Dienstag, 13. April 2021

In eigener Sache

 Verstärkung gesucht!

Für allgemeine Office-Aufgaben und die Kundenbetreuung am Telefon und per E-Mail suchen wir ab sofort eine Bürokraft (m/w/d) auf 450-Euro-Basis, gerne überwiegend im Home-Office (auch nach der Coronakrise) und bei freier Zeiteinteilung. Solide Grundkenntnisse im Umgang mit gängigen Office-Anwendungen, eine gute Rechtschreibung und die Fähigkeit, weitgehend selbstständig zu arbeiten, wären hilfreich. 

Weitere Fragen und formlose Bewerbungen bitte an Calluna-Medien im Kavalierhaus in Gifhorn, Telefon 05371 55506, E-Mail kontakt(at)calluna-medien.de, richten.

Mittwoch, 31. März 2021

Otter-Zentrum: Dr. Oskar Kölsch in den Ruhestand verabschiedet

Mattias Geng und Eva Baumgärtner bilden das neue Vorstandsteam

Über 30 Jahre begleitete und prägte er den Naturschutz im Isenhagener Land und war mit dem Otter-Zentrum in Hankensbüttel für eins der wichtigsten touristischen Aushängeschilder des Landkreises Gifhorn verantwortlich. Nun verabschiedet sich Dr. Oskar Kölsch, Vorstandsvorsitzender der Aktion Fischotterschutz e.V. in den wohlverdienten Ruhestand und übergibt sein Amt an seinen Vorstandskollegen Matthias Geng und die bisherige Vorstandsassistenz, Eva Baumgärtner.

Ab April sind Matthias Geng und Eva Baumgärtner für die Aktion Fischotterschutz und das Otter-Zentrum in Hankensbüttel verantwortlich. Dr. Oskar Kölsch (Mitte) geht in den Ruhestand. Foto: Aktion Fischotterschutz e.V.

Über 30 Jahre begleitete und prägte er den Naturschutz im Isenhagener Land und war mit dem Otter-Zentrum Hankensbüttel für eins der wichtigsten touristischen Aushängeschilder des Landkreises Gifhorn verantwortlich. Nun verabschiedet sich Dr. Oskar Kölsch, Vorstandsvorsitzender der Aktion Fischotterschutz e.V., in den Ruhestand und übergibt sein Amt an seinen Vorstandskollegen Matthias Geng und die bisherige Vorstandsassistenz, Eva Baumgärtner. 

Es sind große Fußstapfen, die Dr. Kölsch seinen Nachfolgern im Vereinsvorstand hinterlässt. Der promovierte Agraringenieur begann 1991 seinen Weg bei dem anerkannten Naturschutzverband und sorgte mit seinen Mitstreitern u.a. im „Ise-Projekt“ erfolgreich dafür, dass dieses einst stark ausgebaute Gewässer in weiten Teilen revitalisiert und wieder zur Heimat für den Fischotter und viele andere seltene Tier- und Pflanzenarten werden konnte. Die enge Verknüpfung zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und anderen Interessenverbänden rund um die Gewässer prägt bis heute die Grundsätze des Vereins, die Dr. Kölsch vorantrieb - pragmatischer, gelebter Naturschutz als Vorbild für die kommenden Generationen.

Neben der weitreichenden Arbeit in der Regional- und Biotopentwicklung gehörte er über 20 Jahre dem Vorstand an. Dies war eine Zeit voller Turbulenzen. Einschneidende Ereignisse wie der große Brand im Naturerlebniszentrum mit dem anschließendem, mühevollen Wiederaufbau oder der plötzliche Tod des Vereinsgründers Claus Reuther warfen das gesamte Team zurück. Und auch die aktuelle Corona-Pandemie stellen Kölsch und seine Mitarbeiter seit einem Jahr vor große Herausforderungen. Viele Erfolge im Bereich des Natur- und Gewässerschutzes konnten dagegen realisiert werden, und die Aktion Fischotterschutz hat dank Oskar Kölschs Wirken ein hohes Ansehen bei Bundes- und Landesbehörden sowie auch den regionalen Akteuren an den revitalisierten Flächen.

Heute, am 31. März, übergibt Kölsch die Lenkung des Vereins an seinen Vorstandskollegen Mattias Geng, der den Vorsitz übernehmen wird, und die bisherige Vorstandsassistentin Eva Baumgärtner. Der 38-jährige Diplom-Kaufmann, der gebürtiger Hankensbütteler ist und vorher in der Finanzmetropole Frankfurt tätig war, und die 40-jährige Diplom-Biologin, die davor über zehn Jahre bei der Seehundstation Friedrichskoog in Schleswig-Holstein gearbeitet hat, freuen sich auf die neuen Herausforderungen. „Wir wissen um die große Verantwortung, die wir für die Belegschaft und auch die Projektarbeit des Vereins tragen“, so Baumgärtner. „Umso mehr freuen wir uns darauf, mit allen Beteiligten diesen neuen Abschnitt in der Vereinsgeschichte gehen zu dürfen!“

Ab April sind Geng und Baumgärtner das neue Vorstandsteam, Dr. Oskar Kölsch kann seinen Ruhestand antreten, will dem Verein aber auch weiterhin verbunden bleiben.

Donnerstag, 25. März 2021

Saisonauftakt wegen Corona verschoben

Sie waren so voller Tatendrang und Vorfreude auf die geplante Saisoneröffnung am 28. März, doch gestern Abend mussten sie mitteilen, dass das Coronavirus einmal mehr den Terminplan durchkreuzt hat. Dennoch geben die Mitglieder des Museumsvereins Suhlendorf die Hoffnung nicht auf, so bald wie möglich die zwangsweise verlängerte Winterpause des Handwerksmuseums Suhlendorf endlich beenden und so bald wie möglich wieder öffnen zu können. 

Nachdem die ehrenamtlich tätigen Vereinmitglieder auch das letzte Herbstlaub beseitigt haben, hätte das Handwerksmuseum eigentlich am 28. März öffnen sollen. Coronabedingt musste der Saisonauftakt nun aber verschoben werden. Foto: Museumsverein Suhlendorf e.V.

Aufgrund des verlängerten Lockdowns sei das Programm des Handwerksmuseums bis zum bis 18. April  ersatzlos gestrichen worden, teilte Tiedeke Heilmann, Gründungsmitglied und stellvertretender Vereinsvorsitzender, mit. "Emsig haben die ehrenamtlichen Mitglieder des Museumsvereins alle zehn Gebäude mit den über 24 Ausstellungen und Werkstätten und das weitläufige Museumsgelände zum Saisonbeginn geputzt und eingerichtet", so Heilmann. "Alles sieht adrett aus und wartet auf das interessierte Publikum, vielleicht zum 1. Mai?"

Der Museumsverein verweist auf seine Internetseite, auf der zu gegebener Zeit der Öffnungstermin bekanntgegeben wird.

Dienstag, 16. März 2021

Das Frühlingsheft erscheint am 22. März

Das neue Calluna-Heft mit vielen schönen Geschichten und Vorschlägen für Fahrrad- und Wandertouren in der Südheide ist fertiggestellt und wird gedruckt. Die Auslieferung beginnt am 22. März. Abonnentinnen und Abonnenten erhalten das Heft druckfrisch per Post ins Haus geliefert.  Wer (noch) kein Abo hat, kann selbstverständlich auch für € 5,- ein Einzelheft bestellten. Bestellungen für das Frühlingsheft sind ab sofort möglich. Der Versand erfolgt umgehend bei Verfügbarkeit, selbstverständlich versandkostenfrei. Wer sich für ein Abo entscheidet, spart € 1,- je Heft gegenüber dem Einzelverkaufspreis.

    
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Dienstag, 2. März 2021

NABU und Freundeskreis freilebender Wölfe kritisieren Wolfabschuss

Knapp zehn Monate altes Jungtier im Landkreis Uelzen getötet

So eine Jungwölfin – das Bild von 2016 zeigt eine eine zehn Monate alte Fähe aus dem Daubaner Rudel in Sachsen – wurde jetzt im Landkreis Uelzen getötet. Foto: NABU/M. Hamann

Wie das Niedersächsische Umweltministerium am 1. März mitteilte, wurde am vorangegangenen Wochenende auf Basis einer Ausnahmegenehmigung des Landkreises Uelzen ein Wolf des Ebstorfer Rudels abgeschossen. Auch in diesem Fall soll es sich um eine Fähe handeln, für die keine Abschussgenehmigung vorlag. Diese galt für den Wolfsrüden GW1027m des Rudels. Umweltminister Olaf Lies verteidigte den Abschuss mit Hinweis auf die Einzelnorm § 45a „Umgang mit dem Wolf“ des Bundesnaturschutzgesetzes.

Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen, zeigt sich nach dem wiederholten Fall des Abschusses eines falschen Tieres entsetzt: „Das Umweltministerium setzt genau das um, wovor wir seit längerem warnen und was den Weidtierhaltern nicht hilft: Wölfe werden ohne konkrete Zuordnung abgeschossen, ganze Rudelstrukturen können durch die Entnahme zerstört werden.“ Dr. Buschmann wiederholt seine bereits geäußerte Kritik mit Nachdruck, man könne nicht nach Gutdünken Wölfe abschießen, bis man den richtigen Wolf irgendwann trifft, sondern müsse konsequent flächendeckenden, fachgerechten Herdenschutz in Wolfsgebieten fördern und umsetzen.

Ralf Hentschel, Vorsitzender des Freundeskreises freilebender Wölfe e.V., schließt sich der Kritik an und betont: „Der Abschuss eines jetzt rund zehn Monate alten Welpen aus dem Vorjahr ist ein Armutszeugnis. Ein im Vergleich so kleines Tier kann von erfahrenen Personen sehr wohl von ausgewachsenen Rüden unterschieden werden.“

Beide Vorsitzenden zeigen sich ob der Äußerung von Umweltminister Lies, „die Alternative wäre, dass verzweifelte Weidetierhalter im Zweifel irgendwann selbst zum Gewehr greifen“, zudem höchst erschüttert und schließen sich seiner Meinung insoweit an, dass es soweit nicht kommen dürfe: „Es darf niemals durch einen Minister der Eindruck vermittelt werden, Wölfe könnten von jedem betroffenen Weidetierhalter einfach abgeschossen werden“, so Hentschel. Dr. Buschmann ergänzt: „Der Wolf ist und bleibt durch internationale und nationale Gesetze streng geschützt. In der Europäischen Union unterliegt er den Anhängen II, IV und V der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, auf Bundesebene ist der Wolf durch das Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Er hat damit den höchstmöglichen Schutzstatus und die Alternativen liegen im Herdenschutz.“

Eine Entnahme verhaltensauffälliger Wölfe ist nach § 45 des Bundesnaturschutzgesetzes zwar möglich, dennoch könne diese Einzelnorm nach Einschätzung der Vorsitzenden nicht dafür missbraucht werden, den erstbesten Wolf zu entnehmen, zumal dies seitens des Umweltministeriums vollkommen intransparent und außerhalb der Öffentlichkeit geschieht. NABU Niedersachsen und der Freundeskreis freilebender Wölfe fordern daher weiterhin dazu auf, vermehrt auf wirksame und fachgerecht angewandte Herdenschutzmaßnahmen statt auf Wolfsabschuss zu setzen sowie die bestehenden Abschussgenehmigungen öffentlich zu machen und transparent darzulegen, weshalb einzelne Wölfe entnommen werden sollen.

Dienstag, 23. Februar 2021

Die Kunst, in der Natur zu leben

 „LernRäume plus zur Stärkung der Bildungsgerechtigkeit“ ist ein Konzept für außerschulische Bildungsangebote. Die Angebote richten sich an Schülerinnen und Schüler, die in Zeiten der COVID-19-Pandemie besonderer Unterstützung bedürfen. Der zertifizierte Waldpädagoge Clwyd Owen hat in dem Zeitraum von März bis Juli 2021 spannende Umweltbildungsprogramme unter dem Motto „Bushcraft, die Kunst in der Natur zu Leben“ entwickelt.

Stockbrot rösten über dem offenen Lagerfeuer, auch das ist Bushcraft. Foto: Niedersächsische Landesforsten

An insgesamt 19 Terminen können interessierte Kinder das Bushcrafting üben. „Bushcraft bezeichnet die Beschäftigung mit und vor allem die Erprobung, Optimierung und Nutzung von allen Fertigkeiten, Techniken und handwerklichen Tätigkeiten, die für das Überleben oder einen längeren Aufenthalt in der Natur nützlich sein können“, erläutert Clwyd Owen. „Es ist ein pädagogisches Vermittlungskonzept ohne das Gefühl von klassischer Belehrung zu geben. Die Wissenschaft von der Erziehung und Bildung wird in ein Abenteuer eingebunden, es ist pure Erlebnispädagogik.“

Die 19 jeweils drei bis vierstündigen Veranstaltungen finden erstmals am 6. März und letztmalig am 15. Juli 2021 statt. Hier die Termine und Treffpunkte:

  • 6. März, 9 - 13 Uhr, Evangelisches Bildungszentrum, Hermannsburg
  • 13. März, 9 - 13 Uhr, Jugendzentrum Südheide, Unterlüß
  • 18. März, 14 - 17 Uhr, Waldpädagogikzentrum Haus Siedenholz, Unterlüß
  • 25. März, 14 - 17 Uhr, Evangelisches Bildungszentrum, Hermannsburg
  • 1. April, 9 - 13 Uhr, Jugendzentrum Südheide, Unterlüß
  • 10. April, 9 - 13 Uhr, Waldpädagogikzentrum Haus Siedenholz, Unterlüß
  • 15. April, 14 - 17 Uhr, Evangelisches Bildungszentrum, Hermannsburg
  • 29. April, 14 - 17 Uhr, Jugendzentrum Südheide, Unterlüß
  • 6. Mai, 14 - 17 Uhr, Waldpädagogikzentrum Haus Siedenholz, Unterlüß
  • 15. Mai, 9 - 13 Uhr, Evangelisches Bildungszentrum, Hermannsburg
  • 20. Mai, 14 - 17 Uhr, Jugendzentrum Südheide, Unterlüß
  • 27. Mai, 14 - 17 Uhr, Waldpädagogikzentrum Haus Siedenholz, Unterlüß
  • 3. Juni, 14 - 17 Uhr, Evangelisches Bildungszentrum, Hermannsburg
  • 12. Juni, 9 - 13 Uhr, Jugendzentrum Südheide, Unterlüß
  • 17. Juni, 14 - 17 Uhr, Waldpädagogikzentrum Haus Siedenholz, Unterlüß
  • 24. Juni, 14 - 17 Uhr, Evangelisches Bildungszentrum, Hermannsburg
  • 1. Juli, 14 - 17 Uhr, Jugendzentrum Südheide, Unterlüß
  • 8. Juli, 14 - 17 Uhr, Waldpädagogikzentrum Haus Siedenholz, Unterlüß
  • 15. Juli, 14 - 17 Uhr, Waldpädagogikzentrum Haus Siedenholz, Unterlüß

Mitzubringen sind Robuste und wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk sollte selbstverständlich sein. Für ein gemeinsames Picknick sollte ein kleiner Imbiss mitgebracht werden.

Die aktuellen Corona-Auflagen werden durch das Einhalten der Mindestabstände erfüllt.

Clwyd Owen vermittelt die Grundlagen des Lebens in der Natur. Foto: Clwyd Owen privat

„Die Veranstaltungen werden vom Kultusministerium gefördert, daher können wir sie kostenfrei anbieten“, freut sich Clwyd Owen, der auch Ansprechpartner ist. Er nimmt Anmeldungen ab sofort entgegen unter Telefon 0172 6098588 oder mit E-Mail an Clwydowen@online.de .

Mittwoch, 17. Februar 2021

Lose Kabel, nackter Beton

Blick in den Theatersaal mit seinen zum Schutz vor dem Baustaub abgedeckten Stuhlreihen

Die Sanierung des Theaters an der Ilmenau geht voran

FOLKERT FRELS / Text und Fotos

„Diese Wand“ – Julius Pöhnert deutet auf das Mauerwerk, das die in das Untergeschoss hinabführende Treppe vom Eingangsfoyer des Theaters trennt – „kommt weg. Da bauen wir den Fahrstuhl ein.“ Seit dem 1. Juli ist der 1984 in Berlin geborene Kulturmanager mit dem Abschluss der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz als Diplom-Mediendramaturg neuer Leiter der Veranstaltungsstätten in Uelzen. Und als wesentliches Element gehört das Theater an der Ilmenau dazu. Pöhnert freut sich, in der jetzigen Sanierungs-Phase des in die Jahre gekommenen Musentempels ein wenig mitwirken zu können bei der Umsetzung der Pläne. Etwas mehr als 50 Jahre ist das Theater alt, eröffnet wurde es am 19. September 1970. Eine Jubiläumsfeier konnte – coronabedingt – im vergangenen Jahr nicht stattfinden, aber die wird wohl zu gegebener Zeit nachgeholt.

Kabelsalat: Auch das Foyer ist vorübergehend eine Baustelle.

Das Theater: Es war die Vision des damaligen Leiters der Sternschule und Ratsherrn Georg Kühl, die in der Silvesterausgabe 1959 der Allgemeinen Zeitung mit den Worten „Eine Bühne, ein Saal – oder vielleicht ein Kulturhaus?“ zusammengefasst wurde. Kühl ließ nicht locker, 1966 fiel die Entscheidung zum Bau des Theaters, vier Jahre später war es fertig. Zur Erinnerung an den Mann, der so maßgeblich am Entstehen dieser Kulturstätte beteiligt war, hängt eine Bronze-Büste Kühls an der Wand des Theater-Foyers. Wäre ihm nicht ein Umhang übergestülpt worden, so könnte er sich jetzt an der Erneuerung „seines“ Theaters erfreuen. 

Verhüllt: die Bronze-Büste des "Gründervaters" Georg Kühl. 

Die abgehängte Decke des Eingangsbereiches mit den Leuchten darin ist verschwunden. Von nacktem, grauen Beton herab hängen Kabel, auf den Plakaten der norddeutschen Museen, mit denen der Kunstverein für den Besuch mittlerweile längst vergangener Ausstellung wirbt, hat sich Staub niedergeschlagen. Noch ist das Foyer Baustelle, aber Pöhnert ist zuversichtlich, dass das Theater bis zum Beginn der Herbst-Winter-Saison 2021/22 im Oktober fertig sein wird. Dass dann auch die Kulturfreunde, die nicht ganz so gut zu Fuß unterwegs sind oder auf den Rollstuhl angewiesen sind, mit dem Lift von der Foyer-Ebene zum Eingangsbereich des Theatersaals empor- oder ins Untergeschoss hinabfahren können – dorthin, wo weiterhin die Toiletten zu finden sind. In dem großen Raum vor dem Toilettengang, der auch vom Kunstverein Uelzen für seine Ausstellungen genutzt wird, wird künftig die Theke stehen, von der aus die hauptsächliche gastronomische Betreuung der Theaterbesucher mit Sekt, Wein, Bier und mehr erfolgt. Eine kleinere Theke oben im Eingangsbereich des Theaters wird das Angebot ergänzen. Die Garderobe bleibt in dem Bereich unterhalb der HEG-Pausenhalle – sie zieht nur von ihrem bisherigen Platz links nach rechts, in den bisherigen Gastro-Bereich.

Total verändert wirkt der alte Theaterkeller, der in den Anfangsjahren des Theaters liebevoll von Eckhard Müller, dem langjährigen technischen Theaterleiter, ausgestaltet worden war. Kahl die Wände, leer der Raum, der sich – ohne abgehängte Decke – bis unter die Schräge des Saales erstreckt. Auch dieser Ort wird vollständig saniert. Neu möbliert und mit moderner Technik versehen sollen sich hier alle die wohlfühlen können, die oben, auf den Brettern, die die Welt bedeuten, ihrer Arbeit nachgehen – die Bühnen-Crew, Tour-Management, die Schauspieler*innen, Musiker*innen, Künstler*innen.

 Es ist noch viel zu tun, das ist auch Julius Pöhnert klar, als er den von all seiner alten Technik befreiten Bereich hinter der Bühne zeigt. Hier wird künftig nicht mehr soviel wie früher mit den Händen gearbeitet, die Elektronik hält auch auf der Hinterbühne ihren Einzug. Apropos Hinterbühne: Diesen schon in den vergangenen Spielzeiten als Bühne mit integriertem Zuschauerraum genutzten Teil des Theaters wird es auch weiterhin als Veranstaltungsstätte geben.

Dienstag, 16. Februar 2021

Dorfgedanken gehen online!

Jahrmarkttheater nutzt digitale Möglichkeiten für internationales Gesprächsthema: Europa

Oma Sanne geht mit der Zeit und lädt – ganz modern – zur Zoom-Konferenz ein, um ihre Dorfgedanken unters Volk zu bringen. Foto: Anja Imig

Oma Sanne vom Jahrmarkttheater ist bekannt wie ein bunter Hund. Sie hat immer eine Anekdote parat und freut sich ebenso sehr, wenn sie anderen zuhören darf. Als Gastgeberin der Veranstaltungsreihe „Dorfgedanken“ geht Oma Sanne nun online! Mit ihren Kolleg*innen vom Jahrmarkttheater nutzt sie die Möglichkeit der digitalen Live-Versammlung für ein Thema, dass gerade in heutigen Zeiten den Zusammenhalt durch Austausch gut gebrauchen kann: Europa.

Dabei geht es aber nicht um die tagespolitischen Themen, wie sie tagein, tagaus in den gängigen Polit-Talkshows diskutiert werden. Im Gegenteil: Die Gäste können sich von eben diesen erholen, mit abenteuerlichen Anregungen, wahrhaftigem Gespräch und regem Austausch. Sanne will wissen: War die Europahymne ursprünglich ein Trinklied? Wie europäisch ist die Kartoffel? Wo gibt es die größten Waldflächen Europas?

Als Europa-Expertin ist die Künstlerin Antje Schiffers eingeladen, die mit dem Künstlerinnen-Kollektiv „Myvillages“ in verschiedenen Dörfern vieler europäischer Länder zuhause ist. So geht es bei dieser Veranstaltung weniger um Fragen, die in den – und häufig: für die – Metropolen und politischen Zentren verhandelt werden. Vielmehr treten Europas ländliche Räume in den Vordergrund.

Schiffers bringt nämlich ihr Projekt „Die Lange Nacht der Bauernfilme“ mit – und per Videokonferenz direkt ins Wohnzimmer. Die Künstlerin hat europäische Bauernhöfe bereist und im Gegenzug für Gemälde dieser Höfe kleine Filme der Hofbewohner über die eigenen Höfe bekommen. Diese werden bei dieser ganz besonderen Online-Version der beliebten Dorfgedanken gezeigt. Welche und wie viele? Das wird, dem europäischen Ideal entsprechend, demokratisch entschieden.

Damit technisch auch alles glatt läuft, ist Maximilian Püschel als Zoom-Fachmann dabei. Fehlen nur noch die Gäste! Lockdown-bedingt muss natürlich bei dieser Veranstaltung jede*r kulinarisch für sich selbst sorgen – mit Schnittchen und Getränk.

Für alle, die unsicher sind, wie ein Schnack per Zoom funktioniert, bietet das Jahrmarkttheater telefonische Hilfe an unter der Nummer 05807 979971. Auf der Website des Theaters www.jahrmarkttheater.de steht ebenfalls Hilfe bereit:.

Die kostenfreie Online-Veranstaltung finden statt am Sonnabend, 27. Februar, von 19:30 Uhr an. Die Anmeldung sollte bis zum 25. Februar 2021 mit E-Mail an kontakt@jahrmarkttheater.de oder unter Telefon 05807 979971 erfolgen.

Montag, 11. Januar 2021

Instabile Bäume bedrohen Straßenverkehr

Baumfällarbeiten im Bereich Wahrenholz

Das Niedersächsische Forstamt Unterlüß teilt mit, dass von Dienstag, 19. Januar, bis Donnerstag, 21. Januar,  jeweils zwischen 8 und 16 Uhr notwendige Baumfällarbeiten entlang der Kreisstraße 103 im Bereich des Forstortes Bösebruch sowie an der Gemeindestraße 10 und der Kreisstraße 31 im Bereich des Forstortes Espenleu stattfinden werden, wodurch es zu Verkehrsbehinderungen kommen wird.

Zwischen den Ortschaften Wahrenholz und Neudorf-Platendorf sowie Wahrenholz und der Siedlung Weißes Moor werden die Straßen mittels Ampelanlage kurzfristig für jeweils fünf bis zehn Minuten voll gesperrt, um gefährliche Bäume zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit zu fällen. 

Abgestorbene und instabile Bäume können eine Gefahr entlang von Straßen und Wegen darstellen. Nicht immer ist die Gefahr so offensichtlich wie bei der Buche links im Bild. Aus Verkehrssicherungsgründen müssen Bäume, die eine Gefahr darstellen, gefällt werden. Foto: Niedersächsische Landesforsten

„Um Gefahren durch instabile Bäume rechtzeitig zu erkennen, kontrollieren wir regelmäßig die Waldränder entlang der öffentlichen Straßen", erläutert Helmut Wiedenroth, der zuständige Förster im Forstamt Unterlüß. "Wenn wir hier Bäume entdecken, die eine offensichtliche Gefahr darstellen, dann müssen wir handeln. Inzwischen verbleiben die meisten abgestorbenen Bäume als stehendes Totholz in den Wäldern. Sie bilden für viele Insekten und Vögel einen wichtigen Lebensraum. An Waldwegen und Straßen sind wir jedoch verpflichtet der Gefahr vorzubeugen und wollen verhindern, dass Waldbesucher oder Autofahrer durch plötzlich umkippende Bäume oder abrechende Äste verletzt werden. In diesem Fall werden die meisten gefällten Bäume als liegendes Totholz wichtige ökologische Funktionen wahrnehmen."

Helmut Wiedenroth bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Fällarbeiten an den drei Tagen und darum, dass mögliche Zeitverzögerungen in der Terminplanung berücksichtigt werden. 

Dienstag, 5. Januar 2021

Am Freitag beginnt die große Vogelzählung

NABU-Aktion "Stunde der Wintervögel"

Ab Freitag rufen der NABU und sein bayerischer Partner LBV wieder alle Vogelfreundinnen und -freunde dazu auf, bei der „Stunde der Wintervögel“ die gefiederten Gäste im Garten, am Balkon oder im Park zu erfassen und zu melden. Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands. 2020 hatten sich an der Aktion mehr als 143.000 Menschen beteiligt, über 1.200 davon allein in der Region Heide-Wendland. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in den hiesigen Gärten, Feldsperling und Kohlmeise folgten auf Platz zwei und drei.

Diesmal gilt das besondere Interesse der Blaumeise, nachdem viele ihrer Art im vergangenen Frühjahr eine Epidemie zum Opfer gefallen sind. Foto: F. Derer  

„Wir erleben aktuell, dass viele Menschen in die verschneiten Regionen fahren, um ein positives Naturerlebnis zu erfahren. Doch das können sie ebenso direkt vor ihrer Haustüre bekommen“, ist sich Andrea Pohlen, Regionalgeschäftsführerin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland sicher. „Denn gerade jetzt im Lockdown kann unsere Mitmachaktion für Jung und Alt für Spaß und ein schönes Naturerlebnis vor Ort sorgen“. Gezählt wird dabei eine Stunde lang vom 8. bis 10. Januar. Alles dreht sich um die bekannten und häufigen Vogelarten wie Meisen, Finken und Spatzen.

„Bei Schnee, Regen und Kälte bietet das Zählen von Amsel, Drossel, Fink und Star eine willkommene Abwechslung“, sagt Andrea Pohlen. „Das ganze Jahr über verfolgen wir bereits mit Interesse, dass es die Menschen in die Natur zieht. Das merken zurzeit vor allem die bergigen Lagen, die sich vor Tagestouristen kaum noch retten können. Bereits bei der Frühjahrszählung, der „Stunde der Gartenvögel“, haben wir Teilnahmerekorde erreicht.“ Die Teilnehmenden können ihre Beobachtungen vom Wochenende bis zum 18. Januar melden, am einfachsten online unter www.stunde-der-wintervoegel.de.

Seit dem Kälteeinbruch in Skandinavien vor etwa zwei Wochen sind auch Einflüge von nordischen Vogelarten in den Gärten und Parks in Niedersachsen zu beobachten. So konnten bereits kleinere Gruppen von Dompfaffen, Bergfinken, Erlenzeisigen und Rotdrosseln gesichtet werden. „Diese in Skandinavien und anderen Ländern des Nordens brütenden Vögel halten sich manchmal sogar fast den ganzen Winter über auch in Norddeutschland auf und sind dann oft in Gärten und Parks zu beobachten“, berichtet Pohlen.

Mit Spannung erwarten die Vogelfreunde jedoch das Abschneiden der Blaumeise. „Im vergangenen Frühjahr war in weiten Teilen Deutschlands eine vom Bakterium Suttonella ornithocola ausgelöste Epidemie aufgetreten, der Tausende Vögel dieser Art zum Opfer fielen“, so Pohlen. Bei der jüngsten großen Vogelzählung, der „Stunde der Gartenvögel“ im vergangenen Mai, wurden entsprechend weniger Blaumeisen beobachtet. Hotspots in Niedersachsen waren die Landkreise Ammerland, Oldenburg und Osterholz, aber auch in Ostfriesland gab es Krankheitsfälle. Für die Fachleute ist es spannend herauszufinden, ob dieser Effekt auch im Winter noch spürbar ist.

Der NABU bietet auch in diesem Winter wieder eine Zählhilfe zum Herunterladen und Ausdrucken an.
Foto: NABU / Sebastian Hennigs

Mitmachen bei der „Stunde der Wintervögel“ ist ganz einfach: Jeder kann eine Stunde lang die Vögel am Futterplatz, vom Garten, Balkon oder Fenster aus oder im Park zählen und dem NABU melden. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können unter www.stunde-der-wintervoegel.de bis zum 18. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 9. und 10. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800 1157-115 geschaltet. Auch über die NABU-App „Vogelwelt“ (Download unter www.NABU.de/vogelwelt) kann gemeldet werden.