIFHORN / PARKPLATZ SPORTPARK FLUTMULDE
Der ADFC lädt zu einer insgesamt rund 80 Kilometer langen Radtour nach Brome ein. Dort wird das Museum Burg Brome besichtigt. Tourenleiterin: Elke Vahl, Telefon 0 53 04/26 48.
INFO adfc-gifhorn.de

Tag der Tiere
10:30 - 17:00 UHR / HÖSSERINGEN / MUSEUMSDORF
Geflügel- und Kaninchenzüchter aus der Region zeigen die Vielfalt alter Nutz-geflügel- und Hauskaninchenrassen. Zu sehen ist darüber hinaus die kleinste Schafrasse Europas, das bretonische Zwergschaf.  
INFO museumsdorf-hoesseringen.de

Flechtkursus: Rankstäbe
11:00 - 15:00 UHR / HÖSSERINGEN / MUSEUMSDORF
Die Korbflechterin Diana Stegmann zeigt, wie aus ungeschälten Weiden-stöcken Rankstäbe entstehen. Kosten: 45 Euro (inkl. Eintritt und Material). Anmeldung bis 6. Mai bei Diana Stegmann, Telefon 0 58 61/9 86 23 39, E-Mail diana.stegmann@posteo.de
INFO museumsdorf-hoesseringen.de

Internationaler Museumstag in Celle
10:30 - 17:00 UHR / MÜDEN/ALLER / HEIMATMUSEUM
Das Residenzmuseum bietet am Internationalen Museumstag folgendes Programm:
11.30 Uhr - Künstlergespräch mit Museumsleiterin Juliane Schmieglitz-Otten und der Malerin Anja Seelke über ihre beiden Porträt-Versionen Sophie Dorotheas und Königmarcks (2. OG, Paradegemächer).
15.00 Uhr - Vielfältige Einblicke in die Möbel- und Kulturgeschichte zur Zeit Sophie Dorotheas: Die Restauratorin Julia Köhler präsentiert die besondere Geschichte u. Herstellung eines aus dem Ende des 17. Jahrhunderts stammenden holländischen Kabinettschrankes (1. OG, Paradegemächer).
Für Kinder gibt es eine Rallye zum 350. Geburtstag von Sophie Dorothea (ab 6 Jahre; erhältlich bei der Aufsicht im 2. OG, Paradegemächer).

Internationaler Museumstag in Müden/Aller
11:00 - 16:3 UHR / CELLE / RESIDENZMUSEUM IM SCHLOSS
Seit 2004 nimmt das Heimtmuseum Müden/Aller am internationalen Museumstag teil. Es entstand zwischen 1997 und 2001 im Zuge der Belebung des historischen Ortskerns. Es ist in einem schönen Fachwerkhaus von 1750 untergebracht und zeigt Gegenstände aus dem 18. bis frühen 20. Jahrhundert. Nicht nur Gerätschaften aus Haushalt und Landwirtschaft können bestaunt werden, auch das Handwerk ist mit zahlreichen Werkstätten der Zünfte Böttcher, Schuster, Schneider und Friseur bis ins Detail komplett nachgebildet. Die Maschinenbauwerkstatt verfügt sogar über eine funktionierende Transmission, die im Außengelände die verschiedenen Geräte wie z. B. einen 100 Jahre alten Dreschkasten antreibt. Die Oldtimer-Trecker-Schau ist ein beliebter Teil dieser Veranstaltung. Eintritt: frei.

Offener Garten
11:00 - 17:00 UHR / GIFHORN-WINKEL / FASANENWEG 12
Iris und Thomas Hardt öffnen ihren großen, naturnahen Garten mit heimischen Wildpflanzen, Steingarten, Moor und Eisvogelteich für Besucher.

Familienführung
11:30 UHR / CELLE / KUNSTMUSEUM
Anlässlich des Internationalen Museumstages bietet das Kunstmuseum eine Familienführung bei freiem Eintritt an.Es gibt viel zu entdecken: Porträts, Landschaften, Collagen, Fotografien. Nach dem Rundgang mit Kunstvermittlerin Svenja Zierenberg gibt es eine Überraschungs-Mitmach-Aktion, bei der sich die Museumsbesucher kreativ betätigen können.

Verkaufsoffener Sonntag
13:00 - 17:00 UHR / BAD BEVENSEN / INNENSTADT
Rund 50 Geschäfte haben bis Ende Oktober sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

"Entartete Musik"
17:00 UHR / CELLE / SYNAGOGE
Um die Jahreswende 1937/38 wurde die musikalische Vielfalt im Dritten Reich "Zum Schutz des Deutschen Kulturlebens" in starkem Maße eingeschränkt. Die Reichsmusikkammer unter Goebbels bezeichnete die von der offiziellen Linie abweichende oder von jüdischen Komponisten komponierte Musik als "entartet". Sie galt als "artfremd, undeutsch, dekadent, und als Nigger- und Zigeunermusik". Interpreten und Komponisten dieser Musik wurden verfolgt. In den Katalogen waren kaum noch Namen jüdischer Interpreten und Komponisten – weder aus Klassik noch aus Unterhaltungsmusik − aufgelistet. Im 1940 erschienenen "Lexikon der Juden in der Musik" wurden die Musiker und andere musikbezogenen Personen notiert, die nach der nationalsozialistischen Definition als "jüdisch" oder "halbjüdisch" galten. Außerdem wurde im Buch ein Titelverzeichnis mit für öffentliche Vorführungen verbotenen jüdischen Werken aufgeführt.
Mit Elena Kondraschowa (Violine) und Stella Perevalova (Klavier) haben sich zwei hochkarätige Interpretinnen dieser zum großen Teil vergessenen Musik angenommen. Sie haben ein Programm zusammengestellt, das einerseits während der NS-Zeit verfemte Stücke einschließt und andererseits Werke behandelt, die, obwohl nach dem Zweiten Weltkrieg komponiert, 1937/38 als "Entartete Musik" abgestempelt und verbannt worden wären. Auf diese Weise wird die jüdische Thematik in der Musik wieder aufgegriffen und unter der Prämisse aktueller sozialpolitischer und gesellschaftlicher Entwicklungen in Deutschland und in der ganzen Welt weitergesponnen. Durch lockere, aber informative Moderation werden die Werke in einen historischen Kontext eingebettet und ihre Bedeutung innerhalb der Programmzusammenstellung erläutert.
Veranstalter: Jüdische Gemeinde Celle in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle und dem Stadtarchiv Celle.
Eintritt: 6 Euro.

Konzert für den Frieden
17:00 UHR / UELZEN / KIRCHE ST. MARIEN
In der Uelzener Stadtkirche St. Marien musizieren Solisten, Chor, Sinfonieorchester und Percussionsgruppe für den Frieden. Eintritt: 15 bis 28 Euro.
INFO 05 81/8 00 61 72
 
Benefizkonzert
18:00 - 19:00 UHR / CELLE / STADTKIRCHE
Das Bläseroktett "Celler Nachtmusique" spielt zugunsten der Celler Stadtkirchenstiftung den "Sommernachtstraum" von Felix Mendelssohn-Bartholdy und weitere Kompositionen.
INFO 0 51 41/65 95

„lichter hafen“ als leuchtendes Finale


Philipp Geist verwandelt den Celler Hafen in ein Licht-Kunstwerk

Liegt im neu gestalteten Celler Hafen vor Anker: das Kulturschiff MS Loretta.
Foto: Veranstalter

Celle macht sich mehr und mehr einen Namen als Stadt der Lichtkunst. Nachdem das Kunstmuseum mit seinen Lichtkunst-Ausstellungen schon Beachtliches geleistet hat, wird nun auch der neu gestaltete Celler Hafen künstlerisch erleuchtet und erstrahlt am Sonnabend, 21. Mai, als Licht-Kunstwerk.
Für ein leuchtendes Finale des Celler Hafenfestes sorgt am Sonnabend das Kulturschiff MS Loretta mit einem „Feuerwerk 2.0.“ Philipp Geist, renommierter Video-Performance-Künstler, wird ab 22 Uhr  das ganze Areal in eine bewegte Skulptur aus Licht, Text und Klang verwandeln. „lichter hafen“ heißt die Licht-Sound-Installation. Bunte Wörter, farbige Lichter tanzen über das Wasser, haften an Booten oder der Kaimauer, verschmelzen zu neuen Formen, bringen die Bewegung des Wassers gen Himmel, die Farben des Tages in die Nacht. Speziell auf Celle zugeschnitten ist dieses bewegte, leuchtende Gesamtkunstwerk, einzigartig und vergänglich.

Rio – Köln - Celle

Große Projekte, wie die Illumination des Zuckerhutes in Rio de Janeiro der die Verwandlung des Kölner Doms in eine bunte Kathedrale des Lichtes, sind das Markenzeichen von Philipp Geist. Als Video-Licht-Installationskünstler macht er den Raum und die Betrachter zur Projektionsfläche seiner farbigen Worte und Bilder. Kunst, Künstliches und die nächtliche Umgebung verschmelzen zu einer flüchtigen Skulptur. Die eigens komponierte Musik scheint den Farb- und Lichtraum auf besondere Weise zu Formen. Ja, da fallen einem durchaus Händels Feuerwerks- und Wassermusik ein – in Hannover wunderbar jährlich zusammengenbracht beim funkelnden Finale beim Kleinen Fest im Großen Garten. Die Installation von Philipp Geist ist in diesem Zusammenhang durchaus als „Feuerwerk 2.0“ mit passender Musik zu sehen. Ein würdiger Abschluss für die Einweihung des neuen Celler Hafens.