Freitag, 31. August 2018

„Die Präraffaeliten" im Montagstreff des Kunstvereins Uelzen

FOLKERT FRELS

"Bocca baciata" (Der geküsste Mund) ist der Titel dieses Bildes,
das Gabriel Rossetti 1859 nach einer Geschichte aus dem Deca-
merone von Bocaccio malte. Foto: Wikipedia 
„Die Präraffaeliten“ werden das Thema beim Montagstreff des Kunstvereins am 3. September im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau sein. Claudia Krieghoff-Fraatz stellt diese 1848 in London entstandene Künstlergruppe vor, die damals die englische Kunst revolutionieren wollten. Die mittelalterliche Kunst im Italien des 13. und 14. Jahrhunderts – die ihrer Meinung nach mit Raffael beendet wurde – dienten ihnen als Vorbild. In ihren Werken forderten sie unbedingte Detailtreue und absoluten Realismus, der aber gleichtzeitig ausgefüllt sein musste mit einer Botschaft und emotionalem Inhalt.
Mit dem Aufkommen der modernen Kunst mit Vertretern wie Picasso, Klimt, Schiele und anderen verschwanden die Präraffeliten, erlebten in den vergangenen Jahrzehnten einen neuen „Boom“ mit steigenden Preisen und vermehrten Ausstellungen. Aber auch heute polarisieren sie noch – für manche Betrachter sind sie eine wichtige Erscheinung in der Kunst, für andere nur sentimentaler Kitsch.
Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch dieser Veranstaltung freuen. Der Beginn ist um 19 Uhr und der Eintritt wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegengenommen.

Orchideen-Seminar

Viele gute Tipps vom Orchideen-Profi erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Orchideen-Seminars, das am Sonnabend, 8. September, von 15 bis 18 Uhr im Orchideen-Zentrum Wichmann im Celler Ortsteil Groß Hehlen, Tannholzweg 1-3, stattfindet. Kosten: 25 Euro pro Person. Um telefonische Anmeldung unter 05141 93720 wird gebeten.

Donnerstag, 16. August 2018

Freilich(t) – voller Wunder

Ausstellung in der Stadtbücherei Uelzen mit Bildern von Damaris Böhlig 

FOLKERT FRELS / Text und Fotos
Damaris Böhlig hat einen Neuanfang gewagt und arbeitet
jetzt freiberufliche als Fotografin und Schriftstellerin.
Sie liebt es, zu fotografieren und sie liebt es, zu schreiben. Dass sie eine talentierte Fotografin ist, davon können sich von Sonnabend an die Besucher ihrer Ausstellung in der Stadtbücherei Uelzen überzeugen. Unter dem Titel „Freilich(t) – voller WUNDER“ zeigt Damaris Böhlig aufwändig auf Leinen ausgedruckte und auf Keilrahmen gezogene Fotos, die in Lüneburg, Dänemark und Schweden entstanden sind. Es sind dies mit einem Blick aufs Detail entstandene Bilder, in denen die Schönheit der Natur, ihre Verletzlichkeit, ihre Einzigartigkeit festgehalten sind. Indem sie den Hintergrund unscharf hält und den Fokus auf Einzelheiten richtet, gelingt es Damaris Böhlig, eine Welt voller Wunder zu zeigen. Ob dies nun der Blick in den azurblauen Himmel mit den scharf konturierten Schäfchenwolken ist, der den Wunsch nach einer entspannenden Pause illustrierende blaue Kaffeebecher oder der Farbenrausch der untergehenden Sonne an Dänemarks Küste – in ihren Fotos vermittelt sie ein Gefühl des Eingebundenseins in ein höheres Ganzes, gibt ihrem Wunsch nach Freiheit und unbändiger Lebensfreude einen Rahmen. Und sie zeigt deutlich, dass sie in keine gängige Schublade passt.
Davon zeugt auch ihre Antwort, die sie bei Facebook auf die Eingangsfrage „Was machst Du gerade?“ gibt. Jeder, der Facebook nutzt, kennt diese Frage, mit der dazu aufgerufen wird, einen Dialog zu beginnen. Damaris Böhlig schreibt dazu: „Ich habe meinen Job und meine Wohnung gekündigt, werde nun so gut wie alles verkaufen und dann mein LEBEN beginnen!“ und fährt dann fort „Nein, das ist kein Scherz!“ Sie, die einen gut bezahlten Job hatte im Marketing eines Hamburger Großkonzerns, die in Lüneburg eine gemütliche Wohnung ihr eigen nannte und ein Auto, hat sich im Mai dieses Jahres dazu entschlossen, alles über Bord zu werfen und sich selbständig zu machen als Schriftstellerin und Fotografin. Jahrelang habe sie – so sagte die knapp 30jährige in einem Interview – nur des Geldes wegen einen Job gemacht, der sie davon abhielt, ihren wahren Talenten und Berufungen zu folgen. Ja, sie verdiente gut, doch sie erkannte, dass dabei  ihr Leben auf der Strecke blieb. Sie nahm die körperlichen Signale ernst, die ihr klarmachten, „so geht es nicht weiter!“. Sie stieg aus und orientierte sich vollkommen neu.

Damaris Böhlig beim Aufhängen ihrer Bilder in der Stadtbücherei in Uelzen.
Von Marc Rath, dem ehemaligen Chefredakteur der Allgemeinen Zeitung und jetzigem Redaktionsleiter der Landeszeitung in Lüneburg, kam die Idee zu dieser Ausstellung mit den Bildern von Damaris Böhlig. Er hatte die junge Künstlerin im Rahmen seiner „100-Orte-Tour“ zu Beginn seiner Tätigkeit in der Salzstadt kennengelernt und sie Horst Hoffmann, dem „Macher“ der AZ-Ausstellungen, empfohlen. Gehört – getan. Von Sonnabend, 18. August, bis zum 13. September hängen ihre Bilder im Kellergeschoss der Stadtbücherei und können während der Öffnungszeiten betrachtet werden. Zur Halbzeit am Sonnabend, 1. September, kommt die Fotografin aus ihrer neuen Heimat in Dänemark für eine Lesung in die Stadtbücherei nach Uelzen: Sie wird aus ihrem druckfrischen, nach einem gleichnamigen Blog entstandenen Buch „Mit 30 fängt das Leben an“ vorlesen – die Zuhörer erwartet um 10:30 Uhr eine Mischung aus Roman, Psychothriller, Ratgeber und Autobiografie.

Montag, 13. August 2018

Orchideen-Sommerfest

Das Orchideen-Zentrum Wichmann im Celler Ortsteil Groß Hehlen, Tannholzweg 1-3, lädt zum Sommerfest ein. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein bunter Markt mit vielen Angeboten und Aktionen im und um das Orchideen-Zentrum. Das Sommerfest findet am Freitag, 17. August, von 10 bis 18 Uhr, am Sonnabend, 18. August, von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag, 19. August, von 11 bis 16 Uhr statt.

Freitag, 10. August 2018

Kunstpreis des Lüneburgischen Landschaftsverbandes – jetzt bewerben!

Zum sechsten Mal schreibt der Lüneburgische Landschaftsverband seinen Kunstpreis für in der Region ansässige zeitgenössische Bildende Künstlerinnen und Künstler aus. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wurde erstmals im Frühjahr 2009 vergeben. Preisträger/innen waren bisher: Ralf Peters (Lüneburg), Justine Otto (Bleckede), Anna Jander (Niederohe), Gilta Jansen (Dannenberg) und Esra Oezen (Wolfsburg). Der Kunstpreis des Lüneburgischen Landschaftsverbands umfasst neben dem Preisgeld auch die Publikation eines Einzelkataloges und eine Einzelausstellung in einem renommierten Ausstellungshaus der Region. In die Entscheidungsfindung über die Vergabe des Preises ist eine unabhängige Kunstkommission eingebunden, die sich 2018 wie folgt zusammensetzt:
Dr. Justin Hoffmann, Künstlerischer Leiter, Kunstverein Wolfsburg
Stefanie Kleefeld, Künstlerische Leiterin, Halle für Kunst, Lüneburg
Isa Melsheimer, Bildhauerin, Berlin
Dr. Anne Mueller von der Haegen, Allgemeiner Konsumverein Braunschweig
Dr. Sven Nommensen, Kunstverein Buchholz i. d. Nordheide
Dr. Julia Otto, Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon

Um den Kunstpreis bewerben können sich alle Künstlerinnen und Künstler, die zum Zeitpunkt der Bewerbung seit mindestens zwei Jahren einen Wohnsitz in den Landkreisen bzw. Städten Celle, Gifhorn, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Heidekreis, Uelzen und Wolfsburg haben. Es gibt keine Altersbegrenzung. Zugelassen sind Arbeiten in allen Medien. Bewerbungen sind im Format Din A4 einzureichen und sollen aussagekräftig über das Gesamtwerk oder eine Werkreihe sein. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Oktober 2018.
Die Teilnahmebedingungen und das Teilnahmeformular sind unter folgender Internetadresse
zu finden:  www.lueneburgischer-landschaftsverband.de.
Die Bewerbung ist zu adressieren an:
Bildungszentrum des Landkreises Gifhorn
Charlotte Dreschke, Kuratorin
Freiherr-vom-Stein-Str. 24
38518 Gifhorn
Telefon (053 71) 9459 - 638
E-Mail:  c.dreschke@bz-gifhorn.de

Märchenpicknick im Garten der Bäume

Die Märchenerzählerin Katja Breitling.
Foto: Veranstalter
Die Märchenerzählerin Katja Breitling lädt zu einem sommerlichen Märchenpicknick in das Arboretum Melzingen ein. Die Gäste bringen zu dieser Veranstaltung am Sonntag, 19. August, ihre eigenen Picknickkörbe und Decken mit und treffen sich um 16 Uhr am Kulturstall des Arboretums. Von dort aus wandern die großen und kleinen Gäste zusammen mit der Märchenerzählerin zu einem schönen Platz im Garten der Bäume. Dort gibt es anderthalb Stunden lang einen Ohrenschmaus mit feinsten Märchen von Flora und Fauna – ebenso wie auch einen Gaumenschmaus der mitgebrachten Speisen und Getränke aus dem Picknickkorb. Erwachsene und Kinder ab sieben Jahre erwartet ein genüsslicher Nachmittag in der Natur. Bei schlechtem Wetter machen es sich die  Gäste mit ihren Decken im  Kulturstall gemütlich. Weitere Auskünfte und Anmeldungen unter Telefon 04131 7274770. Aber auch, wer sich spontan zur Teilnahme entschließt, ist willkommen. Der Eintritt beträgt 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder.

Freitag, 3. August 2018

Orchideen-Seminar

Viele gute Tipps vom Orchideen-Profi erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Orchideen-Seminars, das am Sonnabend, 11. August, von 15 bis 18 Uhr im Orchideen-Zentrum Wichmann im Celler Ortsteil Groß Hehlen, Tannholzweg 1-3, stattfindet. Kosten: 25 Euro pro Person. Um telefonische Anmeldung unter 05141 93720 wird gebeten.

Mittwoch, 1. August 2018

Ausstellung: Schätze aus dem Museumsdepot

Im Schulmuseum Steinhorst ist von heute an bis zum 14. Oktober eine neue Sonderausstellung zu sehen: Unter dem Titel "Neuzugänge – Interessantes, Spannendes und Überraschendes aus dem Depot" wird eine Auswahl von Objekten aus über 200 Jahren Schulgeschichte gezeigt, die nicht Bestandteil der Dauerausstellung des Museums sind.
Mit der Sonderausstellung gibt der neue Museumsleiter Arne Homann gewissermaßen seinen Einstand. Die Idee dazu kam ihm, als er im Museumsdepot stöberte, um sich einen ersten Überblick über die dort gelagerten Objekte – etwa 10.000 Stücke – zu verschaffen. Dabei entdeckte er auch einen wahren Schatz: ein Schulbuch aus dem 18. Jahrhundert, das das erste seiner Art war und auf eine Verordnung des Herzogs Karl I von Braunschweig-Wolfenbüttel vom 18. Mai 1752 zurückgeht, derzufolge erstmals flächendeckend einheitliche Schulbücher eingeführt werden sollten, und zwar ein Handbuch zum "Buchstabieren und Lesen" und ein Religionslehrbuch, das Grundlagenwissen über die Bibel vermittelt. Von dieser "Einleitung in die Geschichte und Bücher des Alten und Neuen Testaments zum Gebrauch der Schulen im Fürstenthum Braunschweig" besitzt das Schulmuseum ein Exemplar, das nun zusammen mit weiteren besonderen Objekten in der Ausstellung präsentiert wird. In der gedruckten Ausgabe des Südheide-Magazins (Heft Sommer 2018) haben wir das Buch bereits ausführlich vorgestellt.

Dieses Buch, das den Schülern Grundlagenwissen über Aufbau und Inhalt der Bibel vermitteln sollte, war eines der beiden ersten Schulbücher, die im 18. Jahrhundert im Herzogthum Braunschweig eingeführt wurden. Zusammen mit weiteren ausgewählten Objekten aus den Museumsdepot ist es ab sofort in der neuen Sonderausstellung des Schulmuseums Steinhorst zu sehen.
Die Sonderausstellung, die der Museumsleiter auch als Dank an alle Spender verstanden wissen möchte, die dem Museum im Laufe der Jahre Stücke aus ihrem Privatbesitz überlassen haben, kann während der Öffnungszeiten des Schulmuseums (Mittwoch bis Sonnabend von 14 bis 16 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr) besichtigt werden. Der Eintritt ist im Eintrittspreis des Schulmuseums (Erwachsene 3 Euro, Schüler ab 12 Jahren 1,50 Euro, Kinder frei) enthalten. Für alle, die nicht die Dauerausstellung, sondern nur die Sonderausstellung anschauen möchten, ist der Eintritt frei. Eine Spende wird gern gesehen. Ebenfalls gegen eine Spende soll demnächst ein kleines Begleitheft erhältlich sein.

„Bin gekommen, um zu bleiben“

Dr. Björn Thomann neu im Team des Museumsdorfes Hösseringen

Neuer Stellvertreter des Museumsleiters:
Dr. Björn Thomann. Foto: Museumsdorf Hösseringen
Der Leiter des Museumsdorfes Hösseringen, Dr. Ulrich Brohm, hat einen neuen Stellvertreter:  Dr. Björn Thomann (41) ist im Rheinland geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur in Bonn studierte er Geschichte, Archäologie und Kunstgeschichte in Trier, den Schwerpunkt legte er auf die Neuere Geschichte. In der Magisterarbeit beschäftigte er sich mit der Rolle der Burschenschaften in der 1848-er Revolution. Seine Begeisterung für die Geschichte hatte er aber schon viel früher entdeckt, und das hat mit den Großeltern zu tun. „Sie erzählten mir oft von ihrem Bauernhof in Posen, den sie nach dem Krieg verlassen mussten. Ich fand das spannend und so habe ich mich an die Vergangenheit und besonders auch an die Landwirtschaftsgeschichte angenähert“, erinnert er sich. Im Garten der Großeltern begann dann auch seine museale Tätigkeit: „Ich habe ihre alten Sachen aus dem Keller geholt und ausgestellt“. Da war er sieben Jahre alt.
Die Römer, die im besonders im Rheinland viele Spuren hinterlassen haben, führten Björn Thomann zur klassischen Archäologie. Aber er kam doch immer wieder auf das Thema Landwirtschaft zurück, so auch im Rahmen seiner Dissertation, die die Entwicklungsgeschichte des agrarwissenschaftlichen Studiums im deutschsprachigen Raum und der landwirtschaftlichen Studentenverbindungen beleuchtet. In diesem Zusammenhang befasste er sich auch mit der Ebstorfer Ackerbauschule. Später arbeitete er in einem Freilichtmuseum bei Kiel, dann folgten eine einjährige praktische Tätigkeit auf einem Bio-Bauernhof, genealogische Forschungen in Innsbruck und ein Volontariat beim Landschaftsverband Rheinland . „Die Arbeit im Freilichtmuseum hat mir besonders gefallen. Ich bin sehr froh, dass ich daran nun anknüpfen kann“, sagt er.
An der Südheide gefällt ihm aber nicht nur der neue Arbeitsplatz: „Hier ist viel Platz und ich kann mich in die Natur zurückziehen, wenn mir danach ist“, sagt er und freut sich schon darauf, dass seine Ehefrau und die beiden Kinder bald nachkommen: „Ich bin gekommen, um zu bleiben.“
Nachdem er sich einen Einblick in alle Arbeitsbereiche des Museumsdorfes verschafft hat, bereitet  Thomann nun vorrangig die neue Ausstellung im Haus Eschede vor, die im September eröffnet werden soll. „Wir sind derzeit dabei, den Ausstellungstexten den letzten Schliff zu geben“, berichtet er. „Das Konzept steht längst, aber es sind noch eine Menge Aufgaben zu erledigen.“ Auf dem Plan stünden Reparaturen am Haus wie etwa Malerarbeiten, Verfugungen an den äußeren Wänden, die Erneuerung des Bienenzaunes und Ausbauten im Inneren. Auch eine Medienstation soll in die neue Ausstellung integriert werden.

Montag, 30. Juli 2018

Norddeutsche Landschaften

Die Malerin Gisela Tobias stellt auf dem Winkelhof aus
Der Lopausee bei Amelinghausen. 
Im Hofcafé des Winkelhofs in Müden/Örtze zeigt Gisela Tobias vom 4. August bis zum 21. Oktober ihre Bilder, auf denen der Mensch und die norddeutsche Landschaft immer im Vordergrund stehen.
Über Volkshochschulkurse ist Gisela Tobias zur Malerei gekommen und hat ihre Leidenschaft durch zahlreiche Privatkurse und Seminare intensiviert.
Gerne arbeitet sie in Gruppen oder allein, lässt sich immer wieder von Dozenten anleiten und sieht die Herausforderung in der weißen Leinwand, das gedankliche Umsetzen des Motivs und in der Auswahl der Malweise.
Im Laufe der Zeit erweiterte Gisela Tobias ihr Werk durch Skulpturen vorwiegend aus Speckstein, der Radierung und dem Holzdruck.
Die Bilder, Skulpturen und kleine Radierungen sind zu den Öffnungszeiten des Hofcafés (Sonnabend bis Montag sowie an niedersächsischen Feiertagen  jeweils von 14 bis 18 Uhr) zu besichtigen. Im Rahmen der „Kunst-Station Winkelhof“ des neues Kunst- und Kulturfestes ARTCalluna in der Südheide können Kunstinteressierte Gisela Tobias am  Sonntag, 19. August, von 14 bis 18 Uhr bei Ihrer Arbeit bei Kaffee und Kuchen über die Schulter schauen.

Wenn es um Nordeutsches geht, darf auch eine Hafenansicht nicht fehlen.

Mittwoch, 25. Juli 2018

NABU bildet Fledermausbotschafter aus

Seit 2016 hat der NABU im Rahmen des Projektes „Fledermausbotschafter für Niedersachsen“ über 140 Ehrenamtliche zu sogenannten Fledermausbotschaftern ausgebildet. Durch die von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung geförderte Schulung sind diese Botschafter nun in der Lage, der Bevölkerung zu fast allen Fragen rund um das Thema Fledermausschutz hilfreich und beratend zur Seite zu stehen.

Faszinierend: ein Mausohr im Flug. Foto: NABU/Eberhard Menz
Jetzt, gegen Ende Juli und im August, wird es zum Beispiel häufig zu sogenannten „Invasionen“ kommen. Darunter verstehen Fledermausschützer das Einfliegen diesjähriger, noch unerfahrener Fledermaus-Jungtiere, die durch gekippte Fenster in Wohnungen fliegen. Diese werden von den Tieren als vermeintliche Spaltenquartiere missverstanden. Leider kommen die Tiere ohne Hilfe oft nicht mehr hinaus. Dazu gleich ein Tipp: Fliegengitter verhindern das Einfliegen von vornherein und falls es doch passiert ist: Fenster vor allem zur Dämmerung ganz öffnen, damit die Tiere wieder hinausfinden.
Fledermausbotschafter können aber auch die sehr beliebten Fledermaus-Exkursionen anbieten oder Vorträge in Schulen halten, Winter- und Sommerquartiere können hergerichtet und gepflegt werden. Darüber hinaus zeichnen sie Häuser mit nachgewiesenen Fledermausquartieren mit der Plakette „Hier sind Fledermäuse willkommen“ aus. Die Aufgaben sind also vielfältig und können von den Ehrenamtlichen selbst gewählt werden.
Aufgrund der großen Nachfrage hat sich der NABU nun entschieden, noch eine weitere, dann aber letzte Schulung zum Fledermausbotschafter anzubieten, da das Projekt zum Jahresende ausläuft. Diese Schulung besteht dabei aus den fünf Modulen:
      Biologie und Ökologie von Fledermäusen
       Praktische Artbestimmung
       Artenschutzmaßnahmen
       Rechtliche Grundlagen
       Öffentlichkeitsarbeit

Die ersten drei Module finden am 18. und 19. August in Hannover-Laatzen in der Ökologischen Station Mittleres Leinetal (ÖSML) statt. Die Module 4 und 5 werden dann im Herbst diesen Jahres nachfolgen. Wer an den Schulungn teilnehmen möchte, sollte sich kurzfristig unter der E-Mail-Adresse ralf.berkhan@NABU-Niedersachsen.de anmelden. Unter derselben Adresse oder unter Telefon 0511 9110513 beantwortet Projektleiter Ralf Berkhan bei Bedarf weitere Fragen. Die Anzahl der Plätze ist streng begrenzt und es stehen nur noch Restplätze zur Verfügung! Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet.
INFO  https://niedersachsen.nabu.de/fledermausbotschafter

Sonntag, 15. Juli 2018

Kindheit auf dem Lande

Museumsführerin Verena Görke mit einem Schaukelpferd 
aus dem Museumsdepot. Foto: Museumsdorf Hösseringen
„Kindheit auf dem Lande“ ist das Thema eine Führung, die am Freitag, 20. Juli, von 15 bis 17 Uhr im Museumsdorf Hösseringen stattfindet. Museumsführerin Verena Görke erzählt, wie die Kinder in vergangenen Jahrhunderten in der Lüneburger Heide gelebt haben, welche Aufgaben und Pflichten die Kinder auf den Höfen hatten, ob es für sie überhaupt so etwas wie Freizeit gab und wie sich das Leben der Kinder auf dem Land von dem der Kinder in der Stadt unterschied.
Als Einstieg in die Thematik erfolgt zunächst eine theoretische Annäherung an den Begriff und die Geschichte der Kindheit. Begleitet wird dieses mit entsprechenden Exponaten aus der Sammlung des Museums, die nicht regulär in den Ausstellungen des Museums zu sehen sind. Die Spielzeuge, wie etwa eine Puppenstube, Zinnfiguren, Holz- und Blechspielzeug und ein Schaukelpferd, wurden speziell für die Führung zusammengestellt. Anschließend folgt ein Rundgang zu verschiedenen Gebäuden des Museums, wobei spezielle Aspekte der Kindheit, die in den Wohnräumen anschaulich zur Geltung kommen, weiter erforscht und vertieft werden. Zudem wird es die Gelegenheit geben, einige der überlieferten Spiele miteinander auszuprobieren.
Diese Themenführung lädt zum Mitmachen ein und bietet die Möglichkeit, Erinnerungen aus der eigenen Kindheit einzubringen.

Donnerstag, 12. Juli 2018

Jungstörche werden flügge

Nach der bewegten Vorgeschichte des Storchenpaares auf dem Schornstein des NABU-Artenschutzzentrums in Leiferde bei Gifhorn stellte sich die spannende Frage, wie es bei dem neu zusammengefundenen Paar weitergeht. Die anfangs ablehnende Haltung von Fridolin gegenüber der neuen Storchendame Mai verflog schnell und so fand er sich nach tagelangem hin und her mit der neuen Partnerin ab. Zusammen wurde dann am Nest gebaut, Paarungen fanden statt, Eier wurden gelegt und das Paar brütete.

Einer der Jungstörche auf dem Schornstein des NABU-Artenschutzzentrums unternimmt erste Flugversuche. 
Foto: NABU/Bärbel Rogoschik
Am 11. Mai schlüpfte der erste Jungstorch auf dem Schornstein des NABU-Artenschutzzentrums. Drei weitere Geschwister überlebten nicht. Den Grund sieht Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums, in einem Nahrungsengpass, verbunden mit der ersten Brut von Mai und deren Unerfahrenheit in der Nahrungsbeschaffung. Sie freut sich allerdings auf die kommenden Tage, denn dann startet der Jungstorch seine ersten Ausflüge. „Er wird mit seinen Eltern die Nahrungsgebiete in der Nestumgebung inspizieren und bei einer „Maus to go“ die richtigen Fangtechniken erproben können“, erklärt Bärbel Rogoschik.
Eine weitere Storchenfamilie hat sich unweit des Schornsteins, im nördlichen Teil des Geländes, auf einer künstlichen Nisthilfe niedergelassen. „Sie ist da schon einen Schritt weiter“, so Rogoschik. „Die Kinder haben die ersten Flugversuche schon hinter sich, stehen aber täglich noch auf ihrem Heimatnest, denn übernachtet wird immer, bis zum Flug in den Süden, zu Hause“, schmunzelt Bärbel Rogoschik.
Der weite Flug in den Süden findet ab August statt, wobei die Jungtiere ohne Eltern, dafür aber gemeinsam in größeren Jungstorchgruppen fliegen. Die Eltern müssen sich erst einmal von der anstrengenden Aufzucht erholen und selber wieder ein paar Fettreserven anlegen, bevor auch sie ihre Reise in den Süden starten.
„In den nächsten Wochen wird es zu reichlich umherfliegenden Jungstörchen im NABU-Artenschutzzentrum kommen“, freut sich Bärbel Rogoschik. Die Kamera sollten die Besucher auf alle Fälle bei einem Besuch im Gepäck haben. Das Zentrum ist im Sommer täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Via Webcam lässt sich die Jungfamilie beobachten. Der Link ist über die Webseite des NABU-Artenschutzzentrums zu erreichen: www.nabuzentrum-leiferde.de

Donnerstag, 5. Juli 2018

Auch Vögel haben Durst

Amsel, Spatz und Co. bei Hitze helfen – Tipps vom NABU

Nicht nur diese Kohlmeise freut sich bei der Hitze über eine Vogeltränke mit frischem Wasser.             Foto: NABU/Rita Priemer
Bei der derzeit langanhaltenden Trockenheit finden Vögel immer weniger Stellen, an denen sie trinken können. Deshalb rät der NABU Heide-Wendland dazu, Vogeltränken aufzustellen. „Da reicht schon ein einfacher Blumentopf-Untersetzer oder ein ausrangierter Suppenteller, gefüllt mit klarem Wasser und einem Stein in der Mitte“ sagt Andrea Pohlen, Leiterin der Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland in Celle. „Wichtig ist, dass man das Behältnis regelmäßig, möglichst täglich, mit heißem Wasser reinigt. Zudem sollte man ab und zu das Wasser austauschen und darauf achtet, dass es sauber bleibt.“ Sonst besteht die Gefahr, dass sich die Vögel mit Krankheitserregern infizieren und sterben.
Vielen Gartenbesitzern und -besitzerinnen kann eine Vogeltränke auch ganz eigennützige Vorteile bieten: Wenn die Vögel an der Wasserschale trinken, löschen sie ihren Durst weniger an Kirschen oder Johannisbeeren. Zudem bietet das eine gute Gelegenheit die Tiere zu Beobachten. „Im Idealfall befestigt man das Vogelbad an einem halbschattigen oder schattigen Ort auf einem etwa anderthalb Meter hohen Ständer oder hängt es in einen Baum. Dann wird bleibt das Wasser länger frisch und der Badespaß ist für die Tiere nicht gefährlich“, rät Andrea Pohlen. Ein Video mit einer Bauanleitung für einen „Swimmingpool für Vögel“ gibt es vom NABU auch im Internet.
Weitere Informationen zu den verschiedenen Vogelarten und zum vogelfreundlichen Gärtnern bietet die Broschüre „Vögel im Garten – schützen, helfen und beobachten“. Sie ist in der NABU-Geschäftsstelle in der Schuhstraße 40 in Celle erhältlich oder kann ist gegen Einsendung von fünf Briefmarken zu 70 Cent an den NABU, Stichwort „Vögel im Garten“, Schuhstr. 40, 29221 Celle zugeschickt werden.

Montag, 2. Juli 2018

Mehr als Zucker, Ziegel & Motoren

Ausstellung über die Industriegeschichte der Stadt Uelzen eröffnet

In der Uelzener Molkerei wurde einst auch Eis hergestellt.
FOLKERT FRELS / Text und Fotos
„Schön, diesen Saal noch einmal so voll zu sehen“, freut sich Otto Lukat am Sonntag bei der Eröffnung der aktuellen Ausstellung des Museums- und Heimatvereins des Kreises Uelzen in seiner Begrüßungsrede als dessen Vorsitzender. Ausdrücklich betont er das „noch einmal“, denn der Verbleib des Museums im Schloss Holdenstedt ist in Anbetracht der doch recht weit gediehenen Verkaufsgespräche mehr als fraglich. Sehr angetan ist Lukat von dem jüngst bekanntgewordenen Plan, die Räumlichkeiten der ehemaligen Sparkassenfiliale in der Bahnhofstraße für das Heimatmuseum nutzen zu können – dies sei „ein unschlagbares Angebot“, da Barrierefreiheit, ausreichend Platz und die Lage mitten im Herzen der Hansestadt nur dafür sprächen.
Dr. Ulrich Brohm
Nach einer Gedenkminute für Dr. Hans-Jürgen Vogtherr, den gerade verstorbenen langjährigen Mentor und Nestor des Vereins, ergreift Markus Hannemann als Vertreter der Stadt das Wort. „Viele der jungen Generation verbinden mit dem Begriff „Jabelmann“ nur die Open-Air-Konzerte“ – sie wüssten gar nicht, dass die 1899 gegründete Firma sich auf den Bau von Geräten und Anlagen zur Kartoffelverarbeitung spezialisiert und in der Branche einen weltweiten Ruf hatte. Er schließt mit den Worten „Die Hansestadt Uelzen steht zu ihrem Museum!“ Das wiederum hört Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm gerne. Er geht auf die Ausstellung ein, nennt sie „ein lohnenswertes Thema“, sieht in „seinem“ Museum eine „Identifikationsfabrik“. Brohm dankt den Zuschuss- und Leihgebern, den einzelnen Firmen, die diese mit zahlreichen historischen Schaustücken versehene Ausstellung ermöglichten, und den Mitarbeitern, die die vielen Exponate anschaulich platzierten.
Tilman Grottian
Tilman Grottian geht als Projektbearbeiter in seiner Einführungsrede 200 Jahre zurück in der Geschichte der Stadt Uelzen. Er zeigt auf, was alles in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zusammenkommen musste, damit Uelzens lebhafte positive Industriegeschichte geschrieben werden konnte. 1847 wurde die Bahnlinie Harburg-Lehrte eingerichtet, 1873 kam die „Amerika-Linie“ hinzu – Uelzen wuchs zum Bahnknotenpunkt. Neben angestammten Handwerksbetrieben entstanden  – erleichtert durch die 1867 erfolgte Gewerbefreiheit und den Fortfall der alten Zunftordnungen – industrielle Betriebe wie die Dachpappenfabrik Hasse & Sohn, die Asbest- und Kieselgurwerke, Brauerei, Molkerei, Zuckerfabrik und weitere mehr. Die rege Bautätigkeit führte dazu, dass überall im Kreis Ziegeleien entstanden. Grottian vollzieht einen Zeitensprung, erinnert an die Nachkriegszeit, zieht Querverbindungen zwischen Unternehmen aus den Bereichen Nahrungsmittel, Baustoffe, Maschinenbau und verweist auf die durch die Zonenrandförderung begünstigte Neuansiedlung von Betrieben.
Wer hätte gedacht, dass Uelzen Produktionsstandort für
Kinderkarussells war?
Die auch - und gerade – für Schüler und Heranwachsende sehenswerte Ausstellung „Mehr als Zucker, Ziegel & Motoren“ im Museum Schloss Holdenstedt wird noch bis zum 28. Oktober gezeigt und richtet mit vielen Schaustücken und dem „Ach-ja“-Effekt den Blick auf die industrielle Entwicklung der Ilmenaustadt. Da wird die Maschinenbaufirma Hennecke vorgestellt, die sich einen Namen als Hersteller von Kinderkarussells machte – noch heute können, so man mit offenen Augen über die Rummelplätze im In- und benachbarten Ausland bummelt, vereinzelt Fahrzeuge mit dem Hennecke-Schriftzug gesichtet werden. Milchflaschen und -kannen sowie ein Eisbehälter stehen für die Molkerei Uelzen, ein Gleichstrom-Motor stellt die Verbindung zur Motorenfabrik Winkelmann her. Die Firma Nowka trug den Namen der Uhlenköperstadt Uelzen mit jedem Glas Gurken und jeder Dose Sauerkraut hinaus in alle Welt. Wer weiß schon, dass es in Uelzen einst eine Motorrad-Fabrik gab?
Otte Raake baute die an seinem Namen angelehnte „Raakete“. Viele Schrifttafeln an den Wänden informieren ausführlich über die Entwicklung einzelner Industriezweige und beschreiben Werden und Wachsen einzelner Unternehmen. Diese Ausstellung zeigt in eindrucksvoller Weise, wie vielfältig und lebendig die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt in den „Aufbruchs“-Jahren verlaufen ist.
Auch diese Saftpresse steht für ein Kapitel Uelzener Industriegeschichte.

Sonntag, 1. Juli 2018

Wanderung zum Vogelparadies Hüttensee

Von der NABU-Station Gut Sunder zu den Meißendorfer Teichen führt Bernhard Vömel im Rahmen einer knapp zweistündigen Wanderung am Sonnabend, 7. Juli. Die Wanderung beginnt um 10 Uhr.
Im Laufe der Zeit hat sich insbesondere am Hüttensee ein erstklassiges Natur- und Vogelschutzgebiet entwickelt. Nicht nur Kormorane, Graugänse, Schnatter-, Stock-, Kolben-,  oder Löffelenten sind auf dem See zu beobachten, sondern auch Kraniche, Rohrweihe oder Fischadler, und mit etwas Glück kann sogar der Seeadler gesichtet werden, wenn er wieder einmal die Graugänse aufschreckt. Vom erfahrenen Vogelbeobachter Bernhard Vömel lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Wanderung außerdem, wie die verschiedenen Wasservögel zum Beispiel anhand der Farben oder Schnabelformen zu bestimmen sind.
Nach der Rückkehr zum Gut Sunder besteht dort die Möglichkeit, die Ausstellung "Wildtiernis" zu besuchen, die über die vielfältige Tierwelt in der Umgebung von Gut Sunder informiert.
Die Teilnehmer der Wanderung zahlen 10 Euro. Der ermäßigte Preis für NABU-Mitglieder beträgt 7 Euro. Kinder bis 14 Jahren erhalten jeweils 50 Prozent Ermäßigung. Anmeldung unter www.NABU-gutsunder.de.

Samstag, 30. Juni 2018

Orchideen-Seminar

Viele gute Tipps vom Orchideen-Profi erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Orchideen-Seminars, das am Sonnabend, 14. Juli, von 15 bis 18 Uhr im Orchideen-Zentrum Wichmann im Celler Ortsteil Groß Hehlen, Tannholzweg 1-3, stattfindet. Kosten: 25 Euro pro Person. Um telefonische Anmeldung unter 05141 93720 wird gebeten.

Freitag, 29. Juni 2018

Waldführerschein für Kinder

Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren können in den Sommerferien vom 30. Juli bis 1. August im Waldpädagogikzentrum (WPZ) Ostheide in den Wäldern des Niedersächsischen Forstamtes Unterlüß einen „Waldführerschein" erwerben. Gemeinsam mit Waldpädagogin Ulrike Witte-Spohr werden spielerisch die Zusammenhänge im Ökosystem Wald erforscht, Tiere und Pflanzen des Waldes erkundent, und es wird mit Naturmaterialien gebastelt. Feuermachen ohne Feuerzeug, Kochen auf offener Feuerstelle sowie der „Küchendienst“ sind besondere Herausforderungen.
Nach bestandener „Prüfung“ am dritten Tag klingt die Aktion bei Kaffee und Kuchen und mit vielen netten Gesprächen gemeinsam mit Eltern, Geschwistern, Oma und Opa im Wald aus. Am Abschlusstag haben alle die Möglichkeit sich beim Bogenschießen zu messen.

Das Waldpädagogikzentrum Ostheide befindet sich im ehemaligen Forsthaus Siedenholz. Foto: Inka Lykka Korth

Die dreitägige Veranstaltung findet täglich von 9 Uhr bis 16 Uhr statt. Die Kosten betragen pro Teilnehmer 65 Euro inklusive Mittagessen. Anmeldung und nähere Informationen bei Waldpädagogin Ulrike Witte-Spohr, Telefon 05837 140103 oder uspohr@gmx.de.
Das Waldpädagogikzentrum Ostheide liegt im  sogenannten Franzosengrund bei Unterlüß, der so heißt, weil dort in der Franzosenzeit napoleonische Truppen lagerten. Als Domizil dient das ehemalige Forsthaus Siedenholz.  Die Niedersächsischen Landesforsten betreiben in Niedersachsen landesweit elf Waldpädagogikzentren, in denen waldbezogene Umweltbildung angeboten wird. Die Waldpädagogikzentren arbeiten dabei eng mit freiberuflichen zertifizierten Waldpädagoginnen und Waldpädagogen zusammen.

Mittwoch, 27. Juni 2018

Tagung zum Schutz des Fischotters

Der Fischotter zählt zu den am stärksten gefährdeten Säugetieren in Europa. Experten aus zehn Bundesländern beraten im Herbst im Otter-Zentrum in Hankensbüttel über seinen Schutz.                                                   Foto: © Aktion Fischotterschutz e.V.
Fischotter-Experten aus mehr als zehn Bundesländern werden im Herbst im Otter-Zentrum in Hankensbüttel zusammenkommen, um über über die Situation des Fischotters in ihrem Land zu berichten und über Maßnahmen zum Otterschutz in Deutschland zu beraten. Im Rahmen dieser Tagung, die am 11. Oktober stattfindet, soll zudem ein Überblick über die in Deutschland laufenden Forschungsvorhaben und Schutzmaßnahmen zur Erhaltung des Fischotters gegeben werden. Dabei wird es auch um aktuelle Themen wie „Otter und Fischteiche“ oder „Otter und Straßenverkehr“ gehen. Da diese Themen alle Länder im Verbreitungsgebiet des Otters beträfen, biete sich bei der Lösung dieser Probleme ein Blick über den Tellerrand an, um überall zu möglichst sachgerechten Entscheidungen zu kommen, teilt der Gastgeber, die Aktion Fischotterschutz, mit. Das Programm der Tagung und nähere Informationen sind bei der Aktion Fischotterschutz, Telefon 05832 980822, E-Mail a.kiendl@otterzentrum.de oder unter www.otterzentrum.de/termine erhältlich.

Freitag, 22. Juni 2018

Mit neuem Schwung in den Sommer

Am Wochenende beginnt die Verteilung des neuen Calluna-Heftes, das sich mit mehr Seiten und in noch hochwertigerer Aufmachung präsentiert. So hat Heft statt der Klammerheftung jetzt eine Klebebindung, die Sie von Taschenbüchern und hochwertigen Zeitschriften kennen. Um den Gewichtszuwachs durch die acht zusätzlichen Seiten zu kompensieren, haben wir uns entschlossen, das Format etwas zu verkleinern. Darüber freuen Sich nicht nur unsere lieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Heft verteilen – hatten Sie doch schon befürchtet, noch etliche Kilogramm mehr durch die Gegend fahren und tragen zu müssen –, sondern auch all diejenigen Leserinnen und Leser, die beklagt hatten, dass die Hefte nicht in einen handelsüblichen DIN A4-Sammelordner passen.
Dass das Südheide-Magazin im 20. Jahr seines Bestehens mit neuen Schwung in den Sommer startet, wird schon allein durch den neuen Calluna-Schriftzug deutlich.
Unser Anliegen ist es, den Lese-Geschichten ebenso wie den Werbe-Anzeigen ein noch hochwertigeres Umfeld zu bieten. Dennoch werden wir uns davor hüten, ein Hochglanzmagazin zu werden. Selbstverständlich drucken wir auch weiterhin klimaneutral auf zertifiziertem Recyclingpapier – und das nicht irgendwo billig in einer Internetdruckerei, sondern hier bei uns in der Südheide. Da es Nachhaltigkeit aber nicht zum Nulltarif gibt und Qualität nun einmal ihren Preis hat, haben wir uns entschlossen, den Wert des Magazins und den der Arbeit, die darin steckt, durch eine kleine Schutzgebühr sichtbar zu machen. Dennoch erhalten Sie mit ein wenig Glück bei vielen unserer Inserenten und nichtgewerblichen Partnern weiterhin ein Heft gratis. Selbstverständlich können Sie Calluna auch zum Vorzugspreis abonnieren. Schreiben Sie einfach eine Mail an abo(at)calluna-magazin.de. Die Mindest-Laufzeit für ein Abo beträgt 1 Jahr/4 Hefte. Wer Calluna für 2 Jahre/8 Hefte abonniert, erhält als Begrüßungsgeschenk 2 Freikarten für das Museumsdorf Hösseringen.

Und das sind die Themen des Sommerheftes:

Des Wanderers Lohn ...
... ist nicht etwa die anschließende Einkehr ins Café oder Gasthaus, sondern die Wanderung selbst, zumal wenn sie durch einen Wald führt, der den verheißungsvollen Namen »Der Lohn« trägt – zu Recht, wie sich unterwegs bald herausstellt.

Stadt, Land, Fluss                                                
Eine kleine Faltrad-Tour durch die Gemeinde Barum nach Bad Bevensen

Am Wasser und im Wacholderwald
Der Weesener Bach, die Örtze und die Sothrieth bilden den roten oder vielmehr den grünen Faden dieser 48 Kilometer langen Radtour rund um den Haußelberg im Naturpark Südheide

Anspruchsvolle Schönheit
Birkenalleen gehören zum typischen Landschaftsbild der Heide und sollten schon allein deshalb erhalten bleiben

Badespass dank engagierter Bürger
Ohne seinen Förderverein gäbe es das Waldbad Hohne/Spechtshorn längst nicht mehr

Kleiner Garten, große Ernte
Die Gottschlichs sind im Sommer fast Selbstversorger

Einer der letzten richtigen Bauernhöfe
»Der Hof« in Isenbüttel

Tatort Stall
Tierschutzverstöße als Kavaliersdelikte?

Wiederbelebung erfolgreich
Kreative Konzepte retten alte Bauernhöfe

Fahrrad & Fachwerk
Schöne Symbiose in einem bald 500 Jahre alten Haus

»Zum Besten der Jugend ...«                                                  
 Schatz im Schulmuseum: das erste Buch seiner Art

Yes, we can!
Jürgen Rohde erzählt vier Geschichten, die Mut machen

Bis ans Ende der Welt ...
Übers Reisen schreiben für den A. E. Johann-Preis

Ünnerwegens mit de Bahn                                                 
Niels Tümmlers Plattdüütsch-Kolumne

Außerdem ist im Südheide-Magazin, wie gewohnt, die aktuelle Ausgabe von
Heidja – Das regionale Magazin für Gesundheit und gutes Leben
enthalten.

Abonnentinnen und Abonnenten können im CallunaPLUS-Bereich das neue Calluna-Heft bereits vor Beginn der Verteilung online lesen.

Donnerstag, 17. Mai 2018

Pfingsten im Museumsdorf Hösseringen

Abwechslungsreich für große und kleine Besucher wird das Pfingstwochenende im Museumsdorf Hösseringen. Am Pfingstsonntag, 20. Mai, führt der Museumschmied Hinrich Schulz sein Handwerk vor, indem er Nägel und andere Dinge aus Eisen schmiedet. Außerdem freut er sich über tatkräftige Unterstützung am großen Blasebalg.
Am Pfingstsonntag können Kinder beim Schüren des Schmiedefeuers helfen. Foto: Inka Lykka Korth
Kinder ab sechs Jahren können am Pfingstmontag, 21. Mai von 14 bis 16 Uhr Mobiles aus Naturmaterialien basteln. Dabei entstehen fantasievolle Stücke, die anschließend mit nach Hause genommen werden dürfen. Eine Bastelrunde dauert etwa 30 Minuten.
Ebenfalls am Pfingstmontag findet von 12 Uhr bis 13:30 Uhr und von 15 Uhr bis 16:30 Uhr eine Führung zum Thema „Die Häuser des Museumsdorfes und ihre Bewohner“ statt. In einem Rundgang durch das Museumsdorf wird Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm einigen der Häuser die Geschichten ihrer einstigen Bewohner zur Seite stellen. Die Gebäude des Museumsdorfes sind nicht nur wichtige ländliche Baudenkmale wie das 1596 erbaute Kleinbauernhaus von Oldendorf (Luhe) oder der Brümmerhof von 1644, sondern auch Quellen des Lebens und Arbeitens ihrer Bewohner. Bevor ein Haus ins Museumsdorf Hösseringen kommt, hat es in der Regel viel erlebt. Es hat Generationen kommen und gehen sehen, hat an Familiengeschichten teilgehabt, Freude und Schmerz mit seinen Bewohnern geteilt und war irgendwie auch selbst Teil all dieser Geschehnisse. In der Regel geraten die alten Geschichten jedoch nach einigen Generationen in Vergessenheit.  Nicht so im Museumsdorf Hösseringen. Hier wird, wenn ein Gebäude seinen Platz in der historischen Dorfanlage findet, auch die Geschichte dazu aufgeschrieben. Denn erst mit dem Wissen um den Werdegang der Dinge sind eine historische Einordnung sowie der regionale Vergleich und die Erforschung möglich. So sind Wohnhäuser, Ställe, Scheunen und Werkstätten Dokumente vergangener Lebens- und Arbeitsweisen. Diesen will die Führung anhand  verschiedener Beispiele nachgehen, indem sie für einzelne Gebäude des Museums über deren Erbauer und Bewohner sowie über die Nutzung der Gebäude und deren Wandel im Laufe der Zeiten informiert. So erhalten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen lebendige und anschauliche Einblicke in 400 Jahre ländliche Sozial- und Kulturgeschichte der Lüneburger Heide.

Mittwoch, 16. Mai 2018

Neuer Förster in Behren

Frederic Schirmer ist neuer Förster in Behren. 

Foto: Nds. Landesforsten
Im Niedersächsischen Forstamt Unterlüß hat ein neuer Förster seinen Dienst angetreten. Frederic Schirmer (34) leitet seit Anfang Mai die Försterei Behren. Er löst seinen Vorgänger André Möhle ab. Frederic Schirmer betreut künftig den Landeswald zwischen Behren, Sprakensehl, Hagen und Weyhausen.
Der gebürtige Franzose ist mit seinen Eltern 1999 in die Lüneburger Heide nach Munster gezogen. Nach seinem Abitur hat er am Institut für Wildtierforschung seinen Zivildienst abgeleistet. Während der Zeit hatte er zufällig bereits auf den Flächen seiner heutigen Revierförsterei zu tun. „Nach meinem Studium an der Uni in Göttingen habe ich ab 2013 meine Anwärterzeit im Forstamt Münden absolviert  und wurde 2015 von den Niedersächsischen Landesforsten übernommen. Mein Ziel war es irgendwann eine Försterei in der Lüneburger Heide zu leiten, dass mein Wunsch so schnell in Erfüllung geht ist ein Traum. Ich freue mich auf die Herausforderungen dieser vielfältigen Revierförsterei und auf die Zusammenarbeit im Forstamtsteam“, sagt Förster Schirmer.
Neben der naturnahen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung wird auch der Naturschutz seine Arbeit prägen. Zum 1. Juni  wird er mit seiner Lebensgefährtin in das renovierte Förstereigehöft Behren einziehen, wo er telefonisch unter 05837 303 erreichbar sein wird.
Die Försterei Behren ist eine von acht Förstereien im Forstamt Unterlüß. Die Waldflächen des Forstamtes erstrecken sich über die Landkreise Celle, Gifhorn und Uelzen.

Montag, 14. Mai 2018

Wohin, Natascha?

Lesung im Hörsaal der Musikschule Suderburg
Im Juli 1997 veröffentliche Die Zeitung aus der Samtgemeinde Suderburg  einen Artikel mit der Überschrift „Nach 54 Jahren ein Wiedersehen in Kasachstan“. In dem bewegenden Bericht schilderte Angelika Hoff ihre Reiseeindrücke nach Pawlodar an der Grenze zur Mongolei. Sie begleitete ihre Freundin Renate Witte aus Suderburg. Diese Reise sollte ein weiterer emotionaler Höhepunkt in Renates bis dahin schon ereignisreichen Leben sein. Denn nach 54 Jahren war es dem Suchdienst des Roten Kreuzes durch einen Zufall gelungen, Renates Bruder Siegfried ausfindig zu machen. Warum Renates Bruder in Kasachstan lebte und wie es dazu kam, dass sich die Geschwister im damaligen Russland zur Zeit des Stalin-Terrors aus den Augen verloren – diese Geschichte ist so unglaublich, dass man sie selber lesen muss.

Autorin Angelika Hoff bereitet sich im Garten ihres Hauses in Suderburg auf die Lesung am Mittwoch vor.
Das ist nun möglich. Denn die Reise und die Wiederbegegnung hat Angelika Hoff so bewegt, dass sie nur noch die Idee verfolgte: „Renate, wir müssen dein Leben aufschreiben und der Nachwelt als Mahnung hinterlassen.“ Renate Witte war einverstanden und es schloss sich ein wöchentliches Treffen an, das über mehrere Jahre verlief. Renate Witte, die über ein bemerkenswertes Orts- und Personengedächtnis verfügte, erzählte Angelika Hoff ihr Leben. Diese zeichnete die Gespräche auf.
2011 war das Werk vollbracht. Renate Witte starb kurz nach Fertigstellung des Manuskriptes.
Angelika Hoff brauchte längere Zeit, um einen Verlag zu finden, der die Lebensgeschichte veröffentlichen wollte. Im Januar 2018 gab schließlich der Calluna-Verlag Renates Lebensaufzeichnung unter dem Titel „Wohin Natascha?“ heraus. Das Buch kann direkt bei Calluna bestellt werden und kostet 8,90 Euro. Die Lieferung erfolgt innerhalb Deutschlands versandkostenfrei.
Jetzt besteht die Gelegenheit, Auszüge aus dem Buch auf einer Lesung von Angelika Hoff zu hören, angereichert mit vielen Zusatzinformationen und persönlichen Eindrücken.
Die Lesung findet am Mittwoch, 16. Mai, von 19:00 Uhr an im Hörsaal der Musikschule Suderburg von Jan Kukureit in der Burgstraße statt. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 10. Mai 2018

Vogelexkursion in Müden/Örtze

Nachdem die beiden Vogelstimmen-Wanderungen in diesem Jahr trotz widrigen Wetters viele interessierte Vogelfreunde begeistert haben, besteht am Sonnabend, 26. Mai, nun zum letzten Mal in diesem Jahr die Möglichkeit, kostenlos auf einem morgendlichen Spaziergang rund um Müden Balzgesänge heimischer Vögel kennenzulernen oder vorhandene Kenntnisse aufzufrischen. Die Wanderung leitet wieder der pensionierte Biologielehrer Joachim Webel.
Der Rundgang beginnt um 7:30 Uhr am Winkelhof vor dem Hofcafe, Alte Dorfstraße 12, und endet dort gegen 9:00 Uhr. Alle, die Freude an der zwitschernden Natur haben, sind willkommen, Groß und Klein, Jung und Alt! Festes Schuhwerk wird empfohlen, vorhandene Ferngläser können mitgebracht werden. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Wer Lust hat, kann anschließend im Hofcafe zum Preis von 9 Euro frühstücken. Anmeldungen dazu bis zum 23. Mai per E-Mail an Kontakt@winkelhof-mueden.de oder unter Telelefon 05053 94077.

Dienstag, 8. Mai 2018

Schmieden, Weben und Schaubienenstand

Himmelfahrtstag im Museumsdorf Hösseringen

Am Himmelfahrtstag (Donnerstag, 10. Mai) bietet das Museumsdorf Hösseringen von 10:30 Uhr bis 17:30 Uhr Erlebnisse für kleine und große Besucher an: In der Scheune aus Wieren führt Weberin Katharina Bleisch den Webstuhl vor. Erwachsene und Kinder können ihr Geschick beim Weben am kleinen Webstuhl selbst ausprobieren. In der historischen Schmiede führt Museumsschmied Hinrich Schulz das alte Handwerk vor, auch hier können die Besucher selbst tätig werden und einen Nagel oder einen Haken schmieden. 
Museumspädagogin Heike Dehrmann beantwortet im Kötnerhaus aus Bahnsen Fragen zur Geschichte des Hauses und seiner Bewohner sowie zum ländlichen Alltagsleben um 1900. Nachmittags können Kinder von 13 bis 15 Uhr „Arme Ritter“  backen und probieren.
Im weitläufigen Freigelände ist die Heidschnuckenherde unterwegs, und die kleinen Ferkel der Rasse „Bunte Bentheimer“ erkunden eifrig ihr Freigelände am Stall. Auch der  Schaubienenstand mit drei Waben ist nun im Garten des Imkerhauses aus Eschede aufgestellt. Wer wissen möchte, wie das Innenleben eines Bienenstockes aussieht, kann einen Blick hinein werfen.

Samstag, 5. Mai 2018

Märchenspaziergang im Garten der Bäume

Die Märchenerzählerin Katja Breitling.
Schon seit vielen Jahren gehört sie im Arboretum Melzingen sozusagen „zur Familie“: die Lüneburger Märchenerzählerin Katja Breitling. Wer dem Klang ihrer Stimme lauscht, fühlt sich in ein Märchenland versetzt und vergisst für einen Augenblick die Wirklichkeit.
Auch in diesem Jahr ist sie wieder im Garten der Bäume in Melzingen zu hören und zu erleben. Am  Sonnabend, 19. Mai,  können sowohl Kinder als auch Erwachsene  die Märchenerzählerin von 15 Uhr an bei einem Märchenspaziergang durch das Arboretum begleiten. Katja Breitling wird an zauberhaften und verwunschenen Orten, von denen es viele im Arboretum gibt, Märchen aus aller Welt frei und lebendig erzählen.
Der Märchenspaziergang beginnt im Kulturstall des Arboretums. Von dort aus führt Katja Breitling dann durch den Garten und erzählt dabei von dankbaren Bäumen und vielem anderen mehr.  Ein schöner Nachmittag ist garantiert. Sollte das Wetter nicht mitspielen, findet das Erzählen im Kulturstall statt.
Da das Gartencafè des Arboretums zur Zeit noch nicht wieder geöffnet ist, und eine Bewirtung daher nicht möglich ist, können die Besucher eigene Speisen und Getränke mitbringen.
Weitere Auskünfte und Anmeldungen unter der Telefonnummer 04131 7274770. Aber selbstvertsändlich ist auch ein spontaner Besuch möglich. Der Eintritt beträgt 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder.

Montag, 30. April 2018

NABU-Wanderung zum Vogelparadies Hüttensee

Zu den Meißendorfer Teichen bei Winsen/Aller – insbesondere um den Hüttensee –  führt Bernhard Vömel im Rahmen einer knapp zweistündigen Wanderung am Sonnabend, 5. Mai. Im Laufe der Zeit hat sich hier ein wertvolles Natur- und Vogelschutzgebiet entwickelt.

Vogelversammlung auf dem Hüttensee. Foto: Gert Weidmann
 Viele Vogelarten hat Bernhard Vömel auf seinen Führungen schon gesehen, und er ist mittlerweile ein gefragter Ornithologe. Nicht nur Kormorane, Graugänse, Schnatter-, Stock-, Kolben-,  oder Löffelenten sind auf dem See zu beobachten, sondern auch Kraniche, Rohrweihe oder Fischadler. Und mit etwas Glück ist auch der Seeadler zu sehen. Die Teilnehmer der Wanderung erfahren, wie sich die verschiedenen Wasservögel z.B. anhand der Farben oder Schnabelformen bestimmen lassen.
Nach der Rückkehr zum Gut Sunder haben die Teilnehmer Gelegenheit, die Ausstellung WILDTIERNIS zu besuchen und dabei mehr über die Tierwelt in der Umgebung des vom NABU betriebenen Gutes Sunder zu erfahren. Im Lobetal-Café im Herrenhaus können sich die Teilnehmer nach der Wanderung stärken.

Termin: 05.05.2018
Ort: Meißendorf, NABU Gut Sunder, Info-Zentrum
Zeit: 9:00 Uhr
Dauer: 2 Stunden
Preis: 10 Euro/Person (Kinder bis 14 Jahre 5 Euro)
Anmeldung unter NABU-gutsunder.de oder telefonisch unter 05056 970111

Dienstag, 17. April 2018

Die Affäre Königsmarck auf der Konzertbühne

Philipp Christoph Graf von Königsmarck
Einen weiteren musikalischen Höhepunkt bietet das Residenzmuseum in Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Kulturfestival „arabesques“ am Freitag, 27. April.  Das international renommierte Stradivaria Ensemble baroque de Nantes spielt von 19 Uhr an im Rittersaal des Celler Schlosses. „Die Affäre Königsmarck – un vrai mystère d’amour“ – so lautet der Titel des Konzertes, das einer barocken Staatsaffäre europäischen Ranges gewidmet ist: der politisch-dramatische Königsmarck-Affäre im 17. Jahrhundert.  
Die Musiker Varoujan Doneyan, Simon Pierre (Violine),  Joël Oechslin (Viola) und Lucile Perrin (Violoncello) sind vielfach ausgezeichnete Experten darin, den Klang des 17. und 18. Jahrhunderts auf Instrumenten der Zeit getreu wiederzubeleben: reich und lebendig, durchdrungen von Zärtlichkeit und Poesie, changierend zwischen opulenten Klängen und Transparenz.

PROGRAMM

  • Jacques Aubert (1689–1753): 5ème Symphonie, gewidmet der Marquise de   Villeroy (Ouverture, Menuets 1 et 2, Contredanse)
  • Joseph Haydn (1732–1809: Quatuor Opus 20
  • Pierre Vachon (1738–1803): Quartetto 1, gewidmet Monsieur le Comte de Guines (allegro, andante, minuetto, allegro)
  • Ludwig van Beethoven (1770–1827): Quatuor n°1


HISTORISCHER HINTERGRUND
Sophie Dorothea. Fotos: Wikipedia
Georg Wilhelm, Barockfürst und letzter Herzog von Lüneburg, verzichtete aus Liebe zu der französischen Landadeligen Eléonore d’Olbreuse auf die Erbfolge. Die Celler Residenz erlebte mit ihr ihre Blütezeit. Mit dem Aufstieg Eléonores ist auch das Schicksal ihrer einzigen Tochter Sophie Dorothea von Celle verknüpft. Die auf dem Heiratsmarkt des europäischen Hochadels begehrte Prinzessin wurde aus politischen Gründen mit ihrem hannoverschen Cousin, dem späteren König Georg I. von Großbritannien verheiratet. Aus Liebe zu Philipp Christoph Graf von Königsmarck widersetzte sie sich den höfischen Regeln. Sie wurde nach ihrer Affäre mit dem Grafen auf Schloss Ahlden verbannt. Der in sächsischen Diensten stehende junge Graf verschwand spurlos im Leineschloss zu Hannover …

arabesques
2011 gründete die aus Celle stammende Redakteurin, Autorin und Kulturmanagerin Barbara Barberon-Zimmermann gemeinsam mit Nicolas Thiébaud, Solo-Oboist an der Staatsoper Hamburg, das Deutsch-Französische Kulturfestival arabesques, das sich der Festigung und Vertiefung des deutsch-französischen Kulturaustausches widmet. arabesques blickt über die Grenzen hinweg auf die Themen Erinnerung, kollektive Identität, Grenzen und Entfremdung. Eine inhaltliche Klammer bildet das jedes Jahr wechselnde Thema, das der Frage nachgeht, wie die Grundwerte eines demokratischen Europas gelebt und geschützt werden können. Im Januar und Februar findet in Hamburg Metropolregion und in Kooperation mit Hannover Metropolregion das Deutsch-Französische Kulturfestival arabesques statt und wird über das Jahr um Veranstaltungen erweitert. Es bestehen Kooperationen mit Institutionen in Toulouse, Paris, Nantes, Marseille, Rouen. arabesques wird unterstützt durch national und international tätige Stiftungen, deutsch-französische Vereine und Institutionen wie das Deutsch-Französische Jugendwerk, dem Institut français und dem Goethe-Institut.

INFO Karten für den Konzertabend sind im Vorverkauf an der Kasse des Bomann-Museums, Telefon 05141 124540, sowie an der Abendkasse im Schloss erhältlich.

Sonntag, 15. April 2018

Der Geier hofft auf fette Beute

Jürgen Eimecke stellt der früheren Gifhorner Landrätin Marion Lau die "käuflichen Volksvertreter" vor. Ganz links auf dem Pfahl wirbt ein Geier für Tempo 200. Für ihn ist jeder Raser eine fette Beute.
Der Rückgang der Artenvielfalt (nicht nur) in der Vogelwelt ist ein ernstes Thema, das nicht nur die Biologen beschäftigt. Auch der Hankensbütteler Holzbildhauer Jürgen Eimecke hat sich dazu seine Gedanken gemacht. Das Ergebnis ist die Ausstellung "Achtet auf die Vögel", die heute (Sonntag) in Anwesenheit von mehr als 70 Gästen im Otter-Zentrum in Hankensbüttel eröffnet worden ist. Wer Jürgen Eimecke kennt, weiß, dass es nicht seine Art ist, als strenger Mahner mit erhobenen Zeigefinger aufzutreten. Ganz im Gegenteil: Wie einst Till Eulenspiegel, setzt er auf Humor, wenn es darum geht, uns allen die Augen zu öffnen und auf Missstände hinzuweisen.

Der Künstler als Schelm
Makabre Realität in Südeuropa: Ein 
Ortolan in der Bratpfanne – "fair 
gemästet und bio".
In mittelalterlichem Kostüm und Narrenkappe auf dem Kopf enthüllte der Künstler fröhlich feixend seine Werke, darunter einen Ortolan in einer Bratpfanne und dazu eine Tafel mit der Aufschrift: "Angebot! Spezialität aus Frankreich: Ortolane (fair gemästet – bio), 300 Euro pro Stück". Da bleibt dem Betrachter das Lachen buchstäblich im Halse stecken. In Frankreich und auch in Italien gelten Ortolane als Delikatesse. Die strengen Fangverbote haben daran kaum etwas geändert.
Eulenspiegel-Schalk blitzt auch in diesem Kunstwerk auf: Ein blaues Verkehrsschild animiert zum Rasen, empfiehlt Tempo 200 als Richtgeschwindigkeit. Und über dem Schild hockt ein Geier und bettelt: "Bitte fahrt schnell!" Klar, er hofft auf fette Beute.
Für das Enthüllen eines weiteren Kunstobjekts hatte sich der Holzbildhauer mit Bedacht eine Politikerin als Assistentin aus dem Publikum geholt: Die frühere Gifhorner Landrätin Marion Lau. Ihr präsentierte er einen Bartisch, an dem sich eine illustre Schar Vögel rings herum um ein Deutschlandfähnchen niedergelassen hat. "Unsere Volksvertreter sind käuflich" steht auf dem Schild am Tischbein. Ein kleiner Seitenhieb auf den Politikbetrieb und zugleich ein dezenter Hinweis darauf, dass die ausgestellten Vögel auch käuflich erworben werden können. Interessenten müssen sich allerdings gedulden, bis sie ihren gefiederten Freund mit nach Hause nehmen können. Die Ausstellung im Otter-Zentrum läuft noch bis 14. Oktober.
TIPP Mehr über Jürgen Eimecke und seine Vogelausstellung lesen Sie im aktuellen Calluna-Heft (Frühling 2018).

Mittwoch, 11. April 2018

Schlosstheater auf Landpartie in der Südheide

Auch im Sommer 2018 ist das Schlosstheater wieder spielend in der Südheide unterwegs. An zehn Abenden können zwischen dem 20. Mai und dem 24. Juni drei unterschiedliche Stücke an neun verschiedenen und außergewöhnlichen Spielorten erlebt werden. Als Spielort neu hinzugekommen ist das Schulmuseum Steinhorst. Der Vorverkauf an der Theaterkasse und den bekannten Vorverkaufsstellen hat begonnen.
Am 20. Mai startet die Landpartie in Müden/Örtze auf dem Winkelhof mit Anton Tschechows „Der Kirschgarten“. Weiter geht es nach Wienhausen im Flotwedel, dann nach Wietze/Wieckenberg, wo wieder die „Handvoll Wieckenberger“ Gastgeber sind, in den 4-G-Park nach Wathlingen. Nach Eschede, wo das Heidegut Eschede die Theaterkulisse abgibt, gastiert das Theater in Hermannsburg auf dem Gelände des Heimatmuseums. Das Schulmuseum Steinhorst ist  mit dem Stück „Frau Müller muss weg“ dabei, das auch in Winsen/Aller auf dem Museumshof gespielt wird. Das Finale bilden Ende Juni zwei Abende in Eversen auf dem Rittergut von Harling.
Drei Stücke kommen diesen Sommer zur Aufführung. Neben Tschechows „Kirschgarten“ werden mit "Das Abschiedsdinner" von Matthieu Dellaporte und Alexandre de la Patellière und "Drau Müller muss weg" von Lutz Hübner zwei Komödien aufgeführt. Und weil alle Stücke ganz unterschiedlich auf die besonderen Gegebenheiten der Spielorte übertragen werden, können sie immer wieder neu ihren ganz eigenen Charme entfalten. Gespielt wird auf jeden Fall, denn jeder Spielort hält eine trockene Schlechtwetter-Variante für das Theater bereit. Die Anfangszeiten variieren von Ort zu Ort, Einlass ist immer eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.
Der Vorverkauf an der Theaterkasse und den weiten Vorverkaufsstellen (siehe unten) hat begonnen.
Termine: 20. Mai Müden/Örtze, Winkelhof | 22. Mai Wienhausen, Kulturhaus | 25. Mai Wieckenberg, Kothenhof | 27. Mai Wathlingen, 4 Generationen Park | 31. Mai Eschede, Heidegut Eschede | 3. Juni Hermannsburg, Heimatmuseum | 7. Juni Steinhorst, Schulmuseum | 10. Juni Winsen, Museumshof |23. und 24. Juni Eversen, Rittergut M. von Harling
Karten: Theaterkasse Am Markt 18, (Mo-Fr 10-17 Uhr, Sa 10-13 Uhr), Telefon 05141 90508-75/76
E-Mail: karten@schlosstheater-celle.de sowie bei den Volksbanken der Veranstaltungsorte und den örtlichen Vorverkaufsstellen.

Die drei Stücke des Landpartie-Spielplans werden an neun Spielorten in der Südheide aufgeführt.

Donnerstag, 5. April 2018

Auf einer Exkursion dem morgendlichen Vogelzwitschern lauschen

Vogelfreunde haben die Gelegenheit, unter fachkundiger Leitung dem Balzgesang der Bachstelze (Bild) und anderer heimischer Vogelarten zu lauschen. Foto: Franz-Zäpernick
Nachdem die diesjährige Premiere bereits zahlreiche Vogelfreunde begeistert hat, besteht am Sonnabend, 14. April, nun die zweite Möglichkeit in diesem Jahr, kostenlos auf einem morgendlichen Spaziergang rund um Müden/Örtze Balzgesänge heimischer Vögel kennenzulernen oder vorhandene Kenntnisse aufzufrischen. Die Wanderung leitet wieder der pensionierte Biologielehrer Joachim Webel.
Der Rundgang beginnt um 7:30 Uhr am Winkelhof vor dem Hofcafé, Alte Dorfstraße 12, und endet dort gegen 9:00 Uhr. Alle, die Freude an der erwachenden Natur haben, sind willkommen, Groß und Klein, Jung und Alt! Ende Mai wird dann die letzte Wanderung in diesem Jahr angeboten. Festes Schuhwerk wird empfohlen, vorhandene Ferngläser können mitgebracht werden. Um Anmeldung wird gebeten.
Wer Lust hat, kann anschließend im Hofcafe zum Preis von 9 Euro frühstücken. Anmeldungen dazu sind bis zum 10. April per E-Mail an Kontakt@winkelhof-mueden.de oder telefonisch unter der Nummer 05053 94077 möglich.

Mittwoch, 4. April 2018

Holzmesse mit vielen Ideen und Informationen zum Thema "Holz im Garten"

Jetzt passt das Wetter endlich auch zur Jahreszeit, und die Gartensaison kann beginnen. Wer Ideen für die Gartengestaltung mit Holz sucht, findet diese auf der Holzmesse, zu der die Firma D+H (Dämmstoff + Holz Müller GmbH) im Gifhorner Ortsteil Gamsen, Hamburger Straße 106 einlädt. Im Rahmen der Holzmesse, die am Sonnabend, 7. April, von 10 bis 16 Uhr geöffnet ist, werden u.a. neue Trends und Produkte hauptsächlich im Bereich „Holz im Garten“ vorgestellt und präsentiert. Darüber hinaus werden Neuigkeiten in allen anderen Produktkategorien vorgestellt und von den jeweiligen Industrievertretern fachmännisch erklärt. Zusätzlich gibt es Messepreise auf das gesamte Sortiment.
INFO Holzmesse

Donnerstag, 29. März 2018

Betten-Bilanz: 310.00 Übernachtungen im Landkreis Gifhorn

Der Landkreis Gifhorn kam im vergangenen Jahr auf genau 309.847 Gäste-Übernachtungen. Das teilte heute die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Süd-Ost-Niedersachsen beruft sich hierbei auf die neuen Beherbergungszahlen des Statistischen Landesamts. Danach erzielte der niedersächsische Tourismus das vierte Rekordjahr in Folge – mit rund 43,5 Millionen Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben und auf Campingplätzen (ein Plus von 1,7 Prozent). „Heimische Hotels und Pensionen erleben seit mehreren Jahren einen kleinen Boom“, sagt NGG-Geschäftsführer Manfred Tessmann. Von den hohen Gäste-Zahlen profitierten auch Gaststätten, Restaurants und Kneipen. „Damit die Besucher auch gern wiederkommen, brauchen wir jedoch mehr geschultes Fachpersonal. Minijobber allein stemmen keinen Boom“, betont Tessmann. An die Arbeitgeber appelliert der Gewerkschafter, deutlich mehr für eine attraktive Berufsausbildung zu tun. „Klar ist auch: Nur wenn Bezahlung und Arbeitszeiten stimmen, werden wir künftig genügend Köche und Kellner haben“, so Tessmann weiter. Dazu gehöre, dass Chefs die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten genau aufschreiben. Nur so lasse sich verhindern, dass Löhne geprellt und Umsonst-Überstunden zur Regel würden.

Freitag, 23. März 2018

Das Frühlingsheft ist da!

Auch wenn der Frühling, was das Wetter betrifft, noch etwas auf sich warten lässt, beginnt heute die Verteilung des druckfrischen Frühlingsheftes. Bis sämtliche Auslagestellen im Verbreitungsgebiet, dem Dreieck der Städte Celle, Gifhorn und Uelzen, beliefert sind, wird es erfahrungsgemäß einige Tage dauern. Abonnentinnen und Abonnenten bekommen das Heft per Post direkt ins Haus geliefert. Wer nicht auf das gedruckte Heft warten möchte, kann gerne schon hier und jetzt darin blättern – das geht ganz einfach mit einem Klick aufs Cover:

Mittwoch, 21. März 2018

In der Karwoche auf Fleisch und Wurst verzichten

Aktiver Beitrag zum Klimaschutz

Wer in der Südheide in der Karwoche auf Fleisch und Wurst verzichtet, nützt dem eigenen Geldbeutel, der Gesundheit und dem Klima. Wie viele Tonnen CO2 durch Fleischfasten vor Ort eingespart werden können, berechnete das Pestel Institut aus Hannover erstmals in landkreisgenauen Zahlen. Gleichzeitig zeigt die Internetplattform des zum Pestel-Institut gehörigen ClimateCulture-Lab (CCL), dass eine CO2-arme Ernährung und Lebensweise ein Gewinn ist – fürs Klima und darüber hinaus.

Der Verzicht auf Fleisch und Wurst und möglichst auch weitere tierische Produkte ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz, den jede Bürgerin und jeder Bürger leisten kann. Foto: unsplash/Ryan Song 






In der Südheide-Region wohnen rund 292.000 Christen beider Konfessionen (115.910 im Landkreis Celle, 109.699 im Landkreis Gifhorn, 66.130 im Landkreis Uelzen). Nach Berechnungen des Pestel-Instituts verursachen sie bei einer durchschnittlichen Ernährungsweise zusammen rund 8962 Tonnen CO2 pro Woche. Entschlössen sich alle Christen in der Karwoche zum Umstieg auf Gemüsekost, könnten sie innerhalb von nur sieben Tagen 3527 Tonnen CO2 einsparen und damit etwas gegen die Erderwärmung tun. Würde die Gesamtbevölkerung der drei Landkreise während der 40-tägigen Fastenzeit auf tierische Nahrungsmittel verzichten, gelängen satte 47.406 Tonnen weniger CO2 in die Atmosphäre. Ernährung ist also eines der Schlüsselthemen, wenn wir wissen wollen, wie unsere Alltagsgewohnheiten zu einer besseren Zukunft beitragen können.
Mit dieser Frage beschäftigt sich auch das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt Climate Culture Lab (CCL), auf Deutsch KlimaKultur-Labor. „Jedem Menschen wird mit dem täglichen Essen indirekt die Entscheidung aufgetischt: Wie will ich leben? Denn es ist schon längst bekannt, dass die Fleischproduktion die Treibhausgas-Emissionen in die Höhe treibt“, so Andrea Steckert, Leiterin des CCL.: „Die regional aufgeschlüsselten Zahlen zeigen, wie jeder vor Ort zu einer zukunftsorientierten Alltags-Kultur beitragen kann.“ Das CCL-Online-Angebot zum KlimaKultur-Wandel unterstützt Veränderungsprozesse im beruflichen als auch im privaten Alltag hin zu einer emissionsärmeren Welt. Hier kann jeder zum Klimagewinner werden, der sich entschließt, sich inspirieren zu lassen und täglich einen kleinen Schritt in Richtung von CO2-Feiheit zu wagen. Gerade für Christen bietet sich durch aktives Mittun am Fleischfasten die Chance, Teil einer wachsenden Bewegung zu werden.

Dienstag, 20. März 2018

Saisonstart beim NABU auf Gut Sunder

Kurz nach dem kalendarischen Frühlingsanfang ist beim NABU auf Gut Sunder in Meißendorf bei Winsen/Aller die Winterruhe beendet. Mit einem Fest für die ganze Familie wird der Start in die neue Saison eingeläutet.

Saisonstart beim NABU auf Gut Sunder. Foto: Monika Heinen/NABU
Am Sonnabend, 24. März, haben von 11:00 bis 17:00 Uhr der NABU-Shop und die „Wildtiernis“ wieder geöffnet. In seinem Naturerlebnis- und Umweltbildungszentrum gibt der NABU viele Anregungen für den heimischen Garten. Rund um das Informations- und Bürogebäude werden erstmalig mehrere Informations- und Verkaufsstände aufgebaut. Ein Informationsstand zum Thema Wolf klärt zu den wichtigsten Fragen rund um Biologie und Ökologie der Tiere auf, an einem  weiteren Stand können sich die Besucherinnen und Besucher über die vielfältigen Angebote des Regionalen Umweltzentrums informieren. Mit etwas Glück lassen sich beim NABU-Glücksraddrehen verschiedene Preise gewinnen.
Teilnehmen wird auch das vom Verein Lobetal betriebene Hotel Herrenhaus mit seinem Cafe. Außerdem bietet die Lobetal-Werkstatt für Menschen mit Behinderung Holz- und Textilprodukte an.
Neben vielen ornithologischen Seminaren finden auf dem Gut Sunder auch in dieser Saison wieder Veranstaltungen zu den Themen Bienen, Wespen & Co., Natur als Energiequelle, Wildnispädagogik, Reptilien, Pilze, Amphibien, Libellen, Wölfe, Pflanzenbestimmung, Spinnen und vielem mehr statt. Ebenso stehen wieder Fotoseminare und Naturschutzthemen im Veranstaltungskalender.
Auf dem weitläufigen Gelände des Gutes Sunder mit seinem alten Baumbestand und den Fischteichen stimmen entspannende Spaziergänge und Naturbeobachtungen auf den Frühling ein. Es ist wahrscheinlich, dass Amsel, Blau- und Kohlmeise zu sehen und zu hören sein werden. Also Ohren gespitzt, wenn es durch das Naturparadies geht.

Montag, 26. Februar 2018

Poet der Landschaftsmalerei

Veronika Kranich über Caspar David Friedrich

FOLKERT FRELS
»Nichts ist Nebensache in einem Bilde, alles gehöret unumgänglich zum Ganzen, darf also nicht vernachlässigt werden. Wer dem Hauptteile seines Bildes nur dadurch einen Wert zu geben weiß, dass er andere, untergeordnete Teile in der Behandlung vernachlässigt, mit dessen Werk ist es schlecht bestellt. Alles muss und kann mit Sorgfalt ausgeführt werden, ohne dass jeder Teil sogleich sich aufdrängt«
So soll Caspar David Friedrich sich über die Kunst, ein Gemälde zu produzieren, ausgelassen haben. Über diesen großen Künstler und seine Werke berichtet am Montag, 5. März, die Hamburger Kunstinterpretin Veronika Kranich beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau.

"Das Eismeer" – eines der bekanntesten Bilder des Malers Caspar David Friedrich
Friedrich gilt als einer der bedeutendsten Landschaftsmaler. Rügens Kreidefelsen – was wären sie ohne das Bild, mit dem der 1774 im damals schwedischen Greifswald geborene Maler berühmt wurde, gleichzeitig aber auch zur Popularität Rügens beitrug? Dies Werk „komponierte“ er 1818 auf seiner Hochzeitsreise, die ihn und seine Frau Christiane Caroline auf die Insel führte. Eines seiner Lieblingsmotive war die nördlich von Greifswald gelegene Klosterruine Eldena – er malte sie in vielen unterschiedlichen Ansichten. 1835 erlitt er einen Schlaganfall, der seine rechte Hand lähmte. Danach malte er vorwiegend Aquarelle. 1837 hatte ein zweiter Schlaganfall die nahezu vollständige Lähmung zur Folge. 1840 starb er in Dresden. Sein Werk fand erst relativ spät die gebührende Beachtung, war vielen zu düster, zu wenig „schön“. Die 1906 in der Berliner Nationalgalerie durchgeführte „Jahrhundertausstellung der deutschen Malerei von 1775-1875“ führte zu seiner Wiederentdeckung – heute gilt er, „der“ Vertreter der deutschen Romantik, als unsterblich. Seine mystischen Bilder lassen viel Raum für Interpretationen – schauen wir, wie Veronika Kranich sie deutet.
Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern genommen.