Mittwoch, 17. April 2019

Dance Fantasies

Klavierkonzert im Kloster Wienhausen

Mit poetischen Programmen, in denen Catherine Gordeladze Kompositionen abseits des Mainstreams mit bekanntem Konzertrepertoire vereint, hat sich die georgisch-deutsche Pianistin und Klavierdozentin (Musikhochschule Frankfurt) als eine bemerkenswerte Musikerin etabliert. Konzerte, Rundfunk- und TV-Aufnahmen (Georgien, EU, Hongkong, Neuseeland, Australien, Mexiko, USA) zeugen von ihrer weltweiten Präsenz. Beim Kulturkreis Wienhausen gastiert sie nun mit ihrem Programm "Dance Fantasies" – ein Panorame tänzerischer Klaviermusik von Rameau bis Ravel in Original und Bearbeitung.
Das Konzert findet am Freitag, 26. April, von 20 Uhr an im Sommerrefektorium des Klosters Wienhausen statt. Karten sind für 15 Euro ab 19 Uhr an der Abendkasse erhältlich (Reservierungen unter Telefon 05149 18660 oder E-Mail info@kulturkreis-wienhausen.de).

Mittwoch, 3. April 2019

Aktion für mehr Insektenvielfalt: Landwirte suchen Blüh-Paten

Ganz Deutschland redet von Bienensterben und Insektenschwund. Zu Recht erhält dieses Thema große Aufmerksamkeit, denn Bienen und Insekten sind überlebenswichtig für Ökosystem und Nahrungsmittelproduktion. Die Landwirte Friedrich Helmke, Jan Kaiser und Henning Pfeiffer aus den Regionen Uelzen und Wendland wollen sich für die Bienen engagieren. Doch sie brauchen Hilfe: von Menschen, denen die heimische Artenvielfalt am Herzen liegt und die dafür eine Patenschaft übernehmen.

Die Landwirte Jan Kaiser, Henning Pfeiffer und Friedrich Helmke (von links) bieten Blüh-Patenschaften an, um die heimische Insektenvielfalt zu erhalten. Foto: Rosenhof Marketing
„Wir leben von der Natur und wir wollen etwas zurückgeben“, sind sich die drei Landwirte einig. Der schonende und sparsame Umgang mit natürlichen Ressourcen ist für sie selbstverständlich. Seit mehr als zehn Jahren legen sie zudem Blühstreifen an, in denen sich Bienen, Schmetterlinge und Käfer tummeln. Doch sie wollen noch mehr tun und großzügige Blühflächen anlegen, die Insekten und Kleintieren Nahrung und Lebensraum bieten.
Vom 1. Mai an säen sie auf Ackerflächen Blühmischungen ein, die – abgestimmt mit örtlichen Imkern – eine abwechslungsreiche Blüte bis in den späten Herbst versprechen. Auf Dünger und Spritzmittel wird auf den Blühflächen komplett verzichtet. Wo vorher Kartoffeln, Getreide oder Zuckerrüben wuchsen, strecken bunte Blumen ihre Köpfe in die Luft. Dazwischen wimmelt es von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und Käfern. Auch Vögel werden angelockt.
 „Wir wollen mit den Blühflächen dazu beitragen, die Artenvielfalt zu erhalten“, so Friedrich Helmke, „doch allein schaffen wir das nicht.“ Denn die Landwirte verzichten für den Naturschutz bewusst auf Anbauflächen und Ernte sowie auf EU-Ausgleichszahlungen für diese Flächen. Deshalb bieten Helmke, Kaiser und Pfeiffer unter dem Motto „Lass es blühen!“ ab sofort Blüh-Patenschaften an. Blüh-Pate zu werden ist ganz einfach und gleichzeitig sehr wirkungsvoll. „Mit diesem kleinen Beitrag können die Menschen wirklich etwas verändern“, erklären die Landwirte. „Ohne Bienen können wir nicht leben. Wenn wir jetzt nichts tun, wann dann?“
 Blüh-Pate kann jeder sein: Privatperson oder ganze Firmen, die damit werben können. Die Patenschaft beginnt mit einer Überweisung und dauert von Mai bis zum Ende der Blühzeit im Herbst. Noch bis 22. April können sich Interessierte beteiligen. Auf der Website www.lass-es-bluehen.de gibt es alle Informationen. Dort und auf der Facebook-Seite wird die Blüte übers Jahr begleitet. Selbstverständlich darf jeder Pate „seine“ Fläche jederzeit besuchen. Im Sommer laden die drei Landwirte zu einem Fest, auf dem jeder Pate ein Glas Honig von den Blüten der Blühflächen als Dankeschön erhält. Eine Blüh-Patenschaft kann auch verschenkt werden – eine schöne und sinnvolle Idee für Menschen, die sich für Bienen und Insekten einsetzen wollen.

Dienstag, 2. April 2019

Märchenspaziergang im Arboretum Melzingen

Die Märchenerzählerin 
Katja Breitling. 
Foto: Veranstalter
Katja Breitling, die „Märchenfee“ aus Lüneburg,  wird ihre Gäste am Sonntag, 7. April, von 16 Uhr an auf einem Märchenspaziergang für die ganze Familie durch das Arboretum in Melzingen bei Ebstorf führen und an verschiedenen "verwunschenen" Orten des großen Gartens ihre Märchen aus aller Welt vortragen. Auf die Zuhörer wartet ein besonderes Erlebnis. Wer Katja Breitling zuhört, wie sie ihre Märchen frei erzählt, und dabei den schönen Garten auf sich wirken lässt, fühlt sich in einen Märchenwald versetzt und vergisst für Momente die Wirklichkeit.
Der Eintritt beträgt 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder (weitere Informationen und Anmeldungen unter Telefon 04131 7274770).

Montag, 1. April 2019

Poems for Laila an Bord der ms loretta

Der Name Poems for Laila steht für einen Mix aus dunklen Folk, Chansons und Pop – Osteuropa-Sound in Kombination mit Indie und Rock. Am Sonnabend, 6. April, stellt das Duo an Bord des Kulturschiffs ms Loretta im Celler Hafen sein aktuelles Album „Dark Timber“ vor.

Joanna Gemma Auguri und Nikolai Tomás sind das Duo Poems for Laila. Foto: Veranstalter
1989 gegründet, bestand das Duo zunächst aus Nikolai Tomás und Roy Eisenberg. Von ihren ausgedehnten Touren in den Osten, bis zum Ural, brachten sie prägende musikalische Anregungen mit und erspielten sich internationale Anerkennung. Seit 2015 besteht das Duo aus Nikolai Tomás und Joanna Gemma Auguri.
Wenn Poems for Laila die Bühne betreten, erinnern sie an andere große Paare wie Hazlewood & Sinatra oder Gainsbourgh & Birkin. Mit Akkordeon, Gitarren und anderen Instrumenten sowie zwei außerordentlichen Stimmen bringen Poems for Laila die ganze Breite menschlicher Abgründe auf die Bühne. Bodenlose Traurigkeit, blanker Zynismus, höchste Freude und emotionale Wagnisse wechseln sich ab, stimmige musikalische Experimente, tief im erzählerischen Folk verwurzelt, und auch in den dunkelsten Momenten durchdrungen von hoffnungsvoller Melancholie. Besondere Musik in besonderer, intimer Atmosphäre.
Das Konzert an Bord der ms loretta (Hafenstraße 1-9) beginnt um 20:30 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr). Eintritt: 20 Euro. Reservierungen (empfohlen) unter E-Mail info@ms-loretta.de.

Freitag, 29. März 2019

Förster und Waldpädagoge Jobst Plöger übernimmt Leitung des Hauses Siedenholz

Jobst-Marten Böttger (31) übernimmt im Forstamt Unterlüß die Leitung des Hauses Siedenholz (Waldpädagogikzentrum Ostheide). Er löst damit seinen Vorgänger Welf Einhorn ab, der von Anfang April an die Revierförsterei Lintzel im Forstamt Oerrel leiten wird.

Jobst-Marten Böttger mit Hündin Zahra vor seinem neuen Arbeitsplatz, dem Haus Siedenholz bei Unterlüß.
Foto: Niedersächsische Landesforsten
Jobst Böttger wurde 2018 bei den Niedersächsischen Landesforsten eingestellt. Als erste Aufgabe wurde ihm die Vertretung der Leitung des Hauses 25 Eichen (Waldpädagogikzentrum Weserbergland) übertragen. Hier hat er seine ersten Erfahrungen in der waldbezogenen Umweltbildung gemacht. „Das ich als frisch ausgelernter Förster, sofort eine solch verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen durfte, war für mich eine kleine Herausforderung", sagt er. "Ich habe schnell gemerkt, dass die Waldpädagogik für mich eine erfüllende Aufgabe ist, mit der ich viele Menschen an den faszinierenden Lebensraum Wald heranführen kann. Als junger Vater liegt mir die Arbeit mit jungen Leuten sehr am Herzen. Noch in diesem Jahr werde ich die Zusatzqualifikation zum zertifizierten Waldpädagogen absolvieren und mich im Oktober der Prüfung stellen."
Jobst Böttger sagte, er freue sich auf die neuen Aufgaben im Forstamt Unterlüß. Mit Siedenholz übernehme er ein "waldpädagogisch gut aufgestelltes Haus". Seit Anfang März dieses Jahres hat er sich gemeinsam mit seinem Vorgänger in die örtlichen Besonderheiten eingearbeitet. Als eine seiner ersten Aktionen legt er in unmittelbarer Nachbarschaft ein Arboretum an. Ein Arboretum ist ein Baumpark mit vielen verschiedenen Baumarten. Das Arboretum will er in seine Umweltbildungsarbeit einbeziehen.

Mittwoch, 27. März 2019

Bandcontest Plattsounds bringt plattdeutschen Rock, Pop, Punk und Reggae auf die Bühne

Musiker können sich jetzt bewerben 

Die Zukunft klingt Platt! Zumindest wenn es nach dem niederdeutschen Bandwettbewerb Plattsounds geht, den die Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen jedes Jahr organisieren. Bei dem Bandcontest verbinden junge, aufstrebende Musiker Rock, Pop, Punk, SingerSongwriter, HipHop oder Reggae mit der traditionellen Sprache Plattdeutsch. Am 9. November 2019 findet die Endausscheidung des Wettbewerbes in Stade statt. Ab sofort können sich Bands und Solokünstler im Alter von 15 bis 30 Jahren aus ganz Niedersachsen für den Auftritt im Alten Schlachthof bewerben. Etwa zehn Finalisten werden in Stade mit jeweils einem plattdeutschen Song antreten und um Preisgelder in Höhe von 1000, 600 und 300 Euro spielen. Moderiert wird die Show von der Sängerin und Schauspielerin Annie Heger.


Das „beste plattdeutsche Lied des Jahres“ sucht der originelle Wettbewerb bereits zum neunten Mal, er hat mittlerweile einen festen Platz in der niedersächsischen Musikszene. Junge Musiker haben seit 2011 rund 165 plattdeutsche Songs eingereicht, um angesagte Musik mit der coolsten Sprache des Nordens zu kombinieren. „Wir hoffen für Plattsounds auf viele Bewerber aus unserer Region“, sagt Anne Denecke, Geschäftsführerin des Lüneburgischen Landschaftsverbandes.
Viele Bands schätzen die Vorzüge des ungewöhnlichen Bandcontests. „Es herrscht eine tolle Stimmung bei Plattsounds und man hat die Gelegenheit, Bands aus ganz Niedersachsen kennenzulernen“, sagt Johann Grünefeld von den Village Idiots aus Ostfriesland. „Außerdem hat man die Möglichkeit, in einer tollen Location vor einem großen Publikum zu spielen.“
„Es ist, als würde man sich für einen Abend Urlaub nehmen, in dem man in der Heimat plötzlich in eine andere Sprache springt und es entsteht eine unglaublich tolle Atmosphäre“, sagt Georg von der Band Whale in the desert aus Buxtehude, die im Vorjahr den dritten Platz belegte. Das reicht ihnen aber noch nicht: „Es war eine komplett neue Herausforderung, da keiner von uns jemals wirklich mit Platt in Kontakt kam. Doch dieses Event hat uns gepackt und wir werden 2019 erneut einen Platt- Song in Angriff nehmen.“
Bis zum 22. September können sich Bands aber auch Solokünstler im Alter zwischen 15 und 30 Jahren unter www.plattsounds.de bewerben. Wer kein Plattdeutsch spricht, kann trotzdem bei Plattsounds mitmachen. Die Organisatoren helfen bei Bedarf mit einer Übersetzung und auch beim Einüben des plattdeutschen Textes. Die Bewerbung kann daher zunächst auch mit einem hochdeutschen oder englischen Lied erfolgen. Auftreten kann jedoch nur, wer einen Song mit plattdeutschem Text auf die Bühne bringt.
Plattsounds ist ein Kooperationsprojekt von sieben Landschaften und Landschaftsverbänden aus Niedersachsen, die den Wettbewerb im Rahmen der Kampagne „Platt is cool“ (www.platt-is-cool.de) umsetzen.
Ansprechpartner:
Landschaftsverband Stade
Johannisstraße 3 (Im Johanniskloster) 21682 Stade

Telefon: 04141 410519

Mail: info@plattsounds.de
Kontakt für Musiker:
Matthias Kahrs

E-Mail: info@plattsounds.de
Telefon: 0176 7709 4838

Montag, 25. März 2019

Den Blick nach Innen gerichtet

Klinger, Böcklin und andere Vertreter des Symbolismus 

FOLKERT FRELS
Claudia Krieghoff-Fraatz wird beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am 1. April im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau über den Symbolismus sprechen und dabei hauptsächlich deutschsprachige Künstler des Symbolismus wie Arnold Böcklin, Franz von Stuck, Ferdinand Hodler, Max Klinger und viele andere vorstellen.                                                          
Laut Wikipedia ist der Symbolismus "eine im späten 19. Jahrhundert entstandene literarische Richtung, die im Gegensatz zu Realismus und Naturalismus durch idealistische Züge gekennzeichnet ist, sich gegen den Positivismus richtet und neue Entfaltungsmöglichkeiten anstrebt“. Von der Literatur aus griff der Symbolismus langsam auf alle Bereiche der Kunst über. Er findet sich in der Malerei und Bildhauerei und auch in der Musik. Diese Strömung machte nicht an Ländergrenzen halt, auch wenn Kunsthistoriker zwischen Französischem, Deutschem, Russischem und noch anderen Arten des Symbolismus unterscheiden.
Den Symbolismus zu beschreiben ist schwierig. Eng mit der Philosophie und der Psychologie verbunden, will er nie etwas direkt ausdrücken, sondern alles sinnbildlich verschleiern. Er blickt nach innen und nicht nach außen wie der Impressionismus, der Naturalismus oder der Realismus. Der Symbolismus zeigt Seelenzustände, menschliche Ängste und Urtriebe. So sind die Werke der Symbolisten oft verstörend und inhaltlich schwer zu fassen. Alpträume, Todes- und Erotikfantasien sind Themen, die er verarbeitet, aber auch uralte menschliche Vorstellungen, die sich in Mythen und Legenden manifestiert haben. So kommen auch Faune, Sirenen und die femme fatale häufig vor. Die Symbolisten haben nie einen einheitlichen Stil gefunden und sind deshalb als Künstlergruppe auch nicht so präsent wie andere. Vielmehr eint sie der Inhalt ihrer Kunst, während sie sich fast aller möglichen Stile bedienten. Die Ursprünge des Symbolismus sind bereits in der Romantik und bei den Präraffaeliten zu finden, aber er wurde enorm beflügelt durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Welt, die zuvor noch unvorstellbar waren. Auch die Traumdeutung und die Psychoanalyse von Sigmund Freud lieferten den Stoff für die Werke der Symbolisten.
Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch dieser Veranstaltung freuen. Der Beginn ist um 19 Uhr und der Eintritt wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegengenommen.

Sonntag, 24. März 2019

Bartholdys Briefe

Lesung im Sommerrefektorium des Klosters Wienhausen

Nachdem im ersten Teil ausgewählte Briefe des jungen Felix Mendelssohn-Bartholdy vorgetragen worden sind, werden nun im zweiten Teil "die schriftlichen Zeugnisse seiner Reifezeit" gelesen. Konkret handelt es sich um Briefe des Komponisten und Pianisten aus den Jahren 1832 bis 1847. Gestaltet wird die Veranstaltung mit musikalischer Begleitung am Freitag, 29. März, von 20 Uhr an im Sommerrefektorium des Klosters Wienhausen von Antje Schneider (Sprecherin), Martin Schneider (Sprecher) und Angela Stoll (Flügel).

Antje und Martin Schneider lesen im Kloster Wienhausen aus den Briefen des Musikers Felix Mendelssohn-Bartholdy. Foto: Kulturkreis Wienhausen e.V.
Karten sind zum Preis von 15 Euro (Kinder und Jugendliche zahlen 5 Euro) im Vorverkauf erhältlich in der Kloster-Apotheke Wienhausen, in der Buchhandlung Sternkopf & Hübel in Celle, im Antiquariat Cellensia sowie ab 19:30 Uhr an der Abendkasse. Gastgeber ist der Kulturkreis Wienhausen, Telefon 05149 18660.

Freitag, 22. März 2019

Das neue Heft ist da

Heute beginnt offiziell die Verteilung des neuen Calluna-Heftes (Frühling 2019). Bis alle Auslagestellen in der Südheide beliefert sind, kann es ein paar Tage dauern. Wir bitten um etwas Geduld. Abonnentinnen und Abonnenten erhalten das neue Heft per Post klimaneutral ins Haus geliefert, können aber schon jetzt im CallunaPlus-Bereich darin blättern und lesen. Viel Vergnügen!
TIPP Wenn Sie Calluna abonnieren möchten, schicken Sie uns einfach eine E-Mail mit Ihrem vollständigen Versandadresse an abo(at)calluna-magazin.de. Das Abo kostet 10 Euro pro Jahr (4 Hefte). Die Mindestbezugsdauer beträgt ein Jahr. Danach können Sie das Abo jederzeit formlos zum Quartalsende kündigen. Sie haben schon ein Abo? Gut, aber vielleicht möchten Sie noch eins oder mehrere verschenken – als kleine Aufmerksamkeit zum Geburtstag oder einfach nur als Dankeschön.

Montag, 18. März 2019

Heimat, schöne Fremde

Literarischer Dämmerschoppen mit Oskar Ansull

Oskar Ansull liest am Sonnabend beim 
Kulturkreis Faßberg.
Oskar Ansull, 1950 als Uwe Hartmann in Celle geboren und dort aufgewachsen, ist Autor, Lyriker, Herausgeber, Rezitator, Übersetzer und Produzent von Rundfunksendungen. Der gelernte Buchhändler war Regieassistent am Berliner Schillertheater und machte eine Ausbildung zum Imker. Seit 1984 arbeitet er als freier Schriftsteller. Bei der Beschäftigung mit dem Thema Heimat, für das es jetzt ja sogar ein Ministerium in Berlin gibt, hat er herausgefunden: "Viele ahnten es bereits, ohne es allerdings zu wissen, nämlich dass der Landkreis Celle ein direkter Ausläufer des von Gott und seinen Engeln geschaffenen Paradieses ist." Wie der seit vielen Jahren in Berlin lebende Oskar Ansull zu seiner Einschätzung kommt, das wird vielleicht bei seiner Lesung "Heimat, schöne Fremde" verraten, die als literarischer Dämmerschoppens des Kulturkreises Faßberg am Sonnabend, 23. März, von 18 Uhr an auf dem Winkelhof in Müden/Örtze stattfindet. Der Eintrittspreis beträgt an der Abendkasse 18 Euro (inkl. Snacks). Anmeldungen nehmen Brigitte Kriegel, Telefon 05055 5355, und Heidi Bender, E-Mail heidi.bender@gmx.de, entgegen.

Dienstag, 26. Februar 2019

Arthur Illies – ein norddeutscher Maler

Vortrag beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am 4. März

FOLKERT FRELS

Der Künstler Arthur Illies ist heute nicht mehr jedem geläufig, in der Lüneburger Heide jedoch ist er bekannter als anderswo. Grund genug, diesen Maler und sein umfangreiches Werk beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am 4. März im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau vorzustellen. Claudia Krieghoff-Fraatz ist es gelungen, Hans-Christian Schimmelpfennig für einen Vortrag zu gewinnen. Er gehört dem Vorstand der Arthur- und Georgie-Illies-Stiftung aus Lüneburg an und weiß viel aus dem Leben des 1870 in Hamburg geborenen Künstlers zu erzählen und mit Bildmaterial zu illustrieren. Die Stiftung hat einen Bestand von über 210 Gemälden, die zum Teil aus dem Nachlass von Arthur und Georgie Illies stammen und einen Querschnitt seines umfangreichen Schaffens bilden.

Das Bild "Spielende Kinder" malte Arthur Illies im Jahr 1907. Foto: Arthur- und Georgie-Illies-Stiftung

Arthur Illies war ein Maler der Moderne, doch hing er auch noch sehr der vorangegangenen Epoche an. Er vereint Impressionismus, Jugendstil, Fauvismus und Pointillismus in seiner Malweise, die auch Einflüsse der Worpsweder Künstlergruppe erkennen lassen. Seine Motive umfassen Stillleben, Landschaften, Tiere und typische Ansichten von Hamburg und dem norddeutschen Raum. Er schuf Radierungen für diverse Zeitschriften und machte sich als Grafiker einen Namen.
„Ostern 1892 stand ich während eines Aufenthaltes in Hamburg vor einem niedersächsischen Bauernhof in Langenhorn, und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass ich hier etwas sah, das mir innerlich näher stand als alles, was die Akademie und München mir allenfalls geben konnten.“ So schreibt er im Mai 1940 in seiner Selbstbiographie. Grund genug für ihn, ein Kunststudium in München abzubrechen und nach Hamburg zurückzukehren. Hier nahm er  Unterricht im Malen und Zeichnen. In Alfred Lichtwark, dem damaligen Direktor der Kunsthalle, fand er einen wichtigen Fürsprecher. Sein Frühwerk besteht großteils aus Landschaftsdarstellungen der Heide und des Hamburger Umlandes. Illies war Mitbegründer des Hamburger Künstlerclubs und verdiente nebenbei seinen Lebensunterhalt, indem er Unterricht an einer Kunstschule für Frauen gab. Später unterrichtete er auch an der Kunstgewerbeschule in Hamburg
Illies erste Ehefrau Minna starb 1901, im Jahr nach der Hochzeit, bei der Geburt der Tochter Helga. Vier Jahre danach heiratete er ein zweites Mal. Mit seiner Frau Georgie hatte er vier Kinder – Kurt, Herta, Harald und Anke. Während des ersten Weltkrieges wurde er an der Ostfront als Kriegsmaler eingesetzt. 1934 zog Illies mit seiner Familie nach Lüneburg, wo er 1952 starb. In seinem Spätwerk wandte er sich verstärkt religiösen Themen zu, auch seine Porträts fanden viel Beachtung. Seine Werke unterlagen keinem Ausstellungsverbot, woraus geschlossen werden kann, dass er dem Nationalsozialismus wohl positiv gegenüber gestanden hat. Lange Zeit hatte Illies ein Atelier im Alten Kaufhaus in Lüneburg. Als dieses abbrannte, gingen auch viele seiner Werke verloren. Dennoch hat Illies eine Vielzahl von Bildern und Grafiken hinterlassen, die heute von einer Stiftung in Lüneburg verwaltet werden. Seine Werke sind in vielen Sammlungen,  Museen und Galerien in Norddeutschland zu finden.
Sein Sohn Harald Illies († 1985) wurde ebenfalls Maler und Lehrer. Er unterrichtete an der Realschule in Ebstorf und ist daher vielen Einheimischen noch ein Begriff.
Der Kunstverein und der Referent Hans-Christian Schimmelpfennig würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegengenommen.

Dienstag, 12. Februar 2019

Mehr Artenvielfalt in der Aller – neue Lebensräume für die Barbe

Im Otter-Zentrum in Hankensbüttel wurde heute das Projekt „Artenvielfalt in der Aller – Neue Lebensräume für die Barbe“ vorgestellt. Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Prof. Beate Jessel, und Frank Doods, Staatssekretär im niedersächsischen Umweltministerium, leiteten die Umsetzungsphase ein. Mit dem vom Bundesumweltministerium und vom niedersächsischen Umweltministerium geförderten Vorhaben werden in den kommenden sechs Jahren sowohl Maßnahmen am Gewässer umgesetzt, als auch Bildungs-und Öffentlichkeitsarbeit für die Entwicklung der Barben-Vorkommen an der Aller und ihren Nebengewässern im südöstlichen Niedersachsen durchgeführt. Vertreter und Vertreterinnen der Behörden, der Unterhaltungsverbände und der Naturschutz- und Angelvereine informierten sich über die Projekt-Ziele und geplante Aktivitäten.
„Die Barbe ist eine typische Art klarer, sauerstoffreicher Gewässer, die in größeren Gruppen am kiesigen oder sandigen Boden lebt. In vielen Bundesländern ist sie gefährdet, in einigen in der Roten Liste als ausgestorben geführt. Deutschland hat für die Barbe europaweit eine besondere Verantwortung, die Lebensräume dieser Fischart zu erhalten und zu entwickeln. Vorhaben, die der Wiederausbreitung der Barbe dienen, sind deshalb von bundesweitem Interesse. Da die Barbe insbesondere im südöstlichen Niedersachsen selten geworden ist, ist das Projekt für die Aller und deren Nebengewässer von besonders großer Bedeutung“, betont Prof. Beate Jessel.
„Mit dem Barben-Projekt will die Aktion Fischotterschutz durch aktiven Naturschutz und Einbindung örtlicher Akteure wieder Lebensräume für die Barbe entlang der Aller sichern und entwickeln. Hierfür ist eine breite Unterstützung von Behörden, Verbänden und Vereinen vor Ort unabdingbar. Aber wir wollen auch die Menschen für die Bedeutung naturnaher Fließgewässer als Lebensraum unzähliger Lebewesen sensibilisieren und sie für das faszinierende Ökosystem vor der Haustür begeistern“, so der Vorstandsvorsitzende der Aktion Fischotterschutz Dr. Oskar Kölsch.

Stellten das Barben-Projekt vor (von links): Umwelt-Staatssekretär Frank Doods, Sören Brose (wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt), Prof. Beate Jessel (Bundesamt für Naturschutz, Dr. Oskar Kölsch (Vorstandsvorsitzender der Aktion Fischotterschutz) und Projektleiterin Anke Willharms. Foto: Aktion Fischotterschutz e.V.


Mit dem Vorhaben verfolgt die Aktion Fischotterschutz das Ziel, die Nebenflüsse der Aller ihrem natürlichen Zustand wieder näher zu bringen, um neue Lebensräume für die selten gewordene Fischart Barbe zu entwickeln und die biologische Vielfalt in und an den Gewässern zu fördern. Hierfür werden Maßnahmen umgesetzt, die auf die hohen Lebensraumansprüche der Barbe abgestimmt sind. Im Projektgebiet, den Nebengewässern der Aller, sollen beispielsweise Kiesbänke, flach abfallende Gewässerabschnitte (sogenannte Rauschen) und strömungsarme Flachwasserzonen angelegt werden. Durch den Einbau von Totholz und neu zu schaffende, landwirtschaftlich ungenutzte Randstreifen wird die Eigendynamik der Flüsse zusätzlich gefördert und der Stoffeintrag reduziert.
Die Umsetzung der Naturschutzmaßnahmen erfolgt in Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren. Es werden sogenannte Verantwortungspartnerschaften gegründet, in denen Unterhaltungsverbände, Angelvereine und die Aktion Fischotterschutz gemeinsam Maßnahmen erarbeiten und wichtige Barben-Lebensräume ausweisen. Begleitet wird die Umsetzung der Naturschutzmaßnahmen durch Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung mit einem Fluss-Fisch-Mobil, das im gesamten Projektgebiet im Einsatz ist. Hiermit sollen den Menschen die heimischen Fischarten nähergebracht werden.
Das Barben-Projekt wird über das Bundesamt für Naturschutz im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt mit Mitteln des Bundesumweltministeriums und des Landes Niedersachsen bis zum Jahr 2024 gefördert.

Freitag, 1. Februar 2019

Celler Erklärung der VIELEN veröffentlicht

Celler Erklärung der VIELEN veröffentlicht

Heute haben Erstunterzeichner*innen unter der Federführung von Andreas Döring (Intendant des Schlosstheaters) und Dr. Jens-Christian Wagner (Leiter Stiftung niedersächsische Gedenkstätten) die CELLER ERKLÄRUNG DER VIELEN im Malersaal des Schlosstheaters vorgestellt.
Kulturschaffende aus Stadt und Landkreis Celle haben sich zusammengeschlossen, um „mit dieser Erklärung ein gesellschaftspolitisches Signal“ zu setzen und „gemeinsam eine Haltung für Toleranz, Vielfalt und Respekt“ zu zeigen, wie der Präambel der Erklärung zu entnehmen ist. „Bundesweit haben sich unter dem Dach der „VIELEN“ Kulturschaffende zusammengeschlossen, um sich mit allen solidarisch zu zeigen, die Opfer rassistischer Hetze und rechtpopulistischer Angriffe auf die Freiheit von Kunst und Wissenschaft sind.“ Die Celler Erklärung wurde in breiter Diskussion gemeinsam verfasst und stellt eine eigenständige Erklärung dar.

Gruppenbild der anwesenden Erstunterzeichner*innen der Celler Erklärung der VIELEN. Foto: Andrea Hoffmann

Bisher waren es vor allem Kulturinstitutionen großer Städte und ganzer Bundesländer, die eine ‚Erklärung der VIELEN’ beschlossen haben. Derzeit sind Berlin, Hamburg, Dresden und Nordrhein-Westfalen auf der bundesweiten Website www.dievielen.de vertreten, am 1. Februar treten nun Celle und Lüneburg mit eigenen Erklärungen an die Öffentlichkeit. Insgesamt haben bis zum 30. Januar rund 500 Institutionen ähnliche Erklärungen abgegeben, 20 weitere folgen am 1. Februar.
In Celle wird angestrebt, auf regionaler Ebene ein breites Bündnis der Kulturschaffenden zu bilden, die sich zu einem offenen, aufklärenden, kritischen Dialog mit Mitwirkenden und Publikum verpflichten mit dem Ziel, unsere Gesellschaft im Sinne des Grundgesetzes und einer offenen, liberalen Demokratie fortzuentwickeln.
Die unterzeichnenden Institutionen und Initiativen begreifen, den Werten des Grundgesetzes folgend, Kultur und ihre Einrichtungen – die Museen, Theater, Ateliers, Clubs und urbanen Orte – als offene Räume, die Vielen gehören. In unserer Gesellschaft treffen viele unterschiedliche Interessen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie heißt, miteinander zu verhandeln – immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten.
Mit dem Start dieser Initiative in Celle sind alle Kulturschaffenden, Initiativen und Vereine in Stadt und Region Celle eingeladen, sich der Erklärung und damit einem Netzwerk des kulturellen Dialogs anzuschließen, Chöre ebenso wie Bibliotheken, Konzertveranstalter wie Bands u.v.m., auch Einzelpersonen können sich der Erklärung anschließen. Eine gemeinsame Aktion aller Beteiligten ist für den Herbst in Planung.

Die Celler Erklärung der VIELEN. Foto: Anna Jander

DIE VIELEN e.V. ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Er wurde im Juni 2017 gegründet. Ziel und gemeinnütziger Zweck ist die Beförderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens sowie der Förderung der Volksbildung.

Zeitreise in die Steinzeit

Am Dienstag, 12. Februar , folgt ein weiterer Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung". Ab 19 Uhr berichtet der Archäologe Dr. Stephan Veil im Historischen Museum Schloss Gifhorn über die früheste Geschichte Niedersachsens zwischen etwa 300.000 und 5.000 v. Chr.

Rekonstruktion einer altsteinzeitlichen Landschaft. Grafik: Landesmuseum Hannover
Die Menschen der Altsteinzeit mussten als Jäger, Sammler und Fischer mit teilweise extremen Klima- und Landschaftsveränderungen klarkommen. Zu den bedeutsamsten Funden dieser Zeit zählen unter anderem die weltweit ältesten Holzwaffen aus dem Braunkohletagebau Schöningen. Sie zeigen, wie erfolgreich sich schon die frühen Neandertaler an das Leben in einer tundrenähnlichen Klimazone angepasst hatten. Etwa 200.000 Jahre später treffen wir auf Spuren ihrer Nachfahren an einem ehemaligen See bei Lehringen unweit von Verden an der Aller während einer ähnlich warmen Periode wie heute. Der Fund eines Elefantenskeletts mit noch darin steckender Holzlanze ist ein einmaliger Beleg für die Großwildjagd in dieser frühen Zeit. Auch während der folgenden letzten Eiszeit bis zum ersten großen Kälteeinbruch vor 50.000 Jahren können hochspezialisierte Neandertaler ihr Auskommen finden.
Am Ende der letzten Eiszeit vor rund 14.700 Jahren breiten sich wieder Wälder und Tiere nach Norden aus und mit ihnen Menschen unserer Art. Die Zahl der Lagerplätze nimmt stetig zu. Aus dieser Zeit stammen die ältesten Kunstwerke der norddeutschen Tiefebene. Mit der Einwanderung von Bauern mit festen Häusern, Vieh und Ackerbau aus dem Süden vor etwa 7500 Jahren verändern sich schließlich die Jägerkulturen, bis sie schließlich ganz verschwinden.
Dr. Stephan Veil war bis Juli 2018 Oberkustos am Niedersächsischen Landesmuseum in Hannover. Dort kuratierte er die Sammlung prähistorischer Altertümer und war u.a. für international bedeutsame Ausgrabungen verantwortlich.
Die Veranstaltung wird von der Kreisarchäologie Gifhorn, den Museen des Landkreises und der Archäologie-AG des Museums- und Heimatvereins Gifhorn gemeinsam organisiert. Der Eintritt ist frei.

Auch im Landkreis Gifhorn haben die Neandertaler ihre Spuren hinterlassen. Dieser Faustkeil stammt aus dem Gifhorner Ortsteil Winkel. Grafik: Z. Grindel, NLD Hannover



Dienstag, 29. Januar 2019

Bunte Blumen, wilde Landschaften


Beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen: Veronika Kranich stellt den Maler Emil Nolde vor

Der nächste Montagstreff des Kunstvereins Uelzen findet am 4. Februar von 19 Uhr an im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau statt. Die Kunstreferentin Veronika Kranich aus Hamburg wird den Künstler Emil Nolde vorstellen.
Sein Geburtsname lautete Hans Emil Hansen, doch nannte er sich nach seinem nordschleswigschen Geburtsort, in dem er 1867 geboren wurde, nur kurz Emil Nolde. In erster Linie schuf er Ölbilder, aber auch seine Aquarelle, Radierungen und Tuschezeichnungen waren sehr beachtet. Berlin wurde für Emil Nolde und seine erste Ehefrau Ada eine zweite Heimat neben der nordfriesischen Küste. In Seebüll nahe der dänischen Grenze ließ er sich nach seinen Entwürfen ein Wohnhaus mit Atelier im Bauhaus-Stil errichten und legte einen großen Garten an. Berühmt ist er vor allem für seine wilden Landschaften und die bunten Blumenbilder, von denen viele in seinem Garten entstanden. Die Werke Emil Noldes sind wild und archaisch, die Farben bunt und unverfälscht. Er war einer der wichtigsten deutschen Expressionisten und Mitglied der Künstlergruppe „Die Brücke“.
Nach dem Tod seiner ersten Frau Ada 1946 heiratete er kurz darauf die wesentlich jüngere Jolanthe Erdmann. Als Nolde 1956 starb, wurde er auf dem Grundstück in Seebüll neben Ada begraben. In seinem Wohnhaus ist jetzt ein Nolde-Museum untergebracht, das, wie auch der Garten, besichtigt werden kann (INFO www.nolde-stiftung.de)
Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch dieser Veranstaltung am 4. Februar freuen. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegengenommen.


Freitag, 25. Januar 2019

"Attraktive Angebote machen, das Auto stehen zu lassen!"

Städtetagspräsident unternimmt Rad-Exkursion mit dem ADFC

Der Fahrradclub ADFC fordert den fahrradfreundlichen Umbau der Städte und mehr Platz für gute Radwege. Weil die Niederlande auf diesem Weg Vorreiter sind, hat der ADFC den Präsidenten des Deutschen Städtetags, Markus Lewe, zu einer Rad-Exkursion nach Groningen eingeladen. Lewe zeigte sich am Mittwoch beeindruckt von der guten Fahrrad-Infrastruktur und lobte die Prioritätensetzung bei der Verteilung des öffentlichen Raumes.

Mit Fahrrädern unterwegs: ADFC-Vorstandsmitglied Ludger Koopmann (links) und Städtetagspräsident Markus Lewe.
 Foto: ADFC/Veenstra
Markus Lewe, zugleich Oberbürgermeister der Stadt Münster, sagt: „Den Radverkehr zu fördern und mit dem Öffentlichen Personennahverkehr und dem Fußverkehr schlüssig zu vernetzen, ist ein ganz wichtiges Ziel für nachhaltige Mobilität in den Städten. Die Beispiele in den Niederlanden versetzen auch den Oberbürgermeister einer ausgewiesenen deutschen Fahrradstadt dabei immer wieder in Staunen. Meinen Amtskollegen in Groningen, Peter den Oudsten, kann ich nur beglückwünschen, zu gut ausgebauten Radwegen und Schnellverbindungen, zur weitgehend autofreien Innenstadt, dem ansprechend gestalteten Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof und den fahrradoptimierten Ampelanlagen.“

Fahrradfreundliches Groningen: Wo einst eine Durchgangsstraße für den Autoverkehr war, verläuft jetzt eine Premium- Radroute. Foto: ADFC/Veenstra
60 Prozent Radverkehrsanteil und viel Lebensqualität
Ausgehend vom damals revolutionären „Circulation Plan“ hat Groningen bereits 1977 begonnen, Alternativen zum Autoverkehr in weiten Teilen der Innenstadt zu schaffen, das Autoparken in Parkhäuser zu verlegen und den neu gewonnenen Platz für Fuß- und Radverkehr zu nutzen. In Verbindung mit einem hoch getakteten ÖPNV-Angebot, legen die Groninger heute über 60 Prozent ihrer Wege mit dem Rad zurück, mehr als in jeder deutschen Stadt. Einzelhandel und Gastronomie prosperieren und die Lebensqualität ist hoch.

Vorbildlich: Niederländische Fahrradstraße. Foto: ADFC/Veenstra

XL-Radwege statt Holperpisten
ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork: „Deutschland kann einen guten Teil seiner wachsenden Verkehrs- und Klimaprobleme lösen, wenn es das Potenzial des Fahrrads endlich voll entfaltet. Damit der Radverkehr die Städte von überflüssigen Autofahrten entlasten kann, braucht er in erster Linie Platz. Mit 80 Zentimeter schmalen Schutzstreifen und Holperpisten klappt das nicht, mit drei bis vier Meter breiten, vom Autoverkehr getrennten XL-Radwegen aber schon. Der Lohn ist eine leisere, menschlichere, lebenswertere Stadt.“

Deutlich mehr Platz für Menschen
Städtetagspräsident Lewe bestätigt: „Der öffentliche Raum ist zu wertvoll, um dauerhaft von parkenden Autos belegt zu werden. Wir brauchen deutlich mehr Platz für das Miteinander in der Stadt und einen umweltfreundlicheren Verkehr – für Cafés, Bänke, Flaniermeilen und für das Fahrrad.“

Vorfahrt für den Fahrradverkehr – in Groningen bereits Realität, in Deutschland noch  Zukunftsvision.
Foto ADFC/Veenstra

Bund und Länder bei Finanzierung gefordert
Zur Finanzierung nachhaltiger Mobilität sagte Lewe: „Unsere Mobilitätsangebote sollten die Menschen dazu einladen, das Auto stehen zu lassen und kürzere Wege auf dem Rad zurück zu legen. Dafür maßgeblich sind sicherlich ein langer Atem der Stadt, ein kreativer Geist für den Wandel der Mobilität und eine auskömmliche Finanzierung. Bund und Länder sollten konsequent auf eine Agenda für nachhaltige Mobilität setzen und diese auch so fördern, dass wir bis 2030 spürbare Änderungen in unseren Städten und Regionen bemerken.“

Seltene Sorten kaufen oder tauschen

3. Lüneburger Saatgutfestival

Rechtzeitig zum Beginn der Aussaat-Saison findet am Sonnabend, 9. Februar, von 13 bis 16 Uhr  im Museum Lüneburg das 3. Lüneburger Saatgutfestival statt. Das Ziel des Saatgutfestivals ist es, die Biodiversität (biologische Vielfalt) sowohl in der Natur als auch bei den Kulturpflanzen und -tieren zu fördern. Auf dem Saatgutfestival können die Besucherinnen und Besucher Saatgut von besonderen und seltenen Sorten kaufen oder tauschen: Tomaten, Paprika, Salat, Bohnen, Erbsen, Knoblauch, Radieschen, Mangold, Kräuter, Blumen, Kartoffeln und Apfelreise – für mehr Freude im Garten und Geschmack in der Küche. Der Eintritt ist frei.
Um 11:30 Uhr beginnt ein Vortrag von Ursula Reinhard mit dem Titel "Global denken – lokal säen". Ursula Reinhard war viele Jahre Vorsitzende des Vereins zum Erhalt der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) und ist auch aus den Medien bekannt. Die Stände öffnen im Anschluss an den Vortrag um 13 Uhr. Neben vielen Informationen von  Initiativen, Höfen und Vereinen aus der Region gibt es weitere Vorträge und Workshops. Mit vielen. Das Saatgutfestival wird privat organisiert.


Mittwoch, 23. Januar 2019

NABU-Seminar zum Thema Gewässerverschmutzung

Der NABU-Niedersachsen lädt im Rahmen seines von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung geförderten Projektes „Abtauchen zum Aufräumen“ zu einem spannenden Seminar zum Thema Verschmutzung von Gewässern ein. Das Seminar findet am Dienstag, 5. Februar, von 18 Uhr an im Café Lässig im Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen statt.
Die Verschmutzung der Meere ist in den Medien ein vielbeachtetes Thema. Weniger beachtet, jedoch vergleichbar wichtig, sei die Situation in unseren heimischen Seen, teilt der NABU mit: "80 Prozent der Einträge vom Müll erfolgen global betrachtet durch Zuflüsse von Land. Die Abfälle verrotten oft erst nach Jahren, Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten, wobei auch der Verrottungsprozess zumeist mit großen Umweltbelastungen verbunden ist. Müll auf und unterhalb der Wasseroberfläche sowie auf dem Grund von Gewässern stellt eine große Gefahr für alle Lebewesen dar."

Im Rahmen der Aktion "Abtauchen zum Abräumen" wurde schon jede Menge Müll 
aus heimischen Gewässern gefischt. Foto: André Noffke
Das Seminar richtet sich an Naturschutzpraktiker/innen, Öffentlichkeitsarbeiter/innen und alle weiteren Interessierten – eine Anmeldung und nähere Informationen sind auch kurzfristig noch möglich bei der NABU-Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland, Telefon 05141 299 6284.

Literaturstammtisch in Gifhorn

Die Arbeitsgemeinschaft Literatur der Braunschweigischen Landschaft lädt alle Schreibenden und an Literatur Interessierten zu  ihrem vierten „Literaturstammtisch in
der Region“ ein. Diesmal treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Dienstag, 5. Februar, in Gifhorn im Deutschen Haus in der Torstraße 11. Beginn ist um 18:30 Uhr. Der Stammtisch bietet unterschiedlichen Akteuren aus der Region – wie beispielsweise Autorinnen und Autoren, Verlegerinnen und Verlegern oder Organisatorinnen oder Organisatoren von Literatur-Events – die Gelegenheit, sich kennenzulernen, auszutauschen, zu vernetzen und einen Überblick über die regionale Literaturszene zu bekommen. Nach dem großen Erfolg der Stammtische in Braunschweig, Peine und Wolfsburg hoffen die Organisatoren auf eine rege Beteiligung aus Gifhorn und darüber hinaus. Alle Interessierten sind sehr willkommen und werden gebeten, sich bei der Braunschweigischen Landschaft e.V. unter der E-Mail-Adresse pro- jekte(at)braunschweigischelandschaft.de oder auch per Telefon unter 0531 28019750 anzumelden.