Dienstag, 11. Juni 2024

Fidel, Dudelsack und Drehleier

Folk Music auf alten Instrumenten – »Klangausch-Konzert« im Museumsdorf

Alte Musikinstrumente und alte Bauernhäuser – das passt doch gut zusammen. Impressionen vom »Klangrausch-Konzert« 2023. Hier spielen Hermann Härtel, Simon Wäscher und Jørgen W.Lang. 

Musiker aus ganz Europa spielen am Sonnabend, 15. Juni, von 19 Uhr an in einem bunten Konzertprogramm mit Fidel, Dudelsack, Harfe, Drehleier und vielen anderen Instrumenten alte und neue Volkslieder im Museumsdorf Hösseringen. Nach dem »Klangrausch-Konzert« werden Stühle geschoben und die Tanzfläche frei gemacht, denn anschließend ist zum gemeinsamen Tanzvergnügen nach alten und neuen Weisen eingeladen. Konzertkarten können an der Abendkasse erworben werden. Speisen und Getränke werden angeboten.

Das Konzert findet im Rahmen des »Klangrausch-Treffens« statt, das vom 15. bis 16. Juni im Museumsdorf stattfindet. Zwei Tage lang musizieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Treffens überall auf dem Museumsgelände und in verschiedenen Häusern. Besucher können gerne dazukommen und zuhören. Auf traditionelle Art und Weise werden dabei Lieder und Tänze durch Vorspielen weitergegeben. Das »Klangrausch«-Wochenende endet am Sonntag, dem 16. Juni, gegen 14 Uhr mit einem Abschlusskonzert.

Auftritt eines Violinentrios beim »Klasngrauschkonzert« 2023. Fotos: Museumsdorf Hösseringen

Mittwoch, 5. Juni 2024

Demo gegen rechtsextreme "Sonnwendfeier"

Mit Ansprache von Margot Käßmann am Südheide-Bahnhof Eschede

Bereits seit drei Jahrzehnten finden auf dem früheren Hof des NPD-Aktivisten Joachim Nahtz am Ortsrand von Eschede große Neonazi-Treffen statt. Besonders die „Sonnwendfeiern“ und das „Erntefest“ haben eine lange Tradition. Die Neonazis bezeichnen diese Feste als „Brauchtumsfeiern“. Ihr eigentliches Ziel sei es aber, auf diesen Zusammenkünften der norddeutschen Neonazi-Szene Kontakte zu pflegen, Termine abzusprechen und neue Aktionen vorzubereiten, erläutert Pastor i.R. Wilfried Manneke als Sprecher des Netzwerks Südheide gegen Rechtsextremismus. Somit seien diese „Brauchtumsfeiern“ alles andere als harmlos.

Vor fünf Jahren hat die NPD Niedersachsens den Hof gekauft. Die Treffen auf dem Hof haben dadurch eine neue Qualität erhalten. „Das ist für uns ein Grund mehr, jedes Mal, wenn Rechtsextreme dort zusammenkommen, vor dem Hof zu demonstrieren, vor allem gegen die menschenverachtende Ideologie der extremen Rechten“, sagt Wilfried Manneke.

Erstmals haben sich in diesem Jahr Rechtsextreme aus mehreren europäischen Ländern auf dem Hof Eschede getroffen. Laut Veranstalter nahmen insgesamt 115 Personen aus Deutschland, Spanien, Frankreich, England, Ungarn, Serbien, Griechenland und Bulgarien an dem europäischen Zeltlager teil. Das Treffen diente den Rechtsextremen als Auftakt zum Europawahlkampf 2024.

Die Demonstrationen gegen die Treffen auf dem NPD-Hof werden von einer politisch breit aufgestellten, vielfältigen, aber entschlossenen Allianz getragen. Zu diesem breiten Spektrum gehören Gewerkschafter und Kirchenleute, Angehörige verschiedener Parteien, Initiativgruppen gegen Rechtsextremismus, auch „Omas gegen Rechts“ und Leute aus dem „Bunten Haus“ Celle. Die Teilnehmenden repräsentieren auf den Demos eine große Spannweite der Gesellschaft und setzen ein deutliches Zeichen dafür, dass die überwiegende Mehrheit unserer Gesellschaft rechtsextremes Gedankengut unmissverständlich ablehnt.

Die Demo gegen rechtsextreme Sonnwendfeier in Eschede beginnt am Sonnabend, 22. Juni, um 13 Uhr vor dem Südheide-Bahnhof in Eschede mit einem Musik-Vorprogramm. Es treten auf der Gitarrist und Sänger Tom Kirk und die Pianistin und Sängerin Anastasia Novoselova. Nach der Kundegebung (ab 14 Uhr) setzt sich der Demonstrationszug zum NPD-Hof in Bewegung. In Sicht- und Hörweite sollen dort  Protest und Unmut geäußert werden. Anschließend geht es zurück zum Bahnhof, wo die Demo gegen 17 Uhr endet.

Geplant sind Ansprachen von

- Dr. Margot Käßmann, frühere Landesbischöfin und EKD-Ratsvorsitzende (Hannover)

- Heinrich Lange, Bürgermeister in Eschede

- Angela Hohmann, Mitglied des Deutschen Bundestages (Celle)

- Dr. Matthias Richter-Steinke, DGB-Geschäftsführer Region Nord-Ost-Niedersachsen (Lüneburg).

Das Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus hofft auf möglichst viele Teilnehmende

Montag, 3. Juni 2024

Kräutern und Insekten auf der Spur

 Kostenfreie Workshops im Museumsdorf Hösseringen

Das Museumsdorf besteht nicht nur aus historischen Gebäuden, sondern hat auch viel Grün zu bieten – beste Voraussetzungen für die Teilnahme an der "Woche der Natur". Foto: Museumsdorf Hösseringen

Das Museumsdorf Hösseringen beteiligt sich an der „Woche der Natur“ der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und bietet im Juni zwei kostenfreie Veranstaltungen an. Am Freitag, 21. Juni, von 13 bis 15 Uhr geht es mit der Kräuterführerin Hedwig Herbert auf die Suche nach heimischen Wildkräutern auf dem Museumsgelände. Der Spitzwegerich wird dabei näher in den Augenschein genommen. Gemeinsam wird aus dem Wegerich ein Roll-on hergestellt, der auf Mückenstiche aufgetragen werden kann. 

Am Sonntag,23. Juni von 11 bis 14 Uhr entführt die zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin Nicola Mahnke in die faszinierende Welt der Insekten. Bei einem Rundgang auf dem Gelände des Museumsdorfes lernen die Teilnehmenden an unterschiedlichen Beobachtungsstationen verschiedene Insektenarten kennen. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei, für die Teilnehmenden entfällt der Museumseintritt. Eine vorherige Anmeldung unter E-Mail info@museumsdorf-hoesseringen.de oder Telefon 05826 1774 ist erforderlich.