Dienstag, 29. Oktober 2019

Der Heidemaler Albert König

Vortrag beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen

FOLKERT FRELS
Am Montag, 4. November, wird Wolfgang Stade vom Freundeskreis des Albert-König-Museums in Unterlüß im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau einen Vortrag halten über den Künstler, dessen Namen das Museum trägt und der, wie wohl kaum ein heimischer Künstler, so mit einem Landstrich und einem Sujet verbunden ist. Albert König ist der Maler der Heide und der Bäume.

Albert König (Selbstporträt 1942) und zwei seiner Werke. Der Heidemaler hat sich nicht auf Heidelandschaften beschränkt, sondern ein vielfältiges Œvre hinterlassen. Foto: Albert-König-Museum
1881 in Eschede geboren, durchlebte er eine wechselhafte und entbehrungsreiche Jugend, teils auch im entfernten Ostpreußen, der Heimat seines Vaters. Neben der Schule musste er die Familie als Hütejunge unterstützen. 1895 begann er eine Lehre bei einem Dekorationsmaler in Eschede , der eine Ausbildung an der Düsseldorfer  Kunstgewerbeschule folgte. In München und Berlin hatte Albert König Gelegenheit, seine Technik  weiter zu entwickeln, Kontakte in die Künstlerwelt zu knüpfen und in Lovis Corinth  einen Lehrer zu finden. 1911 kommt er in die Lüneburger Heide zurück und bleibt ihr fast für den Rest seines Lebens treu.
1927 zieht er mit seiner Frau Dorothea, die er 1919 geheiratet hatte, in das Haus nach Unterlüß, in dem auch heute noch sein Geist wirkt, ist doch dort das nach ihm benannte Museum eingerichtet. Bestimmten zuvor noch teils symbolistisch-expressionistische Stillleben, Portraits und Aktdarstellungen sein Frühwerk, so scheint es hier in Unterlüß einen Bruch gegeben zu haben und er beginnt damit, Zeichnungen von Bäumen, die für ihn so typisch sind, anzufertigen. In Ölbildern von Heidelandschaften beschreibt er deren melancholisch-archaische Stimmungen.
1944 starb Albert König, und seine Witwe überantwortete nach ihrem Tod den gesamten Nachlass und das Haus in Unterlüß der Gemeinde Unterlüß, die dort für die Nachwelt das schon genannte Museum einrichten sollte. Insgesamt befinden sich dort etwa 12.000 Werke von Albert König. Es gibt dort - neben der Geschichte zum Abbau von Kieselgur – einen Überblick über sein Leben und Werk und auch regelmäßig Sonderausstellungen.

Das Albert-König-Museum in Unterlüß zeigt neben der Dauerausstellung auch wechselnde Sonderausstellungen.
Foto: Inka Lykka Korth
Der Kunstverein und der Referent würden sich über einen regen Besuch dieser Veranstaltung freuen. Der Beginn ist um 19 Uhr und der Eintritt wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs sind gern gesehen.  

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