Montag, 13. Januar 2020

Mit dem NABU Kopfweiden schneiteln

Der NABU Wathlingen lädt zum gemeinsamen Kopfweidenschneiteln ein. Treffpunkt ist am Sonnabend, 18. Januar, um 8:45 Uhr in Wathlingen, Sandberg 2, oder um 9:00 Uhr beim Bauhof Nienhagen, Am Bahnhof 13.
Die zu schneitelnden Weiden stehen auf einem Damm und würden, wenn sie zu hoch werden, die Stabilität des Damms beeinträchtigen.
Helferinnen und Helfer sollten wetterfeste Kleidung, Arbeitshandschuhe und bei Bedarf persönlichen Gehörschutz mitbringen.

Die abgeschnittenen Weidenzweige können bei feuchtem Untergrund einfach in den Boden gesteckt werden, wo sie bald Wurzeln schlagen.                                                                                                                                                                 Foto: NABU/Andrea Pohlen     
Weiden eigenen sich hervorragend für eine preisgünstige Bepflanzung, weil abgeschnittene Zweige einfach in den Boden gesteckt wieder anwachsen. Auf diese Art sind viele Kopfweidenanpflanzungen in feuchten Niederungsgebieten entstanden.
Weidenflechtgut und Stecklinge werden an jeden Interessenten kostenlos abgegeben.
Anregungen zur Verwendung von Weidenschnittgut kann man sich auf dem Gelände der Naturkontaktstation der Samtgemeinde Wathlingen holen.
Ein zweiter Kopfweiden- Arbeitseinsatz ist für den 15. Februar geplant.
INFO www.nabu-kv-celle.de, Telefon 05141 6668

Dienstag, 7. Januar 2020

Freitag startet die zehnte "Stunde der Wintervögel"

Wer sich für das neue Jahr vorgenommen hat, etwas für den Artenschutz zu tun, kann damit am kommenden Wochenende, 10. bis 12. Januar, beginnen: Bei Deutschlands größter wissenschaftlicher Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ kann jeder die Vögel zählen, die in den Garten, den Park oder ans Futterhäuschen auf dem Balkon kommen. „Die dabei gesammelten Daten sind für Vogelschützer äußerst wertvoll, weil sie Aufschluss über den Zustand der heimischen Vogelwelt geben“, so Andrea Pohlen, Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland. „Je mehr Menschen uns ihre Beobachtungen melden, desto genauer werden die Schlussfolgerungen.“
Bei der letzten großen Vogelzählung im Januar 2019 beteiligten sich im Heide-Wendland über 1200 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus über 850 Gärten ein. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in den Gärten der Region, Kohlmeise und Feldsperling folgten auf Platz zwei und drei. Deutschlandweit beteiligten sich über 138.000 Menschen an der Aktion. Auch hier war der Haussperling häufigster Wintervogel, gefolgt von Kohlmeise und Feldsperling.
Mit Spannung erwarten die Naturschützer bei der Wintervogelerfassung in diesem Jahr Meldungen von Eichelhähern. „Diese Art dürfte derzeit besonders häufig zu sehen sein, da wir im Herbst einen außergewöhnlich starken Einflug von Eichelhähern aus dem Norden und Osten Europas hatten“, so Pohlen.
Zurzeit werden in den Gärten besonders viele Eichelhäher gesichtet.                                                        Foto: NABU/Rolf Köhler
Aufgrund der bisher sehr milden Winterwitterung erwarten die Experten des NABU einen insgesamt eher geringen Vogelbestand in den Gärten. Denn ohne Schnee und Eis finden die Vögel auch in den Wäldern und in der freien Landschaft noch Futter oder sind gleich in ihren nördlicheren Brutgebieten geblieben. Pohlen: „Aber jede Vogelart reagiert anders. Die Zahl in Deutschland überwinternder Stare und Ringeltauben dürfte zum Beispiel eher steigen.“ Die Zahl der gemeldeten Amseln wiederum wird zeigen, ob sich die Bestände der auch „Schwarzdrossel“ genannten Art nach der großen Usutu-Epidemie des Sommers 2018 wieder erholen.
Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und findet bereits zum zehnten Mal statt. Wer mitmachen will, beobachtet eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park und meldet die Ergebnisse dem NABU. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen ist. Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 20. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 11. und 12. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800 1157-115 geschaltet.

Freitag, 27. Dezember 2019

Schloss kann wie geplant verkauft werden

Mit der Ruhe im Schlosspark wird es wohl vorbei sein, wenn demnächst die Bagger und Bauarbeiter anrücken. 
Foto: Inka Lykka Korth
Jetzt steht es fest: Das Schloss Holdenstedt, dessen Geschichte wir in der Herbstausgabe 2019 aufgearbeitet haben, wird an einen Hamburger Immobilienuternehmer verkauft, der im Schlosspark mit seinem alten Baumbestand Wohnungen für Senioren errichten will. Wie der NDR heute meldete, hat Armgard von der Wense als Nachfahrin der Adelsfamilie, die das Schloss über Jahrhunderte bewohnte, nun doch auf ihr Vorkaufsrecht verzichtet, sodass die Stadt die historische Immobilie, wie vom Rat beschlossen, veräußern kann. Gegen die geplante Bebauung des Schlossparks hatte es heftigen Widerstand gegeben, vor allem von der Bürgerinitiative "Pro Holdenstedt".
Wer noch einmal auf den Spuren der Herren von der Wense im Schlosspark wandeln und diesen in seiner alten Schönheit erleben will, bevor die Bagger und Bauarbeiter anrücken, sollte sich also beeilen. Tipp: Der Spaziergang durch den Schlosspark lässt sich zu einer Wanderung entlang der Hardau bis zur Wassermühle nach Holxen erweitern. Dazu den Weg über die weiße Holzbrücke hinter dem Schloss wählen.

Hofkino in Müden an der Örtze

Im Hofkino auf dem Winkelhof in Müden/Örtze,  Alte Dorfstraße 12, werden am Sonnabend, 18. Januar, die letzten beiden Filme der Wintersaison 2019/2020 in Zusammenarbeit mit dem mobilen Kino Niedersachsen gezeigt.
Aufgrund der nicht gewerblichen Aufführungsrechte dürften in öffentlichen Medien die Titel der Filme nicht genannt werden, teilt der Veranstalter mit. Aber wer die folgenden Beschreibungen liest, wird wissen, welche Filme gezeigt werden.
Der Kinderfilm handelt von einer Zauberin, die mit ihren 127 Jahren leider noch zu jung ist, um in der Walpurgisnacht tanzen zu dürfen. Dennoch versucht sie zum Fest zu kommen und wird erwischt. Ihre Strafe ist hart: Sie muss alle Zaubersprüche des großen magischen Buches lernen, und somit beweisen, dass sie dennoch eine gute Hexe ist. Eine böse Hexe versucht, sie daran zu hindern. Daher beschließt die kleine Zauberin auf einem anderen Weg herauszufinden, was eine gute Hexe ausmacht.
Der Kinofilm aus dem Jahr 2017 ist die erste Realverfilmung der vor über 60 Jahren veröffentlichen Geschichte einer jungen Zauberin. Unter der Regie von Michael Schaerer spielt, neben Axel Prahl und Susanne von Borsody, Karoline Herfurth die aufmüpfige junge Hexe, die auf der Suche nach Gut und Böse die ganze Hexenwelt auf den Kopf stellt.  (FSK 0, 103 min.).
Einlass 16:30 Uhr, Beginn der Folmvorführung 17 Uhr, reservierte Karten müssen bis 16:45 Uhr abgeholt werden.
Der Abendfilm für Erwachsene von Markus Goller aus dem Jahr 2018 zeigt die Brüder Christian und Georg (gespielt von Lars Eidinger und  Bjarne Mädel), die sich seit langer Zeit nichts mehr zu sagen haben. Als ihr Vater stirbt, beschließen sie, gemeinsam die Mofatour zu machen, die sie schon als Jugendliche vorhatten. Also geht es für die beiden vom Schwarzwald bis nach Rügen. Auf ihrem ungewöhnlichen Roadtrip erleben sie jede Menge Abenteuer und kommen sich außerdem wieder näher.
Der Film wurde 2019 als „Bester Spielfilm“ beim Deutschen Filmpreis nominiert. Bjarne Mädel und Lars Eidinger erhielten für ihre Rollen in dem Film am 30. Januar 2019 den Ernst-Lubitsch-Preis.  (116 min., FSK 6 Jahre).
Einlass 19:30 Uhr, Beginn der Folmvorführung 20 Uhr. Reservierte Karten müssen bis 19:45 Uhr abgeholt werden.
Reservierungen und weitere Details können per E-Mail an kino@winkelhof-mueden.de sowie telefonisch unter 05053 94077 erfragt werden.

Samstag, 21. Dezember 2019

Das neue Heft ist da!

Pünktlich zum Winteranfang beginnt an diesem Wochenende die Verteilung des neuen Calluna-Heftes (Winter 2020). Bis alle Auslagestellen in der Südheide beliefert sind, kann es ein paar Tage dauern. Wir bitten um etwas Geduld. Abonnentinnen und Abonnenten erhalten das neue Heft per Post klimaneutral ins Haus geliefert, können aber schon jetzt im CallunaPlus-Bereich darin blättern und lesen. Viel Vergnügen!
TIPP Wenn Sie Calluna abonnieren möchten, schicken Sie uns einfach eine E-Mail mit Ihrem vollständigen Versandadresse an abo(at)calluna-magazin.de. Das Abo kostet 10 Euro pro Jahr (4 Hefte). Die Mindestbezugsdauer beträgt ein Jahr. Danach können Sie das Abo jederzeit formlos zum Quartalsende kündigen. Sie haben schon ein Abo? Gut, aber vielleicht möchten Sie noch eins oder mehrere verschenken – als kleine Aufmerksamkeit zum Geburtstag oder einfach nur als Dankeschön.

Dienstag, 17. Dezember 2019

In Hütten und Palästen

Erst Afrika-Korrespondent, dann Adelsexperte: 
Rolf Seelmann-Eggebert erzählt aus seinem Berufsleben

Er ist einer der bekanntesten deutschen Journalisten. Fast 40 Jahre lang hat Rolf Seelmann-Eggebert den Deutschen die europäischen Königs-häuser erklärt. Kenntnisreichtum, feine Zurückhaltung und zuverlässige Vertrauenswürdigkeit – das waren Voraussetzungen dafür, dass er den „Royals“ so nahekam wie kaum ein anderer. Dabei begann seine journalistische Karriere fernab von Europa zunächst als Rundfunkreporter. Schon früh hatte Rolf Seelmann-   Eggebert seine Leidenschaft für Afrika entdeckt: 1968 wurde er schließlich Korrespondent, zunächst in Abidjan, dann in Nairobi. Fremde, anderen verschlossene Welten faszinierten ihn schon immer.

Rolf Seelmann-Eggebert hat gemeinsam mit seiner Tochter Adele ein Buch über sein Reporterleben geschrieben.

Foto: BenneOchsPhotography

Nach seiner Zeit in Afrika wechselte der Journalist nach London und berichtete seit Ende der 1970er Jahre für die ARD über den europäischen Adel. Nicht nur im Buckingham Palace, sondern in allen sieben europäischen Königshäusern fand er Einlass und berichtete informativ-seriös, aber auch einfühlsam von den großen Ereignissen im Leben der königlichen Familien. Aus seinem Berufsleben erzählt der heute 82-jährige in dem kürzlich erschienenen Buch „In Hütten und Palästen. Ein Reporterleben“, das er gemeinsam mit seiner Tochter Adele Seelmann-Eggebert  geschrieben hat. Im Rittersaal des Celler Schlosses sind Vater und Tochter am Freitag, 14. Februar 2020, von 19:30 Uhr an im Gespräch mit Museumsleiterin Juliane Schmieglitz-Otten hautnah zu erleben .
INFO Eintrittskarten sind zum Preis von 12 Euro (10 Euro ermäßigt) im Bomann-Museum (Telefon 05141 124540), in der Buchhandlung Decius in Celle sowie an der Abendkasse erhältlich, sofern die Veranstaltung nicht bereits ausverkauft ist.

Freitag, 15. November 2019

Mit Kindern im Wald

Erzieher(innen)-Fortbildung in den Waldpädagogikzentren

Bereits seit über zehn Jahren organisiert die Landesunfallkasse Hannover zusammen mit den beiden Gemeindeunfallversicherungen und den Niedersächsischen Landesforsten die Erzieherfortbildung „Mit Kindern im Wald“. Erstmals werden im nächsten Jahr drei Termine im Zuständigkeitsbereich des Waldpädagogikzentrums (WPZ) Ostheide angeboten.

Die Termine für 2020 sind:
·  25. Juni, WPZ Ostheide, Seminargebäude Haus Oerrel, Schweriner Str. 1, 29633 Munster-Oerrel
·  26. Juni, WPZ Ostheide, Haus Siedenholz, Siedenholz 1, 29345 Unterlüß
·  1. Juli Naturum Göhrde, König-Georg-Allee 5, 29473 Göhrde
Die Fortbildung richtet sich an Erzieher(innen) aus Kindertageseinrichtungen kommunaler, kirchlicher oder privater Träger. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Anmeldung beim GUVH.

Tasten, fühlen, schmecken: Der Wald bietet Kindern viel Bewegungs- undErfahrungsmöglichkeiten. Foto: Sierk/NLF 
Für Insa Abeling von der Landesunfallkasse sind die Seminare sinnvolle Präventionsansätze für Kindertageseinrichtungen, da die positive Wirkung von intensivem Walderlebens und Förderung der kindlichen Motorik zusammenfließen: „Kinder haben immer weniger Gelegenheit herausfordernde Bewegungserfahrungen zu machen, die der Wald aufgrund seiner Beschaffenheit wie nebenbei bereithält. Das Draußensein im Wald bietet so viel Bewegungs- und Erfahrungsmöglichkeit, dass die gewonnenen Erfahrungen sich auch auf andere Lernsituationen positiv auswirken können.“ Diese Chance haben auch die teilnehmenden Erzieherinnen und Erzieher bereits erkannt. Wie sich in den vorherigen Seminaren herausstellt hat, waren viele Einrichtungen bereits regelmäßig an Waldtagen oder mit Waldwochen aktiv. Sie kommen aus Kindergärten kommunaler, kirchlicher, privater Träger oder von Wohlfahrtseinrichtungen. Auch Mitarbeiter heilpädagogischer Kindertagesstätten und reine Waldkindergärten sind regelmäßig vertreten. Die Stärkung der kindlichen Motorik auch im Wald ist für die Unfallversicherungen ein besonderes Anliegen, weil die überwiegende Mehrzahl der Unfälle in Kindergärten auf das kindliche Bewegungsverhalten zurückgehen. „Interessant ist auch, dass in Waldkindergärten oder bei Waldaufenthalten so gut wie keine Unfälle passieren, obwohl man spontan das Gegenteil vermuten würde“, wirbt Sozialpädagogin Insa Abeling für den Erlebnisraum Wald.
 Bevor die Seminarteilnehmer(innen) mit der Waldpädagogin Gisela Stöckmann in den Wald gehen, um vielfältige Anregungen für Aktionen im Wald zu bekommen und diese selbst auszuprobieren, steht etwas Theorie auf der Tagesordnung. Es gibt Informationen über die Rahmenbedingungen unter denen der Wald erkundet werden kann. Dazu gehören Information über die Waldbesitzverhältnisse ebenso wie das geltende Waldbetretungsrecht. Zur Theorie gehören natürlich auch die aus Sicht der Unfallkasse wichtigen haftungsrechtlichen Informationen. Der überwiegende Teil des Tages wird jedoch den kindgerechten Erfahrungsmöglichkeiten im Wald selbst gewidmet.