Mittwoch, 17. April 2019

Dance Fantasies

Klavierkonzert im Kloster Wienhausen

Mit poetischen Programmen, in denen Catherine Gordeladze Kompositionen abseits des Mainstreams mit bekanntem Konzertrepertoire vereint, hat sich die georgisch-deutsche Pianistin und Klavierdozentin (Musikhochschule Frankfurt) als eine bemerkenswerte Musikerin etabliert. Konzerte, Rundfunk- und TV-Aufnahmen (Georgien, EU, Hongkong, Neuseeland, Australien, Mexiko, USA) zeugen von ihrer weltweiten Präsenz. Beim Kulturkreis Wienhausen gastiert sie nun mit ihrem Programm "Dance Fantasies" – ein Panorame tänzerischer Klaviermusik von Rameau bis Ravel in Original und Bearbeitung.
Das Konzert findet am Freitag, 26. April, von 20 Uhr an im Sommerrefektorium des Klosters Wienhausen statt. Karten sind für 15 Euro ab 19 Uhr an der Abendkasse erhältlich (Reservierungen unter Telefon 05149 18660 oder E-Mail info@kulturkreis-wienhausen.de).

Mittwoch, 3. April 2019

Aktion für mehr Insektenvielfalt: Landwirte suchen Blüh-Paten

Ganz Deutschland redet von Bienensterben und Insektenschwund. Zu Recht erhält dieses Thema große Aufmerksamkeit, denn Bienen und Insekten sind überlebenswichtig für Ökosystem und Nahrungsmittelproduktion. Die Landwirte Friedrich Helmke, Jan Kaiser und Henning Pfeiffer aus den Regionen Uelzen und Wendland wollen sich für die Bienen engagieren. Doch sie brauchen Hilfe: von Menschen, denen die heimische Artenvielfalt am Herzen liegt und die dafür eine Patenschaft übernehmen.

Die Landwirte Jan Kaiser, Henning Pfeiffer und Friedrich Helmke (von links) bieten Blüh-Patenschaften an, um die heimische Insektenvielfalt zu erhalten. Foto: Rosenhof Marketing
„Wir leben von der Natur und wir wollen etwas zurückgeben“, sind sich die drei Landwirte einig. Der schonende und sparsame Umgang mit natürlichen Ressourcen ist für sie selbstverständlich. Seit mehr als zehn Jahren legen sie zudem Blühstreifen an, in denen sich Bienen, Schmetterlinge und Käfer tummeln. Doch sie wollen noch mehr tun und großzügige Blühflächen anlegen, die Insekten und Kleintieren Nahrung und Lebensraum bieten.
Vom 1. Mai an säen sie auf Ackerflächen Blühmischungen ein, die – abgestimmt mit örtlichen Imkern – eine abwechslungsreiche Blüte bis in den späten Herbst versprechen. Auf Dünger und Spritzmittel wird auf den Blühflächen komplett verzichtet. Wo vorher Kartoffeln, Getreide oder Zuckerrüben wuchsen, strecken bunte Blumen ihre Köpfe in die Luft. Dazwischen wimmelt es von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und Käfern. Auch Vögel werden angelockt.
 „Wir wollen mit den Blühflächen dazu beitragen, die Artenvielfalt zu erhalten“, so Friedrich Helmke, „doch allein schaffen wir das nicht.“ Denn die Landwirte verzichten für den Naturschutz bewusst auf Anbauflächen und Ernte sowie auf EU-Ausgleichszahlungen für diese Flächen. Deshalb bieten Helmke, Kaiser und Pfeiffer unter dem Motto „Lass es blühen!“ ab sofort Blüh-Patenschaften an. Blüh-Pate zu werden ist ganz einfach und gleichzeitig sehr wirkungsvoll. „Mit diesem kleinen Beitrag können die Menschen wirklich etwas verändern“, erklären die Landwirte. „Ohne Bienen können wir nicht leben. Wenn wir jetzt nichts tun, wann dann?“
 Blüh-Pate kann jeder sein: Privatperson oder ganze Firmen, die damit werben können. Die Patenschaft beginnt mit einer Überweisung und dauert von Mai bis zum Ende der Blühzeit im Herbst. Noch bis 22. April können sich Interessierte beteiligen. Auf der Website www.lass-es-bluehen.de gibt es alle Informationen. Dort und auf der Facebook-Seite wird die Blüte übers Jahr begleitet. Selbstverständlich darf jeder Pate „seine“ Fläche jederzeit besuchen. Im Sommer laden die drei Landwirte zu einem Fest, auf dem jeder Pate ein Glas Honig von den Blüten der Blühflächen als Dankeschön erhält. Eine Blüh-Patenschaft kann auch verschenkt werden – eine schöne und sinnvolle Idee für Menschen, die sich für Bienen und Insekten einsetzen wollen.

Dienstag, 2. April 2019

Märchenspaziergang im Arboretum Melzingen

Die Märchenerzählerin 
Katja Breitling. 
Foto: Veranstalter
Katja Breitling, die „Märchenfee“ aus Lüneburg,  wird ihre Gäste am Sonntag, 7. April, von 16 Uhr an auf einem Märchenspaziergang für die ganze Familie durch das Arboretum in Melzingen bei Ebstorf führen und an verschiedenen "verwunschenen" Orten des großen Gartens ihre Märchen aus aller Welt vortragen. Auf die Zuhörer wartet ein besonderes Erlebnis. Wer Katja Breitling zuhört, wie sie ihre Märchen frei erzählt, und dabei den schönen Garten auf sich wirken lässt, fühlt sich in einen Märchenwald versetzt und vergisst für Momente die Wirklichkeit.
Der Eintritt beträgt 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder (weitere Informationen und Anmeldungen unter Telefon 04131 7274770).

Montag, 1. April 2019

Poems for Laila an Bord der ms loretta

Der Name Poems for Laila steht für einen Mix aus dunklen Folk, Chansons und Pop – Osteuropa-Sound in Kombination mit Indie und Rock. Am Sonnabend, 6. April, stellt das Duo an Bord des Kulturschiffs ms Loretta im Celler Hafen sein aktuelles Album „Dark Timber“ vor.

Joanna Gemma Auguri und Nikolai Tomás sind das Duo Poems for Laila. Foto: Veranstalter
1989 gegründet, bestand das Duo zunächst aus Nikolai Tomás und Roy Eisenberg. Von ihren ausgedehnten Touren in den Osten, bis zum Ural, brachten sie prägende musikalische Anregungen mit und erspielten sich internationale Anerkennung. Seit 2015 besteht das Duo aus Nikolai Tomás und Joanna Gemma Auguri.
Wenn Poems for Laila die Bühne betreten, erinnern sie an andere große Paare wie Hazlewood & Sinatra oder Gainsbourgh & Birkin. Mit Akkordeon, Gitarren und anderen Instrumenten sowie zwei außerordentlichen Stimmen bringen Poems for Laila die ganze Breite menschlicher Abgründe auf die Bühne. Bodenlose Traurigkeit, blanker Zynismus, höchste Freude und emotionale Wagnisse wechseln sich ab, stimmige musikalische Experimente, tief im erzählerischen Folk verwurzelt, und auch in den dunkelsten Momenten durchdrungen von hoffnungsvoller Melancholie. Besondere Musik in besonderer, intimer Atmosphäre.
Das Konzert an Bord der ms loretta (Hafenstraße 1-9) beginnt um 20:30 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr). Eintritt: 20 Euro. Reservierungen (empfohlen) unter E-Mail info@ms-loretta.de.

Freitag, 29. März 2019

Förster und Waldpädagoge Jobst Plöger übernimmt Leitung des Hauses Siedenholz

Jobst-Marten Böttger (31) übernimmt im Forstamt Unterlüß die Leitung des Hauses Siedenholz (Waldpädagogikzentrum Ostheide). Er löst damit seinen Vorgänger Welf Einhorn ab, der von Anfang April an die Revierförsterei Lintzel im Forstamt Oerrel leiten wird.

Jobst-Marten Böttger mit Hündin Zahra vor seinem neuen Arbeitsplatz, dem Haus Siedenholz bei Unterlüß.
Foto: Niedersächsische Landesforsten
Jobst Böttger wurde 2018 bei den Niedersächsischen Landesforsten eingestellt. Als erste Aufgabe wurde ihm die Vertretung der Leitung des Hauses 25 Eichen (Waldpädagogikzentrum Weserbergland) übertragen. Hier hat er seine ersten Erfahrungen in der waldbezogenen Umweltbildung gemacht. „Das ich als frisch ausgelernter Förster, sofort eine solch verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen durfte, war für mich eine kleine Herausforderung", sagt er. "Ich habe schnell gemerkt, dass die Waldpädagogik für mich eine erfüllende Aufgabe ist, mit der ich viele Menschen an den faszinierenden Lebensraum Wald heranführen kann. Als junger Vater liegt mir die Arbeit mit jungen Leuten sehr am Herzen. Noch in diesem Jahr werde ich die Zusatzqualifikation zum zertifizierten Waldpädagogen absolvieren und mich im Oktober der Prüfung stellen."
Jobst Böttger sagte, er freue sich auf die neuen Aufgaben im Forstamt Unterlüß. Mit Siedenholz übernehme er ein "waldpädagogisch gut aufgestelltes Haus". Seit Anfang März dieses Jahres hat er sich gemeinsam mit seinem Vorgänger in die örtlichen Besonderheiten eingearbeitet. Als eine seiner ersten Aktionen legt er in unmittelbarer Nachbarschaft ein Arboretum an. Ein Arboretum ist ein Baumpark mit vielen verschiedenen Baumarten. Das Arboretum will er in seine Umweltbildungsarbeit einbeziehen.

Mittwoch, 27. März 2019

Bandcontest Plattsounds bringt plattdeutschen Rock, Pop, Punk und Reggae auf die Bühne

Musiker können sich jetzt bewerben 

Die Zukunft klingt Platt! Zumindest wenn es nach dem niederdeutschen Bandwettbewerb Plattsounds geht, den die Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen jedes Jahr organisieren. Bei dem Bandcontest verbinden junge, aufstrebende Musiker Rock, Pop, Punk, SingerSongwriter, HipHop oder Reggae mit der traditionellen Sprache Plattdeutsch. Am 9. November 2019 findet die Endausscheidung des Wettbewerbes in Stade statt. Ab sofort können sich Bands und Solokünstler im Alter von 15 bis 30 Jahren aus ganz Niedersachsen für den Auftritt im Alten Schlachthof bewerben. Etwa zehn Finalisten werden in Stade mit jeweils einem plattdeutschen Song antreten und um Preisgelder in Höhe von 1000, 600 und 300 Euro spielen. Moderiert wird die Show von der Sängerin und Schauspielerin Annie Heger.


Das „beste plattdeutsche Lied des Jahres“ sucht der originelle Wettbewerb bereits zum neunten Mal, er hat mittlerweile einen festen Platz in der niedersächsischen Musikszene. Junge Musiker haben seit 2011 rund 165 plattdeutsche Songs eingereicht, um angesagte Musik mit der coolsten Sprache des Nordens zu kombinieren. „Wir hoffen für Plattsounds auf viele Bewerber aus unserer Region“, sagt Anne Denecke, Geschäftsführerin des Lüneburgischen Landschaftsverbandes.
Viele Bands schätzen die Vorzüge des ungewöhnlichen Bandcontests. „Es herrscht eine tolle Stimmung bei Plattsounds und man hat die Gelegenheit, Bands aus ganz Niedersachsen kennenzulernen“, sagt Johann Grünefeld von den Village Idiots aus Ostfriesland. „Außerdem hat man die Möglichkeit, in einer tollen Location vor einem großen Publikum zu spielen.“
„Es ist, als würde man sich für einen Abend Urlaub nehmen, in dem man in der Heimat plötzlich in eine andere Sprache springt und es entsteht eine unglaublich tolle Atmosphäre“, sagt Georg von der Band Whale in the desert aus Buxtehude, die im Vorjahr den dritten Platz belegte. Das reicht ihnen aber noch nicht: „Es war eine komplett neue Herausforderung, da keiner von uns jemals wirklich mit Platt in Kontakt kam. Doch dieses Event hat uns gepackt und wir werden 2019 erneut einen Platt- Song in Angriff nehmen.“
Bis zum 22. September können sich Bands aber auch Solokünstler im Alter zwischen 15 und 30 Jahren unter www.plattsounds.de bewerben. Wer kein Plattdeutsch spricht, kann trotzdem bei Plattsounds mitmachen. Die Organisatoren helfen bei Bedarf mit einer Übersetzung und auch beim Einüben des plattdeutschen Textes. Die Bewerbung kann daher zunächst auch mit einem hochdeutschen oder englischen Lied erfolgen. Auftreten kann jedoch nur, wer einen Song mit plattdeutschem Text auf die Bühne bringt.
Plattsounds ist ein Kooperationsprojekt von sieben Landschaften und Landschaftsverbänden aus Niedersachsen, die den Wettbewerb im Rahmen der Kampagne „Platt is cool“ (www.platt-is-cool.de) umsetzen.
Ansprechpartner:
Landschaftsverband Stade
Johannisstraße 3 (Im Johanniskloster) 21682 Stade

Telefon: 04141 410519

Mail: info@plattsounds.de
Kontakt für Musiker:
Matthias Kahrs

E-Mail: info@plattsounds.de
Telefon: 0176 7709 4838

Montag, 25. März 2019

Den Blick nach Innen gerichtet

Klinger, Böcklin und andere Vertreter des Symbolismus 

FOLKERT FRELS
Claudia Krieghoff-Fraatz wird beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am 1. April im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau über den Symbolismus sprechen und dabei hauptsächlich deutschsprachige Künstler des Symbolismus wie Arnold Böcklin, Franz von Stuck, Ferdinand Hodler, Max Klinger und viele andere vorstellen.                                                          
Laut Wikipedia ist der Symbolismus "eine im späten 19. Jahrhundert entstandene literarische Richtung, die im Gegensatz zu Realismus und Naturalismus durch idealistische Züge gekennzeichnet ist, sich gegen den Positivismus richtet und neue Entfaltungsmöglichkeiten anstrebt“. Von der Literatur aus griff der Symbolismus langsam auf alle Bereiche der Kunst über. Er findet sich in der Malerei und Bildhauerei und auch in der Musik. Diese Strömung machte nicht an Ländergrenzen halt, auch wenn Kunsthistoriker zwischen Französischem, Deutschem, Russischem und noch anderen Arten des Symbolismus unterscheiden.
Den Symbolismus zu beschreiben ist schwierig. Eng mit der Philosophie und der Psychologie verbunden, will er nie etwas direkt ausdrücken, sondern alles sinnbildlich verschleiern. Er blickt nach innen und nicht nach außen wie der Impressionismus, der Naturalismus oder der Realismus. Der Symbolismus zeigt Seelenzustände, menschliche Ängste und Urtriebe. So sind die Werke der Symbolisten oft verstörend und inhaltlich schwer zu fassen. Alpträume, Todes- und Erotikfantasien sind Themen, die er verarbeitet, aber auch uralte menschliche Vorstellungen, die sich in Mythen und Legenden manifestiert haben. So kommen auch Faune, Sirenen und die femme fatale häufig vor. Die Symbolisten haben nie einen einheitlichen Stil gefunden und sind deshalb als Künstlergruppe auch nicht so präsent wie andere. Vielmehr eint sie der Inhalt ihrer Kunst, während sie sich fast aller möglichen Stile bedienten. Die Ursprünge des Symbolismus sind bereits in der Romantik und bei den Präraffaeliten zu finden, aber er wurde enorm beflügelt durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Welt, die zuvor noch unvorstellbar waren. Auch die Traumdeutung und die Psychoanalyse von Sigmund Freud lieferten den Stoff für die Werke der Symbolisten.
Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch dieser Veranstaltung freuen. Der Beginn ist um 19 Uhr und der Eintritt wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegengenommen.