Dienstag, 18. Januar 2022

Handys für den Hummelschutz

NABU sammelt ausgediente Mobiltelefone – 2021 kamen mehr als 150 kg zusammen

Seit 2006 werden beim NABU in der Schuhstraße in Celles Innenstadt ausgediente Mobiltelefone und deren Ladegeräte gesammelt. Mit der Zeit kamen dann auch Smartphones und Tablets hinzu. Insgesamt kamen hier bereits an die 2000 kg Althandys zusammen.

Blick in die Handy-Sammelbox in der NABU-Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland. Foto: Britta Raabe

„Das Zahl der Handys, die bei uns abgegeben werden, ist ungebrochen hoch“, berichtet Andrea Pohlen, Leiterin der Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland. „Zuletzt hatte unsere Bundesfreiwilligendienstleistende, Lena Nölke, wieder über 35 kg zur Wiederaufarbeitung geschickt. Damit wurden im Jahr 2021 wieder die 150 kg überschritten.“ Unterstützt wird die Sammelstation in der Schuhstraße durch NABU-Gruppen im Landkreis Celle und regionale Entsorgungsbetriebe.

Die ausgedienten Geräte werden zu dem Recyclingpartner des NABU, die gemeinnützige GmbH AfB, in eine zentrale Sammelstelle geschickt. Je nach Zustand werden die Geräte entweder wiederaufbereitet und weiterverkauft oder recycelt, wobei wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber, Palladium und Kupfer wiedergewonnen werden. Aufgrund dieses Projekts spendet die Telefónica Deutschland Group jährlich Geld, das in den NABU-Insektenschutzfonds fließt.

„Zunehmender Elektroschrott ist ein Problem, da ein kaputtes Handy oft entweder in eine verstaubte Ecke gelegt wird oder nicht fachgerecht entsorgt wird“, so die Freiwilligendienstleistende. „Dadurch können die Ressourcen nicht wieder aufbereitet werden, wodurch für die Herstellung elektronischer Geräte neue Rohstoffe abgebaut werden müssen. Die Tatsache, dass wir nun fast 2000 kg zu unserem Recyclingpartner schicken konnten, freut uns zum einen, zeigt aber leider auch die Kurzlebigkeit der Technik und die kurze Nutzungsdauer der zum Teil noch funktionstüchtigen Geräte.“

Auch zukünftig können alte Handys für den Hummelschutz beim NABU in der Schuhstraße 40 abgegeben werden. Interessierte können aber auch eine eigene Handysammelbox zum Aufstellen abholen. Für weitere Informationen ist die NABU-Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland unter Telefon 05141 2996284 erreichbar.

Montag, 20. Dezember 2021

Das neue Heft macht Lust auf Schnee ...

... und lädt zu Wanderungen durch die Winterlandschaft ein

Bis gestern durften wir noch auf weiße Weihnachten hoffen. Inzwischen wurde die Wettervorhersage geändert, und nun scheint ziemlich sicher zu sein, dass uns an den Feiertagen kein Schnee, sondern Regen beschert wird. Nun gut, dann hoffen wir, dass zum Jahresende die Temperaturen sinken, sodass wir vielleicht mit ein wenig Schnee ins neue Jahr starten können. Zur Einstimmung oder – für den Fall, dass der Schnee in diesem Winter ausbleibt – als kleinen Trost kommt das Winterhef, das pünktlich zum kalendarischen Winteranfang erscheint, auf 18 Seiten ganz in Weiß daher. Keine Angst, die Seiten sind selbstverständlich nicht leer, als blanko, sondern sie führen durch die tief verschneite Winterlandschaft, die wir von Ende Januar bis Mitte Februar dieses Jahres genießen durften. Unsere schneereichen Streifzüge führen durch Heide, Wald und Wiesen.

Außerdem fragen wir uns, was der Winter für die heimische Vogelwelt bedeutet, und besuchen einen Mann, der auch im Winter ins Museum geht, obwohl das eigentlich geschlossen hat.


PS: Wenn Sie noch eine kleine Geschenkidee für einen lieben Menschen suchen, verschenken Sie doch ein  Jahresabonnement (4 Hefte) für 16 Euro. Damit das Heft die Beschenkte oder den Beschenkten noch rechtzeitig zu Weihnachten erreicht, muss Ihre Bestellung uns spätestens bis Mittwoch, 22. Dezember, um 12 Uhr vorliegen.

Mittwoch, 10. November 2021

Vielgenutzter Waldweg saniert

Der Bobenwald grenzt östlich an den Klosterflecken Ebstorf. Das zu den Niedersächsischen Landesforsten gehörende Waldgebiet ist ein beliebtes Naherholungsgebiet für Wanderer, Jogger, Fahrradfahrer und andere Naturliebhaber. Ein vielgenutzter Radfernweg und eine stark frequentierte Nordic-Walking-Strecke unterstreichen die Bedeutung des Bobenwaldes für die Freizeitnutzung. Der Klosterflecken Ebstorf ist sich dieser Bedeutung bewusst, er hat für den Radfernweg und die Nordic-Walking-Strecke extra Gestattungsverträge mit dem Forstamt Oerrel abgeschlossen und beteiligt sich daher auch finanziell an der Wegesanierung.   

Die Betonbahn wurde jetzt auf einer Länge von insgesamt 1600 Metern instandgesetzt. Schlaglöcher, Verdrückungen der Betonplatten und schlechte Wegstrecken waren für alle Nutzer eine Herausforderung. Ziel ist es, den alten sehr schadhaften Forstweg für alle Zwecke wieder ungehindert nutzbar zu machen.

Dafür wurde in einem ersten Schritt das Lichtraumprofil freigeschnitten, damit überhängende Äste und Randbäume nicht die Nutzung behindern. Vor allem kann der Weg dadurch besser abtrocknen. Außerdem wurden die Wegeseitenräume gemulcht und gefräst, damit das Regenwasser jetzt besser ablaufen kann, es nicht auf der Fahrbahn stehen bleibt und sie aufweicht.

Im nächsten Schritt wurde die alte schadhafte aber unbelastete Fahrbahndecke teilweise gebrochen. Sie wurde dann mit insgesamt 840 Tonnen Mineralgemisch, einem natürlichen, gebrochenen Diabas-Gestein, in sogenannter wassergebundener Bauweise als Schotterweg überbaut. „Die wassergebundenen Schotterwege sind ökologisch zuträglicher und in der Unterhaltung günstiger. Wir haben hier ein extra fein gestuftes Material verwendet, damit eine glatte Fahrbahnoberfläche hergestellt werden kann, die sich gut zum Fahrradfahren eignet“, begründet Martin Hensel die Entscheidung für diesen Schotterbelag. Der Wegebauspezialist der Niedersächsischen Landesforsten aus dem Forstamt Seesen berät seine Kollegen vor Ort bei der Wahl der geeigneten Sanierung.

Vertreter des Klosterflecken Ebstorf und des Forstamtes Oerrel bei der Bauabnahme der Betonbahn. Von links: Gemeindedirektor von Ebstorf: Hans-Peter Hauschild; Leiter des Forstamtes Oerrel: Dr. Michael Habermann; Leiter der Abteilung Bau- und Gemeindeentwicklung: Thorsten Brinck und Leiter der Revierförsterei Bobenwald: Malte Dicke   Foto: Niedersächsische Landesforsten

Neben den Wegebauarbeiten nutzten die Landesforsten auch die Gelegenheit, um an drei Stellen entlang des Weges den Japanischen Staudenknöterich zu entfernen. Malte Dicke, Leiter der zuständigen Revierförsterei Bobenwald berichtet: „In der freien Natur  ist der eigentlich aus Asien stammende Japanische Staudenknöterich problematisch, weil er sich aufgrund seiner außergewöhnlichen Wuchskraft und Robustheit erfolgreich gegen die heimische Flora durchsetzt. Der Knöterich ist als Gartenpflanze beliebt und gelangt durch illegale Entsorgung von Gartenabfällen immer wieder in die Natur“.

Dienstag, 9. November 2021

Nach der Dunkelheit kommt die Helligkeit

Kunstausstellung in Wienhausen mit aktuellem Bezug


Hell leuchten die Birkenstämme im dunklen Wald: ein Bild aus der Austellung "Night on Earth" im Kulturhaus Wienhausen. Foto: Susanne K. Knoepfle

Die Corona-Pandemie schien schon so gut wie überstanden zu sein, da meldete sie sich wieder zurück, ließ den Inzidenzwert wieder in die Höhe schnellen. Das berühmte Licht am Ende des Tunnels war so nah und ist nun doch wieder weit weg. Bezug nehmend auf die aktuelle Situation wird am Freitag, 26. November, im Kulturhaus Wienhausen, Mühlenstraße 5, um 19 Uhr die Wanderausstellung "Night on Earth" eröffnet, in der Künstlerinnen und Künstler "Einblicke in das Dunkel einer Pandemie" geben und nach Auswegen suchen. Die von Susanne K. Knöpfle aus Bröckel inititierte Gemeinschaftsausstellung, an der neben der Initiatorin die Textildesignerin Silke Schnau aus Isenbüttel, der Goldschmied Wolfgang Raschke aus Bröckel und das Quartett des Ateliers 107 in Bröckel teilnehmen, zeigt die Nacht einer Krise. Diese kann eine Pandemie sein oder auch eine private schwierige Situation. Die oft auf eine Krise folgende Zeit der Ungewissheit, in der die Betroffenen vage Besserungen ahnen, wird ebenso thematisiert wie der vom Sonnenaufgang symbolisierte Weg aus der Krise. 

Mit Schwarz, Synonym für die Dunkelheit, beginnt die Ausstellung. Schwarz ist die dunkelste Farbe, die Abwesenheit oder vollständige Absorption von sichtbarem Licht. Es ist eine achromatische Farbe, buchstäblich eine Farbe ohne Farbton. Doch in der Dunkelheit – in der Nacht, gibt es Hoffnung für die Menschen auf ein farbiges Morgen.

"Bewohner in der Tüte" ist der Titel dieses Ausstellungsobjekts. So werden sich vielleicht viele Menschen während des pandemiebedingten Shutdowns gefühlt haben. Foto: Susanne K. Knoepfle

Gezeigt werden in der Gemeinschaftsausstellung schwarze oder dunkle Exponate, dunkle Bilder die schon einen ersten Riss bekommen, filigrane Wachsarbeiten, die die Zeit der Ungewissheit demonstrieren und die vagen Zukunftsaussichten zeigen. In drei Arbeiten klettern Männchen hinein und hinaus aus der Krise, danach freut sich der Besucher über farbenfrohe abstrakte Werke, die zeigen, dass es danach wieder bunt wird. Die Textilkünstlerin Silke Schnau macht Stoffe in der Realität erlebbar und schreibt: „Wenn Träume zu Stoff werden, bekommen die Sinne Flügel“. Die Künstlerinnen und Künstler aus dem Atelier 107 werden die Besucher mit neuen Kreationen und Stühlen überraschen.

Für alle wird es eine Mitmach-Aktion geben: „Bitte schenk mir nur zwei Wörter“. Alle, die mitmachen mögen und denen jeweils zwei Wörter einfallen, können diese in einer E-mail an info@k-kunststuecke senden, und zwar ein Wort, das im Moment als negativ empfunden wird, und ein Wort, das als besonders positiv erachtet wird. So ergeben sich zum Beispiel Wortpaare wir "Hass und Liebe". Bitte bei Abgabe der Wörter sollten in der E-Mail Vor- und Zuname und Telefonnummer angeben werden. Nach Ausstellungsende wird nämlich unter allen „Wörterspendern“ ein Gemälde verlost. Diese Wörter werden gesammelt und dann auf eine großen dunklen Folie bei der ersten Ausstellung aufgeschrieben. Wenn Besucher kommen, können diese ihr Wörter auch selbst aufschreiben. 

Anmeldungen zur Ausstellungseröffnung am 26. November, die mit Gitarrenmusik umrahmt wird, sind bis 20. November möglich (E-Mail info@atelier107.de oder Telefon 0176 47612728).

Die Ausstellung im Kulturhaus Wienhausen ist bis 3. Januar montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr, sonnabends und sonntags von 10 bis 13 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.

Das Plakat zur Ausstellung in Wienhausen

Die Abschlussausstellung von „night on earth“ findet im Jahr 2023 im Rathaus in Gifhorn statt. 

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Noch fahrradfreundlicher

 Zwei Fahrradparaturstationen für das Suderburger Land installiert

Das Suderburger Land ist noch fahrradfreundlicher geworden: Vor einigen Tagen wurden zwei Fahrradreparaturstationen am Marktplatz in Suderburg und am Museumsdorf Hösseringen aufgebaut. Die lila Säulen mit Logos von der Gemeinde, dem Tourismusverein sowie dem Museumsdorf sind mit allen Werkzeugen ausgestattet, die Touristen und einheimische Radler für kleinere Reparaturen benötigen. Auch eine Luftpumpe gehört zur Ausstattung. Die Hilfsmittel sind zudem für Rollstühle und Kinderwagen geeignet. Möglich wurde dies dank eines Zuschusses der Gemeinde Suderburg auf Antrag des Tourismusvereins in Kooperation mit dem Museumsdorf Hösseringen. „Wir freuen uns, dass wir als tourismusfreundliche Region wieder einen Schritt voran gekommen sind“, so die Vorsitzende des Tourismusvereins Suderburger Land, Christine Kohnke-Löbert. „Und als lebenswerte Region natürlich auch, denn die touristische Infrastruktur der Region kommt ja gleichermaßen unseren ortsansässigen Bürgerinnen und Bürgern zugute.“ 

Stellten die Fahrradreparaturstationen vor (von links): Dr. Ulrich Brohm, Leiter des Museumsdorfes Hösseringen, Christine Kohnke-Löbert, Vorsitzende des Tourismusvereins Suderburger Land, ihre Stellvertreterin Sarah Schulz und Gemeindedirektor Thomas Schulz.

Eine Station wurde am Suderburger Marktplatz aufgebaut, sie ist zentral gelegen, nicht weit vom Bahnhof entfernt und bietet Radfahrern den nötigen Raum sowie bei Bedarf Einkehrmöglichkeiten. Auch eine E-Bike-Ladestation befindet sich am Markt. Am Museumsdorf Hösseringen kann die Station jederzeit benutzt werden, auch ohne das Freilichtmuseum zu betreten. Auch in der Wintersaison ist die Säule zugänglich, zudem gibt es Lademöglichkeiten für E-Bikes. „Wir haben viele Radtouristen, die auf überregionalen Radwegen unterwegs sind und in Hösseringen Station machen. Sie haben hier nun die Möglichkeit, ihre Räder durchzuchecken“, so Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm. 

Kauf und Installation wurden von der Gemeinde organisiert. „Suderburg ist eine familienfreundliche Gemeinde. Auch in dieser Hinsicht konnten wir unser Angebot erweitern“, freute sich Gemeindedirektor Thomas Schulz, verbunden mit der Hoffnung, dass alle Suderburger ein Auge auf „ihre“ Station haben, so dass diese langfristig in gutem Zustand erhalten bleibt. 

Dienstag, 28. September 2021

Flammkuchenfest im Handwerksmuseum

Im Holzbackofen des Handwerkmuseums Suhlendorf wird am Sonntag Flammkuchen gebacken.
Foto: Inka Lykka Korth

Am kommenden Sonntag, 3. Oktober, wird wieder im Backhaus des Handwerksmuseums Suhlendorf gebacken – statt Brot und Kuchen diesmal allerdings etwas Deftiges: Flammkuchen ist eine Spezialität, die, wenn sie echt sein soll, einen traditionellen Holzbackofen erfordert. Der Name „Flammkuchen“ kommt nämlich daher, dass die Flammen im Ofen noch nicht vollständig ausgelodert waren, wenn er eingeschoben wurde. In früheren Zeiten wurde der Flammkuchen vor dem Brot im Holzbackofen gebacken, um die erste starke Hitze auszunutzen. Er diente außerdem dazu, um die Temperatur des Ofens einzuschätzen. Wurde er zu schnell dunkel, musste mit dem Einschieben des Brotes gewartet werden, bis der Ofen etwas abgekühlt war. Falls der Flammkuchen eine längere Backzeit benötigte, musste noch einmal geheizt werden. 

Auch wenn der Bäcker beim Flammkuchenfest im Mittelpunkt steht, sind auch weitere Handwerkerinnen und Handwerker in den Museumswerkstätten anwesend, um "lebendiges Handwerk" zu präsentieren: Angekündigt haben sich Frisörin, Müllerin, Schneiderin, Spinnerin, Schmied und Stuhlflechter.

Außer Flammkuchen werden beim Flammkuchenfest auch Gegrilltes und Getränke angeboten.

Von 15 Uhr an spielt das Blechbläserensemble "Heide Brass Uelzen". 

Das Blechbläserensemble "Heide Brass Uelzen" spielt beim Flammkuchenfest im Handwerksmuseum.
Foto: Museumsverein Suhlendorf

Montag, 27. September 2021

Hauptvertreter des Expressionismus

Montagstreff des Kunstvereins Uelzen: Veronika Kranich stellt den Maler Ernst Ludwig Kirchner vor


FOLKERT FRELS

Kraftvoll, intensiv, üppig in Farbe und Darstellung: Die Bilder der 1905 von Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Ernst Ludwig Kirchner – später gesellten sich noch Otto Mueller und Max Pechstein dazu – gegründeten Künstlergruppe „Die Brücke“ sind anders, als das konservative Publikum es gewohnt ist. Das Plakat zur ersten Ausstellung der Gruppe am 24. September 1906 ist frivol, wird alsbald von der Obrigkeit verboten. Die Ausstellung selbst ist keineswegs vom Erfolg gekrönt, Kritiker bezeichnen die Maler gar als „Hottentotten im Frack“. Doch das wirkt auf die Künstler eher aufmunternd, ihre Kunst begründet eine neue Richtung: Der Expressionismus ist geboren, und einer seiner Hauptvertreter ist Ernst Ludwig Kirchner (1880 – 1938).

Ernst Ludwig Kirchner: "Kopf des Malers" (Selbstbildnis), 1925

Beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am Montag, 4. Oktober, berichtet die  Kunstinterpretin Veronika Kranich im Neuen Schauspielhaus über Ernst Ludwig Kirchner, sein Leben in den Jahren des Aufbruchs, den „wilden Zwanzigern“ und der Zeit unter dem Nationalsozialismus, den er aus der Ferne, aus Davos im schweizerischen Graubünden, erlebte. Die Reichskulturkammer gruppierte seine Bilder unter dem Begriff „Entartete Kunst“ ein. Nach dem Anschluss Österreichs befürchtete Kirchner einen Einmarsch deutscher Truppen auch nach Graubünden. Diese Ängste verstärkten seine eh schon vorhandene Depression, in deren Folge er sich am 15. Juni 1938 das Leben nahm.

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch dieser Veranstaltung freuen. Der Beginn ist um 19 Uhr und der Eintritt wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegengenommen. Aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen bittet Claudia Krieghoff-Fraatz Interessierte an diesem Vortrag, sich für den Montagstreff im Vorfeld anzumelden unter Telefon 05826 958436 oder mit einer E-Mail an kunstverein-uelzen-ckf@t-online.de