Donnerstag, 17. Mai 2018

Pfingsten im Museumsdorf Hösseringen

Abwechslungsreich für große und kleine Besucher wird das Pfingstwochenende im Museumsdorf Hösseringen. Am Pfingstsonntag, 20. Mai, führt der Museumschmied Hinrich Schulz sein Handwerk vor, indem er Nägel und andere Dinge aus Eisen schmiedet. Außerdem freut er sich über tatkräftige Unterstützung am großen Blasebalg.
Am Pfingstsonntag können Kinder beim Schüren des Schmiedefeuers helfen. Foto: Inka Lykka Korth
Kinder ab sechs Jahren können am Pfingstmontag, 21. Mai von 14 bis 16 Uhr Mobiles aus Naturmaterialien basteln. Dabei entstehen fantasievolle Stücke, die anschließend mit nach Hause genommen werden dürfen. Eine Bastelrunde dauert etwa 30 Minuten.
Ebenfalls am Pfingstmontag findet von 12 Uhr bis 13:30 Uhr und von 15 Uhr bis 16:30 Uhr eine Führung zum Thema „Die Häuser des Museumsdorfes und ihre Bewohner“ statt. In einem Rundgang durch das Museumsdorf wird Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm einigen der Häuser die Geschichten ihrer einstigen Bewohner zur Seite stellen. Die Gebäude des Museumsdorfes sind nicht nur wichtige ländliche Baudenkmale wie das 1596 erbaute Kleinbauernhaus von Oldendorf (Luhe) oder der Brümmerhof von 1644, sondern auch Quellen des Lebens und Arbeitens ihrer Bewohner. Bevor ein Haus ins Museumsdorf Hösseringen kommt, hat es in der Regel viel erlebt. Es hat Generationen kommen und gehen sehen, hat an Familiengeschichten teilgehabt, Freude und Schmerz mit seinen Bewohnern geteilt und war irgendwie auch selbst Teil all dieser Geschehnisse. In der Regel geraten die alten Geschichten jedoch nach einigen Generationen in Vergessenheit.  Nicht so im Museumsdorf Hösseringen. Hier wird, wenn ein Gebäude seinen Platz in der historischen Dorfanlage findet, auch die Geschichte dazu aufgeschrieben. Denn erst mit dem Wissen um den Werdegang der Dinge sind eine historische Einordnung sowie der regionale Vergleich und die Erforschung möglich. So sind Wohnhäuser, Ställe, Scheunen und Werkstätten Dokumente vergangener Lebens- und Arbeitsweisen. Diesen will die Führung anhand  verschiedener Beispiele nachgehen, indem sie für einzelne Gebäude des Museums über deren Erbauer und Bewohner sowie über die Nutzung der Gebäude und deren Wandel im Laufe der Zeiten informiert. So erhalten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen lebendige und anschauliche Einblicke in 400 Jahre ländliche Sozial- und Kulturgeschichte der Lüneburger Heide.

Mittwoch, 16. Mai 2018

Neuer Förster in Behren

Frederic Schirmer ist neuer Förster in Behren. 

Foto: Nds. Landesforsten
Im Niedersächsischen Forstamt Unterlüß hat ein neuer Förster seinen Dienst angetreten. Frederic Schirmer (34) leitet seit Anfang Mai die Försterei Behren. Er löst seinen Vorgänger André Möhle ab. Frederic Schirmer betreut künftig den Landeswald zwischen Behren, Sprakensehl, Hagen und Weyhausen.
Der gebürtige Franzose ist mit seinen Eltern 1999 in die Lüneburger Heide nach Munster gezogen. Nach seinem Abitur hat er am Institut für Wildtierforschung seinen Zivildienst abgeleistet. Während der Zeit hatte er zufällig bereits auf den Flächen seiner heutigen Revierförsterei zu tun. „Nach meinem Studium an der Uni in Göttingen habe ich ab 2013 meine Anwärterzeit im Forstamt Münden absolviert  und wurde 2015 von den Niedersächsischen Landesforsten übernommen. Mein Ziel war es irgendwann eine Försterei in der Lüneburger Heide zu leiten, dass mein Wunsch so schnell in Erfüllung geht ist ein Traum. Ich freue mich auf die Herausforderungen dieser vielfältigen Revierförsterei und auf die Zusammenarbeit im Forstamtsteam“, sagt Förster Schirmer.
Neben der naturnahen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung wird auch der Naturschutz seine Arbeit prägen. Zum 1. Juni  wird er mit seiner Lebensgefährtin in das renovierte Förstereigehöft Behren einziehen, wo er telefonisch unter 05837 303 erreichbar sein wird.
Die Försterei Behren ist eine von acht Förstereien im Forstamt Unterlüß. Die Waldflächen des Forstamtes erstrecken sich über die Landkreise Celle, Gifhorn und Uelzen.

Montag, 14. Mai 2018

Wohin, Natascha?

Lesung im Hörsaal der Musikschule Suderburg
Im Juli 1997 veröffentliche Die Zeitung aus der Samtgemeinde Suderburg  einen Artikel mit der Überschrift „Nach 54 Jahren ein Wiedersehen in Kasachstan“. In dem bewegenden Bericht schilderte Angelika Hoff ihre Reiseeindrücke nach Pawlodar an der Grenze zur Mongolei. Sie begleitete ihre Freundin Renate Witte aus Suderburg. Diese Reise sollte ein weiterer emotionaler Höhepunkt in Renates bis dahin schon ereignisreichen Leben sein. Denn nach 54 Jahren war es dem Suchdienst des Roten Kreuzes durch einen Zufall gelungen, Renates Bruder Siegfried ausfindig zu machen. Warum Renates Bruder in Kasachstan lebte und wie es dazu kam, dass sich die Geschwister im damaligen Russland zur Zeit des Stalin-Terrors aus den Augen verloren – diese Geschichte ist so unglaublich, dass man sie selber lesen muss.

Autorin Angelika Hoff bereitet sich im Garten ihres Hauses in Suderburg auf die Lesung am Mittwoch vor.
Das ist nun möglich. Denn die Reise und die Wiederbegegnung hat Angelika Hoff so bewegt, dass sie nur noch die Idee verfolgte: „Renate, wir müssen dein Leben aufschreiben und der Nachwelt als Mahnung hinterlassen.“ Renate Witte war einverstanden und es schloss sich ein wöchentliches Treffen an, das über mehrere Jahre verlief. Renate Witte, die über ein bemerkenswertes Orts- und Personengedächtnis verfügte, erzählte Angelika Hoff ihr Leben. Diese zeichnete die Gespräche auf.
2011 war das Werk vollbracht. Renate Witte starb kurz nach Fertigstellung des Manuskriptes.
Angelika Hoff brauchte längere Zeit, um einen Verlag zu finden, der die Lebensgeschichte veröffentlichen wollte. Im Januar 2018 gab schließlich der Calluna-Verlag Renates Lebensaufzeichnung unter dem Titel „Wohin Natascha?“ heraus. Das Buch kann direkt bei Calluna bestellt werden und kostet 8,90 Euro. Die Lieferung erfolgt innerhalb Deutschlands versandkostenfrei.
Jetzt besteht die Gelegenheit, Auszüge aus dem Buch auf einer Lesung von Angelika Hoff zu hören, angereichert mit vielen Zusatzinformationen und persönlichen Eindrücken.
Die Lesung findet am Mittwoch, 16. Mai, von 19:00 Uhr an im Hörsaal der Musikschule Suderburg von Jan Kukureit in der Burgstraße statt. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 10. Mai 2018

Vogelexkursion in Müden/Örtze

Nachdem die beiden Vogelstimmen-Wanderungen in diesem Jahr trotz widrigen Wetters viele interessierte Vogelfreunde begeistert haben, besteht am Sonnabend, 26. Mai, nun zum letzten Mal in diesem Jahr die Möglichkeit, kostenlos auf einem morgendlichen Spaziergang rund um Müden Balzgesänge heimischer Vögel kennenzulernen oder vorhandene Kenntnisse aufzufrischen. Die Wanderung leitet wieder der pensionierte Biologielehrer Joachim Webel.
Der Rundgang beginnt um 7:30 Uhr am Winkelhof vor dem Hofcafe, Alte Dorfstraße 12, und endet dort gegen 9:00 Uhr. Alle, die Freude an der zwitschernden Natur haben, sind willkommen, Groß und Klein, Jung und Alt! Festes Schuhwerk wird empfohlen, vorhandene Ferngläser können mitgebracht werden. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Wer Lust hat, kann anschließend im Hofcafe zum Preis von 9 Euro frühstücken. Anmeldungen dazu bis zum 23. Mai per E-Mail an Kontakt@winkelhof-mueden.de oder unter Telelefon 05053 94077.

Dienstag, 8. Mai 2018

Schmieden, Weben und Schaubienenstand

Himmelfahrtstag im Museumsdorf Hösseringen

Am Himmelfahrtstag (Donnerstag, 10. Mai) bietet das Museumsdorf Hösseringen von 10:30 Uhr bis 17:30 Uhr Erlebnisse für kleine und große Besucher an: In der Scheune aus Wieren führt Weberin Katharina Bleisch den Webstuhl vor. Erwachsene und Kinder können ihr Geschick beim Weben am kleinen Webstuhl selbst ausprobieren. In der historischen Schmiede führt Museumsschmied Hinrich Schulz das alte Handwerk vor, auch hier können die Besucher selbst tätig werden und einen Nagel oder einen Haken schmieden. 
Museumspädagogin Heike Dehrmann beantwortet im Kötnerhaus aus Bahnsen Fragen zur Geschichte des Hauses und seiner Bewohner sowie zum ländlichen Alltagsleben um 1900. Nachmittags können Kinder von 13 bis 15 Uhr „Arme Ritter“  backen und probieren.
Im weitläufigen Freigelände ist die Heidschnuckenherde unterwegs, und die kleinen Ferkel der Rasse „Bunte Bentheimer“ erkunden eifrig ihr Freigelände am Stall. Auch der  Schaubienenstand mit drei Waben ist nun im Garten des Imkerhauses aus Eschede aufgestellt. Wer wissen möchte, wie das Innenleben eines Bienenstockes aussieht, kann einen Blick hinein werfen.

Samstag, 5. Mai 2018

Märchenspaziergang im Garten der Bäume

Die Märchenerzählerin Katja Breitling.
Schon seit vielen Jahren gehört sie im Arboretum Melzingen sozusagen „zur Familie“: die Lüneburger Märchenerzählerin Katja Breitling. Wer dem Klang ihrer Stimme lauscht, fühlt sich in ein Märchenland versetzt und vergisst für einen Augenblick die Wirklichkeit.
Auch in diesem Jahr ist sie wieder im Garten der Bäume in Melzingen zu hören und zu erleben. Am  Sonnabend, 19. Mai,  können sowohl Kinder als auch Erwachsene  die Märchenerzählerin von 15 Uhr an bei einem Märchenspaziergang durch das Arboretum begleiten. Katja Breitling wird an zauberhaften und verwunschenen Orten, von denen es viele im Arboretum gibt, Märchen aus aller Welt frei und lebendig erzählen.
Der Märchenspaziergang beginnt im Kulturstall des Arboretums. Von dort aus führt Katja Breitling dann durch den Garten und erzählt dabei von dankbaren Bäumen und vielem anderen mehr.  Ein schöner Nachmittag ist garantiert. Sollte das Wetter nicht mitspielen, findet das Erzählen im Kulturstall statt.
Da das Gartencafè des Arboretums zur Zeit noch nicht wieder geöffnet ist, und eine Bewirtung daher nicht möglich ist, können die Besucher eigene Speisen und Getränke mitbringen.
Weitere Auskünfte und Anmeldungen unter der Telefonnummer 04131 7274770. Aber selbstvertsändlich ist auch ein spontaner Besuch möglich. Der Eintritt beträgt 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder.

Montag, 30. April 2018

NABU-Wanderung zum Vogelparadies Hüttensee

Zu den Meißendorfer Teichen bei Winsen/Aller – insbesondere um den Hüttensee –  führt Bernhard Vömel im Rahmen einer knapp zweistündigen Wanderung am Sonnabend, 5. Mai. Im Laufe der Zeit hat sich hier ein wertvolles Natur- und Vogelschutzgebiet entwickelt.

Vogelversammlung auf dem Hüttensee. Foto: Gert Weidmann
 Viele Vogelarten hat Bernhard Vömel auf seinen Führungen schon gesehen, und er ist mittlerweile ein gefragter Ornithologe. Nicht nur Kormorane, Graugänse, Schnatter-, Stock-, Kolben-,  oder Löffelenten sind auf dem See zu beobachten, sondern auch Kraniche, Rohrweihe oder Fischadler. Und mit etwas Glück ist auch der Seeadler zu sehen. Die Teilnehmer der Wanderung erfahren, wie sich die verschiedenen Wasservögel z.B. anhand der Farben oder Schnabelformen bestimmen lassen.
Nach der Rückkehr zum Gut Sunder haben die Teilnehmer Gelegenheit, die Ausstellung WILDTIERNIS zu besuchen und dabei mehr über die Tierwelt in der Umgebung des vom NABU betriebenen Gutes Sunder zu erfahren. Im Lobetal-Café im Herrenhaus können sich die Teilnehmer nach der Wanderung stärken.

Termin: 05.05.2018
Ort: Meißendorf, NABU Gut Sunder, Info-Zentrum
Zeit: 9:00 Uhr
Dauer: 2 Stunden
Preis: 10 Euro/Person (Kinder bis 14 Jahre 5 Euro)
Anmeldung unter NABU-gutsunder.de oder telefonisch unter 05056 970111

Dienstag, 17. April 2018

Die Affäre Königsmarck auf der Konzertbühne

Philipp Christoph Graf von Königsmarck
Einen weiteren musikalischen Höhepunkt bietet das Residenzmuseum in Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Kulturfestival „arabesques“ am Freitag, 27. April.  Das international renommierte Stradivaria Ensemble baroque de Nantes spielt von 19 Uhr an im Rittersaal des Celler Schlosses. „Die Affäre Königsmarck – un vrai mystère d’amour“ – so lautet der Titel des Konzertes, das einer barocken Staatsaffäre europäischen Ranges gewidmet ist: der politisch-dramatische Königsmarck-Affäre im 17. Jahrhundert.  
Die Musiker Varoujan Doneyan, Simon Pierre (Violine),  Joël Oechslin (Viola) und Lucile Perrin (Violoncello) sind vielfach ausgezeichnete Experten darin, den Klang des 17. und 18. Jahrhunderts auf Instrumenten der Zeit getreu wiederzubeleben: reich und lebendig, durchdrungen von Zärtlichkeit und Poesie, changierend zwischen opulenten Klängen und Transparenz.

PROGRAMM

  • Jacques Aubert (1689–1753): 5ème Symphonie, gewidmet der Marquise de   Villeroy (Ouverture, Menuets 1 et 2, Contredanse)
  • Joseph Haydn (1732–1809: Quatuor Opus 20
  • Pierre Vachon (1738–1803): Quartetto 1, gewidmet Monsieur le Comte de Guines (allegro, andante, minuetto, allegro)
  • Ludwig van Beethoven (1770–1827): Quatuor n°1


HISTORISCHER HINTERGRUND
Sophie Dorothea. Fotos: Wikipedia
Georg Wilhelm, Barockfürst und letzter Herzog von Lüneburg, verzichtete aus Liebe zu der französischen Landadeligen Eléonore d’Olbreuse auf die Erbfolge. Die Celler Residenz erlebte mit ihr ihre Blütezeit. Mit dem Aufstieg Eléonores ist auch das Schicksal ihrer einzigen Tochter Sophie Dorothea von Celle verknüpft. Die auf dem Heiratsmarkt des europäischen Hochadels begehrte Prinzessin wurde aus politischen Gründen mit ihrem hannoverschen Cousin, dem späteren König Georg I. von Großbritannien verheiratet. Aus Liebe zu Philipp Christoph Graf von Königsmarck widersetzte sie sich den höfischen Regeln. Sie wurde nach ihrer Affäre mit dem Grafen auf Schloss Ahlden verbannt. Der in sächsischen Diensten stehende junge Graf verschwand spurlos im Leineschloss zu Hannover …

arabesques
2011 gründete die aus Celle stammende Redakteurin, Autorin und Kulturmanagerin Barbara Barberon-Zimmermann gemeinsam mit Nicolas Thiébaud, Solo-Oboist an der Staatsoper Hamburg, das Deutsch-Französische Kulturfestival arabesques, das sich der Festigung und Vertiefung des deutsch-französischen Kulturaustausches widmet. arabesques blickt über die Grenzen hinweg auf die Themen Erinnerung, kollektive Identität, Grenzen und Entfremdung. Eine inhaltliche Klammer bildet das jedes Jahr wechselnde Thema, das der Frage nachgeht, wie die Grundwerte eines demokratischen Europas gelebt und geschützt werden können. Im Januar und Februar findet in Hamburg Metropolregion und in Kooperation mit Hannover Metropolregion das Deutsch-Französische Kulturfestival arabesques statt und wird über das Jahr um Veranstaltungen erweitert. Es bestehen Kooperationen mit Institutionen in Toulouse, Paris, Nantes, Marseille, Rouen. arabesques wird unterstützt durch national und international tätige Stiftungen, deutsch-französische Vereine und Institutionen wie das Deutsch-Französische Jugendwerk, dem Institut français und dem Goethe-Institut.

INFO Karten für den Konzertabend sind im Vorverkauf an der Kasse des Bomann-Museums, Telefon 05141 124540, sowie an der Abendkasse im Schloss erhältlich.

Sonntag, 15. April 2018

Der Geier hofft auf fette Beute

Jürgen Eimecke stellt der früheren Gifhorner Landrätin Marion Lau die "käuflichen Volksvertreter" vor. Ganz links auf dem Pfahl wirbt ein Geier für Tempo 200. Für ihn ist jeder Raser eine fette Beute.
Der Rückgang der Artenvielfalt (nicht nur) in der Vogelwelt ist ein ernstes Thema, das nicht nur die Biologen beschäftigt. Auch der Hankensbütteler Holzbildhauer Jürgen Eimecke hat sich dazu seine Gedanken gemacht. Das Ergebnis ist die Ausstellung "Achtet auf die Vögel", die heute (Sonntag) in Anwesenheit von mehr als 70 Gästen im Otter-Zentrum in Hankensbüttel eröffnet worden ist. Wer Jürgen Eimecke kennt, weiß, dass es nicht seine Art ist, als strenger Mahner mit erhobenen Zeigefinger aufzutreten. Ganz im Gegenteil: Wie einst Till Eulenspiegel, setzt er auf Humor, wenn es darum geht, uns allen die Augen zu öffnen und auf Missstände hinzuweisen.

Der Künstler als Schelm
Makabre Realität in Südeuropa: Ein 
Ortolan in der Bratpfanne – "fair 
gemästet und bio".
In mittelalterlichem Kostüm und Narrenkappe auf dem Kopf enthüllte der Künstler fröhlich feixend seine Werke, darunter einen Ortolan in einer Bratpfanne und dazu eine Tafel mit der Aufschrift: "Angebot! Spezialität aus Frankreich: Ortolane (fair gemästet – bio), 300 Euro pro Stück". Da bleibt dem Betrachter das Lachen buchstäblich im Halse stecken. In Frankreich und auch in Italien gelten Ortolane als Delikatesse. Die strengen Fangverbote haben daran kaum etwas geändert.
Eulenspiegel-Schalk blitzt auch in diesem Kunstwerk auf: Ein blaues Verkehrsschild animiert zum Rasen, empfiehlt Tempo 200 als Richtgeschwindigkeit. Und über dem Schild hockt ein Geier und bettelt: "Bitte fahrt schnell!" Klar, er hofft auf fette Beute.
Für das Enthüllen eines weiteren Kunstobjekts hatte sich der Holzbildhauer mit Bedacht eine Politikerin als Assistentin aus dem Publikum geholt: Die frühere Gifhorner Landrätin Marion Lau. Ihr präsentierte er einen Bartisch, an dem sich eine illustre Schar Vögel rings herum um ein Deutschlandfähnchen niedergelassen hat. "Unsere Volksvertreter sind käuflich" steht auf dem Schild am Tischbein. Ein kleiner Seitenhieb auf den Politikbetrieb und zugleich ein dezenter Hinweis darauf, dass die ausgestellten Vögel auch käuflich erworben werden können. Interessenten müssen sich allerdings gedulden, bis sie ihren gefiederten Freund mit nach Hause nehmen können. Die Ausstellung im Otter-Zentrum läuft noch bis 14. Oktober.
TIPP Mehr über Jürgen Eimecke und seine Vogelausstellung lesen Sie im aktuellen Calluna-Heft (Frühling 2018).

Mittwoch, 11. April 2018

Schlosstheater auf Landpartie in der Südheide

Auch im Sommer 2018 ist das Schlosstheater wieder spielend in der Südheide unterwegs. An zehn Abenden können zwischen dem 20. Mai und dem 24. Juni drei unterschiedliche Stücke an neun verschiedenen und außergewöhnlichen Spielorten erlebt werden. Als Spielort neu hinzugekommen ist das Schulmuseum Steinhorst. Der Vorverkauf an der Theaterkasse und den bekannten Vorverkaufsstellen hat begonnen.
Am 20. Mai startet die Landpartie in Müden/Örtze auf dem Winkelhof mit Anton Tschechows „Der Kirschgarten“. Weiter geht es nach Wienhausen im Flotwedel, dann nach Wietze/Wieckenberg, wo wieder die „Handvoll Wieckenberger“ Gastgeber sind, in den 4-G-Park nach Wathlingen. Nach Eschede, wo das Heidegut Eschede die Theaterkulisse abgibt, gastiert das Theater in Hermannsburg auf dem Gelände des Heimatmuseums. Das Schulmuseum Steinhorst ist  mit dem Stück „Frau Müller muss weg“ dabei, das auch in Winsen/Aller auf dem Museumshof gespielt wird. Das Finale bilden Ende Juni zwei Abende in Eversen auf dem Rittergut von Harling.
Drei Stücke kommen diesen Sommer zur Aufführung. Neben Tschechows „Kirschgarten“ werden mit "Das Abschiedsdinner" von Matthieu Dellaporte und Alexandre de la Patellière und "Drau Müller muss weg" von Lutz Hübner zwei Komödien aufgeführt. Und weil alle Stücke ganz unterschiedlich auf die besonderen Gegebenheiten der Spielorte übertragen werden, können sie immer wieder neu ihren ganz eigenen Charme entfalten. Gespielt wird auf jeden Fall, denn jeder Spielort hält eine trockene Schlechtwetter-Variante für das Theater bereit. Die Anfangszeiten variieren von Ort zu Ort, Einlass ist immer eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.
Der Vorverkauf an der Theaterkasse und den weiten Vorverkaufsstellen (siehe unten) hat begonnen.
Termine: 20. Mai Müden/Örtze, Winkelhof | 22. Mai Wienhausen, Kulturhaus | 25. Mai Wieckenberg, Kothenhof | 27. Mai Wathlingen, 4 Generationen Park | 31. Mai Eschede, Heidegut Eschede | 3. Juni Hermannsburg, Heimatmuseum | 7. Juni Steinhorst, Schulmuseum | 10. Juni Winsen, Museumshof |23. und 24. Juni Eversen, Rittergut M. von Harling
Karten: Theaterkasse Am Markt 18, (Mo-Fr 10-17 Uhr, Sa 10-13 Uhr), Telefon 05141 90508-75/76
E-Mail: karten@schlosstheater-celle.de sowie bei den Volksbanken der Veranstaltungsorte und den örtlichen Vorverkaufsstellen.

Die drei Stücke des Landpartie-Spielplans werden an neun Spielorten in der Südheide aufgeführt.

Donnerstag, 5. April 2018

Auf einer Exkursion dem morgendlichen Vogelzwitschern lauschen

Vogelfreunde haben die Gelegenheit, unter fachkundiger Leitung dem Balzgesang der Bachstelze (Bild) und anderer heimischer Vogelarten zu lauschen. Foto: Franz-Zäpernick
Nachdem die diesjährige Premiere bereits zahlreiche Vogelfreunde begeistert hat, besteht am Sonnabend, 14. April, nun die zweite Möglichkeit in diesem Jahr, kostenlos auf einem morgendlichen Spaziergang rund um Müden/Örtze Balzgesänge heimischer Vögel kennenzulernen oder vorhandene Kenntnisse aufzufrischen. Die Wanderung leitet wieder der pensionierte Biologielehrer Joachim Webel.
Der Rundgang beginnt um 7:30 Uhr am Winkelhof vor dem Hofcafé, Alte Dorfstraße 12, und endet dort gegen 9:00 Uhr. Alle, die Freude an der erwachenden Natur haben, sind willkommen, Groß und Klein, Jung und Alt! Ende Mai wird dann die letzte Wanderung in diesem Jahr angeboten. Festes Schuhwerk wird empfohlen, vorhandene Ferngläser können mitgebracht werden. Um Anmeldung wird gebeten.
Wer Lust hat, kann anschließend im Hofcafe zum Preis von 9 Euro frühstücken. Anmeldungen dazu sind bis zum 10. April per E-Mail an Kontakt@winkelhof-mueden.de oder telefonisch unter der Nummer 05053 94077 möglich.

Mittwoch, 4. April 2018

Holzmesse mit vielen Ideen und Informationen zum Thema "Holz im Garten"

Jetzt passt das Wetter endlich auch zur Jahreszeit, und die Gartensaison kann beginnen. Wer Ideen für die Gartengestaltung mit Holz sucht, findet diese auf der Holzmesse, zu der die Firma D+H (Dämmstoff + Holz Müller GmbH) im Gifhorner Ortsteil Gamsen, Hamburger Straße 106 einlädt. Im Rahmen der Holzmesse, die am Sonnabend, 7. April, von 10 bis 16 Uhr geöffnet ist, werden u.a. neue Trends und Produkte hauptsächlich im Bereich „Holz im Garten“ vorgestellt und präsentiert. Darüber hinaus werden Neuigkeiten in allen anderen Produktkategorien vorgestellt und von den jeweiligen Industrievertretern fachmännisch erklärt. Zusätzlich gibt es Messepreise auf das gesamte Sortiment.
INFO Holzmesse

Donnerstag, 29. März 2018

Betten-Bilanz: 310.00 Übernachtungen im Landkreis Gifhorn

Der Landkreis Gifhorn kam im vergangenen Jahr auf genau 309.847 Gäste-Übernachtungen. Das teilte heute die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Süd-Ost-Niedersachsen beruft sich hierbei auf die neuen Beherbergungszahlen des Statistischen Landesamts. Danach erzielte der niedersächsische Tourismus das vierte Rekordjahr in Folge – mit rund 43,5 Millionen Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben und auf Campingplätzen (ein Plus von 1,7 Prozent). „Heimische Hotels und Pensionen erleben seit mehreren Jahren einen kleinen Boom“, sagt NGG-Geschäftsführer Manfred Tessmann. Von den hohen Gäste-Zahlen profitierten auch Gaststätten, Restaurants und Kneipen. „Damit die Besucher auch gern wiederkommen, brauchen wir jedoch mehr geschultes Fachpersonal. Minijobber allein stemmen keinen Boom“, betont Tessmann. An die Arbeitgeber appelliert der Gewerkschafter, deutlich mehr für eine attraktive Berufsausbildung zu tun. „Klar ist auch: Nur wenn Bezahlung und Arbeitszeiten stimmen, werden wir künftig genügend Köche und Kellner haben“, so Tessmann weiter. Dazu gehöre, dass Chefs die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten genau aufschreiben. Nur so lasse sich verhindern, dass Löhne geprellt und Umsonst-Überstunden zur Regel würden.

Freitag, 23. März 2018

Das Frühlingsheft ist da!

Auch wenn der Frühling, was das Wetter betrifft, noch etwas auf sich warten lässt, beginnt heute die Verteilung des druckfrischen Frühlingsheftes. Bis sämtliche Auslagestellen im Verbreitungsgebiet, dem Dreieck der Städte Celle, Gifhorn und Uelzen, beliefert sind, wird es erfahrungsgemäß einige Tage dauern. Abonnentinnen und Abonnenten bekommen das Heft per Post direkt ins Haus geliefert. Wer nicht auf das gedruckte Heft warten möchte, kann gerne schon hier und jetzt darin blättern – das geht ganz einfach mit einem Klick aufs Cover:

Mittwoch, 21. März 2018

In der Karwoche auf Fleisch und Wurst verzichten

Aktiver Beitrag zum Klimaschutz

Wer in der Südheide in der Karwoche auf Fleisch und Wurst verzichtet, nützt dem eigenen Geldbeutel, der Gesundheit und dem Klima. Wie viele Tonnen CO2 durch Fleischfasten vor Ort eingespart werden können, berechnete das Pestel Institut aus Hannover erstmals in landkreisgenauen Zahlen. Gleichzeitig zeigt die Internetplattform des zum Pestel-Institut gehörigen ClimateCulture-Lab (CCL), dass eine CO2-arme Ernährung und Lebensweise ein Gewinn ist – fürs Klima und darüber hinaus.

Der Verzicht auf Fleisch und Wurst und möglichst auch weitere tierische Produkte ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz, den jede Bürgerin und jeder Bürger leisten kann. Foto: unsplash/Ryan Song 






In der Südheide-Region wohnen rund 292.000 Christen beider Konfessionen (115.910 im Landkreis Celle, 109.699 im Landkreis Gifhorn, 66.130 im Landkreis Uelzen). Nach Berechnungen des Pestel-Instituts verursachen sie bei einer durchschnittlichen Ernährungsweise zusammen rund 8962 Tonnen CO2 pro Woche. Entschlössen sich alle Christen in der Karwoche zum Umstieg auf Gemüsekost, könnten sie innerhalb von nur sieben Tagen 3527 Tonnen CO2 einsparen und damit etwas gegen die Erderwärmung tun. Würde die Gesamtbevölkerung der drei Landkreise während der 40-tägigen Fastenzeit auf tierische Nahrungsmittel verzichten, gelängen satte 47.406 Tonnen weniger CO2 in die Atmosphäre. Ernährung ist also eines der Schlüsselthemen, wenn wir wissen wollen, wie unsere Alltagsgewohnheiten zu einer besseren Zukunft beitragen können.
Mit dieser Frage beschäftigt sich auch das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt Climate Culture Lab (CCL), auf Deutsch KlimaKultur-Labor. „Jedem Menschen wird mit dem täglichen Essen indirekt die Entscheidung aufgetischt: Wie will ich leben? Denn es ist schon längst bekannt, dass die Fleischproduktion die Treibhausgas-Emissionen in die Höhe treibt“, so Andrea Steckert, Leiterin des CCL.: „Die regional aufgeschlüsselten Zahlen zeigen, wie jeder vor Ort zu einer zukunftsorientierten Alltags-Kultur beitragen kann.“ Das CCL-Online-Angebot zum KlimaKultur-Wandel unterstützt Veränderungsprozesse im beruflichen als auch im privaten Alltag hin zu einer emissionsärmeren Welt. Hier kann jeder zum Klimagewinner werden, der sich entschließt, sich inspirieren zu lassen und täglich einen kleinen Schritt in Richtung von CO2-Feiheit zu wagen. Gerade für Christen bietet sich durch aktives Mittun am Fleischfasten die Chance, Teil einer wachsenden Bewegung zu werden.

Dienstag, 20. März 2018

Saisonstart beim NABU auf Gut Sunder

Kurz nach dem kalendarischen Frühlingsanfang ist beim NABU auf Gut Sunder in Meißendorf bei Winsen/Aller die Winterruhe beendet. Mit einem Fest für die ganze Familie wird der Start in die neue Saison eingeläutet.

Saisonstart beim NABU auf Gut Sunder. Foto: Monika Heinen/NABU
Am Sonnabend, 24. März, haben von 11:00 bis 17:00 Uhr der NABU-Shop und die „Wildtiernis“ wieder geöffnet. In seinem Naturerlebnis- und Umweltbildungszentrum gibt der NABU viele Anregungen für den heimischen Garten. Rund um das Informations- und Bürogebäude werden erstmalig mehrere Informations- und Verkaufsstände aufgebaut. Ein Informationsstand zum Thema Wolf klärt zu den wichtigsten Fragen rund um Biologie und Ökologie der Tiere auf, an einem  weiteren Stand können sich die Besucherinnen und Besucher über die vielfältigen Angebote des Regionalen Umweltzentrums informieren. Mit etwas Glück lassen sich beim NABU-Glücksraddrehen verschiedene Preise gewinnen.
Teilnehmen wird auch das vom Verein Lobetal betriebene Hotel Herrenhaus mit seinem Cafe. Außerdem bietet die Lobetal-Werkstatt für Menschen mit Behinderung Holz- und Textilprodukte an.
Neben vielen ornithologischen Seminaren finden auf dem Gut Sunder auch in dieser Saison wieder Veranstaltungen zu den Themen Bienen, Wespen & Co., Natur als Energiequelle, Wildnispädagogik, Reptilien, Pilze, Amphibien, Libellen, Wölfe, Pflanzenbestimmung, Spinnen und vielem mehr statt. Ebenso stehen wieder Fotoseminare und Naturschutzthemen im Veranstaltungskalender.
Auf dem weitläufigen Gelände des Gutes Sunder mit seinem alten Baumbestand und den Fischteichen stimmen entspannende Spaziergänge und Naturbeobachtungen auf den Frühling ein. Es ist wahrscheinlich, dass Amsel, Blau- und Kohlmeise zu sehen und zu hören sein werden. Also Ohren gespitzt, wenn es durch das Naturparadies geht.

Montag, 26. Februar 2018

Poet der Landschaftsmalerei

Veronika Kranich über Caspar David Friedrich

FOLKERT FRELS
»Nichts ist Nebensache in einem Bilde, alles gehöret unumgänglich zum Ganzen, darf also nicht vernachlässigt werden. Wer dem Hauptteile seines Bildes nur dadurch einen Wert zu geben weiß, dass er andere, untergeordnete Teile in der Behandlung vernachlässigt, mit dessen Werk ist es schlecht bestellt. Alles muss und kann mit Sorgfalt ausgeführt werden, ohne dass jeder Teil sogleich sich aufdrängt«
So soll Caspar David Friedrich sich über die Kunst, ein Gemälde zu produzieren, ausgelassen haben. Über diesen großen Künstler und seine Werke berichtet am Montag, 5. März, die Hamburger Kunstinterpretin Veronika Kranich beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau.

"Das Eismeer" – eines der bekanntesten Bilder des Malers Caspar David Friedrich
Friedrich gilt als einer der bedeutendsten Landschaftsmaler. Rügens Kreidefelsen – was wären sie ohne das Bild, mit dem der 1774 im damals schwedischen Greifswald geborene Maler berühmt wurde, gleichzeitig aber auch zur Popularität Rügens beitrug? Dies Werk „komponierte“ er 1818 auf seiner Hochzeitsreise, die ihn und seine Frau Christiane Caroline auf die Insel führte. Eines seiner Lieblingsmotive war die nördlich von Greifswald gelegene Klosterruine Eldena – er malte sie in vielen unterschiedlichen Ansichten. 1835 erlitt er einen Schlaganfall, der seine rechte Hand lähmte. Danach malte er vorwiegend Aquarelle. 1837 hatte ein zweiter Schlaganfall die nahezu vollständige Lähmung zur Folge. 1840 starb er in Dresden. Sein Werk fand erst relativ spät die gebührende Beachtung, war vielen zu düster, zu wenig „schön“. Die 1906 in der Berliner Nationalgalerie durchgeführte „Jahrhundertausstellung der deutschen Malerei von 1775-1875“ führte zu seiner Wiederentdeckung – heute gilt er, „der“ Vertreter der deutschen Romantik, als unsterblich. Seine mystischen Bilder lassen viel Raum für Interpretationen – schauen wir, wie Veronika Kranich sie deutet.
Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern genommen.

Freitag, 23. Februar 2018

Kinder machen Waldführerschein

Waldpädagogikzentrum Ostheide bietet eine dreitägige Ferienaktion im Wald bei Breitenhees an

Das Waldpädagogikzentrum (WPZ) Ostheide bietet in den Wäldern des Niedersächsischen Forstamtes Unterlüß einen „Waldführerschein für Kinder“ an. Die Ferienaktion findet vom 19. bis 21. März bei Breitenhees statt.

Waldpädagogin Ulrike Witte-Spohr mit Kindern auf Spurensuche im Wald.                                             Foto: Nds. Landesforsten
Mit Waldpädagogin Ulrike Witte-Spohr können die teilnehmenden Kinder spielerisch die Zusammenhänge im Ökosystem Wald erforschen, Tiere und Pflanzen des Waldes erkunden und mit Naturmaterialien basteln. Feuermachen ohne Feuerzeug, Kochen auf offener Feuerstelle sowie der „Küchendienst“ sind  besondere Herausforderungen.
Nach bestandener „Prüfung“ am dritten Tag klingt die Aktion bei Kaffee und Kuchen und mit vielen netten Gesprächen gemeinsam mit Eltern, Geschwistern, Oma und Opa im Wald aus. Am Abschlusstag haben alle die Möglichkeit sich beim Bogenschießen zu messen.
Die dreitägige Veranstaltung dauert täglich von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr und ist für Schulkinder im Alter von neun bis zwölf Jahren geeignet. Die Kosten betragen pro Teilnehmer 60 Euro inkl. Mittagessen. Anmeldung und nähere Informationen bei Waldpädagogin Ulrike Witte-Spohr unter Telefon 05837 140103 oder uspohr@gmx.de.
INFO Die Niedersächsischen Landesforsten betreiben in Niedersachsen landesweit elf  Waldpädagogikzentren, in denen waldbezogene Umweltbildung angeboten wird. Die WPZ arbeiten dabei eng mit freiberuflichen zertifizierten Waldpädagoginnen und Waldpädagogen zusammen.

Dienstag, 20. Februar 2018

Fridolin zurück auf seinem Schornstein

Fridolin auf dem Schornstein des NABU-Arten-
schutzzentrums in Leiferde. Foto: NABU
Fast auf den Tag genau wie im Vorjahr ist Fridolin, der Brutstorch vom Schornstein des NABU-Artenschutzzentrums, am 19. Februar zum elften Mal auf selbigen zurückgekehrt. Damit erschien er exakt einen Tag später als im Vorjahr und setzt so die kleine Tradition der frühen Ankünfte fort. Dies war nicht immer so, denn grundsätzlich gibt es für Störche zwei Zugrouten in ihre Winterquartiere, die Ostroute über den Bosporus und die Westroute über Frankreich und Spanien.
 In den vergangenen Jahren verschiebt sich das Verhältnis von Ost- und Westzieher zugunsten der Westzieher. Da viele der letztgenannten aber gar nicht mehr nach Afrika ziehen, sondern in Spanien und z.T. auch schon in Frankreich überwintern, verkürzt sich so der Zugweg und die Störche tauchen bei geeigneter Witterung häufig bereits im Februar wieder an ihren Brutstätten auf. Bärbel Rogoschik, die Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums, glaubt, dass sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren fortsetzen wird: „Durch die frühe Ankunft und die nicht so weit entfernten Überwinterungsgebiete haben die Westzieher einen immensen Vorteil bei der Revierverteidigung, denn wenn die Ostzieher im März und April zurückkommen sind viele der Nester bereits besetzt. Hinzu kommt, dass die Westzieher dann wesentlich ausgeruhter und erholter sind, was bei den anstehenden Revierkämpfen sicherlich von Vorteil ist. Wie auch immer, wir freuen uns jedenfalls erst einmal, dass unser Fridolin wieder da ist, denn jünger wird er ja auch nicht.“
 Zusammen mit Fridolin ist noch ein weiterer Storch auf die zweite Nisthilfe auf dem Gelände des NABU-Artenschutzzentrums zurückgekehrt. Da auch dieser unberingt ist, kann nicht mit Gewissheit gesagt werden, ob es sich um das Männchen des Vorjahres handelt. Das Verhalten weist aber deutlich darauf hin, denn ebenso wie Fridolin, begann auch dieser Storch sogleich mit Reparaturarbeiten am Nest und teilte der Umgebung mit lautstarkem Geklapper mit, dass er wieder da ist.
 Wer sich das Treiben der Störche persönlich anschauen möchte, kann dies entweder bei einem Rundgang über das Stationsgelände machen (täglich von 9:00-17:00 Uhr) oder über die Webcam, die über die Internetseite des NABU-Artenschutzzentrums zu finden ist.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Gesamtkunstwerk in der Heide

Vortrag von Dr. Gudula Mayr beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen
FOLKERT FRELS / Text 
Nahe Jesteburg in der Nordheide befindet sich mitten in einem Wald ein einzigartiges Refugium der Kunst – die Kunststätte Bossard. Über dieses außergewöhnliche künstlerische Kleinod wird die Leiterin des Museums Bossard, Dr. Gudula Mayr, am Montag, 5. Februar, beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau in Uelzen berichten.
Der Anfang der Kunststätte Bossard kann auf das Jahr 1912 zurückgeführt werden, als der Künstler Johann Michael Bossard hier mit dem Bau eines Atelierhauses begann. Ab 1926 wurde er dabei von seiner jungen Ehefrau Jutta unterstützt. Bis zu seinem Tod im Jahre 1950 bauten beide unentwegt an diesem Gesamtkunstwerk, in dem verschiedene Kunstrichtungen ein Zuhause fanden – Architektur, Malerei, Bildhauerei, Kunstgewerbe und auch Gartenkunst. 1926 entstand der Kunsttempel mit eindrucksvollen Wandmalereien und einer Architektur im expressionistischen Stil. Sowohl das Atelierhaus als auch der Kunsttempel sind beeindruckende Beispiele für den Backsteinexpressionismus.

Kunsttempel und Atelierhaus sind beeindruckende Beispiele für den Backsteinexpressionismus. Foto: Kunststätte Bossard

Johann Bossard wurde 1874 in der Schweiz geboren und gelangte über Umwege an die Hochschule für bildende Kunst in Berlin und an die Unterrichtsanstalt für Kunstgewerbe in Berlin. Bald schon machte er mit Kleinplastiken und Grafiken auf sich aufmerksam und wechselte 1907 als Lehrer an die Kunstgewerbeschule in Hamburg. Bis 1944 war er dort Professor für Plastiken. 1926 heiratete er seine Schülerin Jutta Krull, geb. 1903 in Buxtehude. Sie schuf ebenfalls Plastiken, arbeitete mit Keramik und bemalte Porzellan. Beide strebten eine Durchdringung von Kunst und Leben im Alltag an und wollten mit ihrer Kunststätte einen Ort der inneren Einkehr schaffen, nicht nur für sich, sondern auch für andere Künstler. So ist die Kunststätte Bossard auch heute noch eine Begegnungs- und Ausstellungsstätte, in der vermehrt aber auch kunsthistorische Forschung betrieben wird. Johann Bossard starb 1950, seine Frau Jutta 1996. Beide sind auf dem Gelände der Kunststätte begraben. Nach dem Tod von Jutta Bossard wurde das gemeinsame Werk des Paares in eine Stiftung überführt.
Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegengenommen.

Montag, 22. Januar 2018

Bestehendes soll aufgewertet werden

Museumsdorf Hösseringen stellt Pläne für die neue Saison vor

Der weitere Ausbau der Infrastruktur, Sanierung von Gebäuden und eine neue Dauerausstellung – mit diesen Schwerpunkten geht das Museumsdorf Hösseringen in das Jahr 2018. „Wir setzen in diesem Jahr auf die Sicherung und Inwertsetzung des Vorhandenen“, fasste es Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm auf der Mitgliederversammlung, die kürzlich in Uelzen stattfand, zusammen.

Die Bleicherhütte am Brümmerhof im Museumsdorf Hösseringen soll ein neues Reetdach bekommen.

Foto: Christine Kohnke-Löbert

Neben dem weiteren Ausbau der Wege, die nach und nach für Menschen mit Einschränkungen besser begehbar gemacht werden sollen, stehen die Erneuerung von Reetdächern, unter anderem an der Bleicherhütte und einem Speicher des Brümmerhofes, auf dem Plan. Reparaturen sollen am Außenschafstall aus Bohlsen und dem Bienenzaun vorgenommen werden. 
Getüftelt wird derzeit intensiv am Konzept der Dauerausstellung für das Imkerhaus aus Eschede, das von Tilman Grottian erarbeitet wird. Die Eröffnung ist für den 2. September 2018 geplant. Darüber hinaus wird das Projekt „Kriegsgefangene in der Lüneburger Heide“ als Grundlage für eine Ausstellung im Brümmerhof-Speicher fortgesetzt. Dank einer Kooperation mit den Universitäten Osnabrück und Hannover steht für das Jahr 2018 zudem eine Publikation zum Thema „Mechanisierung in der Landwirtschaft“ an, für die bereits in den Vorjahren umfangreiche Grundlagen geschaffen wurden. Ergänzend dazu sollen landtechnische Geräte und Maschinen in der Scheune aus Eimke gezeigt werden.
Im Rahmen der vom Vereinsvorsitzenden Jörg Hillmer geleiteten Mitgliederversammlung wurden auch die Besucherzahlen vorgestellt. Mit 28.354 Besuchern wurde das Ziel von 30.000 wegen des verregneten Sommers zwar knapp verfehlt, die Veranstaltungen sind jedoch sehr gut angenommen worden. „Besonders gut angekommen ist der ‚Tag der Tiere‘. Diese Veranstaltung soll künftig noch attraktiver werden“, so Brohm. Im Garten des Imkerhauses wird zudem eine Voliere gebaut, in der während der gesamten Saison Tiere ein Zuhause finden. 
Das Veranstaltungspaket ist auch schon geschnürt. 63 Termine stehen bereits fest, einige werden noch hinzu kommen. Mit dem Handwerkertag, Erntedankfest, KlangRauschTreffen, Apfelfest und Kunsthandwerkermarkt stehen fünf Großveranstaltungen im Kalender, hinzu kommen 22 Kurse und Workshops, Themenführungen sowie 14 Mitmachaktionen für Kinder. 
Abschied nehmen muss das Museumsteam in diesem Jahr vom stellvertretenden Museumsleiter Dr. Hauke Kutscher, der nach Münster wechselt. Die Stelle ist neu ausgeschrieben. Gewonnen werden konnten zwei weitere Honorarkräfte für Führungen und Museumspädagogik. Auch das Problem der Gartenpflege wurde in Angriff genommen. Ein neuer Mitarbeiter wird sich ab diesem Jahr um die Museumsgärten kümmern. Vervollständigt wird die Mitarbeiterrunde derzeit von einem „Bufti“, eine zweite Stelle im Bundesfreiwilligendienst soll im April besetzt werden. 
Zum Abschluss der gut besuchten Versammlung gab Tilman Grottian mit seinem Vortrag über die Geschichte des Imkerhauses aus Eschede einen fesselnden Einblick in das Leben mehrerer Generationen seiner einstigen Bewohner und damit auch einen Ausblick auf die kommende Ausstellung. 

Mittwoch, 17. Januar 2018

Erstmals eine Frau als Bezirksschornsteinfegerin

Jaqueline Kroll übernimmt Kehrbezirk von ihrem Vater Jürgen Schramm

Jacqueline Kroll übernahm heute im Gif-
horner Schloss offiziell den Kehrbezirk 
ihres Vaters Jürgen Schramm.
Foto: Landkreis Gifhorn
Der Landkreis Gifhorn hat heute im Schloss Gifhorn erstmals eine Frau als Bezirksschornsteinfegerin bestellt. Gleichzeitig verabschiedete Erster Kreisrat Dr. Thomas Walter im Rahmen einer Feierstunde ihren Vorgänger und Vater Jürgen Schramm in den Ruhestand. Seine Nachfolgerin, die Schornsteinfegermeisterin Jaqueline Kroll, wird nun für sieben Jahre den Kehrbezirk GF-10203 übernehmen. Vorangegangen war eine öffentliche Ausschreibung. Neben dem Ersten Kreisrat gratulierte der Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Braunschweig, Frank Dornemann.
Der Kehrbezirk der neuen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegerin reicht von Wentorf, der Stadt Wittingen und Gannerwinkel über Glüsingen, Plastau, Teschendorf, Wollerstorf, Zasenbeck bis hin zu Darrigsdorf, Erpensen, Kakerbeck, Lüben, Mahnburg, Ohrdorf, Rade sowie Rumsdorf, Stöcken, Suderwittigen, Eutzen und Wunderbüttel. Das Aufgabenspektrum hat sich in den vergangenen Jahren erweitert. So gehören zu Krolls zukünftiger Arbeit etwa Energieberatungen und zertifizierte Qualitätsprüfungen.
Bislang nahm diese Aufgaben der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger Jürgen Schramm wahr. Erster Kreisrat Dr. Thomas Walter bedauert dessen Ausscheiden: „Der Landkreis verliert mit Jürgen Schramm einen außerordentlich engagierten Vertreter seiner Zunft.“ Mit Leib und Seele habe er seinen Beruf ausgeübt. „Die großen Veränderungen im Schornsteinfegerwesen, die ab Januar 2013 gesetzlich vorgegeben wurden, hat Jürgen Schramm nicht nur angenommen, sondern als Herausforderung begriffen und vorbildlich bis zu seinem Dienstende umgesetzt“, lobt der Erste Kreisrat in seiner Laudatio. Zugleich freue er sich auf die neue Zusammenarbeit mit seiner Nachfolgerin, der ersten Schornsteinfegerin im Landkreis. Eine Übergabe des Kehrbezirks an die nächste Generation ist zwar nicht einmalig, aber dennoch immer etwas Besonderes.
Die bevollmächtigte Bezirksschornsteinfegerin Jaqueline Kroll ist ab dem 1. Februar 2018 wie folgt zu erreichen:
Anschrift:           Mühlenstraße 11, 29378 Wittingen
Telefon:              05831 8600
Mobil:                0170 8151391
E-Mail:              Jaqueline.Schramm@web.de

Hintergrundinformation zur Bestellung eines Bezirksschornsteinfegers
Mit der Bestellung nimmt ein bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger im Auftrag des Staates in weitem Umfang Aufgaben der Gefahrenabwehr insbesondere im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes wahr. Er handelt als sogenannter "beliehener Unternehmer", der seine öffentlichen Aufgaben als Behörde wahrnimmt und in diesem Kernbereich seiner Tätigkeiten in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis steht. In dieser Funktion erhebt er Gebühren und hat mit dem Kehrbuch personenbezogene Daten von Grundstückseigentümern seines Kehrbezirks zu verwalten. In dem ihm zugewiesenen Kehrbezirk übt er hoheitliche Rechte aus und unterliegt zugleich der unteren Fachaufsicht der Landkreise bzw. der kreisfreien Städte.

Samstag, 13. Januar 2018

Wer will Otter-Spotter werden?

Alles zur Biologie des seltenen Fischotters und wie man dieser scheuen Tierart auf die Spur kommt, vermitteln die Experten der Aktion Fischotterschutz im Rahmen eines Spurensucher-Seminars am 19. und 20. April von jeweils 10 bis 17 Uhr im Otter-Zentrum Hankensbüttel. 


Fischotter sind in der freien Natur nur selten zu beobachten  Foto: © Aktion Fischotterschutz e. V. / Jan Piecha
Am ersten Seminartag stehen neben Körperbau, Ernährung, Sozialverhalten und Fortpflanzung auch Informationen zur Verbreitung, Bedrohung und zum Schutz des Otters auf dem Programm. Außerdem können die Teilnehmer die Tierart im Otter-Zentrum auch leibhaftig kennenlernen. Am Sonntag wird das Erkennen von Fischotterspuren in Theorie und Praxis anschaulich vermittelt und die Onlineplattform „Otter-Spotter“, auf der jeder eigene Funde online melden kann, vorgestellt. Derart vorbereitet, haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, sich am bundesweiten Programm zur Erfassung von Fischottern zu beteiligen. Das Seminar richtet sich an Naturinteressierte, Behördenvertreter, Jäger und alle Interessierten. 

Die Gebühr für einen Seminartag beträgt 50, Euro und für beide Tage zusammen 80 Euro je Person (Mitglieder der Aktion Fischotterschutz e.V. erhalten Ermäßigung). Anmeldeschluss ist am 9. April 2018. Kontakt: Dr. Hans-Heinrich Krüger, Telefon 05832 980824, h.krueger@otterzentrum.de.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Rundgang erinnert an ein dramatisches Ereignis in Ebstorf

Am 6. Februar 1728 wurde die ledige 31jährige Henriette Christine von Appel in der Zinsscheune in Ebstorf hingerichtet. Sie hatte in der Nacht vom 19. auf den 20. Oktober 1727 heimlich im Kloster Ebstorf ein Kind geboren und es in der selben Nacht getötet. Anschließend hatte sie ihr totes Kind im Brunnen des Kloster versenkt. Sie war dort bei ihrer Schwester, der Konventualin Catharina von Appel seit längerer Zeit zu Besuch.
Aus Anlass dieses Jahrestages bietet der Vorsitzende des Ortsverbandes Molzen-Masendorf-Riestedt im Sozialverband Deutschland (SoVD), der Realschullehrer i. R. Wilhelm Spangenberg, eine Gedenkrunde am 6. Februar auf dem letzten Weg der Delinquentin an. Sie beginnt um 18:30 Uhr an der Klosterpforte am Kirchplatz. Um 18:45 Uhr wird ein Gedenken an der Stelle des ehemaligen Kavalierhauses am Domänenplatz folgen. Dann folgt um 19 Uhr eine Erinnerung an der Grundschule. Hier stand die Zehntscheune (Zinsscheune) des Klosters, in der die Hinrichtung vollzogen wurde. Die Runde schließt auf dem Kirchplatz um 19:15 Uhr ab. Hier wurde der Leichnam noch in der selben Nacht gegen 21 Uhr auf dem ehemaligen Friedhof in aller Heimlichkeit beigesetzt.
Die Familie von Appel saß von 1302 bis zum Aussterben im Mannesstamme im Jahre 1792 auf dem adeligen Hof in Masendorf. Die von Appel waren in unserem Raum reich belehnt. Für das Kloster Isenhagen und das (Familienstamm-)Kloster Ebstorf sind zahlreiche Äbtissinen, Nonnen und Conventualinnen der Familie von Appel bekannt.

Das Wappen der Familie von Appel: Schwarzer Hund mit roter Zunge auf silbernem Grund.
Wilhelm Spangenberg hat sich intensiv mit der Geschichte der Familie von Appel befasst. Wer dazu Fragen hat, zur Geschichte etwas beisteuern kann oder sich an diesem Gedenken aktiv beteiligen möchte, sollte sich entweder telefonisch unter 05805 1302 oder per E-Mail unter der Adresse Wilhelm.Spangenberg@web.de melden. Der SoVD bietet auch einen Fahrdienst an.