Dienstag, 15. Juni 2021

Das Sommerheft erscheint am 21. Juni – jetzt vorbestellen!

Pünktlich zum Sommeranfang erscheint am 21. Juni das neue Calluna-Heft mit vielen Anregungen für Streifzüge zu Fuß und mit dem Fahrrad durch die sommerliche Südheide. Diesmal geht es an die Flüsse Ise, Ohre und Örtze. 

Eine Schwalbe macht bekanntlich noch keinen Sommer, und deshalb sorgen die Schwalben, die wir für eine unserer Tiergeschichten besucht haben, fleißig für Nachwuchs. Die Schwalben brüten übrigens dort, wo im Winter rund zwei Dutzend Igel schlafen. Außerdem tummeln sich im Heft: Störche, Biber,  Minks und jede Menge Bienen. Und an einem Sommerabend in der Heide beobachten wir Goldammer und Ziegenmelker.

In der Rubrik Hausgeschichten stellen wir auch diesmal wieder interessante, alte, unter Denkmalschutz stehende Gebäude.

Tiny Houses werden immer beliebter, und auch wir haben in diesem Magazin schon einige vorgestellt. Diesmal geht es allerdings um ein Mobilheim aus einer Zeit, als die Bezeichnung "Tiny House" zumindest hierzulande noch völlig unbekannt war. 

Nicht fehlen dürfen selbstverständlich die Beiträge in plattdeutscher Sprache und, als Heft im Heft, das Heidja-Magazin. In der Rubrik "Tipps vom Trainer" empfehlen wir allen, die sich ein Pedelec zugelegt haben und beim Flotten Fahren mit Motorunterstützung noch etwas unsicher sind: "Erst aufs Board, dann aufs Bike."

Freuen sie sich auf ingesamt 84 anregende Seiten, mit denen wir sie durch den Sommer begleiten!

Alle, die das Südheide-Magazin noch nicht im Abonnement beziehen, können es hier schon jetzt bestellen, damit sie es zum Sommerfang in ihrem Briefkasten finden.

 
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Falls Sie die PayPal-Kaufabwicklung, für ein PayPal-Konto nicht unbedingt erforderlich ist, können Sie das Heft in der gewünschten Menge gerne auch mit einer E-Mail an buchshop(at)calluna-magazin.de bestellen. Bitte vergessen Sie dabei nicht, uns Ihre Lieferanschrift mitzuteilen. Der Lieferung liegt in diesem Fall eine Rechnung bei.

Montag, 7. Juni 2021

Bozó singt besondere Lieder von Udo Jürgens

Konzert im Arboretum Melzingen

Abseits der Schlagerwelt gibt es im Vermächtnis des Künstlers Udo Jürgens eine Vielzahl besonderer Lieder mit zeitlosen Texten, humorigen Chansons und Balladen voller Leidenschaft zu Themen, die Menschen immer berühren werden. Seit dem Tod von Udo Jürgens im Jahr 2014 widmet sich Mathias Bozó verstärkt der Aufführung dieser musikalischen Perlen. Emotionalität und Verletzlichkeit, zeitkritische Haltung und bisweilen visionäre Größe prägen diese besonderen Lieder. Sie sollen weiterleben und vor allem auch für ein durch sie sich berühren lassendes Publikum gesungen werden. Kraftvoll, mühelos auftrumpfend am Piano interpretiert Mathias Bozó am Sonntag, 13. Juni von 17 Uhr an authentisch und tief nachempfindend Lieder voll Selbstvertrauen und Zuversicht – von „Ich weiß, was ich will““ bis hin zu „Griechischem Wein“.

Mathias Bozó singt und spielt am 13. Juni im Garten der Bäume

Bei schönem Wetter findet das Konzert im Freien statt – ein Ausweichen in den offenen, sehr luftigen Kulturstall ist nach der aktuellen Niedersächsischen Corona-Verordnung vom 31. Mai möglich. Allerdings darf der medizinische Mund-Nasenschutz (MNS) erst bei Einnahme des Sitzplatzes abgenommen werden. Der medizinische MNS ist auch innen im Café inkl. der Sanitärlagen ebenso zwingend wie die Erhebung der Kontaktdaten und das Einhalten des Abstandsgebots. Das Arboretum arbeitet nicht mit der Luca App – daher sollte zur Vermeidung längerer Wartezeiten möglichst ein bereits ausgefüllter Kontaktdatenzettel mitgebracht werden.


Freitag, 4. Juni 2021

Wunderbaum und Zauberwald

Märchenspaziergang im Arboretum Melzingen mit Petra Kallen 

Endlich kann auch das Arboretum wieder seine Pforte für Veranstaltungen öffnen! Am Sonnabend, 6. Juni, wird Petra Kallen ihren Gästen von 16 Uhr an im Garten der Bäume der Christa von Winning Märchen aus längst vergangenen Zeiten erzählen. Schon seit 20 Jahren ist sie als Erzählerin im Wendland und Umgebung unterwegs und begeistert ihre Zuhörerinnen und Zuhörer mit Märchen und manchmal auch mit Harfenklängen. Selbst leidenschaftliche Gärtnerin, erzählt sie am liebsten in der Natur, unter dem Blätterdach Schatten spendender Bäume, auf sonnigen Lichtungen und zwischen duftenden Blumen. Ihre Geschichten erzählen von Baumgeistern und Waldfeen, von Zauberfrüchten und Himmelsleitern, von einer Zeit als Mensch und Natur noch innig verbunden waren.

Die Märchenerzählerin Petra Kallen

Der Eintritt beträgt für Erwachsene 10 Euro, für Kinder 5,- Euro. Karten sind an der Tageskasse erhältlich.

Nach der aktuellen Corona Verordnung vom 31. Mai ist für den Besich der Veranstaltung ein medizinischer Mund-Nasenschutz (MNS) erforderlich, der erst bei Einnahme des Sitzplatzes abgenommen werden darf. Der medizinische MNS ist auch innen im Café inkl. der Sanitärlagen ebenso zwingend wie die Erhebung der Kontaktdaten und das Einhalten des Abstandsgebots. Das Arboretum arbeitet nicht mit der Luca-App. Daher sollte zur Vermeidung längerer Wartezeiten möglichst ein bereits ausgefüllter Kontaktdatenzettel mitgebracht werden. Das Abstandsgebot gilt auch für den Garten. Bei Regen muss die Veranstaltung abgebrochen werden.

Mittwoch, 26. Mai 2021

Orgel Punkt 12

Ein Moment des Innehaltens, der Gelegenheit bietet, sich in sich zu versenken


FOLKERT FRELS / Text und Foto

Es ist keine reine Uelzener Erfindung, dieses „Orgel Punkt 12“ – unter diesem Begriff finden an mehreren Orten Orgelkonzerte statt: In der Stadtpfarrkirche zu Freitstadt (Österreich) z.B. oder in der St. Wenzel-Kirche in Naumburg an der Saale (jeden Mittwoch und Sonnabend) oder in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Ratingen. Und jeden Mittwoch Punkt 12 in Uelzens St. Marienkirche. Gemein ist all diesen Mini-Konzerten, dass die, die sich dazu in der Kirche versammeln, beim Orgelklang innehalten, sich ein klein wenig zurücknehmen und den Alltag außen vor lassen.

Mit Blick zum Altar dem Orgelklang lauschen ...

Seit Ostern lädt die St. Marienkirche, Uelzens Marktkirche, jeweils mittwochs zu einem Treffen ein. „Orgel Punkt 12“ nennt sich dieser Programmpunkt und Erik Matz hat an „seiner“ großen „Eule“-Orgel den Ehrgeiz, jedes Mal eine andere Zusammenstellung zu Gehör zu bringen. 

Diesmal, am Mittwoch, 26. Mai, war es ein Potpourri  schwerer, melancholischer, aber auch frohstimmender Weisen, die das Herz hüpfen und die Füße zucken lassen. Erik Matz spielte Kompositionen von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Dietrich Buxtehude, aber auch eine Fantasia von Johann Ludwig Krebs (1713-1780): “Freue dich sehr, o meine Seele“ - Im Programm bezeichnet als „Eine schlichte Choralstrophe“. - Schlicht, dennoch die Sinne betörend. Und geeignet, einfach so dazusitzen, sich zurückzunehmen und mit geschlossenen Augen zu lauschen.

Rund zwanzig Teilnehmer saßen – wie auch an den vergangenen Tagen beim „Orgel Punkt 12“ -  in Uelzens Hauptkirche. Es hätten ruhig ein paar mehr sein können … Daher bittet Erik Matz, Kantor von St. Marien und Initiator dieser Konzertreihe, bis Erntedank an jedem Mittwoch um zahlreichen Besuch der Orgelkonzerte Punkt 12. Selbstverständlich jeweils unter Beachtung der jeweils geltenden Corona-Schutzmaßnahmen.

Dienstag, 11. Mai 2021

Wasserlebewesen bestaunt und bestimmt

Fluss-Fisch-Mobil der Aktion Fischotterschutz nach coronabedingter Pause erstmals wieder im Einsatz

Nachdem das Fluss-Fisch-Mobil der Aktion Fischotterschutz im vergangenen Jahr pandemiebedingt pausieren musste, hatte es jetzt wieder seinen ersten Einsatz. Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse der Grundschule Neustadt in Celle erforschten die Fuhse und ihre Lebewesen.

Anhand der präparierten Barbe wurde den Schülern die Lebensweise der Fische erläutert.
Foto: Aktion Fischotterschutz e.V.

Für die Kinder war das mit einer naturnahen Flusslandschaft bemalte Mobil eine willkommene Abwechslung. Besonders interessant fanden sie offensichtlich das Bestimmen der Kleinlebewesen, die Sören Brose, Mitarbeiter der Aktion Fischotterschutz, in der Fuhse gekeschert hatte. Die Schülerinnen und Schüler entdeckten allelei Wasserlebewesen, von kleinen Eintagsfliegenlarven über als Holzstück getarnte Köcherfliegenlarven, Groß- und Kleinlibellenlarven, Wasserskorpione, unzählige Bachflohkrebse bis zu einem Dreistachligen Stichling. Auch wenn so manche Berührungsängste erst einmal groß waren, das Interesse bei den Schülerinnen und Schülern, die wundersamen Wasserlebewesen zu erforschen, war größer. Mit einer präparierten Barbe wurden anschließend die Fische und ihre Lebensweise erklärt, und mit dem Spiel zur Gewässerdynamik konnte ein naturnaher Fluss gebaut werden. 

Zuvor war das Umweltbildungsprogramm zum Thema Fließgewässer, Lebensräume, Fische und Kleinlebewesen an die gültigen Hygienevorschriften angepasst worden. Das interaktive Bildungsprogramm wurde entsprechend geändert und das Gefährt umgerüstet, damit es den aktuellen Richtlinien und Auflagen gerecht wird. Damit der Abstand zwischen den Kindern und den Mitarbeitern gewährleistet bleibt, wurden in dem Mobil ein neuer Monitor und ein digitales Mikroskop eingebaut. Hiermit konnten zum Abschluss die gefangenen Lebewesen mit ihren Körpermerkmalen in Groß gezeigt und erläutert werden, bevor sie wieder zurück ins Wasser gesetzt wurden. Der große Kopf einer Kleinlibellenlarve mit ihren Mandibeln löste so einiges Erstaunen aus.

„Auch wenn zurzeit alles etwas anders ist, freuen wir uns sehr, dass wir endlich wieder mit dem Fluss-Fisch-Mobil unterwegs sein können, um den Menschen die Bedeutung naturnaher Fließgewässer und ihre faszinierenden Gewässerlebewesen näherzubringen", sagten Anke Willharms und Sören Brose, Mitarbeiter der Aktion Fischotterschutz. "Es ist schön zu sehen, dass die Schüler einen Riesenspaß daran haben, die Fließgewässer mit ihren vielfältigen Lebewesen zu entdecken und wir hoffen, dass es weitergeht." 

Auf den eingebauten Monitor konnten abschließend alle gefangenen Wasserlebewesen in Groß betrachtet werden. Foto: Aktion Fischotterschutz e.V.

Das Projekt „Artenvielfalt in der Aller – Neue Lebensräume für die Barbe“ ist ein Naturschutzprojekt der Aktion Fischotterschutz in Hankensbüttel. Ziel des Projektes ist es, die Fischart Barbe wieder im Einzugsgebiet der Aller zu stärken und ihre Ausbreitung sowie die biologische Vielfalt in den Fließgewässern im südöstlichen Niedersachsen zu fördern. Hierfür sollen vielfältige, strukturreiche Habitate entwickelt und vernetzt werden, die die Voraussetzung für eine starke Barbenpopulation und eine gewässertypische Zusammensetzung der Fischarten sind. Das Fluss-Fisch-Mobil ist noch bis 2024 an der Aller und ihren Nebengewässern unterwegs. Das Projekt wird über das Bundesamt für Naturschutz im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt mit Mitteln des Bundesumweltministeriums sowie vom Land Niedersachsen gefördert.

Freitag, 7. Mai 2021

Stunde der Gartenvögel

Vom 13. bis 16. Mai werden deutschlandweit wieder Vögel gezählt 

Wie viele Exemplare des Vogel des Jahres leben in Niedersachsen? Um diese Frage ungefähr beantworten zu können, sollen im Rahmen der "Stunde der Gartenvögel" auch die Rotkehlchen gezählt werden. Foto: Werner Könecke / NABU

Immer mehr Menschen beteiligen sich an der Stunde der Gartenvögel. "In den vergangenen Jahren konnten wir einen starken Zuwachs der Teilnehmendenzahl verzeichnen“, freut sich Andrea Pohlen von der NABU- Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland in Celle. „Die Corona-Pandemie hat diesen Trend noch einmal deutlich verstärkt. Das Interesse an der Natur vor der eigenen Haustür steigt“, so Pohlen. Allein 2020 hat sich die Teilnehmendenzahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt: Mehr als 161.000 Menschen hatten 2020 bundesweit mitgemacht und aus rund 107.000 Gärten über 3,2 Millionen Vögel gemeldet. In der Region Heide-Wendland haben im vergangenen Jahr mehr als 1600 Menschen bei der Stunde der Gartenvögel Daten erhoben und dadurch wichtige Informationen darüber geliefert, wie es den verschiedenen Vogelarten geht. Insgesamt erfolgten aus über 1000 Gärten, Parks oder von Balkons und Fenstern Meldungen zu Vogelvorkommen. Zum Vergleich: 2019 lag die Teilnehmendenzahl noch bei gut 850 Menschen. Die Top drei der häufigsten Gartenvögel in der Region blieben auch 2020 unverändert: Auf Platz eins lag der Haussperling, gefolgt von Amsel und Feldsperling. Niedersachsen- und deutschlandweit lag die Kohlmeise auf Platz drei.

Die große Datenmenge aus den Zählungen ergibt ein genaues Bild von Zu- und Abnahmen in der Vogelwelt unserer Gärten und Parks. Im vergangenen Jahr konnte ein plötzlicher Bestandseinbruch der Blaumeise um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr festgestellt werden, in Niedersachsen lag der Rückgang bei minus 14 Prozent. Hauptursache dafür war eine in Deutschland neue Bakterieninfektion, die im März und April zu einem Massensterben der beliebten Gartenvögel geführt hatte. „Die kommende Zählung wird Aufschluss darüber geben, ob die Blaumeisen die Verluste durch erfolgreiche Bruten ausgleichen konnten. Leider ist es ebenso möglich, dass sich der Abwärtstrend weiter fortsetzt“, berichtet Andrea Pohlen. „Aktuelle Meldungen deuten darauf hin, dass die Epidemie auch in diesem Frühjahr wieder zuschlägt – hier haben wir bislang vor allem Meldungen aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg, aber vereinzelt auch aus Uelzen erhalten.“ Auch im Landkreis Gifhorn gibt es inzwischen schon zahlreiche Fälle von Blaumeisen, die an der Krankheit gestorben sind.

Die Chancen stehen gut, bei der Zählung den ersten öffentlich gewählten Vogel des Jahres, das Rotkehlchen, zu sehen: „Im langjährigen Mittel wird das Rotkehlchen innerhalb einer Stunde in fast jedem zweiten Garten entdeckt. Die Art steht damit auf Rang sieben der zuverlässigsten Gartenvögel“, so Pohlen. Bisher sind die Bestände des Rotkehlchens in den Gärten seit Beginn der Aktion im Jahr 2005 stabil.

So funktioniert die Stunde der Gartenvögel

Von einem ruhigen Plätzchen im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Die Beobachtungen können am besten online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden. Aber auch per Telefon, am 15. Mai von 10 bis 18 Uhr kostenlos unter 0800 1157115. Gemeldet werden kann auch mit der kostenlosen NABU-Vogelwelt-App, erhältlich unter www.NABU.de/vogelwelt. Meldeschluss ist der 24. Mai.

Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden.

Donnerstag, 29. April 2021

Fast 40 Jahre im Geschäft der Großeltern in Hankensbüttel

Irmy Vetter erzählt in ihrem neuen Buch von ihrer Kindheit im Wald, von flotten Käfern und von "Hankau Helau"

Nachdem sie im vergangenen Jahr im Alter von 88 Jahren ihr Debüt als Buchautorin gegeben hat, legt Irmy Vetter nun ihr zweites Werk vor. In "Kleider, Käfer, Karneval" erzählt sie von ihrer Kindheit im Wald – ihr Vater war Förster –, ihrer Ausbildung zur Schneiderin, ihrem Arbeitsalltag im Geschäft ihrer Großeltern, dem Textilhaus Gille in Hankensbüttel, ihrer aktiven Zeit im Bühnenspielverein und im Kegelclub "Die flotten Käfer" und ihren zahlreichen Reisen in die Berge und an die See. Das 180 Seiten starke Buch ist mit vielen Fotos aus ihrem Familienalbum illustriert.

Irmy Vetter (zweite von links) als junge Verkäuferin im Geschäft ihrer Großeltern, dem Textilhaus Gille in Hankensbüttel. 

In 30 Länder ist sie schon gereist, und auf der indonesischen Insel Bali hat sie eine zweite Heimat mit Familienanschluss gefunden. Davon erzählt sie uns in „Bin auf Bali … mal wieder“. In ihrem neuen Buch führt uns die lebensfrohe Autorin durch die ersten 60 Jahre ihres langen Lebens. Ihre Mutter Klara war die älteste Tochter des Textilkaufmanns Carl Gille, der von 1900 an gemeinsam mit seiner Frau Lilly das Textilgeschäft in Hankensbüttel, Celler Straße 1, führte. In jenem Geschäft lernten sich die Eltern kennen. Klara Gille stand hinter der Ladentheke, Georg Breitenstein als Kunde davor. Nach der Heirat zog das junge Paar in das Forsthaus im Burgdorfer Holz. Dort wuchsen Irmy (Jahrgang 1932) und ihr fünf Jahre älterer Bruder Walter auf. Im ersten Kriegsjahr wurde der Vater nach Lemberg (der heutigen Stadt Lwiw in der Ukraine) versetzt, und die Familie folgte ihm dorthin, konnte aber noch vor Kriegsende in die Heimat zurückkehren. Nach einer Schneiderlehre in Hannover trat Irmy Vetter 1953 in das Geschäft ihrer Großeltern ein und blieb dort tätig bis zur Geschäftsaufgabe im Dezember 1991. Vier Jahrzehnte versorgte sie die Menschen in Hankensbüttel und Umgebung mit Unterwäsche, Bett- und Tischwäsche, Oberbekleidung, Stoffen und vielem mehr. Ihre Freizeit gehörte dem Theaterspiel, dem Karneval („Hankau helau!“), der Kegelgruppe „Flotte Käfer“ und ihrem kaum weniger flotten VW-Käfer, mit dem sie fast ganz Europa bereiste, bevor sie als Rentnerin begann, mit dem Flugzeug den Rest der Welt zu entdecken.

Irmy Vetter 1937, 1953 und heute

Da ihre unbändige Reiselust von der Corona-Pandemie ausgebremst worden ist, nutzte Irmy Vetter die Zeit, um in ihrer Wohnung in Wittingen das Manuskript ihres zweiten Buches fertigzustellen. Kurzweilig, humorvoll und voller Dankbarkeit schildert die Autorin in "Kleider, Käfer, Karneval" die ersten 60 Jahre ihres langen Leben – und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.

"Kleider, Käfer, Karneval" (ISBN 978-3-944946-15-3) ist ebenso wie "Bin auf Bali ... mal wieder" im Calluna-Verlag erschienen. Das Buch kostet 12,- Euro und kann unter der E-Mail-Adresse buchshop(at)calluna-medien.de bestellt oder direkt hier auf dieser Seite gekauft werden. Die Lieferung erfolgt versandkostenfrei auf Rechnung.