Freitag, 23. Februar 2018

Kinder machen Waldführerschein

Waldpädagogikzentrum Ostheide bietet eine dreitägige Ferienaktion im Wald bei Breitenhees an

Das Waldpädagogikzentrum (WPZ) Ostheide bietet in den Wäldern des Niedersächsischen Forstamtes Unterlüß einen „Waldführerschein für Kinder“ an. Die Ferienaktion findet vom 19. bis 21. März bei Breitenhees statt.

Waldpädagogin Ulrike Witte-Spohr mit Kindern auf Spurensuche im Wald.                                             Foto: Nds. Landesforsten
Mit Waldpädagogin Ulrike Witte-Spohr können die teilnehmenden Kinder spielerisch die Zusammenhänge im Ökosystem Wald erforschen, Tiere und Pflanzen des Waldes erkunden und mit Naturmaterialien basteln. Feuermachen ohne Feuerzeug, Kochen auf offener Feuerstelle sowie der „Küchendienst“ sind  besondere Herausforderungen.
Nach bestandener „Prüfung“ am dritten Tag klingt die Aktion bei Kaffee und Kuchen und mit vielen netten Gesprächen gemeinsam mit Eltern, Geschwistern, Oma und Opa im Wald aus. Am Abschlusstag haben alle die Möglichkeit sich beim Bogenschießen zu messen.
Die dreitägige Veranstaltung dauert täglich von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr und ist für Schulkinder im Alter von neun bis zwölf Jahren geeignet. Die Kosten betragen pro Teilnehmer 60 Euro inkl. Mittagessen. Anmeldung und nähere Informationen bei Waldpädagogin Ulrike Witte-Spohr unter Telefon 05837 140103 oder uspohr@gmx.de.
INFO Die Niedersächsischen Landesforsten betreiben in Niedersachsen landesweit elf  Waldpädagogikzentren, in denen waldbezogene Umweltbildung angeboten wird. Die WPZ arbeiten dabei eng mit freiberuflichen zertifizierten Waldpädagoginnen und Waldpädagogen zusammen.

Dienstag, 20. Februar 2018

Fridolin zurück auf seinem Schornstein

Fridolin auf dem Schornstein des NABU-Arten-
schutzzentrums in Leiferde. Foto: NABU
Fast auf den Tag genau wie im Vorjahr ist Fridolin, der Brutstorch vom Schornstein des NABU-Artenschutzzentrums, am 19. Februar zum elften Mal auf selbigen zurückgekehrt. Damit erschien er exakt einen Tag später als im Vorjahr und setzt so die kleine Tradition der frühen Ankünfte fort. Dies war nicht immer so, denn grundsätzlich gibt es für Störche zwei Zugrouten in ihre Winterquartiere, die Ostroute über den Bosporus und die Westroute über Frankreich und Spanien.
 In den vergangenen Jahren verschiebt sich das Verhältnis von Ost- und Westzieher zugunsten der Westzieher. Da viele der letztgenannten aber gar nicht mehr nach Afrika ziehen, sondern in Spanien und z.T. auch schon in Frankreich überwintern, verkürzt sich so der Zugweg und die Störche tauchen bei geeigneter Witterung häufig bereits im Februar wieder an ihren Brutstätten auf. Bärbel Rogoschik, die Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums, glaubt, dass sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren fortsetzen wird: „Durch die frühe Ankunft und die nicht so weit entfernten Überwinterungsgebiete haben die Westzieher einen immensen Vorteil bei der Revierverteidigung, denn wenn die Ostzieher im März und April zurückkommen sind viele der Nester bereits besetzt. Hinzu kommt, dass die Westzieher dann wesentlich ausgeruhter und erholter sind, was bei den anstehenden Revierkämpfen sicherlich von Vorteil ist. Wie auch immer, wir freuen uns jedenfalls erst einmal, dass unser Fridolin wieder da ist, denn jünger wird er ja auch nicht.“
 Zusammen mit Fridolin ist noch ein weiterer Storch auf die zweite Nisthilfe auf dem Gelände des NABU-Artenschutzzentrums zurückgekehrt. Da auch dieser unberingt ist, kann nicht mit Gewissheit gesagt werden, ob es sich um das Männchen des Vorjahres handelt. Das Verhalten weist aber deutlich darauf hin, denn ebenso wie Fridolin, begann auch dieser Storch sogleich mit Reparaturarbeiten am Nest und teilte der Umgebung mit lautstarkem Geklapper mit, dass er wieder da ist.
 Wer sich das Treiben der Störche persönlich anschauen möchte, kann dies entweder bei einem Rundgang über das Stationsgelände machen (täglich von 9:00-17:00 Uhr) oder über die Webcam, die über die Internetseite des NABU-Artenschutzzentrums zu finden ist.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Gesamtkunstwerk in der Heide

Vortrag von Dr. Gudula Mayr beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen
FOLKERT FRELS / Text 
Nahe Jesteburg in der Nordheide befindet sich mitten in einem Wald ein einzigartiges Refugium der Kunst – die Kunststätte Bossard. Über dieses außergewöhnliche künstlerische Kleinod wird die Leiterin des Museums Bossard, Dr. Gudula Mayr, am Montag, 5. Februar, beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau in Uelzen berichten.
Der Anfang der Kunststätte Bossard kann auf das Jahr 1912 zurückgeführt werden, als der Künstler Johann Michael Bossard hier mit dem Bau eines Atelierhauses begann. Ab 1926 wurde er dabei von seiner jungen Ehefrau Jutta unterstützt. Bis zu seinem Tod im Jahre 1950 bauten beide unentwegt an diesem Gesamtkunstwerk, in dem verschiedene Kunstrichtungen ein Zuhause fanden – Architektur, Malerei, Bildhauerei, Kunstgewerbe und auch Gartenkunst. 1926 entstand der Kunsttempel mit eindrucksvollen Wandmalereien und einer Architektur im expressionistischen Stil. Sowohl das Atelierhaus als auch der Kunsttempel sind beeindruckende Beispiele für den Backsteinexpressionismus.

Kunsttempel und Atelierhaus sind beeindruckende Beispiele für den Backsteinexpressionismus. Foto: Kunststätte Bossard

Johann Bossard wurde 1874 in der Schweiz geboren und gelangte über Umwege an die Hochschule für bildende Kunst in Berlin und an die Unterrichtsanstalt für Kunstgewerbe in Berlin. Bald schon machte er mit Kleinplastiken und Grafiken auf sich aufmerksam und wechselte 1907 als Lehrer an die Kunstgewerbeschule in Hamburg. Bis 1944 war er dort Professor für Plastiken. 1926 heiratete er seine Schülerin Jutta Krull, geb. 1903 in Buxtehude. Sie schuf ebenfalls Plastiken, arbeitete mit Keramik und bemalte Porzellan. Beide strebten eine Durchdringung von Kunst und Leben im Alltag an und wollten mit ihrer Kunststätte einen Ort der inneren Einkehr schaffen, nicht nur für sich, sondern auch für andere Künstler. So ist die Kunststätte Bossard auch heute noch eine Begegnungs- und Ausstellungsstätte, in der vermehrt aber auch kunsthistorische Forschung betrieben wird. Johann Bossard starb 1950, seine Frau Jutta 1996. Beide sind auf dem Gelände der Kunststätte begraben. Nach dem Tod von Jutta Bossard wurde das gemeinsame Werk des Paares in eine Stiftung überführt.
Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegengenommen.

Montag, 22. Januar 2018

Bestehendes soll aufgewertet werden

Museumsdorf Hösseringen stellt Pläne für die neue Saison vor

Der weitere Ausbau der Infrastruktur, Sanierung von Gebäuden und eine neue Dauerausstellung – mit diesen Schwerpunkten geht das Museumsdorf Hösseringen in das Jahr 2018. „Wir setzen in diesem Jahr auf die Sicherung und Inwertsetzung des Vorhandenen“, fasste es Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm auf der Mitgliederversammlung, die kürzlich in Uelzen stattfand, zusammen.

Die Bleicherhütte am Brümmerhof im Museumsdorf Hösseringen soll ein neues Reetdach bekommen.

Foto: Christine Kohnke-Löbert

Neben dem weiteren Ausbau der Wege, die nach und nach für Menschen mit Einschränkungen besser begehbar gemacht werden sollen, stehen die Erneuerung von Reetdächern, unter anderem an der Bleicherhütte und einem Speicher des Brümmerhofes, auf dem Plan. Reparaturen sollen am Außenschafstall aus Bohlsen und dem Bienenzaun vorgenommen werden. 
Getüftelt wird derzeit intensiv am Konzept der Dauerausstellung für das Imkerhaus aus Eschede, das von Tilman Grottian erarbeitet wird. Die Eröffnung ist für den 2. September 2018 geplant. Darüber hinaus wird das Projekt „Kriegsgefangene in der Lüneburger Heide“ als Grundlage für eine Ausstellung im Brümmerhof-Speicher fortgesetzt. Dank einer Kooperation mit den Universitäten Osnabrück und Hannover steht für das Jahr 2018 zudem eine Publikation zum Thema „Mechanisierung in der Landwirtschaft“ an, für die bereits in den Vorjahren umfangreiche Grundlagen geschaffen wurden. Ergänzend dazu sollen landtechnische Geräte und Maschinen in der Scheune aus Eimke gezeigt werden.
Im Rahmen der vom Vereinsvorsitzenden Jörg Hillmer geleiteten Mitgliederversammlung wurden auch die Besucherzahlen vorgestellt. Mit 28.354 Besuchern wurde das Ziel von 30.000 wegen des verregneten Sommers zwar knapp verfehlt, die Veranstaltungen sind jedoch sehr gut angenommen worden. „Besonders gut angekommen ist der ‚Tag der Tiere‘. Diese Veranstaltung soll künftig noch attraktiver werden“, so Brohm. Im Garten des Imkerhauses wird zudem eine Voliere gebaut, in der während der gesamten Saison Tiere ein Zuhause finden. 
Das Veranstaltungspaket ist auch schon geschnürt. 63 Termine stehen bereits fest, einige werden noch hinzu kommen. Mit dem Handwerkertag, Erntedankfest, KlangRauschTreffen, Apfelfest und Kunsthandwerkermarkt stehen fünf Großveranstaltungen im Kalender, hinzu kommen 22 Kurse und Workshops, Themenführungen sowie 14 Mitmachaktionen für Kinder. 
Abschied nehmen muss das Museumsteam in diesem Jahr vom stellvertretenden Museumsleiter Dr. Hauke Kutscher, der nach Münster wechselt. Die Stelle ist neu ausgeschrieben. Gewonnen werden konnten zwei weitere Honorarkräfte für Führungen und Museumspädagogik. Auch das Problem der Gartenpflege wurde in Angriff genommen. Ein neuer Mitarbeiter wird sich ab diesem Jahr um die Museumsgärten kümmern. Vervollständigt wird die Mitarbeiterrunde derzeit von einem „Bufti“, eine zweite Stelle im Bundesfreiwilligendienst soll im April besetzt werden. 
Zum Abschluss der gut besuchten Versammlung gab Tilman Grottian mit seinem Vortrag über die Geschichte des Imkerhauses aus Eschede einen fesselnden Einblick in das Leben mehrerer Generationen seiner einstigen Bewohner und damit auch einen Ausblick auf die kommende Ausstellung. 

Mittwoch, 17. Januar 2018

Erstmals eine Frau als Bezirksschornsteinfegerin

Jaqueline Kroll übernimmt Kehrbezirk von ihrem Vater Jürgen Schramm

Jacqueline Kroll übernahm heute im Gif-
horner Schloss offiziell den Kehrbezirk 
ihres Vaters Jürgen Schramm.
Foto: Landkreis Gifhorn
Der Landkreis Gifhorn hat heute im Schloss Gifhorn erstmals eine Frau als Bezirksschornsteinfegerin bestellt. Gleichzeitig verabschiedete Erster Kreisrat Dr. Thomas Walter im Rahmen einer Feierstunde ihren Vorgänger und Vater Jürgen Schramm in den Ruhestand. Seine Nachfolgerin, die Schornsteinfegermeisterin Jaqueline Kroll, wird nun für sieben Jahre den Kehrbezirk GF-10203 übernehmen. Vorangegangen war eine öffentliche Ausschreibung. Neben dem Ersten Kreisrat gratulierte der Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Braunschweig, Frank Dornemann.
Der Kehrbezirk der neuen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegerin reicht von Wentorf, der Stadt Wittingen und Gannerwinkel über Glüsingen, Plastau, Teschendorf, Wollerstorf, Zasenbeck bis hin zu Darrigsdorf, Erpensen, Kakerbeck, Lüben, Mahnburg, Ohrdorf, Rade sowie Rumsdorf, Stöcken, Suderwittigen, Eutzen und Wunderbüttel. Das Aufgabenspektrum hat sich in den vergangenen Jahren erweitert. So gehören zu Krolls zukünftiger Arbeit etwa Energieberatungen und zertifizierte Qualitätsprüfungen.
Bislang nahm diese Aufgaben der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger Jürgen Schramm wahr. Erster Kreisrat Dr. Thomas Walter bedauert dessen Ausscheiden: „Der Landkreis verliert mit Jürgen Schramm einen außerordentlich engagierten Vertreter seiner Zunft.“ Mit Leib und Seele habe er seinen Beruf ausgeübt. „Die großen Veränderungen im Schornsteinfegerwesen, die ab Januar 2013 gesetzlich vorgegeben wurden, hat Jürgen Schramm nicht nur angenommen, sondern als Herausforderung begriffen und vorbildlich bis zu seinem Dienstende umgesetzt“, lobt der Erste Kreisrat in seiner Laudatio. Zugleich freue er sich auf die neue Zusammenarbeit mit seiner Nachfolgerin, der ersten Schornsteinfegerin im Landkreis. Eine Übergabe des Kehrbezirks an die nächste Generation ist zwar nicht einmalig, aber dennoch immer etwas Besonderes.
Die bevollmächtigte Bezirksschornsteinfegerin Jaqueline Kroll ist ab dem 1. Februar 2018 wie folgt zu erreichen:
Anschrift:           Mühlenstraße 11, 29378 Wittingen
Telefon:              05831 8600
Mobil:                0170 8151391
E-Mail:              Jaqueline.Schramm@web.de

Hintergrundinformation zur Bestellung eines Bezirksschornsteinfegers
Mit der Bestellung nimmt ein bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger im Auftrag des Staates in weitem Umfang Aufgaben der Gefahrenabwehr insbesondere im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes wahr. Er handelt als sogenannter "beliehener Unternehmer", der seine öffentlichen Aufgaben als Behörde wahrnimmt und in diesem Kernbereich seiner Tätigkeiten in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis steht. In dieser Funktion erhebt er Gebühren und hat mit dem Kehrbuch personenbezogene Daten von Grundstückseigentümern seines Kehrbezirks zu verwalten. In dem ihm zugewiesenen Kehrbezirk übt er hoheitliche Rechte aus und unterliegt zugleich der unteren Fachaufsicht der Landkreise bzw. der kreisfreien Städte.

Samstag, 13. Januar 2018

Wer will Otter-Spotter werden?

Alles zur Biologie des seltenen Fischotters und wie man dieser scheuen Tierart auf die Spur kommt, vermitteln die Experten der Aktion Fischotterschutz im Rahmen eines Spurensucher-Seminars am 19. und 20. April von jeweils 10 bis 17 Uhr im Otter-Zentrum Hankensbüttel. 


Fischotter sind in der freien Natur nur selten zu beobachten  Foto: © Aktion Fischotterschutz e. V. / Jan Piecha
Am ersten Seminartag stehen neben Körperbau, Ernährung, Sozialverhalten und Fortpflanzung auch Informationen zur Verbreitung, Bedrohung und zum Schutz des Otters auf dem Programm. Außerdem können die Teilnehmer die Tierart im Otter-Zentrum auch leibhaftig kennenlernen. Am Sonntag wird das Erkennen von Fischotterspuren in Theorie und Praxis anschaulich vermittelt und die Onlineplattform „Otter-Spotter“, auf der jeder eigene Funde online melden kann, vorgestellt. Derart vorbereitet, haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, sich am bundesweiten Programm zur Erfassung von Fischottern zu beteiligen. Das Seminar richtet sich an Naturinteressierte, Behördenvertreter, Jäger und alle Interessierten. 

Die Gebühr für einen Seminartag beträgt 50, Euro und für beide Tage zusammen 80 Euro je Person (Mitglieder der Aktion Fischotterschutz e.V. erhalten Ermäßigung). Anmeldeschluss ist am 9. April 2018. Kontakt: Dr. Hans-Heinrich Krüger, Telefon 05832 980824, h.krueger@otterzentrum.de.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Rundgang erinnert an ein dramatisches Ereignis in Ebstorf

Am 6. Februar 1728 wurde die ledige 31jährige Henriette Christine von Appel in der Zinsscheune in Ebstorf hingerichtet. Sie hatte in der Nacht vom 19. auf den 20. Oktober 1727 heimlich im Kloster Ebstorf ein Kind geboren und es in der selben Nacht getötet. Anschließend hatte sie ihr totes Kind im Brunnen des Kloster versenkt. Sie war dort bei ihrer Schwester, der Konventualin Catharina von Appel seit längerer Zeit zu Besuch.
Aus Anlass dieses Jahrestages bietet der Vorsitzende des Ortsverbandes Molzen-Masendorf-Riestedt im Sozialverband Deutschland (SoVD), der Realschullehrer i. R. Wilhelm Spangenberg, eine Gedenkrunde am 6. Februar auf dem letzten Weg der Delinquentin an. Sie beginnt um 18:30 Uhr an der Klosterpforte am Kirchplatz. Um 18:45 Uhr wird ein Gedenken an der Stelle des ehemaligen Kavalierhauses am Domänenplatz folgen. Dann folgt um 19 Uhr eine Erinnerung an der Grundschule. Hier stand die Zehntscheune (Zinsscheune) des Klosters, in der die Hinrichtung vollzogen wurde. Die Runde schließt auf dem Kirchplatz um 19:15 Uhr ab. Hier wurde der Leichnam noch in der selben Nacht gegen 21 Uhr auf dem ehemaligen Friedhof in aller Heimlichkeit beigesetzt.
Die Familie von Appel saß von 1302 bis zum Aussterben im Mannesstamme im Jahre 1792 auf dem adeligen Hof in Masendorf. Die von Appel waren in unserem Raum reich belehnt. Für das Kloster Isenhagen und das (Familienstamm-)Kloster Ebstorf sind zahlreiche Äbtissinen, Nonnen und Conventualinnen der Familie von Appel bekannt.

Das Wappen der Familie von Appel: Schwarzer Hund mit roter Zunge auf silbernem Grund.
Wilhelm Spangenberg hat sich intensiv mit der Geschichte der Familie von Appel befasst. Wer dazu Fragen hat, zur Geschichte etwas beisteuern kann oder sich an diesem Gedenken aktiv beteiligen möchte, sollte sich entweder telefonisch unter 05805 1302 oder per E-Mail unter der Adresse Wilhelm.Spangenberg@web.de melden. Der SoVD bietet auch einen Fahrdienst an.