Freitag, 25. Juni 2021

Landauf – Landab

 Die Malerin Petra Vollmer stellt im Arboretum Melzingen aus

Landschaftsmalerei von Petra Vollmer. Foto: Arboretum Melzingen

Petra Vollmers Bilder laden dazu ein, vertraute Landschaft anders zu betrachten. Das klassische Thema Landschaftsmalerei behandelt sie auf nicht klassische Weise. Die Bilder sind „nach der Natur“ gemalt und dennoch nicht naturalistisch. Überraschend anders ist, wie sie gemacht sind, wie das Material gewählt ist. 
Die Arbeiten auf Papier und Leinwand sind zweifelsfrei Landschaften. Allesamt gut lesbar. Aber handfeste Spuren äußerer Wirklichkeit schaffen weitere Bedeutungsebenen. So kann die Malerei mit Frottagen unterlegt sein, einer Technik, bei der Oberfläche durch Schraffur übertragen wird. Gearbeitet wird mit Abdrücken, mit Erde und anderem Material, verwendet werden alte Stoffe. Die Gebrauchs- und Materialspuren laden die Gegenständlichkeit der Bilder auf. So entstehen mehrdeutige Landschaften mit Anhaftungen von Realität. 
Die Ausstellung "Land auf – Landab" im Arboretum Melzingen (bei Ebstorf) spannt nicht zuletzt mit vielschichtigen Aquarellen einen weiten Bogen, der anregt zu einem neuen Blick auf den ländlichen Raum. 
Petra Vollmer lebt und arbeitet seit 2001 im Landkreis Uelzen als Malerin und Dozentin. In der Kunstwerkstatt Alte Schule in Eppensen bietet sie für verschiedene Altersgruppen Kurse an.

Die Ausstellung wird am Sonnabend, 10. Juli, um 17 Uhr eröffnet. Danach sind die Arbeiten von Petra Vollmer bis zum 31. Oktober jeweils mittwochs bis sonntags und an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr im Garten-Café zu sehen.
Hinweise zu den aktuell geltenden Corona-Vorgaben: www.arboretum-melzingen.de.
Rückfragen dazu unter Telefon (mobil) 0160 8468673.

Montag, 21. Juni 2021

25 Jahre Waldpädagogik

20.000 Kinder und Jugendliche haben in Siedenholz bei Unterlüß den Wald und seine Geschichte erlebt

Vor fünfundzwanzig Jahren zog die erste Schulklasse im historischen Siedenholzhaus des Forstamtes Unterlüß zu einem zweiwöchigen Waldeinsatz ein. Mittlerweile ist das Waldpädagogikzentrum (WPZ) Ostheide - Haus Siedenholz als eines von elf WPZ der Niedersächsischen Landesforsten für gute Umweltbildung in der Region bekannt. Seit der Eröffnung im Jahr 1996 kamen über zwanzigtausend junge Menschen nach Siedenholz, um für ein bis zwei Wochen den Wald zu erleben. Das altersgerechte Bildungsangebot ist thematisch breit gefächert. Neben den mehrtägigen Angeboten bietet das Team um Jobst Böttger auch waldpädagogische Tages- und Kurzzeitveranstaltungen für interessierte Schulen, Kindergärten und andere Gruppen in der Ostheide an. 

Förster Jobst Böttger leitet das Haus Siedenholz. Foto: Knut Sierk / Niedersächsische Landesforsten

„Das Wort „Siedenholz“ bedeutet niederes Gehölz. Der Wald und das Siedenholzhaus sind geschichtsträchtig und eng miteinander verwoben“, sagt Jobst Böttger ,Hausleiter und Förster vom Forstamt Unterlüß. Das etwa zweihundert Jahre alte ehemalige Forsthaus ist eines der ältesten Gebäude der Gemeinde Unterlüß. Es liegt nahe der historischen Poststraße Hannover-Lüneburg, einem seit dem Mittelalter genutzten Fracht- und Karrenweg. Siedenholz liegt in einem Talabschnitt, der ‚Franzosengrund‘ genannt wird. Im November 1806 lagerten hier über sechstausend französische Soldaten mit zweitausend Pferden und berittener Artillerie aus Napoleons Armee. Von 1851 bis 1904 wurde die Gemeinde Siedenholz durch einen Gemeindevorsteher verwaltet, der gleichzeitig zuständiger Förster war. Zu allen Amtshandlungen mussten sich die Unterlüsser Bürger nach Siedenholz begeben. Zeitgleich mit der Auflösung der Försterei Siedenholz entstand 1911 die Gemeinde Unterlüß.

„Nach langer und bewegter Geschichte streifen nun bereits seit fünfundzwanzig Jahren Kinder und Jugendliche gemeinsam mit unseren Forstwirten und Waldpädagogen durch den Lüßwald“, freut sich Förster Böttger. „Wir verzeichnen stetig steigende Besucherzahlen mit 3500-4000 Übernachtungen jährlich, zurzeit natürlich mit den Pandemie bedingten Einschränkungen. Aber: Die Nachfrage ist nach wie vor sehr groß und wir sind mit unseren Hygienekonzepten gut gerüstet für einen Neustart. Die ersten Gruppen werden unsere Bildungseinrichtung in Kürze wieder beleben“, freut sich Jobst Böttger auf die bevorstehende Saison. 

Sonntag, 20. Juni 2021

World & Chamber Jazz im Garten der Bäume

Arboretum Melzingen lädt zu Konzert ein

Bento, ein norddeutsches Oktett, dessen Geburtsstunde ein gemeinsames Sushi-Essen und ein tiefer Blick in die japanische Bento-Box war, spielt am Sonntag, 27. Juni, von 17 Uhr an erstmals im Arboretum Melzingen (bei Ebstorf). Es verbindet in seiner Musik Elemente aus Jazz und europäischer Musik mit ethnischer Musik verschiedener Kulturen und kreiert auf diese Weise eine imaginäre Folklore.

Diese acht junge Musiker haben eine ganz eigene Stilrichtung entwickelt und nennen diese World & Chamber Jazz.

Bento hat sich an den Musikhochschulen Lübeck und Hamburg gegründet, inzwischen ein erstes Album aufgenommen – das zweite ist für Oktober 2021 geplant – und besteht aus Nora-Elisa Kahl (Harfe und Gesang), Michel Schröder (Trompete, Flügelhorn), Vincent Dombrowski (Flöte, Saxophon), Ken Dombrowski (Posaune, Basstrompete), Florian Kiehn (Gitarre), Lucas Kolbe (Kontrabass), Johannes Metzger (Schlagzeug), Patrick Huss (Percussion, Vibraphon und Komposition).

Das Konzert findet im Kulturstall des Gartens der Bäume statt unter Beachtung der aktuellen Corona- Verordnung. Hinweise dazu finden sich auf der Internetseite www.arboretum-melzingen.de. Anfragen zur Veranstaltung werden unter der Telefonnummer (mobil)  0160 8468673 beantwortet.  Platzreservierungen sind nicht möglich. Das Arboretum setzt auch nicht die Luca-App ein.

Dienstag, 15. Juni 2021

Das Sommerheft erscheint am 21. Juni – jetzt vorbestellen!

Pünktlich zum Sommeranfang erscheint am 21. Juni das neue Calluna-Heft mit vielen Anregungen für Streifzüge zu Fuß und mit dem Fahrrad durch die sommerliche Südheide. Diesmal geht es an die Flüsse Ise, Ohre und Örtze. 

Eine Schwalbe macht bekanntlich noch keinen Sommer, und deshalb sorgen die Schwalben, die wir für eine unserer Tiergeschichten besucht haben, fleißig für Nachwuchs. Die Schwalben brüten übrigens dort, wo im Winter rund zwei Dutzend Igel schlafen. Außerdem tummeln sich im Heft: Störche, Biber,  Minks und jede Menge Bienen. Und an einem Sommerabend in der Heide beobachten wir Goldammer und Ziegenmelker.

In der Rubrik Hausgeschichten stellen wir auch diesmal wieder interessante, alte, unter Denkmalschutz stehende Gebäude.

Tiny Houses werden immer beliebter, und auch wir haben in diesem Magazin schon einige vorgestellt. Diesmal geht es allerdings um ein Mobilheim aus einer Zeit, als die Bezeichnung "Tiny House" zumindest hierzulande noch völlig unbekannt war. 

Nicht fehlen dürfen selbstverständlich die Beiträge in plattdeutscher Sprache und, als Heft im Heft, das Heidja-Magazin. In der Rubrik "Tipps vom Trainer" empfehlen wir allen, die sich ein Pedelec zugelegt haben und beim Flotten Fahren mit Motorunterstützung noch etwas unsicher sind: "Erst aufs Board, dann aufs Bike."

Freuen sie sich auf ingesamt 84 anregende Seiten, mit denen wir sie durch den Sommer begleiten!

Alle, die das Südheide-Magazin noch nicht im Abonnement beziehen, können es hier schon jetzt bestellen, damit sie es zum Sommerfang in ihrem Briefkasten finden.

 
Bestellmenge


Falls Sie die PayPal-Kaufabwicklung, für ein PayPal-Konto nicht unbedingt erforderlich ist, können Sie das Heft in der gewünschten Menge gerne auch mit einer E-Mail an buchshop(at)calluna-magazin.de bestellen. Bitte vergessen Sie dabei nicht, uns Ihre Lieferanschrift mitzuteilen. Der Lieferung liegt in diesem Fall eine Rechnung bei.

Montag, 7. Juni 2021

Bozó singt besondere Lieder von Udo Jürgens

Konzert im Arboretum Melzingen

Abseits der Schlagerwelt gibt es im Vermächtnis des Künstlers Udo Jürgens eine Vielzahl besonderer Lieder mit zeitlosen Texten, humorigen Chansons und Balladen voller Leidenschaft zu Themen, die Menschen immer berühren werden. Seit dem Tod von Udo Jürgens im Jahr 2014 widmet sich Mathias Bozó verstärkt der Aufführung dieser musikalischen Perlen. Emotionalität und Verletzlichkeit, zeitkritische Haltung und bisweilen visionäre Größe prägen diese besonderen Lieder. Sie sollen weiterleben und vor allem auch für ein durch sie sich berühren lassendes Publikum gesungen werden. Kraftvoll, mühelos auftrumpfend am Piano interpretiert Mathias Bozó am Sonntag, 13. Juni von 17 Uhr an authentisch und tief nachempfindend Lieder voll Selbstvertrauen und Zuversicht – von „Ich weiß, was ich will““ bis hin zu „Griechischem Wein“.

Mathias Bozó singt und spielt am 13. Juni im Garten der Bäume

Bei schönem Wetter findet das Konzert im Freien statt – ein Ausweichen in den offenen, sehr luftigen Kulturstall ist nach der aktuellen Niedersächsischen Corona-Verordnung vom 31. Mai möglich. Allerdings darf der medizinische Mund-Nasenschutz (MNS) erst bei Einnahme des Sitzplatzes abgenommen werden. Der medizinische MNS ist auch innen im Café inkl. der Sanitärlagen ebenso zwingend wie die Erhebung der Kontaktdaten und das Einhalten des Abstandsgebots. Das Arboretum arbeitet nicht mit der Luca App – daher sollte zur Vermeidung längerer Wartezeiten möglichst ein bereits ausgefüllter Kontaktdatenzettel mitgebracht werden.


Freitag, 4. Juni 2021

Wunderbaum und Zauberwald

Märchenspaziergang im Arboretum Melzingen mit Petra Kallen 

Endlich kann auch das Arboretum wieder seine Pforte für Veranstaltungen öffnen! Am Sonnabend, 6. Juni, wird Petra Kallen ihren Gästen von 16 Uhr an im Garten der Bäume der Christa von Winning Märchen aus längst vergangenen Zeiten erzählen. Schon seit 20 Jahren ist sie als Erzählerin im Wendland und Umgebung unterwegs und begeistert ihre Zuhörerinnen und Zuhörer mit Märchen und manchmal auch mit Harfenklängen. Selbst leidenschaftliche Gärtnerin, erzählt sie am liebsten in der Natur, unter dem Blätterdach Schatten spendender Bäume, auf sonnigen Lichtungen und zwischen duftenden Blumen. Ihre Geschichten erzählen von Baumgeistern und Waldfeen, von Zauberfrüchten und Himmelsleitern, von einer Zeit als Mensch und Natur noch innig verbunden waren.

Die Märchenerzählerin Petra Kallen

Der Eintritt beträgt für Erwachsene 10 Euro, für Kinder 5,- Euro. Karten sind an der Tageskasse erhältlich.

Nach der aktuellen Corona Verordnung vom 31. Mai ist für den Besich der Veranstaltung ein medizinischer Mund-Nasenschutz (MNS) erforderlich, der erst bei Einnahme des Sitzplatzes abgenommen werden darf. Der medizinische MNS ist auch innen im Café inkl. der Sanitärlagen ebenso zwingend wie die Erhebung der Kontaktdaten und das Einhalten des Abstandsgebots. Das Arboretum arbeitet nicht mit der Luca-App. Daher sollte zur Vermeidung längerer Wartezeiten möglichst ein bereits ausgefüllter Kontaktdatenzettel mitgebracht werden. Das Abstandsgebot gilt auch für den Garten. Bei Regen muss die Veranstaltung abgebrochen werden.

Mittwoch, 26. Mai 2021

Orgel Punkt 12

Ein Moment des Innehaltens, der Gelegenheit bietet, sich in sich zu versenken


FOLKERT FRELS / Text und Foto

Es ist keine reine Uelzener Erfindung, dieses „Orgel Punkt 12“ – unter diesem Begriff finden an mehreren Orten Orgelkonzerte statt: In der Stadtpfarrkirche zu Freitstadt (Österreich) z.B. oder in der St. Wenzel-Kirche in Naumburg an der Saale (jeden Mittwoch und Sonnabend) oder in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Ratingen. Und jeden Mittwoch Punkt 12 in Uelzens St. Marienkirche. Gemein ist all diesen Mini-Konzerten, dass die, die sich dazu in der Kirche versammeln, beim Orgelklang innehalten, sich ein klein wenig zurücknehmen und den Alltag außen vor lassen.

Mit Blick zum Altar dem Orgelklang lauschen ...

Seit Ostern lädt die St. Marienkirche, Uelzens Marktkirche, jeweils mittwochs zu einem Treffen ein. „Orgel Punkt 12“ nennt sich dieser Programmpunkt und Erik Matz hat an „seiner“ großen „Eule“-Orgel den Ehrgeiz, jedes Mal eine andere Zusammenstellung zu Gehör zu bringen. 

Diesmal, am Mittwoch, 26. Mai, war es ein Potpourri  schwerer, melancholischer, aber auch frohstimmender Weisen, die das Herz hüpfen und die Füße zucken lassen. Erik Matz spielte Kompositionen von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Dietrich Buxtehude, aber auch eine Fantasia von Johann Ludwig Krebs (1713-1780): “Freue dich sehr, o meine Seele“ - Im Programm bezeichnet als „Eine schlichte Choralstrophe“. - Schlicht, dennoch die Sinne betörend. Und geeignet, einfach so dazusitzen, sich zurückzunehmen und mit geschlossenen Augen zu lauschen.

Rund zwanzig Teilnehmer saßen – wie auch an den vergangenen Tagen beim „Orgel Punkt 12“ -  in Uelzens Hauptkirche. Es hätten ruhig ein paar mehr sein können … Daher bittet Erik Matz, Kantor von St. Marien und Initiator dieser Konzertreihe, bis Erntedank an jedem Mittwoch um zahlreichen Besuch der Orgelkonzerte Punkt 12. Selbstverständlich jeweils unter Beachtung der jeweils geltenden Corona-Schutzmaßnahmen.