Montag, 20. Mai 2019

Lulu Mimeuse kehrt zurück auf den Winkelhof

Lulu Mimeuse (alias Schauspieler Philip Richert), die als „Lüneburgs einzig wahre Diva“ gilt, macht nach ihrem großen Erfolg vom vergangenen Jahr nun erneut Station in Müden an der Örtze. Am Sonnabend, 8. Juni, präsentiert sie von 19:30 Uhr an ihr neues Programm auf dem Winkelhof. Einlass ist ab 18 Uhr.

Die Diva Lulu Mimeuse tritt erneut auf dem Winkelhof auf. Foto: Theater Lüneburg
„Lulu Mimeuse – 40 Jahre im Showbusiness“ – der Name ist Programm. Lulu wird in dieser Show mit unzähligen Klassikern ihrer nicht enden wollenden Karriere aufwarten: Songs und Geschichten von Marlene Dietrich, Ella Fitzgerald, Zarah Leander, Georgette Dee, Edith Piaf, Bette Midler, Hildegard Knef, Georg Kreisler, Tim Fischer, Friedrich Holländer, Tom Waits, Judy Garland oder David Bowie bringt sie an diesem bunten Abend zu Gehör.
Auch dieses Mal hat „La Mimeuse“ wieder eine renommierte Band an ihrer Seite: Pianistin Mira Teofilova, die „Katze aus Bulgarien“ begleitet die Diseuse seit Anbeginn der Zeit. Wie bereits im Vorjahr werden zudem Henning Thomsen am Schlagzeug und Sebastian Brand am Bass Lulus neue Show musikalisch unterstützen.
Karten sind im Vorverkauf für 20 Euro ab sofort erhältlich unter kontakt@winkelhof-mueden.de oder direkt auf dem Winkelhof im Hofcafé, Alte Dorfstraße 12, 29329 Müden/Örtze.

Mittwoch, 15. Mai 2019

Forstamt Unterlüß baut Teerstraßen zurück ...

... und wandelt sie in naturverträgliche Waldwege um

Das Niedersächsische Forstamt Unterlüß trennt sich von mehreren alten Teerstraßen im Wald. Insgesamt werden auf 9,2 Kilometer Länge Teerstraßen zurückgebaut. Sie werden mit einem Mineralgemisch, in sogenannter wassergebundener Bauweise, als Schotterwege neu ausgebaut. Ziel ist es, alte Forstwege naturverträglich zurückzubauen um die Schadstoffe in den alten und größtenteils stark beschädigten Schwarzdecken umweltgerecht zu entsorgen. Seit Anfang Mai laufen die Arbeiten, die voraussichtlich bis Ende August 2019 dauern werden.

 Rückbau schadhafter und schadstoffbelasteter Teerstraßen im Wald. Foto: Niedersächsische Landesforsten

“Die wassergebundenen Schotterwege sind ökologisch zuträglicher und in der Unterhaltung günstiger“, begründet Carsten Mönkemeyer die Entscheidung für den Schotterbelag. Der Wegebauspezialist aus dem Forstamt Seesen berät seine Landesförster vor Ort bei der Wahl für die geeignete Sanierung.
Laut Mönkemeyer müssen Waldbesucher bis Ende August mit Einschränkungen während der Forstwegearbeiten rechnen. Die Wege werden mit Sperrbaken und „Durchfahrt verboten „ Schildern abgesperrt. Zusätzlich werden Hinweistafeln aufgehängt, um Wanderer und Radfahrer zu informieren. Spaziergänger, Jogger und Radfahrer sollten auch einen stark erhöhten LKW- Verkehr einplanen. Er bittet um Verständnis und appelliert an die Erholungssuchenden, abgesperrte Wege nicht zu benutzen.
Betroffen sind Waldgebiete des Niedersächsischen Forstamtes Unterlüß im Landkreis Gifhorn: Als erstes werden in der Revierförsterei Betzhorn der Kanaldamm, der Leudamm und Luhmanns Damm saniert. Anschließend werden der Fuhrenweg und der Bösebruchweg in der Revierförsterei Malloh bearbeitet. Abschließend wird der Ringelaher Hauptweg in der Revierförsterei Ringelah und der Kronendamm in Betzhorn in Stand gesetzt.
Bei der Sanierung der alten Teerstraßen auf insgesamt 9.200 Meter Länge müssen 5.200 Tonnen Schwarzdecke ausgebaut, umweltgerecht entsorgt und durch 8.000 Tonnen Mineralgemisch ersetzt werden. Die Kosten für das Projekt betragen rund 500.000 Euro.
Auf insgesamt zehn Jahre haben die Niedersächsischen Landesforsten das Projekt zur Sanierung alter Teerstraßen im gesamten Landeswald angelegt.

Sonntag, 12. Mai 2019

Historische Stadtführung in Wittingen

Der Kultur- und Landschaftsführer Hans-Joachim Michaelis bietet in Zusammenarbeit mit der Südheide Gifhorn GmbH (Telefon 05831 9934900) eine historische Stadtführung durch Wittingen an.
Bevor es vom Marktplatz in Wittingen losgeht, gibt Michaelis einen Einblick in die Stadtgeschichte und erläutert, was es mit den Skulpturen wie dem Bierbrauer, dem Schusterjungen und der Gänseliesel auf sich hat. Nach einem kurzen Blick in die Lange Straße mit weiteren Fachwerkbauten geht es in die Kirche St. Stephanus, danach weiter zum Gänsemarkt und durch die Altstadtgassen zur Wallanlage. Beim Gang durch die Postgasse zur Junkerstraße erfahren die Teilnehmenden Einiges über die Adelsfamilie von dem Knesebeck, die im Mittelalter hier ihren Sitz hatte. Auf dem Rückweg vom Junkerhof zum Marktplatz erzählt Hans-Joachim Michaelis weitere spannende Geschichten über die Stadt Wittingen sowie über Land und Leute.
Die Führung findet am Dienstag, 14. Mai, von 14:30 Uhr an statt. Treffpunkt ist der Marktplatz, Am Markt, 29378 Wittingen. Die Teilnahme kostet 4 Euro je Person. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Freitag, 10. Mai 2019

Vierhändige Klaviermusik

"Ein Klavierduo der Extraklasse – Mona und Rica Bard sind bis in die kleinste Fingerspitze aufeinander eingespielt", lobte der Sender NDR Kultur. Das Duo errang nationale und internationale Preise und Auszeichnungen und wurde durch den Deutschen Musikrat im Rahmen der „Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler“ und den Verein „Yehudi Menuhin – Live Music Now" gefördert.

Mona und Rica Bard geben am 24. Mai ein Konzert im Kloster Wienhausen. Foto: Uwe Arens, Berlin

Zahlreiche Konzertmitschnitte, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen dokumentieren
 die künstlerische Vielseitigkeit des Duos. Umfangreiche Konzertverpflichtungen führten die Schwestern durch Europa, nach Asien und in die USA. 
Das wohl ambitionierteste deutsche Klavierduo der jungen Generation sucht seine Herausforderungen gleichermaßen in großen Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie und intimen Kammermusikräumen wie dem Sommerrefektorium des Klosters Wienhausen. Dort spielen Mona und Rica Bard am Freitag, 24. Mai, von 20 Uhr an vierhändige Klaviermusik des 18. bis 20. Jahrhunderts, darunter Werke von Brahms, Schubert und Ravel.
Karten sind am von 19:30 Uhr an für 15 Euro an der Abendkasse erhältlich.
Reservierungen werden unter Telefon 05149 18660 und E-Mail info@kulturkreis-wienhausen.de angenommen.

Mittwoch, 8. Mai 2019

Oma Sanne feiert 100. Geburtstag

Theater für die ganze Familie in Wettenbostel

Die aus vielen Jahrmarkttheater-Produktionen bekannte „Oma Sanne“ wird 100 Jahre alt. Das muss natürlich groß gefeiert werden: in einem Open-Air-Theaterstück für die ganze Familie in Wettenbostel bei Wriedel. 

Oma Sanne (Thomas Matschoß) wird 100 und bekommt einen Kuchen und ein Ständchen zum runden Geburtstag.
Foto: Jahrmarkttheater
Die Kunstfigur Oma Sanne betrat die Welt des Jahrmarkttheaters in der Komödie „Stadt, Land, Wurst“. Dargestellt von Thomas Matschoß hat sie ein vielfältiges Eigenleben entwickelt: Als Gastgeberin der „Dorfgedanken“ lädt sie regelmäßig zum Schnacken ein, und in „The History of Lagerfeuer“ sang sie mit dem Publikum „Blowin' in the Wind“.
Thomas Matschoß erzählt, er werde inzwischen im Supermarkt als Oma Sanne angesprochen und auf Kaffee und Kuchen zum Frauennachmittag eingeladen. Dass Sanne den wirklichen Bart von Matschoß trägt, ist dabei niemals ein Thema. Als Oma Sanne vor Kindern zu spielen, ist allerdings eine Premiere: „Darauf freuen wir uns beide sehr.“
Das Team, zu dem auch Martin Greif, Andrea Hingst und Anja Imig gehören, interessiert, was „Alter“ für Kinder bedeuten kann. Matschoß sagt: „Das Thema Alter ist für uns alle ja sehr unterschiedlich. Ich weiß noch genau, wie mir als Kind schon Zwanzigjährige sehr alt vorkamen. Heute, Mitte 60, zurren sich für mich Kindheit und Jugend zu einem kleinen Zeitpunkt zusammen.“ Im Stück wird das Alter sichtbar gemacht, indem Jahre in Meter übersetzt werden: Bei 100 Jahren kommt da schon ein ganzes Fußballfeld zusammen.
Zu ihrem Geburtstag hat Oma Sannes Heimatdorf Torfbostel alles vorbereitet: Eine riesige Torte ist gebacken, die Dorfgemeinschaft hat ein Ständchen einstudiert, alle haben sich heraus geputzt. Selbst Schweine, Hühner und Schafe haben Geschenke dabei – aber wo ist Oma Sanne? Hat sie etwa ihren eigen Geburtstag vergessen? Ist ihr etwas zugestoßen?
Die Feier droht zu platzen, bevor sie richtig angefangen hat! Schaf Sabine isst vor Nervosität die Geburtstagsblumen und auch Schwein Willi kann sich angesichts der Torte kaum noch beherrschen! Als dann noch der Fuchs im Hühnerstall auftaucht, ist das Chaos perfekt. Die Geburtstagsgäste auf dem Hof in Wettenbostel machen sich auf die spannende Suche nach dem Geburtstagskind. Oma Sanne 100. Geburtstag macht Lust auf einen Austausch zwischen den Generationen und erzählt mit viel Humor und Musik von hundert Gründen zu feiern, auf der Welt zu sein.

„Oma Sannes 100. Geburtstag“
für Kinder und Erwachsene von 4 bis 100+
von Anja Imig und Thomas Matschoß
Premiere Sonnabend, 1. Juni 2019
Weitere Vorstellungen: 3. und 4. August. / 10. und 11. August / 17. und 18. August / 24. August. 
Beginn jeweils 15:00 Uhr
Eintritt: 10 / 6 Euro
Schulvorstellungen
Montag, 3. Juni, 11:00 Uhr
Freitag, 7. Juni, 10:00 Uhr
Für beide Vorstellungen können sich Schulklassen noch anmelden!
Schauspiel: Martin Greif und Thomas Matschoß / Regie & Ausstattung: Anja Imig und Thomas Matschoß / Dramaturgie: Andrea Hingst / Musikalische Mitarbeit: Arne Gloe / Presse: Michel Büch
Kartenreservierung unter Telefon 05807 979971, E-Mail karten@jahrmarkttheater.de, www.reservix.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Dienstag, 7. Mai 2019

Naturtag für Frauen – Wellness im Wald

Janette Volk bietet im Rahmen eines Naturtages für Frauen Wellness im Wald an. Foto: Veranstalterin
Die Natur- und Wildnispädagogin Janette Volk aus Hansen bei Uelzen, die unter dem Namen "Feder und Kraut – wildes Lernen" firmiert, bietet einen Naturtag für Frauen an. Am 19. Mai 2019 bietet Feder und Kraut - wildes Lernen einen wunderbar entspannenden Tag nur für Frauen. Frei vom sonst üblichen (Zeit-)Druck steht dieser Tag ganz unter dem Motto „Waldwellness“.
Am Sonntag, 19. Mai, werden die Teilnehmerinnen von 10 bis 16 Uhr gemeinsam mit Janette Volk den Tag im Wald bei Hansen verbringen, mittels verschiedener Übungen einsinken in die Natur, Frühlingskräuter sammeln und genießen und für kurze Zeit den Alltag vergessen.
Die Veranstaltung findet im Wald rund um Hansen statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.federundkraut.de

Montag, 6. Mai 2019

Storch verunglückt – Gelege geborgen

Am Sonntagabend erreichte den Bereitschaftshabenden des NABU-Artenschutzzentrums, Joachim Neumann, ein Anruf der Polizei Peine, die wiederum von einem Bürger aus Wendeburg eine Meldung über einen schwer verletzten Weißstorch erhalten hatte. Nach telefonischer Rücksprache mit dem Finder machte sich der NABU-Mitarbeiter sofort auf den Weg, um dem verletzten Tier zur Hilfe zu kommen. Vor Ort bot sich jedoch ein erschreckendes Bild und schnell war klar, dass dem Storch nicht mehr geholfen werden konnte. Beide Beine waren offen gebrochen, zudem wies der Storch eine stark blutende Wunde am rechten Oberschenkel auf.

Dem schwer verletzten Storch konnte nicht mehr geholfen werden. Foto: Joachim Neumann
Für Joachim Neumann kommen aufgrund der Schwere der Verletzungen und dem Fundort des Tieres nicht viele Ursachen in Betracht: „Beinbrüche ziehen sich Störche hin und wieder bei Leitungsanflügen zu. In diesem Fall lag der Storch aber mitten im Ort in einer Grundstückseinfahrt abseits jeglicher Überlandleitungen, so dass davon auszugehen ist, dass der Storch auf der vorbeilaufenden Straße angefahren wurde“. Besonders verärgert ist Neumann über die Fundumstände: „Solche Unfälle sind natürlich immer tragisch. Fast ebenso schlimm finde ich aber, dass sich kein Unfallverursacher gemeldet hat und das schwer verletzte Tier sich selbst überlassen wurde“.
Da das Tier beringt war, wurde sofort der Weißstorchbetreuer für den Landkreis Peine informiert, um zu überprüfen, ob das verunglückte Tier einem besetzten Horst in der näheren Umgebung zugeordnet werden konnte. Dieses standardisierte Vorgehen erwies sich einmal mehr als vermutlich lebensrettend, denn anhand der Ringnummer konnte der Storch als Männchen des in Duttenstedt brütenden Paares identifiziert werden. Da ein Altvogel allein nicht in der Lage ist das Brut- und Aufzuchtgeschäft erfolgreich zu meistern, wurden die Eier folglich dem Nest entnommen und befinden sich nun im Brutkasten des NABU-Artenschutzzentrums in Leiferde. Für Joachim Neumann ist dies die beste Möglichkeit, die Situation noch halbwegs zu retten: „Das Ganze ist natürlich eine traurige Geschichte, aber wenn von nun an alles gut läuft, können wir etwa Mitte Mai mit Nachwuchs rechnen, der dann von uns aufgezogen und später ausgewildert wird“.

Die Storcheneier wurden in den Brutkasten des NABU-Artenschutzzentrums in Leiferde gebracht. Foto: Joachim Neumann