Freitag, 4. September 2020

Die Tansey-Miniaturen

Vortrag beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen

FOLKERT FRELS

Immer am ersten Montag im Monat trafen sich Kunstinteressierte zum Montagstreff des Kunstvereins Uelzen im Theaterkeller des Theater. Bis zum März. Dann kam zum einen die sanierungsbedingte Schließung des Theaters an der Ilmenau und zum anderen die Schutzmaßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus‘. Beides bereitete Claudia Krieghoff-Fraatz, der „Macherin“ des Montagstreffs, großes Kopfzerbrechen hinsichtlich der Planung  in diesem Jahr. Es galt, einen Ersatz-Raum für den Theaterkeller zu finden, in dem die Abstands- und Hygieneregelungen eingehalten werden können. Nun gibt es eine Lösung: Das Neue Schauspielhaus an der Rosenmauer in Uelzen wird der neue Veranstaltungsort für den Montagstreff. Claudia Krieghoff-Fraatz: „Das Schauspielhaus darf wegen Corona nicht voll ausgelastet werden, aber etwa 35 Gäste sind möglich. Natürlich müssen die Corona-Regeln im Hinblick auf Abstand und Maske eingehalten werden. Die Maske ist Pflicht bis zum Sitzplatz. Außerdem müssen die Kontaktdaten  hinterlegt werden.“ 

Nun also nach langer Pause das erste Treffen. Es findet am Montag, 7. September, im Neuen Schauspielhaus statt. Referentin ist Juliane Schmieglitz-Otten. Im Bomann-Museum in Celle ist sie die Ansprechpartnerin für die Themenbereiche Landesgeschichte, Residenzmuseum im Celler Schloss und die Stiftung Miniaturensammlung Tansey. Über Letzteres, die Tansey-Sammlung, wird sie am kommenden Montag berichten und den Teilnehmenden am Montagstreff mit Bildbeispielen die im Bomann-Museum gezeigte Sammlung der Miniaturen nahebringen. In den meisten Fällen wurden Miniaturportraits als Erinnerung an einen geliebten Menschen gemalt und sind daher die persönlichsten Zeugen der Kunstgeschichte. Seit Beginn des 16. Jahrhunderts hatten sich Künstler dahingehend spezialisiert. Als “Goldenes Zeitalter” der Miniaturmalerei gilt das ausgehende 18. und frühe 19. Jahrhundert. Die von dem Ehepaar Lieselotte und Ernest Tansey im Verlauf der vergangenen vierzig Jahre zusammengetragene Sammlung umfasst europäische Miniaturen aus der Zeit des späten 16. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Fast ausnahmslos handelt es sich um Porträts, doch auch einige Stillleben und Landschaften sind darunter. Es ist eine der weltweit größten und bedeutendsten Kollektionen – sowohl im Hinblick auf ihren Umfang als auch bezüglich der Vielfalt der darin vertretenen Meister. 1997 wurde die Sammlung teilweise in eine Stiftung überführt.

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch dieser Veranstaltung freuen. Der Beginn ist um 19 Uhr und der Eintritt wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen. Aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen bittet Claudia Krieghoff-Fraatz Interessierte an diesem Vortrag, sich für den Montagstreff im Vorfeld anzumelden unter Telefon 05826 958436 oder mit einer E-Mail an kunstverein-uelzen-ckf@t-online.de.      

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