Mittwoch, 1. August 2018

„Bin gekommen, um zu bleiben“

Dr. Björn Thomann neu im Team des Museumsdorfes Hösseringen

Neuer Stellvertreter des Museumsleiters:
Dr. Björn Thomann. Foto: Museumsdorf Hösseringen
Der Leiter des Museumsdorfes Hösseringen, Dr. Ulrich Brohm, hat einen neuen Stellvertreter:  Dr. Björn Thomann (41) ist im Rheinland geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur in Bonn studierte er Geschichte, Archäologie und Kunstgeschichte in Trier, den Schwerpunkt legte er auf die Neuere Geschichte. In der Magisterarbeit beschäftigte er sich mit der Rolle der Burschenschaften in der 1848-er Revolution. Seine Begeisterung für die Geschichte hatte er aber schon viel früher entdeckt, und das hat mit den Großeltern zu tun. „Sie erzählten mir oft von ihrem Bauernhof in Posen, den sie nach dem Krieg verlassen mussten. Ich fand das spannend und so habe ich mich an die Vergangenheit und besonders auch an die Landwirtschaftsgeschichte angenähert“, erinnert er sich. Im Garten der Großeltern begann dann auch seine museale Tätigkeit: „Ich habe ihre alten Sachen aus dem Keller geholt und ausgestellt“. Da war er sieben Jahre alt.
Die Römer, die im besonders im Rheinland viele Spuren hinterlassen haben, führten Björn Thomann zur klassischen Archäologie. Aber er kam doch immer wieder auf das Thema Landwirtschaft zurück, so auch im Rahmen seiner Dissertation, die die Entwicklungsgeschichte des agrarwissenschaftlichen Studiums im deutschsprachigen Raum und der landwirtschaftlichen Studentenverbindungen beleuchtet. In diesem Zusammenhang befasste er sich auch mit der Ebstorfer Ackerbauschule. Später arbeitete er in einem Freilichtmuseum bei Kiel, dann folgten eine einjährige praktische Tätigkeit auf einem Bio-Bauernhof, genealogische Forschungen in Innsbruck und ein Volontariat beim Landschaftsverband Rheinland . „Die Arbeit im Freilichtmuseum hat mir besonders gefallen. Ich bin sehr froh, dass ich daran nun anknüpfen kann“, sagt er.
An der Südheide gefällt ihm aber nicht nur der neue Arbeitsplatz: „Hier ist viel Platz und ich kann mich in die Natur zurückziehen, wenn mir danach ist“, sagt er und freut sich schon darauf, dass seine Ehefrau und die beiden Kinder bald nachkommen: „Ich bin gekommen, um zu bleiben.“
Nachdem er sich einen Einblick in alle Arbeitsbereiche des Museumsdorfes verschafft hat, bereitet  Thomann nun vorrangig die neue Ausstellung im Haus Eschede vor, die im September eröffnet werden soll. „Wir sind derzeit dabei, den Ausstellungstexten den letzten Schliff zu geben“, berichtet er. „Das Konzept steht längst, aber es sind noch eine Menge Aufgaben zu erledigen.“ Auf dem Plan stünden Reparaturen am Haus wie etwa Malerarbeiten, Verfugungen an den äußeren Wänden, die Erneuerung des Bienenzaunes und Ausbauten im Inneren. Auch eine Medienstation soll in die neue Ausstellung integriert werden.

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